Making Of: Catching Fireflies

Am in veröffentlicht.
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Nach einiger Zeit des spontanen Knippsens wollte ich einmal wieder ein etwas konzeptionelles Fotoshooting durchführen. In diesem Blogpost will ich dir ein kleines Making-Of vom Lichterketten Shooting mit Vanessa zeigen.

Ein befreundeter Fotograf hat mich letztens gefragt, ob es vom Prinzip her ähnlich wie ein Levitation Foto bearbeitet wurde. Grundsätzlich ist es aber sogar noch etwas simpler. Die Herangehensweise will ich nun in der Theorie genauer erklären. Wenn du dir den Vorher-Nachher Slider weiter unten ansiehst, wird es wohl eindeutig.

Lichteffekte_mit_Lichterkette

Was man auf dem fertigen Foto nicht sieht ist, dass es sich bei den Weckgläsern mit den einzelnen Lichtern um eine Lichterkette handelt. Ich habe sie mir kurzerhand auf Amazon bestellt* und habe damit vor, die Serie in Zukunft noch etwas weiter zu führen. Wichtig ist bei einer solchen Lichterkette für ein Outdoor Shooting natürlich, dass sie per Batterie betrieben wird (da ich im Wald leider keine Steckdosen finden konnte). Fotografiert habe ich das ganze dann mit dem 40mm Pancake Objektiv auf meiner Canon 5D Mk III. Mehr Infos zu diesem Objektiv findest du in meinem Objektiv Review.

Wie kann eine batteriebetriebene Lichterkette auf einem Foto so hell leuchten? Der Trick liegt dabei in der optimalen Tageszeit und dem richtigen Ort. Auch wenn ich mit der Golden Hour etwas früh dran war (es aber im Wald trotzdem relativ gut hingehauen hat): Ungefähr zur blauen Stunde gibt es einen Moment, den Landschaftsfotografen wohl kennen dürften. Es ist der Moment, zu dem das Licht am Himmel ca. genauso stark leuchtet, wie die Straßenlaternen. Wartet man noch ein bisschen länger, dürfte es auch mit den etwas schwächeren Lichtern hinhauen. Oder man sucht sich eben etwas früher einen vorteilhaften Platz im Schatten. So bringt man schon einmal ein gutes Ausgangsfoto zustande, um die Weckgläser später zum Leuchten zu bringen.

Nachbearbeitung: Lightroom Anpassungen & Photoshop Retusche

Teil 1 der Nachbearbeitung findet wie immer in Lightroom statt. Nachdem ich die Fotos gesichtet und aussortiert habe, habe ich angefangen die Fotos mit Presets zu bearbeiten. Diese wurden dann natürlich individuell angepasst. Augenmerk lag aber darauf, dass der Hintergrund eher kalt erscheint, während die Hauttöne gewohnt warm sein sollten.

Teil 2 findet weitergehend in Photoshop statt. Mit ein paar einfachen Kontrastanpassungen und einsetzen von Lichtpunkten (über den Radialverlauf) werden die Lichter noch sichtbarer gemacht. Hier wurde die Raw Konvertierung mit einem Orangeton unterstrichen, so dass das Modell mit den Lichtern noch etwas wärmer wirkt. Es war aber erst der kreative Prozess in der Post Production, bei dem dieser konzeptioneller Gedanke noch entwickelt, und entsprechend verstärkt wurde.

Ein wichtiger Punkt war dann für mich noch, die nicht ganz so schönen Drähte der Lichterkette zu entfernen. Dadurch kommt dann der Schwebeeffekt zustande. Das ganze wurde mit dem Stempel Werkzeug in wenigen Minuten korrigiert. Auch das Festivalbändchen wurde etwas entschärft und unauffälliger gestaltet.

Bei der Hautretusche habe ich wie immer darauf geachtet, es nicht zu weit zu treiben. Ich will das ganze im Endergebnis noch so natürlich wie möglich darstellen. Eine Hochglanz Beauty Hautretusche ist wohl einfach nicht mein Stil und ich halte es nur sehr selten für notwendig. Um den Effekt der leuchtenden Gläser auch im Gesicht wirken zu lassen, habe ich es von unten her etwas Orange eingefärbt.

Ich hoffe du konntest einen Einblick gewinnen, wie das Foto entstanden ist und etwas Inspiration mitnehmen. Falls du es auch selbst ausprobierst, wäre es super, wenn du auf diesen Beitrag verweist. Wenn du noch Fragen oder Feedback hast, ab damit in die Kommentare!

Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

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