Gedanken zum Shooting: Nathalie

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In diesem Beitrag will ich meine Gedanken zur Entstehung meiner letzten sommerlichen Porträt Serie mit Nathalie teilen. Dabei gehe ich von Anfang bis Ende durch, was ich mir dabei gedacht habe: Licht, Location, Posing, Ausrüstung und Bearbeitung. Los geht’s!

Licht bzw.: Die Tageszeit

Das Shooting fand bereits Ende August statt. Hier vereinbarten wir einen Zeitpunkt kurz vor Sonnenuntergang. Wichtig: Wenn du das warme Licht der niedrig stehenden Sonne nutzen willst, solltest du sichergehen, dass du bis zu diesem Zeitpunkt schon mit dem Model „warm geworden“ bist. So könnte ihr dann das günstige Licht schon als eingespieltes Team nutzen. Info zur genauen Zeit findest du notfalls auch bei Google indem du „Sonnenuntergang“ eingibst.

Einen weiteren Vorteil, den solches Licht gegenüber der Mittagssonne bietet, ist der Winkel. Die Sonne trifft in diesem Fall eher frontal auf das Gesicht des Models, wodurch auch keine Schatten unter den Augenhöhlen entstehen (kein „Sonnenbrillen-Effekt“).

Generell nutzte ich natürlich aber eher indirektes Licht im Schatten des Baumes. Durch direktes Sonnenlicht werden aber auch Schattenspiele im Gesicht des Models möglich. An diesem Tag war keine Wolke am Himmel.

Im Vergleich zum Bild mit direkter Sonne hier einmal einen Schritt weiter hinten im Schatten:

Du merkst also, dass jeder einzelne Schritt bei Outdoor-Porträts und natürlichem Licht eine Menge bewirken kann. Wähle also jeden Schritt sehr weise! Das Bild wirkt so doch etwas ruhiger, das Gesicht ist gleichmäßig ausgeleuchtet. Ich finde beides hat seinen Reiz.

Verwendetes Equipment

Das komplette Shooting habe ich mit meiner Fujfilm X-T2 Kamera* fotografiert. Was soll ich sagen: Trotz APS-C Sensor macht die Kamera einfach nur Spaß und liefert eine erstaunliche Qualität. Hier findet ihr einen Vergleich zwischen Spiegelreflex und Systemkamera. Darauf habe ich sowohl das 18mm F2.0 Fujinon als auch das 23mm F1.4 Fujinon verwendet.

Darüber hinaus habe ich auch wieder etwas mit meinen alten Vintage Linsen experimentiert. Zusammen mit dem Lens Turbo bzw. Speedbooster bekomme ich auf der APS-C Kamera ein Vollformat Feeling.

Das war’s. Einen Reflektor, Blitz oder ähnliches habe ich nicht benutzt. Dadurch muss man seine Umgebung umso genauer wahrnehmen und das Model genau mit dem vorhandenen Licht zusammenspielen lassen.

Fotografie Location

Als Fotografie Location hatte ich drei gewählt: Zum einen einen einfachen Baum mit roten Beeren. Diese zaubern für mich auf dem Foto nochmal einen „Hingucker“ und bilden einen guten Komplementär-Kontrast zum restlichen grün der Blätter.

Zum anderen entdeckte ich einen Ort, an dem ich einige Blüten an einem Strauch entdeckte. Diese Bilden im Hintergrund auch ein schönes Motiv. Durch die Bodennähe konnten diese nur in sitzender Position aufs Bild gebracht werden.

Der dritte Ort war noch ein spontaner Besuch im Wald.

Die Locations wurden also sehr natürlich gehalten und boten einen überwiegend grünen Hintergrund. Hier gibt es eine Liste an lohnenswerten Fotografie-Locations. Dazu gibt es noch die Technik, wie du aus einem Fotografie Ort mehrere Kulissen machen kannst.

Komposition / Posing

Hier habe ich die Dinge einfach gehalten: Überwiegend wurden die Fotos mit mittiger Ausrichtung geschossen. Meistens will ich aber dennoch leichte Verschiebungen, um es nicht zu symmetrisch und starr wirken zu lassen.

Bei der ersten Kulisse mit dem Baum war es ebenfalls spannend mit den verschiedenen Ästen im Vordergrund und deren Unschärfe zu spielen.

Das Posing ging größtenteils von Nathalie aus. Es waren sehr zurückhaltende und „unauffällige“ Posen, die in direkten Zusammenhang mit der ruhigen Umgebung ineinander greifen. Der Fokus lag vor allem auf dem Gesicht, was auffällige Arm-Verrenkungen überflüssig machte.

In diesem Beitrag erfährst viele Tricks für natürlich wirkende Porträt-Posen.

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Nun aber noch zum letzten Punkt:

Nachbearbeitung

Zum Schluss will ich dir ein paar Vorher-Nachher Ansichten zeigen. Die komplette Nachbearbeitung erkläre ich Schritt für Schritt in meinem Farben Meistern Videotraining für Lightroom (Eigenwerbung). Hier lernst du, wie du ausgehend vom RAW-Foto solche Bildlooks erstellst. Dazu erhältst du meine besten Farblooks als fertiges Preset.

Neben dem erhöhten Kontrast geht es mir vor allem um die richtigen Grüntöne (was natürlich auch wieder mit der Location ineinander greift). Hauptaufgabe dabei ist es auch, trotz allem einen gesunden Hautton zu bewahren.

Die Nachbearbeitung erfolgte nur mit Lightroom.

Folgendes Foto finde ich vor allem in Schwarz-Weiß noch ausdrucksstärker:

Bearbeitet habe ich die schwarz-weiß Version mit meinem BLACK IT – Schwarz Weiß Preset Pack, das ich dir an dieser Stelle in Eigenwerbung ebenfalls empfehlen will.

Das war es! Ich hoffe die Serie hat dir gefallen. Für Feedback und Anregungen kannst du gerne die Kommentarspalte benutzen.

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Markus Thoma

Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

1 Gedanke zu „Gedanken zum Shooting: Nathalie“

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