Kennst du diese Porträts, die aussehen, als würde man in eine andere Welt blicken? Eine Sicht durch weiche Ränder, Lichtwirbel, Reflexionen lenken den Blick. Es wirkt, als würde ein Hauch Magie auf dem Bild liegen.


Solche Lichtbrechungs-Effekte kannst du gezielt erzeugen. Mit ein paar Tools, dem richtigen Licht und etwas Mut zum Ausprobieren.
In diesem Beitrag zeige ich dir den kompletten Prozess eines Shootings mit genau diesem Look. Du erfährst:
- Wie kreative Effekfilter funktionieren und welche ich nutze
- Welche Objektive und Kamera ich eingesetzt habe
- Wie du Studiolicht für ein kontrastreiches Set nutzt
- Und wie die komplette Serie fast automatisch mit Imagen AI* bearbeitet wurde
Spoiler: Ich nutze für die Bearbeitung dieser Serie keine gewöhnlichen Lightroom-Presets. Sondern das Imagen AI KI Profil meines ONE Farblooks. Damit läuft die Bearbeitung auf Autopilot.
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Inhaltsverzeichnis
Sieh dir die komplette Anleitung als Video an
Wenn du nicht so viel Lesen, aber einen noch direkteren Einblick haben möchtest: Diese Beitrag gibt’s auch als Video. Viel Spaß!
Eine einfache Ausrüstung: Kamera, Tageslicht und Effektfilter
Das Shooting startete draußen im natürlichen Licht. Der Himmel war mit dichten Wolken bedeckt. Dadurch war das Licht sehr weich für die Haut. Für die Filter-Effekt hätte es aber etwas mehr Kontrast sein können.


Mein Setup vor Ort
- Kamera: Sony Alpha 7 IV
- Objektive: Sony 35mm 1.4 GM und 85mm 1.4 GM
- Filter: verschiedene Effekt-Glasfilter zum Schrauben oder Davorhalten (stelle ich gleich einzeln vor)
Das 35mm Objektiv bringt mehr Umgebung mit ins Bild. Es wirkt lebendiger und der Effekt lässt sich einfacher positionieren. Das 85mm wirkt dagegen etwas intimer – perfekt für ruhigere Porträts.

Beide Brennweiten reagieren sehr unterschiedlich auf die Filtereffekte. Gerade das 35mm erzeugt eine starke Bildwirkung und vor allem lassen sich die Effekte kontrollierter im Bild positionieren.
Daher ist für Fotos mit Effektfiltern ein Weitwinkel klar mein Favorit!
Das Problem mit dem Fokus
Einige Filter hatten es in sich – besonders die starken Weichzeichner. Der Autofokus kam oft nicht mehr klar. Er pumpte oder lag daneben.
Beim Halbseitigen-Weichzeichner kannst du den Fokuspunkt am besten auf die gegenüberliegende Seite legen.
In allen anderen Fällen als der Fokus nur noch gepumpt hat bin ich direkt auf manuellen Fokus umgestiegen. Damit hatte ich wieder Kontrolle. Und die Ergebnisse wurden trotzdem scharf. Teile deinem Model kurz mit, länger still zu halten!
Filter im Test: Was funktioniert, was nicht?
Ich hatte fünf verschiedene Filter im Gepäck. Jeder mit eigenem Charakter. Manche funktionierten perfekt, andere würde ich nicht mehr wirklich nutzen.
1. Multiplizier-Filter
Er soll Inhalte verdoppeln oder Linien erzeugen. In der Praxis sah das oft verwaschen aus. In einem damaligen Musikvideo (wohl mit mehr Kontrasten) sah das besser aus. Beim heutigen Shooting hat er mir nicht wirklich gefallen – bzw. erst nach viel »Dunst Entfernen«-Regler in Lightroom.



2. Blur-Filter mit Loch in der Mitte / zweiseitigem Weichzeichner
Klingt spannend: außen weich, innen scharf. In der Realität wirkte das Bild aber einfach nur flau. Zu wenig Kontrolle über den Effekt. Auch hier vermute ich, dass der Filter mehr Kontrast im Bild bräuchte.


3. Halbmond-Filter: Halbseitige Unschärfe für mehr Tiefe
Eine Seite im Foto bleibt scharf, die andere wird weich. Damit lässt sich der Blick im Bild sehr gezielt lenken. Der Effekt ist dezent, aber wirkungsvoll. Einer meiner Favoriten!


4. Swirl-Filter: Lichstrudel mit Sogwirkung
Erzeugt kreisförmige Lichtreflexionen rund ums Model. Das Bild bekommt Tiefe, fast Bewegung. Der Blick wird ins Zentrum gezogen. Mein klarer Lieblingsfilter im gesamten Test.


Kontraste machen den Unterschied
Das Licht draußen war diffus. Anfangs waren die Effekte kaum sichtbar. Doch sobald dunklere Hintergründe ins Spiel kamen – etwa Bäume oder Schatten – entfalteten die Filter ihre Wirkung.

Auch die Blende verändert das Ergebnis. Offenblende bringt mehr Unschärfe, mehr Fluss. Abblenden macht alles klarer. Der Effekt bleibt – aber er verändert sich im Charakter.
Mein Tipp: Spiel mit Licht, Position und Blende. Jeder Filter reagiert anders.
Kontrastreiches Studio-Set für starken Bildlook
Im zweiten Teil ging’s ins Studio. Hier hatte ich volle Kontrolle über Licht und Umgebung.
Mein Studio-Setup
- Location: Loft mit abgedunkelten Fenstern (Moltonstoff)
- Licht: 200-Watt-Dauerlicht von Godox
- Lichtformer: 95 cm Octabox mit Grid
Ich setzte das Licht leicht frontal von oben. Später kippte ich es nach vorne, um Schatten unter den Augen abzumildern. So fiel die dunkle Hintergrundwand in ein Tiefschwarz ab. Ein wirklich grandioser Effekt, wodurch der Swirl-Filter sehr kontrastreich zeichnen kann!



Vorher-Nachher: Was Bildbearbeitung bewirken kann
Bevor wir zur automatischen Bearbeitung kommen, zeige ich dir kurz einige Beispiele:
Vorher-Nachher der Bearbeitung
Hier siehst du dasselbe Bild – einmal direkt aus der Kamera, einmal nach der Bearbeitung mit meinem KI Profil von Imagen. Schau dir vor allem an, was im Kontrast, in der Farbgebung und in der Bildtiefe passiert ist:
Galerie der finalen Ergebnisse
Nach dem Vergleich folgen nun ein paar fertige Motive aus dem Shooting. Alle Bilder wurden mit meinem Imagen Profil bearbeitet und nur minimal in Lightroom angepasst:



























Imagen AI: Automatische Bildauswahl und Bearbeitung
Jetzt zur Bearbeitung. Ich wollte möglichst wenig Zeit am Rechner verbringen – und trotzdem meinen typischen Look behalten. Die Lösung: Imagen AI*
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Schritt 1: Automatische Bildauswahl mit Look-Vorschau
Imagen analysiert deine Serie und schlägt die besten Bilder vor. Dabei siehst du schon Vorschauen mit dem späteren Bearbeitungsstil. So siehst du bereits beim Auswählen im Endeffekt die finale Stimmung.





Schritt 2: Eigene Auswahl verfeinern
Du musst die Vorschläge nicht einfach übernehmen. Du kannst Bilder rausnehmen oder wieder reinholen. Die Kontrolle bleibt bei dir. Imagen hilft dir nur, die Bilderflut schneller zu filtern.
Dazu nutzt du entweder Imagen oder auch den bereitgestellten Katalog. So bleibt der Auswahlprozess in gewohnter Lightroom Umgebung.


Schritt 3: Intelligente Bearbeitung mit deinem Stil
Nach der Auswahl übernimmt Imagen die Bearbeitung. Vollautomatisch. Aber eben nicht wie ein Preset. Stattdessen bearbeitet die KI auch Belichtung, Weißabgleich und Kontraste automatisch mit. Auch zusätzliche Optionen wie die Begradigung des Horizonts können mit ausgewählt werden.


Wenn du noch kein eigenes Profil hast, kannst du auch ein bestehendes Look-Profil nutzen. Die Ergebnisse landen direkt in deinem Lightroom-Katalog.
Letzter Schliff in Lightroom
Natürlich kannst du im Anschluss alles noch feinjustieren. Im Endeffekt beschränkt es sich darauf, dass ich die Helligkeit für dieses Shooting noch etwas runtergenommen habe.
Tipp: Um einfach zur automatisch eingestellten Belichtung z.B. 1/3 Blendenwert dunkler zu gehen, nutzt du einfach die Ad-Hoc Entwicklung. So brauchst du nur 3 Sekunden, um die Belichtung von beispielsweise 500 Fotos einen Ticken dunkler zu machen.
Einige Aufnahmen habe ich in Schwarz-Weiß umgewandelt. Das gibt dem Bild Tiefe – und dem Swirl-Effekt eine ganz eigene Wirkung.

Fazit: Filter-Fantasie trifft smarte Technik
Porträts leben von Emotion, Tiefe und Wirkung. Kreative Glasfilter helfen dir, genau das zu verstärken. Und zwar nicht irgendwie als Filter in der Nachbearbeitung, sondern schon direkt beim Fotografieren.
Und genau da liegt der Reiz: Vor Ort mit Blickwinkeln, Positionierung und Kontrasten zu experimentieren.
Meine beiden Lieblinge aus diesem Test: der Swirl-Filter und der Halbmond-Filter. Zusammen ergeben sie einen Look, der sich abhebt – ohne künstlich zu wirken.
Und die Bearbeitung war mit Imagen AI super einfach, präzise und flexibel. So kannst du dich aufs Fotografieren konzentrieren – statt dich im Lightroom-Dschungel zu verlieren.
Wenn du es selbst ausprobieren möchtest, nutze diesen Link und du erhältst 1000 gratis Bearbeitungen. Auch kannst du dir exakt dasselbe KI Profil holen, das ich für die Bilder in diesem Beitrag genutzt habe:
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