Gedanken zum Shooting: Stephanie

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In diesem Beitrag will ich dir ein paar Ergebnisse vom letzten Shooting mit Stephanie zeigen und dir einen Einblick geben, wie sie entstanden sind. Dadurch erhältst du nicht nur neue Inspiration, sondern kannst vielleicht auch den ein oder anderen Tipp mitnehmen. Beim Shooting beachte ich immer sehr viele Dinge, die ich dir jeweils thematisch verlinke. So wird dieser Blog Beitrag nicht unübersichtlich und du kannst mehr zu bestimmten Themen nachlesen.

Nun aber zum Shooting.

Du kennst das bestimmt: Immer wenn man ein Shooting ausmacht (oder generell irgendetwas draußen vor hat), verschlechtert sich das Wetter, je näher der Termin rückt. So war es auch an diesem Tag und die Vorhersage verhieß nichts gutes. Dennoch trafen wir uns und haben angefangen zu fotografieren. Die erste Serie entstand an einem Wald, wo ich ein paar Tage vorher schon anwesend war und diese Pflanzen gesichtet habe:

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Zu diesem Zeitpunkt war es noch sonnig, doch dieser erste Spot lag sowieso im Schatten. Dazu schlucken die die Pflanzen extrem viel Licht. Es gibt dadurch weniger Licht von hinten und allgemein wenig Ablenkung.

Auf diese Weise konnte man sich voll und ganz auf das Motiv konzentrieren und mit weichem Licht arbeiten.

Dennoch muss man bei solchen Kulissen (und gerade bei Fotos, bei denen das Gesicht des Models direkt unter einem großen Blatt ist) darauf achten, dass das Gesicht nicht zu dunkel abgebildet wird. Darunter leidet sonst nicht nur der Hautton, sondern auch die Bildgestaltung. Das Gesicht darf auf keinen Fall merkbar dunkler als der Rest der Umgebung sein, da sonst alles andere wichtiger erscheint als das Model selbst.

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5 Fotografie Tipps, die ich gerne früher gekannt hätte

Allgemein ist es auch in der Post-Production Regel-Nummer-1, die Hauttöne zu bewahren und möglichst „gesund“ aussehen zu lassen. Die Farben auf einem Foto können von mir aus ohne Ende verzerrt sein und müssen nicht der Realität entsprechen, solange es erstens zum Foto passt und zweitens die Haut trotzdem normal aussieht. Ansonsten fällt das dem Betrachter schnell einmal negativ auf (und damit auch, dass das ganze Foto irgendwie farblich überhaupt nicht stimmt). Zur Not kann man das Model noch in Photoshop ausmaskieren und von den unnatürlichen Farben „befreien“. In diesem Fall wurden die Farben aber nur mit Lightroom bearbeitet.

Wie schon von vornherein erwartet war es nach diesen ersten Bildern soweit: Es begann zu regnen. Deshalb stellten wir uns erst einmal eine halbe Stunde unter. An Heimgehen hat niemand gedacht. Wir hatten nämlich noch mehr Ideen bzw. Locations für Fotos.

Empfehlung: Du weißt, dass du für Shootings immer den Wetterbericht und die Uhrzeit der Golden Hour im Vorfeld checken kannst. Eine wirklich präzise Auskunft über Regen bietet die App RegenRadar. Hier siehst du sehr genau in den nächsten 2-3 Stunden, ob es an deinem Ort regnen wird.

Zieht die Wolke nicht direkt über dein Gebiet, hast du Glück. Falls doch, kannst du dir etwas Einfallen lassen. Oder einfach warten.

An einen regentauglichen Location-Wechsel wollten wir aber nicht denken und warteten. Nachdem der Regen vorüber war, ging es weiter mit dem Shooting.

Wir führten das Shooting an einem Steinbruch fort, der neben vielen weißen Steinplatten und Brocken auch noch Wasser als Location bot. Auf den Fotos sieht man vom vorherigen Regen nichts.

Vor allem der richtige Winkel ist extrem wichtig, um diese Kulisse richtig einzufangen. Durch die Perspektive von oben konnte ich dem Steinbruch mit mehr Tiefe im Hintergrund einfangen. Bei folgendem Bild wurde ein Winkel von unten gewählt, um die Größe der Platten zu verdeutlichen. Fotografiert wurde hier relativ weitwinklig, um die Kulisse besser darzustellen (ca. 24mm – 35mm).

Nun kommen wir zur letzten Location, die wir an diesem Tag antraten: Eine urbane Kulisse in Stadtnähe (wo sich sogar etwas grün finden konnte).

So langsam kam dann auch die Sonne zum Vorschein und es begann die Golden Hour. In dieser abgeschwächten Art und mit warmen Farbton ist die Sonne bestens zum Fotografieren geeignet – auch bei direkter Einstrahlung.

Für den Schluss habe ich mir dann noch ein paar Wunderkerzen aufgehoben. Solche Fotos habe ich schon öfter im Internet gesehen, jedoch noch nie umgesetzt. Besonders cool wird das ganze aber erst, wenn die Kerzen an sich nicht mehr im Fokus-Bereich liegen. Dadurch werden die winzigen Funken durch einen Bokeh-Ball vergrößert.

Tipp: Um solche Effekte von schwachen Lichtquellen gut einfangen zu können musst du den passenden Zeitpunkt finden. Dieser ist spätestens zur Blauen Stunde erreicht, wenn der Himmel ca. genauso hell ist wie die Kerzen. Dann ist sowohl die Umgebung, als auch das Feuer bzw. Funken gut sichtbar. Wir haben schon in der Golden Hour angefangen und sind auch schon zu einem guten Ergebnis gekommen.

Ich hoffe dir hat dieser kleine Einblick ins Shooting gefallen und du konntest ein paar neue Gedanken mitnehmen. Falls du noch mehr Tricks suchst, wie du an dein nächstes Outdoor-Shooting herangehst, möchte ich dir die Available Light Fibel empfehlen. In diesem E-Book habe ich meine besten Techniken kompakt zusammengefasst. Dazu gibt es eine Schritt für Schritt Checkliste.

PS: Verzeiht die Webauflösung der Fotos. Ich bin gerade schon dabei, mich nach einer anderen Lösung zum Komprimieren von Fotos für’s Web umzusehen.

Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

1 Gedanke zu „Gedanken zum Shooting: Stephanie“

  1. Coole Idee, die Leser hinter die Kulissen zu nehmen. Ich finde es gibt auch immer mindestens eine lustige Story zu einem Shooting zu erzählen. :)

    Beste Grüße, Rikkert

    Antworten

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