Gedanken zum Shooting: Evi

Am in , veröffentlicht.
Kostenloses Ebook: Kreative Available LIght Portraits

Lerne im kostenlosen Portrait Email-Kurs, wie du Schritt für Schritt gelungene Porträts fotografierst. Trage dich jetzt in den Newsletter ein und du erhältst den Kurs mit weiteren nützlichen Tricks und Angeboten.

Du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Deine Daten werden unserem sicheren Newsletter Anbieter GetResponse übermittelt. Die Übertragung ist SSL-verschlüsselt. Mit Klick auf den Button erklärst du dich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.


Im heutigen Beitrag soll es einmal wieder um etwas Inspiration für Porträts gehen. Dafür möchte ich dir eines meiner letzten Shootings näher bringen und beschreiben, was mir beim Fotografieren durch den Kopf ging. Auch enthalten sind wie immer weiterführende Verlinkungen, um mehr über die einzelnen Porträt-Themenbereiche zu erfahren.

Fotografie Location

Wie bei den meisten meiner Shootings habe ich eine natürliche Location gewählt. Das faszinierende ist, dass es sich dabei nur um eine kleine Ansammlung von Bäumen handelte, die sich direkt neben der Autobahn befand. Davon bekommt der Betrachter aber natürlich nichts mit – durch den richtigen Blickwinkel kann man das ganze so gestalten, als ob man sich im tiefsten Dschungel aufgehalten hätte.

In diesem Dickicht kann man nicht nur gut mit der Tiefenunschärfe spielen, sondern auch die verschiedensten Stellen finden: So hat mir ein Spot zugesagt, bei dem im Hintergrund die roten Beeren einen zusätzlichen Farbkontrast zum grün bilden.

Der nächste Punkt der mir wichtig war ist, wie das Model in die Fotolocation „eingebaut“ wird. Oft steht das Model einfach nur davor. Dadurch muss man nur auf den Hintergrund achten. Wird des Model weiter in den Ästen der Location eingebaut, hat man auch noch einen Vordergrund.

Mehr zum Thema Locations:

Das Model in der Foto Location positionieren | Eine Fotografie Location finden | Aus einer Location mehrere Kulissen zaubern

Mit diesen Ästen direkt vor der Linse erhält das Bild eine neue Schärfeebene und damit auch etwas mehr Tiefe. Die Kunst liegt dabei auch etwas darin, das Model das ganze verkörpern zu lassen. Es muss eben so aussehen, als ob es das natürlichste der Welt wäre, einen Ast im Gesicht hängen zu haben. Der lieben Evi ist das aber auf jeden Fall gelungen.

Weiterführender Link: So erzielst du mehr Tiefenunschärfe und setzt sie lebendig ein

Komposition

In sachen Komposition und Blickwinkel habe ich mich auf unterschiedlichste Weise ausgetobt. Mal ein weitwinkliges Hochformat von unten:

Oder auch mal eine etwas intimere Nahaufnahme vom Gesicht:

Meistens arbeite ich mit einer zentralen Bildaufteilung, wobei ich aber trotzdem eine leichte Verschiebung haben will.

Posing

Das Posing ging großteils automatisch von Evi aus, viele Anweisungen musste ich nicht geben. Eine kurze Einschätzung zu den Posen möchte ich aber dennoch mitgeben:

Ein wichtiger Punkt ist, dass die Arme nicht einfach irgendwie „herumfliegen“ oder schlapp nach unten hängen. Sie sind elementarer Bestandteil des Posings und bringen ebenfalls Linien mit ins Foto. Sie hat die Arme meist am Körper angelegt. Dadurch entsteht manchmal eine „mysteriöse Verschlossenheit“, die am Ende auch mit dem düster angehauchten Bildlook korrespondiert.

Weiterführender Link: Einfache Tipps für natürliche Portrait Posen

Technik

Bei diesem Shooting wurde nur mit Available Light gearbeitet. Verwendet wurde die Canon EOS 5D Mk III und die Fujifilm X-T2 Systemkamera (Hier geht’s zum Vergleich zwischen DSLR und DSLM). Die Brennweiten liegen im Bereich von 35mm – ca. 60mm (umgerechnet auf Vollformat).

Eine Besonderheit stellt die Verwendung von analogen Objektiven zusammen mit dem Lens Turbo dar. Dieser trägt zu einem Vollformat Feeling auf der APS-C Kamera bei Verwendung solcher M42 Objektive bei. Einer von vielen Aspekten ist dabei das schwungvolle Swirley Bokeh:

Auch wenn dadurch der komplette Bildlook im Vergleich zu den modernen anders wird: Es macht unheimlich viel Spaß mit diesen alten Linsen auf neuen Kameras zu Experimentieren. Und auch monströse Lens-Flares entstehen dabei:

Weiterführende Links: Revueflex 55mm 1.8 Review | 35$ Swirley Bokeh Objektiv | 6 Tipps für perfekte Schärfe in Portraits

Weitere Experimente

Nachdem ich diese für mich „grundlegenden“ Porträt Sachen durch hatte, wollte ich noch weiter Experimentieren. In diesem Zusammenhang fiel mir der Boden auf, der neben dem Gras auch gleichmäßig mit Klee bedeckt war:

Dabei entstanden noch ein paar Varianten mit seitlicher Perspektive:

So viel zu einem meiner aktuellen Shootings. Ich hoffe du konntest etwas neues mitnehmen und etwas inspiriert werden – für genug weiterführendes Lesematerial ist ebenfalls gesorgt.

Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

1 Gedanke zu „Gedanken zum Shooting: Evi“

  1. Hallo Markus,

    toller Beitrag.

    Mir gefällt der Bildlook, der Bildaufbau, deine Arbeitsweise und die gute Beschreibung dazu.

    Das regt wirlich dazu an, auch mal wieder was zu starten.

    Vielen Dank dafür

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

shares