Ultimativer Lightroom Mobile Guide: Mal schnell coole Fotos mit dem Smartphone erstellen

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Früher gab es nur eine Lightroom Version. Für unterwegs musste man sich eine andere App suchen und sich in diese auch komplett neu einarbeiten. Heute gibt es für jedes Gerät eine eigene Lightroom Version. Damit wird es möglich, unterwegs professionell Fotos zu bearbeiten.

Die Adobe Lightroom Mobile App ist auf dem Smartphone und Tablet für iOS und Android Lightroom Mobile erhältlich. Und lässt sich erst einmal kostenlos benutzen. Sie lässt sich aber durch ein günstiges Abo noch einmal extrem in den Funktionen erweitern.

Da die App mittlerweile mächtiger ist, als ich dachte (und sie daher meist nur belächelt habe), gebe ich heute einen Überblick sowie umfassenden Guide für Lightroom Mobile.

Sieh dir in diesem Zusammenhang auch meinen Ratgeber In 8 Schritten zu besseren Fotos mit dem Smartphone an.

1. Überblick über Lightroom Mobile für iOS und Android

Lightroom Mobile ist im Grunde Lightroom CC, nur für Mobilgeräte. Und synchronisiert sich daher auch nur mit anderen Lightroom CC Versionen. Die App kann im Wesentlichen 1:1 das selbe, wie auch die Desktop Version:

Bilder organisieren, bearbeiten und exportieren. Der Vorteil gegenüber anderen Foto Apps: Auch erstellte Farblooks der Desktop Versionen können sofort als Lightroom Mobile Presets verwendet werden. Und genau das schließt den Kreis und lässt unterwegs eine professionelle Bildbearbeitung im selben Stil zu. Man verwendet 1:1 die selben Lightroom Vorgaben wie zuhause am Rechner. Aber auch weltweit haben viele berufliche Fotografen genau solche Lightroom Preset Packs herausgebracht. Die Möglichkeiten sind dadurch enorm.

Die Tablet Version (wie z.B. auf einem iPad Pro) lässt durch etwas mehr Displayfläche eine gute Bedienbarkeit zu (und kann dadurch schon ein vollwertiger Ersatz zur Desktop Bearbeitung sein). Auf dem Smartphone wird die Bedienung im Detail oft etwas langwierig und man möchte sich die Zeit sparen. Dann ist es praktisch, wenn man einfach fertige Farblooks mit einem Tipp anwendet.

Der Aufbau von Lightroom Mobile sieht so aus:

  • Bibliothek: Hier siehst du alle deine Fotos als Übersicht. Dabei geht es eher um das Sortieren und Auswerten der Fotos.
  • Bearbeiten: Durch einen Tipp auf das Foto lässt sich oben Links der Bearbeiten-Modus auswählen. Dadurch erhält man Zugriff auf die Bearbeitungsfunktionen.
  • Exportieren: Über das Teilen-Symbol stehen zahlreiche Möglichkeiten für die Weitergabe der Fotos zur Verfügung.
  • Foto Modus: Man kann in Lightroom nicht nur Fotos importieren, sondern auch direkt mit dem Gerät aufnehmen.

Diese Bereiche werden wir uns gleich noch genauer ansehen.

Nur noch ein Grundsatz von Lightroom im allgemeinen: Im Gegensatz zu anderen Apps muss man sich nicht sofort entscheiden, wie man ein Bild abspeichert. Alle Bearbeitungen sind erst einmal nur rein virtuell und ändern nichts an den tatsächlichen Daten auf der Hardware. Erst nach dem Export werden entsprechende Änderungen angewandt – in der Regel wird dann eine Kopie der originalen Datei erstellt. Das entspricht dem Prinzip des non-destruktiven Arbeitens und lässt viel Flexibilität zu.

2. Lightroom Mobile Kosten und Funktionen

Die App ist grundlegend erst einmal kostenlos im jeweiligen App Store zu installieren. Man muss sich anschließend nur eine kostenlose Adobe ID erstellen. Allerdings bringt die kostenlose Version nicht den vollen Funktionsumfang. Darüber hinaus bietet die Premium Version folgende zusätzliche Features:

  • Synchronisierung: Dadurch werden Presets, Profile und Fotos (und deren Bearbeitungen) über den Cloudspeicher zwischen Handy, Tablet und Rechner auf dem selben Stand gehalten.
  • Selektive Korrekturen: Hier kann man z.B. mit dem Finger durch „malen“ Bereiche auswählen und speziell bearbeiten. Oder mit Verläufen Bereiche auswählen und diese z.B. aufhellen.
  • Reparaturpinsel: Mit diesem können Retuschen durchgeführt werden. Es lassen sich z.B. Hautunreinheiten durch antippen wegstempeln.
  • Geometrie: Hier lässt sich die Perspektive korrigieren und z.B. stürzende Linien beseitigen.
  • RAW Fotos: Das ist wohl der wichtigste Punkt. RAW-Fotos liefern im Gegensatz zu JPG Fotos mehr Daten. So ist im Nachhinein bei der Bearbeitung mehr möglich und die Qualität bleibt besser erhalten.
  • Personen Erkennung und Sortierung
  • Stapelverarbeitung: Wenn ein Foto bearbeitet wurde, können alle Einstellungen einfach auch auf alle anderen Bilder der Serie kopiert werden. Funktioniert aber auch kostenlos ähnlich mit dem Speichern von Vorgaben.
  • Alben über Cloud freigeben

Diese teils sehr nützlichen Funktionen lassen sich erst mit dem Lightroom Abo für ca. 5€/Monat benutzen. Dieses lässt sich z.B. hier erwerben:

Dadurch erhält man auch Lightroom CC für den Desktop (NICHT Classic CC). Für alle Lightroom Versionen Classic, CC und Mobile sowie Photoshop empfiehlt sich das Adobe Foto Abo*.

Nun beginnen wir mit dem Tutorial.

3. Fotografieren in RAW

Lightroom Mobile bietet neben dem Import auch eine eigene Kamera Funktion. Diese aktivierst du in der Bibliothek unten rechts über das Kamera Symbol.

Wenn du weißt, wie eine Kamera funktioniert, solltest du den Pro-Modus auswählen. Hier kann man dann Belichtungskorrektur, Belichtungszeit, ISO, Weißabgleich und sogar den Fokuspunkt manuell wählen.

Aber auch im Automatik Modus sind gute Ergebnisse möglich.

RAW Bilder aufnehmen mit Lightroom Mobile
Achte darauf – sofern unterstützt -, dass links das Dateiformat DNG gewählt ist. Im Pro-Modus kannst du sogar alle Parameter manuell steuern. Das wichtigste ist allerdings eine Korrekte Belichtung, die du durch Wischen über das Livebild einstellst.

Tipp: Streiche mit deinem Finger horizontal nach rechts oder links über das Livebild, um das Foto heller oder dunkler zu machen. Die Belichtung solltest du immer korrigieren.

Tipp: Aktiviere wenn möglich oben das DNG Dateiformat aus. Hier erhältst du gegenüber JPG viel mehr Bildinformationen, das das Bild in RAW aufgenommen wird. Das bringt später in der Nachbearbeitung mehr Möglichkeiten, zieht allerdings ein bisschen mehr Speicher. Achte in der Bibliothek auf das DNG Symbol neben entsprechenden Aufnahmen. Je nach Handy funktioniert das teilweise auch nur mit der Hauptkamera.

Unten rechts lässt sich noch nach Verfügbarkeit eine andere Linse wie Weitwinkel aktivieren. Über das Schlosssymbol kannst du die Belichtung speichern. Dadurch wird das Bild nicht ständig automatisch hell oder dunkel. Das sorgt für Einheitlichkeit.

Einen Bildlook muss man in der Aufnahme nicht zwingend wählen, denn dafür haben wir später noch unsere Lightroom Mobile Presets.

Zusätzliche Optionen erscheinen auch noch einmal oben rechts über die drei Punkte. Dort lassen sich die Fotos z.B. noch für maximale Qualität als unverarbeitetes Original speichern, überbelichtete Bereiche anzeigen (Zebras über Lichterbeschneidung einblenden), Wasserwaage und Raster einblenden oder ein Selbstauslöser verwenden.

Wenn man vom APS-C oder Vollformat Sensor kommt, kann man hier auch aufs gewohnte 3:2 Format umsteigen.

4. Importieren und organisieren in der Bibliothek

Alle Handyfotos landen anschließend in der Bibliothek. Aber auch vorhandene Fotos können vom Handy oder deiner Systemkamera importiert werden.

Dafür kann man je nach Gerät die SD Karte der Kamera z.B. über einen USB-C Adapter* anschließen. Oder die Fotos per Kamerahersteller App aufs Smartphone übertragen. Hier ist die drahtlose Übertragung oft aber nur von JPG-Fotos möglich.

Sind die Fotos erst einmal in der Bibliothek angekommen, müssen wir uns einen Überblick verschaffen und die besten Fotos herausfiltern.

Mit einem Tipp auf das Foto und der Auswahl von „Bewerten“ lassen sich die Bilder unten nun auch als Filmstreifen durchsuchen. Gute Fotos kann man dann mit Sternen bewerten oder mit einer Fahne markieren.

Bilder Bewerten in Lightroom Mobile
Aktiviere über das Dropdown Menü oben links die „Bewerten“-Ansicht. Hier erscheinen dann alle Fotos im Filmstreifen. Durch vertikales Wischen in der linken oder rechten Bildhälfte lassen sich Sterne- und Markierungen vergeben.

Tipp: In der Bewerten Ansicht kann man durch vertikales Streichen (nach oben oder unten) in der linken Bildhälfte die Sternbewertung festlegen, in der rechten Bildhälfte die Fahnen vergeben.

Zurück in der Bibliotheksübersicht kann man sich über das Filter-Symbol dann nur die gewählten Fotos anzeigen lassen. Anschließend kann man mit der Bearbeitung beginnen.

5. Lightroom Mobile Presets installieren

Zugegeben: Eine umfassende manuelle Bearbeitung am kleinen Smartphone Bildschirm kann schon etwas fummelig werden. Daher empfehle ich auch hier den Einsatz von Presets. Das sind abgespeicherte Farblooks, die wie ein Filter aufs Bild gelegt werden können.

Im folgenden Tutorial zeige ich die App daher mit meinen THO Lightroom Presets. Diese wurden von mir über die letzten Jahre auf dem Rechner abgestimmt und sind auch mit Lightroom Mobile kompatibel. Mit ihnen erhältst du unterwegs blitzschnell einen stimmungsvollen Farblook.

Die folgenden Punkte funktionieren natürlich auch mit jedem anderen Preset Paket.

Zur Installation gibt es abhängig vom Abo zwei Möglichkeiten:

  • Mit bezahltem Adobe Abo werden die Presets automatisch vom Rechner auf die Mobilgeräte synchronisiert. Achte nur darauf, dass die Synchronisierung überall aktiviert ist und schon kannst du am Smartphone oder Tablet loslegen.
  • Ohne bezahltes Adobe Abo brauchst du RAW-Dateien, auf denen die Presets angewandt wurden. Diese importierst du dann in Lightroom Mobile und erstellst daraus einfach erneut die Vorgaben. Tippe dafür beim angewählten Bild oben rechts auf die drei Punkte und wähle Vorgabe erstellen.

In diesem Beitrag findest du weitere Informationen zur korrekten Installation von Lightroom Presets in allen Versionen.

6. Bildbearbeitung mit Lightroom Mobile

Da auf Lightroom Mobile die Bildbearbeitung nahezu identische Möglichkeiten wie am Rechner bietet, beschränke ich mich auf einen schnellen Workflow (sonst würde es diesen Beitrag sprengen). Dieser ist nicht nur zeitlich effizient (was auch der Sinn einer mobilen Bearbeitung ist), sondern auch für Anfänger leicht und schnell nachvollziehbar. Daher bilden hier gute Lightroom Presets und Profile die Grundlage.

Farblook mit Presets bearbeiten

Anwendung von Lightroom Mobile Presets:

  1. Rufe rechts die Vorgaben auf
  2. Öffne den Ordner der gewünschten Presets
  3. Tippe auf ein Preset, um es anzuwenden
  4. Tippe auf den Haken bzw. „Fertig“

Nun wurde der Farblook auf das Bild gelegt. In der Regel muss er aber noch etwas auf die Aufnahme angepasst werden.

Bildbearbeitung mit Lightroom Mobile für iOS und Android

Einfache Anpassung von Lightroom Mobile Presets:

  1. Öffne den Bereich „Licht“
  2. Passe die Helligkeit bzw. Belichtung an
  3. Stelle zu helle Bereiche mit dem „Lichter“ Regler wieder her
  4. Stelle zu dunkle Bereiche mit dem „Tiefen“ Regler wieder her
  5. Passe den Kontrast an
  6. Öffne den Bereich „Farbe“
  7. Stelle die Temperatur vom Weißabgleich ein

Vorher: RAW Bild ohne Anpassungen – Nachher: RAW mit THO 01 Preset und Anpassungen

Fertig. Das ist die grundlegende Bearbeitung, die in 90% der Fälle zum Ziel führt. Wenn nicht, solltest du auch noch ein anderes Preset vorab testen.

Tipp: Was viele nicht wissen ist, dass man in Lightroom Mobile (bezahlte Version) bei RAW-Fotos auch Profile verwenden kann. Diese sind in meinem THO Preset Paket ebenfalls enthalten. In Profilen können wie auch in Presets komplette Farblooks gespeichert werden. Profile haben zwei Vorteile: Zum einen kann die Intensität vom Farblook gesteuert werden. Zum anderen können Profile auch zusätzlich zu Presets angewendet werden. Dadurch entstehen viele Kombinationsmöglichkeiten.

Retusche

In der bezahlten Version der App sind auch einfache Retuschen möglich. Das kann man sich wie einen Stempel vorstellen: Hier wird z.B. die Struktur von reiner Haut über entsprechende Hautunreinheiten kopiert. So verschwinden Makel sehr schnell.

Retusche mit Lightroom Mobile:

  1. Tippe auf das Reparatur-Werkzeug (Pflaster Icon)
  2. Wähle Größe des Pinsels anhand der Größe des Makels
  3. Wähle die stärke der weiche Kante (so hart wie möglich wählen, meist bis 20%)
  4. Tippe / Male über die entsprechende Stelle
  5. Korrigiere wenn nötig die Texturquelle durch Verschieben des Vierecks
Lightroom Mobile Retusche mit Reparatur Pinsel
Mit dem Reparatur Pinsel können durch Antippen oder Übermalen leichte Retuschen vorgenommen werden. Achte darauf, nach jedem Tippen eine passende Kopierquelle zu wählen. Diese ist nicht immer von Anfang an passend gesetzt.

Je nach Stelle kann es auch erforderlich sein, vom Pflaster auf den Stempel zu wechseln. Dadurch passt sich die Korrektur nicht mehr der umliegenden Helligkeit an (das kann Vor- und Nachteile haben).

Einzelne Reparaturen kann man jederzeit wieder entfernen, indem man erneut lange auf das Viereck tippt und im Kontext Menü löscht.

Weitere Korrekturen

Nicht immer werden weitere Korrekturen benötigt. Bei Bedarf werden häufig aber Folgende verwendet:

  • Selektive Anpassungen: Dadurch können durch Malen oder Verläufe statt dem kompletten Bild nur bestimmte Bereiche z.B. aufgehellt, abgedunkelt, entsättigt etc. werden. Pro Bearbeitung kannst du über das „+“-Symbol eine neue Korrektur beginnen. Später kann eine Korrektur so auch wieder gelöscht werden, indem man das Viereck auswählt und auf das Müll-Icon tippt.
  • Zuschneiden: Schneide unwichtige Bildbereiche für eine bessere Gestaltung weg und richte den Horizont gerade aus. Tippe während der Bearbeitung doppelt, um das Foto zurückzusetzen.
  • Geometrie: Beseitige stürzende Linien und richte das Bild gerade aus. Dafür legst du einfach die Linien über Bereiche, die im Bild eigentlich gerade verlaufen müssten.
Selektive Bearbeitungen Lightroom CC
In den Selektiven Bearbeitungen kannst du Bereiche maskieren (hier in rot dargestellt). Das passiert entweder durch Verläufe oder einfaches Malen mit dem Finger. Anschließend kann der jeweilige Bereiche über die gängigen Grundeinstellungen z.B. aufgehellt, abgedunkelt oder entsättigt werden.

Der überwiegende Rest der Einstellungen (wie z.B. Schärfe, Körnung, Effekte, etc.) wurde bereits ebenfalls durch das Preset eingestellt.

Weitere Tipps und Touch-Gesten

Wie es am Rechner Tastenkürzel gibt, so gibt es auch in Lightroom Mobile ein paar Abkürzungen und Touch Gesten.

Lightroom Mobile Zuschneiden und Drehen
Rücke deine Fotos über Zuschneiden und drehen gerade. Durch doppeltes Tippen auf das Bild kannst du die Änderungen wieder rückgängig machen.

Lightroom Mobile Shortcuts und Gesten:

  • Länger auf Bild Tippen für Vorher-Nachher
  • Pfeil oben tippen für Rückgängig machen (Wiederholen wird durch getippt halten sichtbar)
  • Zurücksetzen durch Pfeil unten rechts
  • Informationen anzeigen durch Tippen auf Foto mit zwei Fingern (z.B. Aufnahmedatum oder Dateiformat einblenden, funktioniert auch in der Galerie Übersicht)
  • Freistellung zurücksetzen durch doppeltes Tippen auf das Foto im Bearbeitungsbereich

Vorher-Nachher Ansicht durch langes Tippen auf das Bild

7. Serien mit selbem Look bearbeiten

Nachdem man ein Preset auf das erste Foto der Serie angewandt und korrigiert hat, würde man diesen angepassten Look gerne genau so auf den Rest der Serie legen. Das ist möglich, wenn alle Fotos aus der selben Aufnahmesituation stammen. Und so funktioniert es:

Bilder synchronisieren mit mit bezahltem Lightroom Mobile Abo:

  1. Wechsel zur Übersicht (Galerie)
  2. Tippe länger auf das bereits bearbeitete Foto
  3. Wähle im erscheinenden Kontext Menü unten „Kopieren“
  4. Tippe länger auf das unbearbeitete Foto und wähle die weiteren aus
  5. Wähle im erscheinenden Kontext Menü unten „Einfügen“
Stapelverarbeitung mit Lightroom Mobile
Tippe lange auf ein Foto in der Übersicht, um das Kontextmenü aufzurufen. Von hier aus kannst du alle Bearbeitungen des jeweiligen Fotos kopieren. Anschließend die zu bearbeitenden Fotos auswählen und auf Einfügen tippen.

Anschließend legt Lightroom die Einstellungen auf alle der gewählten Fotos. Danach muss man meist nur noch die Belichtung von jedem einzelnen korrigieren. Fertig! Doch nicht jeder hat die bezahlte Version von Lightroom. Dafür gibt es einen Workaround.

Bilder synchronisieren ohne bezahltes Lightroom Mobile Abo:

  1. Wähle auf dem bearbeiteten Foto die drei Punkte und „Vorgabe erstellen“
  2. Wähle immer wieder ein unbearbeitetes Foto aus und wende die Vorgabe an
  3. Danach kann die Vorgabe mit den Anpassungen wieder gelöscht werden

Fertig! Ist zwar etwas umständlicher, aber besser als alles neu zu bearbeiten. Mit dieser Methode erstellst du quasi vom Preset, das auf diese Serie angepasst wurde, kurzzeitig ein neues Preset. Um nicht durcheinander zu kommen, empfehle ich es danach wieder zu löschen.

8. Exportieren und Teilen

Mit unserem Mobilgerät sind wir auch unterwegs immer bestens vernetzt. Daher ist das spontane Teilen der Bilder eine der Hauptaufgaben vom mobilen Workflow.

So exportierst du die Fotos aus Lightroom Mobile:

  1. Halte in der Galerie Übersicht lange auf ein Bild getippt und wähle entsprechende Bilder aus
  2. Tippe auf „Teilen“
  3. Wähle den entsprechenden Speicherort (Aufnahmen oder Dateien)
Export aus Lightroom Mobile
Wenn man für die Veröffentlichung im Internet nicht die volle Auflösung braucht, kannst du die Ausgabegröße im „Exportieren als…“ Menü genau festlegen.

Tipp: Mobiles Datenvolumen ist meist nur begrenzt vorhanden (vor allem bei den Mobilfunkpreisen in Deutschland…). Meistens ist es auch gar nicht nötig die volle Dateigröße zu verwenden, nur weil man etwas auf Instagram teilen will. Im Gegenteil: Oft sieht es sogar besser aus, wenn man die Dateien vorher kontrolliert verkleinert, als sie von der Instagram-Komprimierung in Kleinholz zerlegen zu lassen. Wenn du die Dateien also nicht unbedingt in voller Größe für den Druck brauchst, kannst du über „Teilen“ auch auf „Exportieren als…“ wählen. Dadurch erscheint vor dem Speichern nochmals ein Dialog, über den man die Dateiabmessungen und Qualität entsprechend verringern kann.

Fazit

Nicht nur diejenigen, die oft mit dem Smartphone fotografieren und sofort eine gehobene Bearbeitung haben wollen, sollten Lightroom Mobile nutzen. Auch alle, die regelmäßig auf unterschiedlichen Geräten ihre professionellen RAWs von DSLM oder DSLR Kameras bearbeiten, sollten sich die Kombination zwischen Lightroom Mobile und CC näher ansehen. Hier macht einem synchronisierte Cloud CC Version gegenüber der stationären Classic Version das Leben oft verblüffend einfach.

Dennoch wird dafür langfristig immer genug Cloudspeicher und eine gute Internetverbindung vorausgesetzt. Dazu kommt die Bereitschaft, die eigenen Fotos Online auf fremden Servern speichern zu lassen. Immerhin hat man dadurch auch immer gleich ein Backup.

Ein paar Elemente vom großen Lightroom Classic CC dürften der mobilen CC Variante dennoch fehlen. Dazu gehören wohl die erweiterten Ansichts- und Vergleichsoptionen bei der Bildauswahl oder aber die Integration von Zusatzmodulen / Plugins. Für 80% der Nutzer werden aber die Bordmittel von Lightroom CC ausreichen.

Ich selbst bin aktuell nicht wirklich viel unterwegs (wer hätte es gedacht). Daher, und weil ich meine Kunden Fotos ausschließlich immer im Büro am selben Rechner bearbeite, bleibe ich bei der Classic Version. Für unterwegs nutze ich für meine Handy Schnappschüsse ab jetzt aber Lightroom Mobile regelmäßig.

Weitere Informationen zur App gibt’s auf der offiziellen Website von Adobe.

Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

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