Wie du mit 5 einfachen Wegen neue Foto Ideen findest

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Du willst ein kreatives Fotoshooting durchführen, hast aber wieder mal keine wirklich tolle Fotoidee und willst nicht schon wieder das selbe fotografieren? Ich habe über die letzten Jahre für mich herausgefunden, dass es im wesentlichen fünf verschiedene Wege gibt, um auf neue Foto Ideen zu kommen.

Auch wenn man die folgenden Punkte bei anderen Fotos analysiert, erkennt man schnell ein einfaches Muster hinter den Bildern. Man stößt meistens automatisch darauf, was das Bild eigentlich gut macht. Diese Erkenntnis ist für die eigenen Bildmotive sehr wichtig.

Im wesentlichen lassen sich neue Fotoideen über folgende Fragen finden:

  1. Wurden außergewöhnliche Requisiten verwendet?
  2. Ist auf dem Foto ein interessanter Mensch zu sehen?
  3. Lebt das Foto von einem besonderen Ort?
  4. Steckt eine besondere Idee dahinter?
  5. Wurde ein spezielles Licht verwendet?

Alle der folgenden Tricks und noch viel mehr findest du kompakt und übersichtlich in meinem gratis E-Book für bessere Portraits, das ich dir kurz ans Herz legen will:

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Mit meinem gratis Email-Kurs lernst du, wie du Schritt für Schritt geniale Porträts bei Available Light fotografierst. Du erfährst neben der Herangehensweise an neue Foto Ideen, wie du neue Foto-Locations findest, natürliches Licht nutzt und welches Equipment du wirklich brauchst.

1. Wie du neue Foto Ideen über eine Requisite findest

Vor einiger Zeit habe ich angefangen, Foto Ideen über Requisiten zu finden. Hierfür bin ich immer in den Second-Hand Laden von meinem Vater gegangen und habe mich in Ruhe umgesehen (hier habe ich im Übrigen auch den Spiegel für mein 96-Tage Projekt gefunden). Dabei muss man immer etwas spinnen, um zu erkennen, wofür man den Gegenstand einsetzen kann.

Mein Vater hat mich öfter gefragt, was ich denn suche – die Antwort darauf: Alles und nichts. Man weiß nicht was man sucht. Da ich in diesem Fall vorher kein konkretes Konzept ausgearbeitet habe, suche ich wohl Inspiration.

neue Foto Ideen über Requisite finden
Schon eine einfache Lichterkette kann deine Kreativität anspornen.

Wenn ich eine interessante Requisite gefunden habe und in den Händen halte, frage ich mich, was man damit wohl alles anstellen kann. Verwendet man den Gegenstand so, wie man es sollte? Macht man das Gegenteil damit? Wo positioniert man ihn im Bild? Lässt sich der Gegenstand mit einer anderen Requisite oder einer bestimmten Person oder Location kombinieren?

Das sind nur vier von vielen Gedanken, die mir in diesem Moment durch den Kopf schießen. Man hat plötzlich viele Bilder im Kopf, wie es später einmal aussehen könnte.

Die Frage, was man daraus macht, ist letztendlich wieder eine andere. Wie gesagt kann man erst einmal auch nur Inspiration für eine neue Idee finden. Diese arbeitet man ab diesem Zeitpunkt erst noch aus.

Viele Fragen, auf die man dann Antworten finden kann. Vorerst fotografiere ich den Gegenstand aber erst einmal mit dem Handy und speichere damit auch meine Gedanken ab.

Neue Foto Ideen mit Requisiten
Hier bin ich mit altem Porzellan auf neue Foto Ideen gekommen.

Empfehlung: Suche den Second-Hand Laden, Flohmarkt oder andere interessante Geschäfte in deiner Stadt auf. Suche dir also neue Requisiten, die du in Verbindung mit deinem Model fotografieren könntest. Lass deinen Gedanken bei der Verwendung freien Lauf und generiere neue Ideen. Sei nicht nur beim Finden der Requisiten kreativ, sondern auch vor Ort beim Einsatz im Shooting.

Tipp: Nicht jede Requisite muss etwas kosten. Z.B. bei Fotoshootings in der Natur kann man oft auch Äste, Pflanzen und Blumen finden, die man in Kombination mit dem Model ablichten kann.

2. Ein Mensch als kreativer Bildinhalt?

Gerade bei simplen Porträts ist es wichtig, mit den richtigen Personen zusammenzuarbeiten. Umso einfacher die Umgebung bzw. der generelle Bildaufbau, desto wichtiger wird er auf dem Foto. Die Person wird dadurch oft groß abgebildet und tritt in den direkten Vordergrund.

Es geht bei vielen Fotos oft nur um diese eine Person.

Worauf achtet man nun aber im Idealfall?

Zum einen wäre da der Mensch an sich. Suchst du für deine Bilder das perfekte Modelgesicht? Oder suchst du vor allem auffällige Personen heraus? Beides kann sehr gut funktionieren. Hauptsache man ist sich bewusst, was am Ende überhaupt rauskommen soll.

In letzter Zeit sehe ich immer wieder Fotos, auf denen man sich die Personen an sich schon zweimal ansieht. Bestes Beispiel sind Personen mit vielen Sommersprossen. Hier wird der Effekt natürlich oft auch noch in der Post Produktion verstärkt.

Richtig umgesetzt kann allein durch eine solche Person das Bild zum Leben erwachen. Dafür gibt es natürlich noch unzählige weitere Beispiele. Es lohnt sich also Modelseiten oder Facebook Gruppen gezielt nach solchen „interessanten“ Personen zu durchsuchen.

Gerade bei Fotos mit groß abgebildeten Personen wird diese zum unmittelbaren Bildmotiv.

Ein Punkt der auf dem Foto direkt mit dem Model zusammen hängt ist das getragene Outfit des Models. Gerade in der Fashion Fotografie bestimmt die Kleidung den Bildinhalt. Oft spricht das Bild dann auch durch die Formen der Kleidung.

Achte also darauf, dass du ein besonderes Model im richtigen Outfit fotografierst. Dadurch kann das ganze Bild eine komplett neue Bedeutung bekommen. Suche nicht nur nach dem perfekten Model-Gesicht und lass dich dadurch für dein Bildmotiv inspirieren.

Fazit: Suche nach neuen Models für dein Portfolio – achte auf markante Merkmale und überlege, mit welcher Umgebung oder Requisite du es kombinieren kannst.

3. Neue Bildideen durch besondere Orte

Es gibt viele Bilder, die von dem Ort leben, an dem sie aufgenommen wurden. Dabei muss man sich entscheiden, wie dominant die Umgebung ins Bild treten soll. Gibt man dem Ort um die Person herum viel Platz auf dem Bild, so tritt dieser in den „Vordergrund“.

Die Person wird unwichtiger.

Gibt man im Gegenzug der Person mehr Platz auf dem Foto (und geht näher heran), bestimmt wieder die Person an sich die Aussage des Fotos. Die Kombination von Ort und Person ist also maßgeblich für die Aussage des Bildes.

Wie du einen Ort überhaupt ausfindig machst, erfährst du im Beitrag über das Finden neuer Fotografie Locations. Natürlich kannst du auch einen Ort in mehrere einzelne Kulissen unterteilen. Wie das geht, erfährst du im Beitrag über das Unterteilen einer Location in viele Kulissen.

Ist eine spannende Location gefunden geht es dann los mit dem kreativen Entfalten vor Ort:  Steht euer Model einfach nur da? Oder verschmilzt es mit dem Ort? Gibt es eine Interaktion? Wo steht es überhaupt?

Die Fragen kann man nicht pauschal beantworten. Jeder Ort ist einzigartig. Hat man sich vorher nicht Gedanken um ein konkretes Konzept gemacht, kann man getrost anfangen zu experimentieren. Hier beginnt die Kreativität, wenn du dich spontan und ohne fest Konzeot frei bewegen kannst.

Mit dem Ort verschmelzen
Wegen den Sonnenstrahlen durch den Farn verschmelzen Model und Umgebung.

Welche Möglichkeiten du hast um das Model vor Ort kreativ in Szene zu setzen erfährst du im Beitrag 5 Schritte, um das Model kreativ in die Fotolocation einzubringen.

Fazit: Lass dich von neuen Orten inspirieren und kombiniere sie mit deinen Models und Requisiten. Experimentiere vor Ort mit Position des Models.

4. Besondere Ideen finden – Umgib dich mit Inspiration

Wie oft bist du am Tag im Internet? Oder speziell auf sozialen Medien? Was siehst du dort in deinem Feed?

Es ist leichter als je zuvor, sich im Internet mit guten Fotografen zu umgeben. So kannst du deinen Facebook oder Instagram Feed nutzen, um täglich Inspiration zu erhalten. Dadurch kannst du auf neue Ideen kommen. Auf Instagram ist es auch empfehlenswert, direkt entsprechenden Portrait Fotografie Seiten zu folgen. Diese reposten regelmäßig die besten Arbeiten verschiedener Fotografen. Auf Facebook sind es vermehrt Gruppen, wo viele Benutzer ihre besten Fotos regelmäßig zeigen. Ich selbst empfehle hier Lookslikefilm, wo sich viele kreative Portrait- und Hochzeitsfotografen tummeln, die den analogen Bildstil lieben.

Auch Pinterest eignet sich hervorragend, um Inspiration zu finden und gleichzeitig gezielt zu sammeln. (Dort sammle ich aktuell jede Menge Inhalte – schau doch mal auf meinem Profil vorbei.)

Dabei musst du unbedingt beachten, die Ideen nicht zu klauen. Gut, man kann das Rad nicht neu erfinden. Es wurde wirklich schon sehr viel gemacht und es ist wirklich schwer, etwas komplett neues zu machen.

Was kann man dann überhaupt noch machen? Was kann man tun, wenn einem gerade einfach nichts einfällt? Wenn man genug Inspiration gesammelt hat, kann man damit beginnen Sachen zu remixen. Vorhandene Sachen neu zu erfinden. Kombiniere Sachen die du gesehen hast mit deinen bisherigen bestehenden Einfällen. Oder kombiniere verschiedene Ideen von anderen Leuten miteinander. Bei der Umsetzung gibst du eh einen Teil von dir mit hinein. Auf diese Weise klaust du keine Ideen, sondern schaffst etwas neues, was es vorher noch nicht gab.

Mehr zum Thema, wie man mit Inspiration anderer Fotografen umgeht, erfährst du im Artikel Fotografieren und Bearbeiten wie dein Lieblingsfotograf.

5. Kreativ mit vorhandenem Licht arbeiten

Wie man immer zu hören bekommt: Licht ist alles. So lässt sich darüber nicht nur das Model ausleuchten, sondern oft auch kreative Ideen finden.

Gerade bei hartem Sonnenlicht kann es oft schwierig werden, das Model einheitlich auszuleuchten. Stattdessen kannst du das harte Sonnenlicht auch für neue Fotoideen in Form von kreativen Schattenwürfen nutzen.

Schattenwürfe für kreative Fotoideen nutzen
Mit vorhandenen Schattenwürfen lassen sich neue Fotoideen finden. | Foto: Dominik Garban

Halte also unterwegs Ausschau nach solchen Begebenheiten. Im Grunde sind es einfache Schattenwürfe, die ohne Person einfach auf den Boden fallen würden. Diese kannst du z.B. bei einem Spaziergang an Locations vorher sichten. Einfach gesagt kann es sich dabei um Schatten von einem Baum, Gartentor, Zaun, Pflanze oder anderen Begebenheiten handeln. Solche Formen kannst du dann wieder auf das Model übertragen und neue Ideen finden.

Oder du kombinierst die oben genannten Requisiten einfach mit dem Licht: Was passiert, wenn du einen Gegenstand ins harte Sonnenlicht hältst? Wie sieht der Schatten auf dem Model aus?

Beachte auch, zu welcher Tageszeit der Schatten so fällt, wie du es gerne hättest. Das verändert sich natürlich auch zu jeder Jahreszeit, da die Sonne im Winter sehr viel früher verschwunden ist.

Und dazu kommt dann auch noch das Wetter. Für solche Lichtspiele wie im Beispielfoto braucht es eben ein sehr direktes, hartes Sonnenlicht. Ist das Wetter genau an dem Tag, an dem du das Shooting mit der bereits gesichteten Lichtsituation durchführen wolltest bewölkt, so hast du ein Problem. Wetter Apps können dir dabei helfen, dein Shooting zu planen.

Das sind im wesentlichen meine fünf Wege, mit denen ich bisher viele Foto Ideen für meine Portraits finden konnte. Hast du noch einen anderen Weg, um kreative Motive zu finden? Wie tastest du dich heran? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

5 Gedanken zu „Wie du mit 5 einfachen Wegen neue Foto Ideen findest“

  1. Hallo Markus,
    danke. für Deinen Artikel. Inspiration und Kreativität sind in meinen „derzeitigen“ Augen noch Schwergewichte. Heißt, gefühlt tue ich mich noch selbst schwer damit. Vor kurzem habe ich ein Interview mit Andreas Jörns gehört, was ich sehr interessant fand. Konzentriere Dich auf Deine Stärken. natürlich sollte man sich dann im Vorwege bewusst werden, was die eigen Stärken sind. Das ich für mich herausgefunden habe, das ich nicht der große Retuscher oder Composer bin, bringt mich einen Schritt weiter. Mich intensiver mit schönen Portraits und dessen Inszenierungen zu beschäftigen. Hier Requisiten mit einzubauen ist eine schöne Idee und werde ich mich in kommender Zeit mal Näher mit beschäftigen.
    Viele Grüße André

    Antworten
    • Hi André!
      Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen. Ja es kann wirklich ein gewaltiger Fortschritt sein, überhaupt herauszufinden was einem selbst persönlich am meisten liegt bzw. wofür man eigentlich brennt. Das erlebe ich selbst auch immer wieder und es ist ein dynamischer Prozess über einen längeren Zeitraum. Das schöne an Requisiten ist, dass sie einen eben oft leicht noch auf ganz neue Konzepte für Fotos bringen.
      Gruß,
      Markus

      Antworten
  2. Hi, ich bin erstaunt, was du als Methode bezeichnest. Für mich sind Methoden sowas wie _ich schreib das Thema auf ein Blatt Papier und im Kreis drumherum Stichworte dazu, Assoziationen, Eigenschaften, alles, was mir einfällt und dann kommen die Bildideen. Das ist jetzt nur ein Beispiel. Mein Zugang zur Fotografie ist pragmatischer Natur. Mir ist es ein Bedürfnis, Menschen, die ich kenne, fotografisch festzuhalten, oder ich habe die Aufgabe, eine Veranstaltung (ein Seminar) zu dokumentieren oder Bilder von einem Auftritt auf einer Theaterbühne zu machen oder von Menschen auf einem Fest. Beim Gang durch die Natur stellen sich Stimmungen ein, die ich gerne in ein Bild bringen möchte – die Motive finden sich dann. Die Herausforderung stellt für mich die Umsetzung dar, nicht das Finden der Foto-Ideen. Ich finde es aber gut, mir nochmal zu vergegenwärtigen, worauf das Bild aufbauen soll: ist zum Beispiel beim Fotografieren eines Familienmitglieds auch der Ort wichtig (Oma am Arbeitsplatz), ist die Verbindung Mensch-Ort wichtig, oder solls ein Portrait sein, wo die Umgebung mit ihren Farben eine Stimmung reinbringt oder sich ganz zurückhält, gibt es ein Requisit im Bild oder nicht … Oft müssen ganz schnell Entscheidungen getroffen werden und doch kann ich mir schon vorher Gedanken machen, damit mir nachher (nach der Veranstaltung, dem Familienausflug, etc.) nicht Bilder fehlen.

    Antworten
    • Hi,
      danke für deinen umfangreichen Kommentar. Ja klar wirkt das auf den ersten Blick vielleicht etwas zu sachlich, weil Fotografieren viel mehr als nur das Abarbeiten theoretischer Punkte ist. Aber wie du es auch schon überträgst: Wenn du Menschen, die du kennst festhältst, wirst du von diesen inspiriert. Oder wenn du durch die Natur läufst wirst du automatisch von der Natur inspiriert. Ich schreibe gerne über die Dinge, über die man sich eigentlich keine Gedanken macht, aber trotzdem oft unterbewusst anwendet. Nur wenn man mal in einem kreativen Tief steckt kann es helfen, wenn man sich auch bewusst mal darüber Gedanken macht, warum andere Bilder gut sind und wie man sich selbst verbessern kann. Im Idealfall kommt das aber alles von selbst.
      Gruß,
      Markus

      Antworten
    • Hallo. Wenn man aber schon vorher alles festlegt, könnte man möglicherweise den Blick für die Chance einer ganz neuen Idee vergeben. Deshalb fand ich diese Liste hier (Requisiten als Inspiration, …. unvorteilhaftes Licht als Chance für eine neue Art, ein Foto zu machen, …) interessant. Allerdings ist der Hinweis, dass die technische Umsetzung einer Idee eben auch eine Hürde für ein gutes Foto darstellen kann, auch sehr wichtig. Gerade, weil so viele Menschen automatischen Einstellungen und danach den Photoshop Optionen vertrauen, sehen so viele eigentlich guten Bilder so verwechselbar aus. Ob wir mal wieder die alte Pentacon raussuchen? Oder wieder mit / auf Papier arbeiten?

      Antworten

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