Kamera Kaufberatung 2021: Welche Kamera passt zu mir? Diese Geräte empfehle ich

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Als Fotograf werde ich regelmäßig gefragt, welche Kamera ich empfehlen kann. Meistens Modelle, um gut in die Fotografie einsteigen zu können. Aber auch Geräte bis hin zur Vollformat Systemkamera sind oft ein Thema. Daher stelle ich in dieser Kamera Kaufberatung die Frage: Welche Kamera passt zu mir im jeweiligen Preisbereich?

Welche Kamera passt zu mir? - Die große Kamera Kaufberatung 2020
Es gibt so viele gute Kameras wie nie – doch welche ist die richtige für dich?

Falls du auf der Suche nach dem passenden Objektiv bist, so solltest du nach diesem Beitrag auch noch bei meiner Objektiv Kaufberatung vorbeischauen. Dort stelle ich die gängigen Empfehlungen heraus.

Schnelltest: Welche Kamera passt zu mir?

Kurz & Knapp: Diese Kameras empfehle ich

Wem der nachfolgende Text zu lange ist, der findet hier direkt die Empfehlungen aus dem Beitrag. Nichtsdestotrotz solltest du den Beitrag komplett lesen, um besser beraten zu sein und das beste Angebot zu finden.

Hinweis: Ich schreibe diesen Beitrag für alle Interessenten – egal mit welcher Vorerfahrung. Daher will ich es so simpel wie möglich formulieren und auf tiefergehendes Fachchinesisch verzichten. Dazu kommen ein paar Verallgemeinerungen, über die man streiten kann. Alles ist aber dennoch zu 100% meine Meinung und ernst gemeinte Empfehlung.

Spiegellose Systemkamera oder Spiegelreflexkamera kaufen?

Erst einmal die wichtige Frage, ob man im Jahr 2021 überhaupt noch eine Spiegelreflexkamera kaufen sollte. Im Volksmund hat sich das so eingebürgert: Mit einer Spiegelreflexkamera macht man die besten Bilder.

Das auch 2021 zu behaupten, wäre einfach nur falsch. Im Gegenteil: Wenn keine expliziten Gründe wie z.B. vermehrte Studiofotografie oder starke persönliche Vorliebe zum optischen Sucher vorliegen, rate ich mittlerweile generell vom Kauf einer Spiegelreflexkamera ab.

Der Unterschied in der Bauart ist, dass in der Spiegelreflex das Bild im Sucher durch einen Spiegel optisch nach oben zum Auge gelenkt wird. Bei einer spiegellosen Systemkamera übernimmt das ein kleines Display, das im Sucher verbaut ist und permanent das elektronische Livebild vom Sensor überträgt.

Die spiegellosen Modelle sind v.a. im APS-C Bereich um einiges kleiner und leichter als die Spiegelreflex Kameras. Und das bei selber Bildqualität. Dazu kommen viele Vorteile des digitalen Suchers.

Wichtig: Egal ob Spiegelreflex oder Spiegellose – die Bildqualität ist abhängig vom Sensor. Deshalb gibt es hier pauschal keine Unterschiede in der Bildqualität.

Mittlerweile empfehle ich auch meinen Schülern in der Fachschule nur noch spiegellose Systemkameras. Kurz gesagt bieten diese folgende Vorteile:

  • Man sieht schon vor dem Auslösen, wie das Foto später aussehen wird (Belichtung, Weißabgleich, Bildlook, etc.)
  • Die Modelle sind vor allem im APS-C Bereich wesentlich kleiner und leichter als die Spiegelreflexkameras (im Vollformat Bereich hebt es sich dann auf)
  • Bilder können auch bei heller Sonne im Sucher beurteilt werden
  • Möglichkeit komplett lautlos auszulösen
  • Fokushilfen beim manuellen Fokussieren direkt in den Sucher einblenden

Das sind die Hauptvorteile. Detaillierte Infos dazu findest du in meinem Bericht über Spiegelreflexkamera vs Systemkamera.

Stell dir auch die Frage: Wo willst du fotografieren? Meistens will man gerade unterwegs auf Reisen entsprechende Landschaften fotografieren. In 80% der Fälle spielt Größe und Gewicht also eine Rolle.

Des weiteren hilft es gerade Einsteigern enorm, durch den elektronischen Sucher sofort beurteilen zu können, ob die Einstellungen richtig gewählt sind.

Fazit: Ich empfehle eine spiegellose Systemkamera gegenüber einer Spiegelreflex.

Welcher Sensor ist der richtige für mich?

Der Sensor ist das Herzstück der Kamera und bestimmt zusammen mit dem Bildprozessor maßgeblich die Bildqualität. Auf dem Markt sind u.a. folgende Sensorgrößen verbreitet (in größer werdender Reihenfolge):

  • 1/2,3″ Sensor in Smartphones, kleinen Digicams und Actionkameras
  • 1″ Sensor in premium Kompaktkameras
  • Micro Four Thirds (MFT) Sensor in kleineren Systemkameras
  • APS-C Sensor in vielen mittelgroßen Systemkameras
  • Vollformat Sensor oft in größeren Profi-Systemkameras
  • Mittelformat Sensor in sehr großen Profi-Kameras

Ein größerer Sensor bietet in der Regel eine bessere Bildqualität (v.a. bei wenig Licht) und einen schöneren Bildlook durch mehr Tiefenunschärfe bzw. Bokeh (was natürlich auch Geschmackssache ist). Je größer der Sensor, desto teurer wird es allerdings auch. Auch muss so von Grund auf „mehr“ Licht durch entsprechend größere Objektive geliefert werden. Mit zunehmender Sensorgröße steigt also auch Größe und Gewicht vom gesamten System.

APS-C vs Vollformatsensor
APS-C und Vollformat – Sensorgrößen im Vergleich

Wie viele Megapixel brauche ich? Ich empfehle Sensoren mit 20-24MP. Mehr braucht man nur in Ausnahmefällen. Z.B. wenn man das Bild noch stark beschneiden oder drehen muss. Oder man extrem großformatige Prints drucken möchte. Da man für mehr Megapixel viel mehr Speicher und auch Rechenleistung in der Nachbearbeitung braucht, habe ich selbst nur Kameras mit 24MP.

Die Performance der Bildqualität einzelner Kameras / Sensoren lässt sich gut in der DxO Tabelle einsehen. Das Rauschverhalten von Sensoren kann man im Tool von DPreview vergleichen.

Fazit: Für einen Kompromiss zwischen Bildqualität, Bildlook, Größe, Gewicht und Preis fällt meine Empfehlung für Einsteiger auf Systemkameras mit APS-C Sensor (ca. 20-24MP).

Fortgeschrittene mit mehr Budget greifen zum High End APS-C oder Vollformat Modell.

Langfristig und clever investieren

Dieser Abschnitt ist ein Gedanke, um langfristiger zu investieren. Dadurch kann die Investition aber anfangs etwas höher ausfallen.

Systemkamera bedeutet so viel, dass sich Teile und Zubehör innerhalb dieses Systems passend zusammensetzen lassen. Sprich: Wir brauchen nicht nur eine Kamera, sondern auch ein bis zwei Objektive und ggf. Zubehör wie einen Blitz für dieses System.

Frage: Wie kann man langfristig sinnvoll und clever investieren?

Wenn man sich Zubehör und ein gutes Objektiv kauft, möchte man dieses auch lange benutzen. Dazu sei gesagt, dass Objektive oft länger zeitgemäße Qualität liefern, als ein Kameragehäuse. In unserer schnelllebigen Welt mit Streben nach immer besserer Bildqualität und Geschwindigkeit kommen laufend neue Modelle heraus. Klar braucht man nicht jedes neue Gerät. Aber irgendwann zwischen 3 und 6 Jahren holt man sich meistens wieder ein aktuelles Kameragehäuse.

Wie oben angedeutet ist eine Kamera mit APS-C Sensor für den Einstieg ein guter Kompromiss. Einige Fotografen wollen später allerdings vielleicht noch weiter auf Vollformat upgraden. Daher empfehle ich es, sich diese Option offen zu lassen. So kann man vollformatfähige Objektive meist innerhalb des selben Herstellers bereits auf den APS-C Modellen verwenden.

Die Objektive kann man beim Upgrade später normalerweise weiterverwenden – vorausgesetzt man bleibt beim selben System und Hersteller. Hin und wieder bringen auch Hersteller einmal einen neuen Anschluss (= Mount) für Objektive heraus. Darauf lassen sich die alten Objektive dann meist nur noch mit Adapter verwenden.

Ein Nachteil ist allerdings, dass die Vollformat Objektive anfangs zum Teil etwas schwerer und die kleinen APS-C Kameragehäuse dadurch nicht sehr ausgeglichen sind. Ein zweiter Minuspunkt dieser Taktik ist es, dass Vollformat Objektive teurer beim Kauf sind.

Nun schauen wir uns zwei Hersteller an, wo das unter den aktuellen spiegellosen Kameras reibungslos möglich ist:

Sony mit dem E-Mount

Bei Sony teilt die A6000er APS-C Reihe und die A7er Vollformat Reihe den selben Objektivanschluss (= E-Mount). Neben einigen reinen APS-C Objektiven gibt es auch eine Menge Vollformatobjektive, die von der Größe her in Ordnung wären, sie bereits an der APS-C Kamera zu verwenden.

Meine Empfehlung wäre es in diesem Fall, sich z.B. eine Sony APS-C Kamera mit dem günstigen Kit Objektiv im Bundle zu kaufen. Das ist ein kompaktes Allround Setup. Dazu (oder anstatt dem Kit Objektiv) dann eben noch eine Festbrennweite wie z.B. das Sony 55mm 1.8 Zeiss*, Sony 28mm F2.0* oder Sony 35mm 1.8*.

Diese Objektive sind erst einmal etwas preisintensiver, können aber selbst bei einem späteren Upgrade aufs Vollformat weiterverwendet werden. Aber auch so wird gutes Glas einfach viele Jahre Freude machen.

Objektive wie diese, bei denen (gegenüber den Kit-Objektiven) die wahre Fotografie-Magie passiert, nennen sich Festbrennweite. Dazu kommen wir gleich noch.

Nikon mit dem Z-Mount

Ein ähnliches Spiel bietet sich bei Nikon. So teilen sich auch hier die Nikon Z50 (APS-C) mit der Z6 & Z7 (Vollformat) den selben Z-Anschluss. Später lassen sich bereits angeschaffte vollformatfähige Objektive problemlos weiter verwenden.

Auch hier muss man sich entscheiden, ob man das Allround Kit Objektiv nimmt, oder vielleicht direkt eine Allrounder Festbrennweite wie das Nikon Z 35mm 1.8* oder das günstigere Nikon Z 50mm 1.8* anschafft. Auch diese beiden Objektive erscheinen erst einmal teurer, werden aber mit hoher Wahrscheinlichkeit das Kameragehäuse überleben und viele weitere Jahre zufrieden stellen.

Bei den anderen Herstellern kann man diesen Vorteil aktuell nicht nutzen. Vielleicht kommt aber in Zukunft bei Canon noch etwas wie z.B. ein EOS R APS-C Modell nach. Bei Canon gibt es spiegellos aktuell die M-Serie (APS-C) und im Vollformat die R-Serie. Objektive lassen sich hier untereinander nicht ohne Adapter tauschen.

Bei Fujifilm wird sich hauptsächlich auf APS-C Kameras konzentriert. Es gibt noch ein paar Mittelformatmodelle (Sensor noch größer als Vollformat). Mittelformatobjektive bereits auf APS-C zu nutzen macht aber überhaupt keinen Sinn. Wer sich sicher ist, bei APS-C zu bleiben (Stichwort Größe und Gewicht), für den sind die Fujifilm Kameras auf jeden Fall sehr empfehlenswert.

Panasonic hat zwei verschiedene Systeme mit Micro Four Thirds und Vollformat. Auch hier ist eine Übernahme durch den neuen Vollformat L-Mount nicht wirklich möglich.

Fazit: Wer sich den Sprung ins Vollformat später offen halten möchte, wird bei Sony und Nikon fündig. Wer sich langfristig bei APS-C wohl fühlt, kann auch Fujifilm mit einbeziehen.

Notfalls kann man natürlich auch später den Hersteller wechseln. Am Ende muss man Dinge eben erst einmal ausprobieren.

Kit Objektiv oder Festbrennweite: Welches Objektiv brauche ich?

Wirklich spezifisch für den Anwendungszweck wird es beim Objektivkauf. Das ist der Vorteil von einer Systemkamera mit wechselbarem Objektiv: Durch Wechseln der Linse, kann man sich komplett an neue Aufnahmesituationen anpassen. Ohne dass man gleich eine komplett neue Kamera braucht.

Meistens werden Kameras mit einem kleinen Standardobjektiv im Bundle, dem Kit-Objektiv, ausgeliefert. Das ist ein Zoom Objektiv, das meistens irgendwo im Bereich von 18-55mm liegt. Dieses Objektiv ist ein Allrounder und je nach Aufpreis empfehlenswert, so dass man eine flexible Optik für den Anfang hat.

Schwierig wird es mit diesem Objektiv nur, falls man mit Unschärfe gestalten möchte (z.B. unscharfer Hintergrund) oder bei wenig Licht fotografiert. Im Gegenzug kann man aber flexibel zoomen.

So richtig Spaß beginnt die Fotografie erst mit Festbrennweiten zu machen.

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Die Objektive mit Festbrennweite können nicht zoomen. Man muss als aktiv seinen Standort ändern. Stattdessen bieten sie einen schöneren Bildlook, mehr Lichtstärke und mehr Schärfe. Das kommt durch höhere Lichtstärke (z.B. F1.8 gegenüber dem dunkleren F4.0) zustande.

Kamera Kaufberatung - Spiegellose Systemkamera
Ein wechselbares Objektiv bietet den Vorteil, die Kamera vielseitig auf jede Situation anpassen zu können. Mit Festbrennweiten macht die Fotografie erst richtig Spaß.

Dadurch kann man erstens besser bei wenig Licht fotografieren. Zweitens kann man durch die hohe Offenblende (z.B. F1.8) z.B. den Hintergrund auch unscharf gestalten. Drittens wird man mit diesen Linsen kreativer, da man sich etwas mehr bewegen muss. Viertens hat man bei selber Brennweite (= Zoomfaktor) mehr Bildqualität gegenüber dem Zoomobjektiv.

Daher empfehle ich, falls man sich das Kameragehäuse nicht direkt mit einer Festbrennweite kauft, diese nach kurzer Zeit noch zu besorgen. Mit dem Standard Zoom im Kit ist man zwar flexibel, allerdings machen Festbrennweiten einfach langfristig mehr Spaß.

Eine Festbrennweite, die sehr universell einsetzbar ist, wäre auf Vollformat gerechnet ein 35mm Objektiv. Abzüglich des Crop-Faktors müsste man für APS-C also eine Brennweite von ca. 23mm wählen. Das kommt allerdings auch stark auf den angedachten Einsatzzweck an.

Das beste Objektiv für dich findest du in meiner Objektiv Kaufberatung.

Kamera Kaufberatung nach Preisklasse

Im Folgenden gebe ich konkrete Empfehlungen ab, die sich aus meinen vorherigen Überlegungen ableiten. Gerechnet wird die Preiskategorie bis zum Kostenpunkt, um mindestens das Kit-Objektiv oder eine andere günstige Festbrennweite im Bundle mit zu kaufen. Es bringt sonst nichts, Kameras in einen günstigeren Preisbereich zu verschieben, aber am Ende vorerst kein Foto machen zu können, weil das Objektiv fehlt. Die Reihenfolge der Kameras spielt keine Rolle.

Oft kann es auch Sinn machen, Kameras aus teureren Preisbereichen gebraucht zu kaufen. Mit einer gebrauchten, besseren Kamera hat man oft mehr Spaß, als mit einem neugekauften, möglicherweise schlechteren Modell.

Ein weiterer Gedanke ist allerdings auch, dass man sich auch eine günstigere Kamera, dafür aber gleich eine weitere Festbrennweite anschaffen könnte. Das wäre allerdings erst vom Schritt von Kameras bis 1000€ auf 15000€ empfehlenswert. Im 500€ Preisbereich würde ich zunächst ein besseres Kameragehäuse anschaffen.

Die beste Kamera bis 500€

Sony Alpha 6000 (APS-C)

Die Sony Alpha 6000 ist ein günstiger Einstieg und bietet einen 24MP APS-C Sensor. Vollformatfähige Linsen kann man später auch gegebenenfalls auf der Sony A7 Reihe verwenden. Zu beachten ist, dass die Sony Farben damals noch nicht so ausgereift waren wie heute. Und auch so merkt man hier und da an der Geschwindigkeit, dass die Kamera etwas in die Jahre gekommen ist. Das ist aber meckern auf hohem Niveau – unterm Strich bietet sie Neulingen immer noch ein beeindruckendes Preis-/Leistungs-Verhältnis. Hier lohnt es sich Ausschau nach Angeboten zu halten – öfter wird die Kamera inkl. Tasche, Kit Objektiv und Speicherkarte günstig angeboten.

Achtung: Meiner Ansicht nach lohnt es sich in dieser Budgetklasse zu schauen, ob man nicht eine Kameras aus dem folgenden 1000€ Bereich irgendwo gebraucht oder im Angebot günstiger bekommt. So wird man länger Freude haben.

Die beste Kamera bis 1000€

Wenn man mit dem Gedanken spielt etwas zu kaufen, das mind. die nächsten 3-5 Jahre glücklich macht, dann würde ich statt den 500€ lieber auf Obergrenze von 1000€ gehen.

Sony Alpha 6400 (APS-C)

Diese Kamera ist in diesem Preisbereich sehr zu empfehlen. Sie besitzt einen schwenkbaren Selfie-Monitor und den wohl besten Autofokus in dieser Klasse. Augen und Gesichter werden sofort in Echtzeit erkannt und verfolgt. Dazu steht ein riesiges Portfolio an Sony E-Mount Objektiven bereit. Zudem kann man mit dieser Kamera filmen, bis der Akku oder Speicher leer ist. Das macht sich auch beliebt als Video / Vlog Kamera.

Nikon Z50 (APS-C)

Mit dieser Kamera hat Nikon viel richtig gemacht. Ich hatte die Kamera einmal in der Hand und fand die Ergonomie super. Vorteil ist wie gesagt, dass auch die Vollformat Linsen direkt verwendet werden können. Diese haben durch den neuen Z-Anschluss eine wirklich sehr hohe Abbildungsqualität. Auch hier lässt sich das Display um 180° nach unten klappen. Die Verarbeitung und Griffigkeit der Kamera fühlt sich einen Ticken besser an als bei Sony.

Fujifilm X-T30 (APS-C)

Wer auf Retro Feeling steht, ist hier richtig. Diese Kameras sehen analogen Kameras zum Verwechseln ähnlich. Auch das Bedienkonzept über Räder ist bei Fuji einzigartig genial. Mit den Filmsimulationen kann man direkt beim durchschauen wie einen Filter über das Bild legen. Dabei haben die zweistelligen X-TXX Modelle den selben großartigen Sensor, wie ihre großen einstelligen Schwestermodelle (X-TX). Gegenüber den teureren Profimodellen fehlt u.a. die bessere Ergonomie, zweiter Kartenslot und Wetterfestigkeit. Sie haben allerdings den selben wirklich sehr guten Sensor. Fujifilm hat zudem eine sehr große Objektiv Auswahl. Nun hat der Hersteller auch bekannt gegeben, den Anschluss freizugeben. Das bedeutet, dass es bald auch vermehrt Objektive von Drittanbietern geben könnte.

Die beste Kamera bis 1500€

Fujifilm X-S10 (APS-C)

Mit der X-S10 geht Fujifilm einen etwas anderen Weg. Statt der typischen Retro-Wahlräder ist das Design etwas „moderner“. Dazu gibt es einen stabilisierten Sensor und komplett schwenkbaren Touchscreen. Die Gesamtgröße der 26MP Kamera is relativ gering gehalten, wodurch sie sehr mobil ist. Durch den etwas einfacheren Sucher und Klappdisplay ist die Kamera speziell für Leute eine Empfehlung, die genauso viel filmen wie sie fotografieren. Wenn du eine etwas professionellere Kamera mit besserer Wetterfestigkeit und zweitem Kartenslot und etwas mehr Retro Feeling möchtest, würde ich mir wohl eher die Fujifilm X-T3 holen. Ansonsten bietet aber auch die X-S10 ein rundes Gesamtpaket im mobilen und modernen Kameragehäuse.

Nikon Z5 (Vollformat)

Die Z5 ist aktuell die kleinste und günstigste Vollformatkamera von Nikon. Preislich steht sie aber in ziemlicher Konkurrenz mit der Z6, die man für etwa 250€ mehr bekommt. Wer mit folgenden Abzügen gegenüber der Z6 leben kann, findet einen guten Einstieg ins Nikon System: Kein Schulterdisplay, keine 10 bit RAW Videoausgabe (nur interessant für Filmer), höheres ISO Rauschen, geringere Serienbild Geschwindigkeit, etwas schlechtere Display Auflösung. Gegenüber der Z6 trumpft sie dennoch mit einem zweiten Speicherkartenslot auf. Wer diesen nicht unbedingt braucht, sollte aber scharf abwägen, nicht gleich die Z6 zu nehmen.

Die beste Kamera bis 2000€

Spätestens zwischen 1500€ und 2000€ lassen sich professionelle Kameras finden, mit denen man auch beruflich zuverlässig hochwertige Ergebnisse erzielt. Auch geht hier der Bereich los, in dem man schnelle Vollformat Modelle bekommt.

Sony Alpha 7 III (Vollformat)

Diese Kamera besitze ich aktuell selbst zwei mal und kann zu ihr daher am meisten von allen sprechen. Hier findest du meinen ausführlichen Sony A7 III Testbericht. Kurz gesagt: Das Gehäuse, Sucher- und Display Auflösung könnte besser sein. Ansonsten bin ich top zufrieden, da für mich die Vorteile überwiegen: Grandioser Augen Autofokus, wenig ISO Rauschen bei wenig Licht, extrem viel RAW Reserven, viele Einstellmöglichkeiten, Custom Buttons, riesige Objektivauswahl, überdurchschnittlich großer Akku u.v.m. Ich habe diese Kamera damals nach der Canon EOS 5D III gekauft und wurde nicht enttäuscht. Der Preis von 2018 für noch 2300€ für den Body ist bis heute extrem gefallen (und fällt immer weiter). Das macht die Kamera immer attraktiver.

Hinweis: Technisch gibt es die selbe Kamera mittlerweile auch in einem kleineren Rangefinder Gehäuse: Die Sony A7C*. Durch den zu kleinen Sucher und den erhöhten Preis empfehle ich dennoch eher die A7III.

Nikon Z6 (Vollformat)

Wenn es die Sony A7III nicht geben würde, hätte ich wohl diese Kamera. Sie hat in etwa die selbe Bildqualität wie die Sony. Ergonomie, Wetterfestigkeit, Sucher und Display sind besser. Meines Erachtens hat Sony beim (Augen)Autofokus noch etwas Vorsprung. Dazu fehlt der Nikon ein zweiter Speicherkartenslot, was sie für die meisten Profis unattraktiv macht. Dazu liest sie nur XQD Speicherkarten, welche zwar schneller, aber auch wesentlich teurer sind. Unterm Strich aber eine sehr tolle Kamera, weil sie im Preis dennoch günstiger als die Sony ist. Die wichtigsten Festbrennweiten sind derzeit als F1.8 Modell erhältlich, das Objektiv Portfolio wird gerade aber erst noch vervollständigt.

Update: Mit dem Nachfolger Z6 II merzt Nikon die meisten Schwächen der Z6 aus. Das neue Modell hat nun einen verbesserten (Augen-) Autofokus, schnellere Serienbildfunktion und Option für den besseren Batteriegriff erhalten. Dazu kommt ein zweiter Speicherkartenslot, sowie Augenerkennung und HLG-Aufnahme für Videos. Wer sich den Aufpreis leisten kann, sollte direkt zur Nikon Z6II greifen*.

Fujifilm X-T3 (APS-C)

Lass dich vom APS-C Sensor nicht täuschen: In diesem Gehäuse tummelt sich Foto- und Videotechnik auf professionellem Niveau. Die Kamera ist dabei sehr schnell und der Bildsensor sehr gut. Dabei glänzt die Fujifilm X-T3 mit ausgezeichneter Verarbeitung, Wetterfestigkeit und zwei Speicherkartenslots. Dazu kommt die Bedienung in Retro Manier und die klassischen Filmsimulationen. Diese Kamera macht also jede Menge Spaß beim Fotografieren und bietet gegenüber Vollformat eine Ersparnis in Größe und Gewicht. Ein Hauptnachteil ist der doch recht kleine Akku der Kamera. Auch der Sensor ist nicht stabilisiert. Für den aktuellen Preis ist diese Kamera allerdings ein absoluter Preis-Leistungs-Hit.

Fujifilm X-T4 (APS-C)

Die Preismarke fällt inkl. Kit Objektiv zwar leicht über die 2000€ Marke. Bei dieser Kamera wurde im Vergleich zur X-T3 konsequent verbessert. Mehr Schnelligkeit beim Fokus, größerer Akku, stabilisierter Sensor, ausklappbares Display. Ein Rückschritt ist im Vergleich zur X-T3, dass der Kopfhörer Ausgang nur noch über USB-Adapter funktioniert oder über den separaten Batteriegriff. Insgesamt aber unterm Strich v.a. durch die Stabilisierung und größeren Akku einfach etwas besser. Dabei ist die Kamera noch weiter in den Spagat zwischen sowohl guten Fotografie- aber auch Videofunktionen gegangen. Nichtsdestotrotz muss man sich in diesem Preisbereich scharf überlegen, nicht gleich zum Vollformat Modell zu greifen.

Die beste Kamera über 2500€

Jetzt wird es teurer, aber auch extrem gut. Während die Vollformat Kameras bis 2000€ perfekte Allrounder-Geräte sind, wird es hier spezifischer für den Profi. Das betrifft vor allem Auflösung oder Geschwindigkeit.

Sony Alpha 7RIII & RIV (Vollformat)

Neben der standardmäßigen Alpha 7 gab es schon immer auch die R Reihe. Diese Modelle sind höher aufgelöst. Die 7RIII hat dabei 42MP, die neue 7RIV 61MP. Die Bildqualität ist extrem gut. Nicht jeder braucht allerdings so viele Megapixel. Ich habe mich damals bewusst dagegen entschieden. Dennoch eine super Kamera. Wer auf Details und Bildqualität steht, wird hier fündig. Auch kann man das Bild im Nachhinein noch großzügig zuschneiden. Das Nachfolgemodell RIV punktet v.a. mit überarbeitetem Gehäuse und besserer Ergonomie. Einen großen Nutzen sehe ich bei den Modellen im (durch die Megapixel voll nutzbarem) APS-C Crop-Modus. Mit dem erwartetem Update der RIV wird die Kamera auch kleinere RAW-Größen abspeichern können, was aktuell noch nicht möglich ist.

Sony Alpha 9 & 9II (Vollformat)

Das ist die Flaggschiff Kamera von Sony und richtet sich in erster Linie an Sport- und Pressefotografen. Überall wo Schnelligkeit die oberste Priorität hat. Und das spiegelt sich in Fokusgeschwindigkeit und Bildern pro Sekunde wieder. Für mich ist es eine Art (wesentlich) bessere A7 III mit besserer Sucher-Auflösung, Geschwindigkeit, Gehäusematerialien, Wetterfestigkeit, etc. Dieses Modell empfehle ich Leuten, die sich durch höheres Budget noch etwas mehr Schnelligkeit, Wetterfestigkeit, Verarbeitung, sowie Sucher- & Displayauflösung benötigen. Interessant könnten auch die erweiterten Anschlussmöglichkeiten sein.

Nikon Z7 (Vollformat)

Ähnlich wie die Sony A7R ist die Nikon Z7 das Model, das wesentlich höher auflöst als die Z6. In diesem Fall mit 45MP. Ansonsten sind die Spezifikationen ebenfalls sehr ähnlich zum Basismodell Z6. Einen zweiten Speicherkartenslot sucht man auch hier vergeblich, wodurch ich sie nur bedingt für Profis empfehlen kann, die einzigartige Momente festhalten und auf Nummer sicher gehen müssen. Ansonsten bietet die Kamera alles vom hochaufgelösten Sucher & Display, hoher Bildqualität, Wetterfestigkeit bis hin zum Augenautofokus, der per Firmware mehrmals nachgebessert wurde.

Update: Mit dem Nachfolger Z7 II merzt Nikon die meisten Schwächen der Z7 aus. Das neue Modell hat nun einen verbesserten (Augen-) Autofokus, schnellere Serienbildfunktion und Option für den besseren Batteriegriff erhalten. Dazu kommt ein zweiter Speicherkartenslot, sowie Augenerkennung und HLG-Aufnahme für Videos. Wer sich den Aufpreis leisten kann, sollte direkt zur Nikon Z7II greifen*.

Canon EOS R5 (Vollformat)

Mit dieser Kamera hat Canon ein Monster erschaffen. Durch die 45MP wird sie aber auch relativ spezifisch – nicht für alle Anwendungen ist diese Auflösung zu empfehlen. Ansonsten ist die Vollformat Kamera technisch auf dem höchsten Stand. Anders als die EOS R bietet sie zwei Speicherkartenslots und Sensorstabilisierung. Für Videofilmer ist die Kamera durch die Möglichkeit, 8K30 und 4K120 Videos aufzunehmen sehr interessant. Dennoch hat sie wohl noch mit ein paar Überhitzungsproblemen zu kämpfen.

Die Kamera besitzt den neuen RF-Mount, wodurch sich die große Auswahl alter verfügbarer EF-Objektiven nur mit Adapter offenbart. Das RF-Objektiv Portfolio wird aktuell erst noch vervollständigt, wodurch es noch nicht für jede Preisklasse und Einsatzgebiet eine passende Lösung gibt. Nur wenige Objektive sind bisher unter 1000€ zu haben. Bildqualität kann man den Objektiven allerdings nicht absprechen.

Canon EOS R6 (Vollformat)

Zusammen mit der R6 bildet diese Kamera aktuell die Canon Vollformat Elite. Auch wenn mir 20MP zu wenig wären, ordnet sie sich damit als Porträt- und Reportage Kamera ein. Auch bei ihr ist mit stabilisiertem Sensor, 4K60 Videos und potenten Autofokus alles auf dem technisch aktuellen Stand. Zusammen mit dem aktuell sehr guten Canon RF Glas wird sie zu einer sehr guten Kamera.

Die Kamera besitzt den neuen RF-Mount, wodurch sich die große Auswahl alter verfügbarer EF-Objektiven nur mit Adapter offenbart. Das RF-Objektiv Portfolio wird aktuell erst noch vervollständigt, wodurch es noch nicht für jede Preisklasse und Einsatzgebiet eine passende Lösung gibt. Nur wenige Objektive sind bisher unter 1000€ zu haben. Bildqualität kann man den Objektiven allerdings nicht absprechen.

Pflichtzubehör

Kameragurt

Bei jeder Kamera ein Band dabei. Dieses ist aber in keiner Hinsicht sonderlich toll: Direkt um den Hals lastet das Gewicht ständig auf dem Nacken. Über einer Schulter droht der Gurt herunterzurutschen. Quer über den Oberkörper ist die Kamera bei Bedarf nie schnell genug zur Hand. Hierfür gibt es zum einen den Sun Sniper Kameragurt. Dieser wird quer über den Körper getragen. Die Kamera läuft frei am Band entlang und ist über das Stativgewinde befestigt. Die Kamera ist dadurch immer bequem am Körper, aber bei Bedarf schnell zur Hand. Abgerundet wird die Konstruktion durch einen Diebstahlschutz (Stahlseil) sowie Schockabsorber. Vergleichbar ist der Slide Lite von Peak Design. Dieser blockiert das Stativgewinde nicht, hat ein praktisches Klick-System und ist sehr stylisch.

Kameratasche oder Kamerarucksack

Das teure Gerät will man auf keinen Fall sorglos transportieren. Wie in meinem Beitrag über Fehler im Umgang mit Kameraausrüstung beschrieben, mögen Kameras weder Nässe, noch Vibrationen oder gar harte Stöße. Grundvoraussetzung für Langlebigkeit ist eine entsprechende Tasche für den Transport. Ob das eine Umhängetasche oder ein Rucksack für Kameras ist, ist Geschmackssache. Beide bieten ein gepolstertes Innenleben und sind von Grund auf zum Schutz von Kameraausrüstung konzipiert. Beachte die Tasche groß genug zu kaufen, so dass noch 1-2 weitere Objektive, Blitz und künftiges Zubehör ebenfalls Platz finden.

Speicherkarten

Es gibt nichts ärgerlicheres als volle Speicherkarten zum falschen Zeitpunkt. Dabei ist Speicher günstig wie nie. Zum Fotografieren muss es auch nicht sofort die schnellste UHS-II Karte sein. Sofern deine Kamera nur einen Kartenslot hat, solltest du allerdings lieber auf max. 32GB Karten etappenweise speichern. Wenn dagegen eine volle 128GB Karte einen defekt erleidet, sind möglicherweise wesentlich mehr Daten auf einmal verloren.

Ersatzakku

Ein Nachteil von spiegellosen Kameras (wenn es nicht gerade ein Modell mit größerem Akku ist) ist die im Vergleich zur Spiegelreflex doch wesentlich kürzere Akkulaufleistung. Daher solltest du unabhängig vom Modell mindestens einen zweiten Akku kaufen. Ich empfehle hier leider auch zu den originalen zu greifen, da diese in der Regel doch am längsten halten.

Optionales Zubehör

Stativ

Nicht immer braucht man ein Stativ. Für Landschaften, Produktfotos und andere Szenarien bietet es sich aber an, eines zu benutzen. Nicht nur, um mit längeren Verschlusszeiten (Stichwort Langzeitbelichtung) zu fotografieren. Sondern auch wenn man z.B. Produktfotos Stück für Stück aufbaut. Und dabei präzise das Licht setzt. Dann ist es sinnvoll, eines zu haben. Für Porträt- und Reportagefotografie wird man das Stativ seltener brauchen.

UV-Filter

Um das teuer erkaufte Glas der Objektive zu schützen, empfiehlt sich ab einer gewissen Preisklasse ein UV-Filter. Um die Bildqualität nicht wesentlich zu verschlechtern greife ich hier immer zum Markenprodukt. Dennoch wird es Fotografen geben, die nichts von solchen Filtern halten. Mich lassen sie allerdings ruhiger schlafen ;-)

Graufilter (ND-Filter)

Wo wir eben bei Langzeitbelichtungen waren: Dieser faszinierende Effekt wird am Tag nur durch sogenannte Graufilter möglich. Diese fungieren als eine Art Sonnenbrille für die Kamera. Dadurch wird die einfallende Lichtmenge reduziert. So lässt sich die Belichtung verlängern. Aber auch im Porträtbereich in Verbindung mit Blitzen, die noch kein High Speed Synch bieten, kommen sie zum Einsatz. Hier kann man auch bei Sonnenschein die Blende öffnen und den Hintergrund unscharf gestalten. Ein dritter Anwendungsbereich wäre das Filmen, um auch hier die Blende öffnen zu können.

Peak Design Capture Clip V3

Dieser Clip ist keine Pflicht, aber ein wirkliches Nice-To-Have. Mit ihm klippse ich mir die Kamera unterwegs auf Reisen oder beim Wandern einfach an den Rucksackriemen. Dadurch ist sie immer griffbereit. Man vermeidet dadurch auch, dass sich ein Rucksack und Kameragurt auf der Schulter in die Quere kommen. Dieser Clip ist allerdings eher für kleinere und vor allem leichte Kamerasetups zu empfehlen.

Fazit: Welche Kamera passt zu mir?

Wie du siehst gibt es nicht die perfekte Kamera für Jedermann. Am Ende hat jeder seine eigenen Vorlieben und vor allem auch individuellen Einsatzzweck. Dafür spielt auch das Objektiv eine große Rolle. Dafür wird in Zukunft noch eine separate Objektiv Kaufberatung kommen.

Welche Kamera passt zu mir?

Ich werde diese Liste von nun an jedes viertel – halbe Jahr einmal updaten. In diesem Beitrag fehlen aus genannten Gründen absichtlich:

  • Bridgekameras ohne Wechselobjektiv
  • Spiegelreflexkameras
  • Micro Four Thirds Kameras
  • Mittelformat Kameras
  • Exotische Kameras wie Leica
  • Kompakte Digitalkameras
  • Kompaktkameras ohne Wechselobjektiv

Das schließt natürlich nicht aus, dass es für den ein oder anderen doch etwas wäre. Ich würde es eben nur nicht empfehlen. Kommt aber auch für den Einsatzzweck an.

Bitte beachte, dass eine Empfehlung auch immer eine persönliche Meinung ist. Im Artikel findest du daher nur Kameras, die ich selbst immer wieder in Gesprächen vorschlage. Daher bitte nicht enttäuscht sein, wenn nicht jede Lieblingskamera mit aufgelistet ist (das würde auch den Sinn verfehlen). Ich bin dennoch für neue Vorschläge für die Liste in den Kommentaren offen.

Bildquellen: Offizielle Pressefotos von Canon, Sony, Fujifilm und Nikon

FAQ

Welche Kamera ist die beste in 2021?

Wie im Bericht angesprochen kommt es auf den jeweiligen Einsatzzweck an. Die besten Allround-Geräte lassen sich aktuell mit der Sony A7 III, Nikon Z6 II und Canon R6 finden.

Welche ist die beste Kamera für Hobbyfotografen?

Für den Einstieg empfehle ich den Preis- /Leistungssieger Sony A6000. Alternativ kann man sich auch die günstigen Fujifilm Modell wie X-T20 näher ansehen. Wenn es dennoch Vollformat sein soll, dann ist man z.B. mit der Sony A7 III oder Nikon Z6 gut bedient.

Welche ist die beste Anfänger Kamera?

Wenn man eine günstige Kamera für den Anfang kaufen möchte, sollte man sich die Sony A6000, Sony A6400, Fujifilm X-T20 oder Nikon Z50 näher ansehen.

Welche Kamera zum Filmen und Fotografieren kaufen?

Die beste Hybridkamera für Fotos und Videos lässt sich im APS-C Bereich mit der Fujifilm X-T4 finden. Wer Vollformat möchte, sollte sich die Canon R6 oder Nikon Z6 II ansehen. Die Sony Alpha 7 III bietet auch schöne Videofunktionen, allerdings nur mit 8 Bit.

Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

10 Gedanken zu „Kamera Kaufberatung 2021: Welche Kamera passt zu mir? Diese Geräte empfehle ich“

  1. Hallo Markus

    Vielen Dank für deinen Beitrag und die Zusammenstellung der Optionen.
    Ich habe auch mit einer APS-C von Nikon begonnen, mir rasch eine Festbrennweite dazu gekauft und war lange Zeit glücklich damit. Als ich dann die Makrofotografie probiert habe und dazu ein teures und schweres Objektiv gekauft habe, begann mein Gedankenprozess. Zunehmend war ich enttäuscht über die Unhandlichkeit der Kamera. Ich habe sie bewusst nicht mit genommen. Sehr gerne bin ich in den Bergen und beim Bergsteigen unterwegs. Dabei ist der Rucksack an sich schon 12 kg schwer. Da hat man wenig Lust noch 2-3kg Fotoausrüstung mitzunehmen. Ausserdem gar nicht den Platz.
    Alle schwärmen immer vom besseren Bokeh und der Abbildungsleistung von Vollformatkameras. Aber mal ehrlich. So ein super weiches Bokeh gefällt vor allem dem Fotografen. Die meisten Bildbetrachter wollen doch sehen wo das Foto entstanden ist, sprich etwas vom Hintergrund mitbekommen. Und wie du schon selbst schreibst, benötigt man die Megapixel nicht unbedingt. Von daher denke ich, dass der Zwang und Hang zur Vollformat vor allem Marketing ist, um auch Anfänger und Hobbyfotografen zur teuren Ausrüstung zu bringen. So wollen sie die Gewinneinbrüche durch die Smartphones ausgleichen.

    Letztendlich war mein Schritt dann ein ganz anderer. Ich bin auf eine MFT Kamera umgestiegen mit Pancake Objektiv. Nur ein Objektiv! Und ich muss sagen, beim Auspacken noch mit Skepsis, bin ich hellauf begeistert. Die Bilder sind super, es macht viel mehr Spass die Kamera mitzunehmen und ich habe sie häufiger dabei. Denn die beste Kamera ist die, welche man dabei hat. Das Bildformat ist sehr interessant und die Möglichkeiten riesig. Ausserdem schon eine solche Kamera auch das Budget. Von daher empfehle ich jedem Interessenten sich genau zu überlegen, was er benötigt. Man braucht ein gutes Auge und eine Kamera, die das aufnehmen kann mit wenig Aufwand und ohne Technikschlacht. Bei 35° Hangneigung habe ich keine Lust noch das Objektiv zu tauschen.
    Meine Kameraempfehlung lautet deshalb Panasonic Lumix GX80. Bzw. wer es etwas neuer will Panasonic Lumix GX9.

    Fotografische Grüsse
    Mats

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  2. Hallo Markus
    ich bin erst kürzlich auf deine Seite gestossen, gratuliere für deine tollen und informativen Beiträge.
    Da ich nicht mehr der Jüngste bin und ein Leben lang mit Canon fotografiert habe, bin ich der Marke treu geblieben, dh. ich kann irgendwie nicht mehr anders. Nun habe mir vor einem Jahr die EOS RP mit dem RF24-105/f4L geleistet. Für mich eine tolle Kombi, aber halt etwas schwer und kopflastig.
    Nun deine Empfehlung zu einer zusätzlichen Festbrennweite kann ich absolut unterstützen und ich denke ein 35mm (FB) ist erstmals die universellste Lösung. Ich habe jetzt das RF35/f1.8 und bin vielfach nur mit dieser Kombi unterwegs. So wird mein Vollformat ziemlich klein und handlich. Dazu habe ich eine tolle BQ und kann wunderbar mit der Freistellung spielen. Ich finde es einfach eine andere Art der Fotografie mit einer FB und kann es wirklich empfehlen.
    Beste Grüsse
    Rolf

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  3. Hallo Markus,
    Danke für die ausführliche Erklärung der Vor und Nachteile.

    Viele Fotografen (ob Profi oder Hobbyfotograf) überlegen jedoch, soll ich ein Upgrade wagen oder nicht und vor allem, was mach ich mit der bestehenden Ausrüstung. Vor dieser Entscheidung bin ich vor ein paar Monaten gestanden. Es werden immer die einzelnen (neuen Modelle) miteinander verglichen.
    Meine D7100 (gebraucht gekauft und ich liebe sie immer noch) musste leider einem Upgrade weichen. Auf die nächste Generation (D7500), oder doch eine VF, wie wäre es mit einer Z6/Z7?
    Einen wirklich guter Test von altem Glas auf neuer Technik hab ich leider nicht gefunden. Wenn ich von der D7100 auf die Z6 umsteige (ja ich hab es gemacht), wie sehen die Bilder mit den alten Objektiven aus? Diese Aspekte werden leider nie beleuchtet.

    Ich habe es gewagt und es absolut nicht bereut. Es werden die ganzen APS-C Objektive mit dem Adapter auf der Z6 verwendet und ich bin echt erstaunt wie die Qualität noch gesteigert werden kann.

    Vielleicht kannst du auch mal so einen Test machen (Sofern es das Kamerasystem es zulässt).

    lg und gut Licht
    Klaus

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    • Hallo Klaus!

      Danke für deine persönlichen Erfahrungen zu diesem Thema. Verwendest du die APS-C Objektive dann auf der Z6 im Crop Modus?

      Ich habe ein ähnliches Erlebnis damals gehabt, als ich das selbe Sigma 50mm 1.4 Art von meiner Canon per Adapter an der damals noch neuen Sony A7 III verwendet hatte. Die Schärfe und Bildqualität war nochmal ein enormer Schritt nach vorne. Wohl teilweise wegen dem Sensor, aber vor allem wegen dem besseren Fokus auf Kontrastebene. Dieser hat da einfach zu 100% gestimmt (mit dem Phasenautofokus auf DSLR Kameras hatten die Sigmas ja bekanntlich schon immer ihre Probleme).

      Viele Grüße,
      Markus

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  4. Dein Vorschlag, VF-Objektive auch an APS-C Kameras zu verwenden, halte ich für sehr wichtig, wenn man mit dem Gedanken spielt, evtl. auf Vollformat umzusteigen oder beide Systeme zu verwenden. Ich arbeite mit der Nikon D500, der D750 und der Z6. Alle Kameras haben ihren Platz und ihre speziellen Aufgaben.

    Die Z50 ist saugeil. Hab sie einige Wochen testen können mit beiden Kit-Objektiven. Nur habe ich ein Problem mit dieser Kamera. Die neuen S-Objektive sind außer den Kit-Objektiven nicht bildstabilisiert, weil die Z6 und die Z7 über einen stabilisierten Sensor verfügen. Die f mount Objektive sind an der Z50 besser, als die neuen, da sie einen Stabi haben. Wenn man „alte“ Objektive via FTZ-Adapter verwendet, gerät nur schnell die Balance durcheinander. Das Handling wird schwierig.
    Das halte ich für einen Geburtsfehler bei der kleinen Spiegellosen von Nikon.
    (Auf einem Stativ mit dem 200-500mm 5.6 hat sich allerdings durchaus das Zeug zu einem D500-Killer.)
    Ihren Charme entwickelt sie mit den beiden Kit-Objektiven, da die Kamera in jede Jackentasche passt und fantastische Fotos liefert. Die Z50 ist in meinen Augen ein geschlossenes Kamerasystem.

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    • Hallo Heinrich,

      danke für das Teilen deiner Erfahrung, so können interessierte auch darüber lesen. Das mit dem fehlenden Bildstabilisator stimmt, braucht aber nicht jeder unbedingt. Ist aber dennoch ein Nice-To-Have. Kommt eben immer auf den Einsatzzweck an :-)

      Viele Grüße,
      Markus

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  5. Hallo Markus,
    Der Blog ist einfach Megagut und ich liebe die Bilder und deine Presets.
    Die Liste für die Kaufberatung ist sehr gut und ich kann allen Punkten zustimmen.
    Bin damals auch bei Sony A7II eingestiegen (finde ich immer noch gut) und mittlerweile bei der GFX50R angekommen, da ich keinen schnellen Autofokus benötige und mich die Fujifilm Kameras einfach mehr Inspirieren.

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    • Hallo Thomas,

      danke dir vielmals für dein positives Feedback – freut mich sehr! Fuji hat eine magische Aura, die einfach zum Fotografieren animiert und Spaß macht. Daher habe ich die Kameras auch zwingend mit in der Liste erwähnt.

      Viele Grüße,
      Markus

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  6. Hallo Markus,
    vielen Dank für den tollen Beitrag. Ich schaue regelmäßig auf deinem Blog vorbei und bin sehr inspiriert & lerne immer etwas Neues. Außerdem hast du mich seit langem überzeugt mir eine Sony A7iii zu kaufen.
    Mein Problem ist, sich für ein Objektiv zu entscheiden… (ich mache hauptsächlich Portraits/Homestorys/Reisen) Bis jetzt habe ich mit einer 50mm Festbrennweite (+Nikon) fotografiert und war zufrieden. In Räumen war ich aber so oft eingeschränkt, dass jetzt was anderes her muss. Ich kann mich einfach nicht entscheiden zwischen dem Sigma 35mm 1.4 oder doch zurück zu Zoom? (evtl. das Sigma 24-70mm 2.8). Für den Anfang. Danach würde vielleicht noch ein 85mm Objektiv dazukommen. Jetzt reichts aber erstmal nur für die Kamera + 1 Objektiv ;) Was würdest du mir raten? Was ist eigentlich dein immerdrauf Objektiv? – LG Alina

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    • Hallo Alina,

      freut mich, dass du dich in den Stammlesern einreihst :-) Gerade für Homestorys dürfte alles über 35mm Brennweite etwas zu „eng“ werden. Ich selbst habe aktuell wohl die meiste Zeit das Sony 24mm 1.4 drauf. Aber nicht wegen der Brennweite, sondern einfach wegen dem Bildlook und Feeling… gut deshalb vielleicht auch wegen der Brennweite. Finde die perfekte Immerdrauf Festbrennweite liegt bei 35mm 1.4 – hier ist mir mein Sigma Art aber etwas zu schwer und unhandlich. Daher lieber das kleinere 24mm.

      Viele Grüße,
      Markus

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