Sensor, Objektiv & Kamera reinigen: 7 Schritte DIY Reinigung mit Reinigungsset

Am in veröffentlicht.

Lerne im kostenlosen Portrait Email-Kurs, wie du Schritt für Schritt gelungene Porträts fotografierst. Trage dich jetzt in den Newsletter ein und du erhältst den Kurs mit weiteren nützlichen Tricks und Angeboten. Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.


Während ich meine Objektive regelmäßig und penibel von jedem noch so kleinem Staubkorn befreie, sah es bei der eigentlichen Kamera bisher anders aus. Die Kamera und Sensor Reinigung habe ich oft vor mir hergeschoben. Doch es ist eigentlich leichter als gedacht.

So wollte ich zuletzt vor allem den Sony A7III Sensor reinigen, da sich hier einiges an Staub angesammelt hat. Durch die Erkenntnisse konnte ich dann auch gleich noch meine Fujifilm Kamera reinigen.

Im heutigen Beitrag findest du nun weiterführend zu meinem Kamerahandhabungs-Beitrag alle Informationen speziell zur Reinigung.

Ausrüstung zum Kamera reinigen
Meine Ausrüstung, um die Kamera zu reinigen. Auf die einzelnen Komponenten gehe ich gleich ein.

Hinweis zum Haftungsausschluss: Alle Reinigungsarbeiten, die du selbst am Sensor vornimmst, können diesen möglicherweise beschädigen. Ich schreibe meine Erfahrungen nach bestem Gewissen, jeder handelt am Ende allerdings auf eigenes Risiko. Einige Hersteller erlauben nicht mehr als eine Reinigung mit dem Blasebalg und beenden durch eigenmächtige Beschädigungen unter Umständen die Garantie (wie z.B. Sony in den Pflegehinweisen schreibt). Wenn du dir unsicher bist, schick die Kamera zur Reinigung ein oder lass sie z.B. auf einer Messe beim Check & Clean (oft kostenfrei) vom Fachpersonal reinigen.

Okay ich weiß – das klingt abschreckend. So ähnlich hat mir das auch der Mitarbeiter vom lokalen Kameraladen für meine Sony erklärt. Auch die Händler selbst trauten sich nicht ran und haben mir nur angeboten, die Kamera zu Sony zu schicken.

Seitdem habe ich das Thema unter den Tisch gekehrt und weiter mit einem dreckigen Sensor auf Offenblende fotografiert. Nachdem sich nun viele Erfahrungsberichte auf Youtube oder auch Amazon Produktbewertungen gesammelt hat, habe ich allerdings gesehen, dass man das auch selbst hinbekommen kann. Anstatt mein Equipment jedes halbe Jahr quer durch’s Land zu schicken, ist mir diese Variante deutlich lieber.

Aus meiner Erfahrung nun folgende Vorgehensweise für einen sauberen Sensor:

1. Überprüfe, ob der Sensor gereinigt werden muss

Oft sieht man den Staub schon mit bloßem Auge auf dem Sensor. Wenn nicht, nimm die LED Lampe von deinem Handy. Auch gibt es spezielle Sensorlupen mit LED Beleuchtung*, in denen die Staubkörner dann besser sichtbar werden.

Doch auch mit einem Testfoto kannst du die Verschmutzungen sichtbar machen:

  1. Stell dein Objektiv auf die höchstmögliche Blende (am besten ein Objektiv mit F22)
  2. Fokussiere manuell auf die Naheinstellgrenze
  3. Fotografiere den Himmel
  4. Importiere die Fotos in Lightroom; Ziehe den „Dunst entfernen“-Regler auf +100

Teilweise kann es auch noch helfen, das Bild auf „Schwarz-Weiß“ zu stellen und den Kontrast zu erhöhen.

Im Schnelltest fotografierst du mit maximal geschlossener Blende den blauen Himmel und drehst „Dunst entfernen“ in Lightroom auf +100.

Von Vorteil ist ein strahlend blauer Himmel. Hier erkennt man die Flecken am besten. Mit Wolken wird es schon schwieriger. Statt dem Himmel kannst du auch ein weißes Blatt Papier formatfüllend fotografieren. Dabei aber dann einfach auf unendlich fokussieren.

Nun sind alle Verunreinigungen als dunkle Flecken sichtbar.

Schlussfolgerung: Diese Flecken werden als immer dann sichtbar, wenn man eben gerade nicht das Porträt auf F2.0 fotografiert. Sondern ein Produkt oder Landschaft auf F13. Und dann geht das große Stempeln los (ich spreche aus Erfahrung).

Noch schlimmer wird es bei Videoaufnahmen. Hier wird es mit dem Stempeln schwierig bis unmöglich.

2. Sensorreinigung via Kameramenü

Nachdem du immer noch weiter liest, ist wohl auch dein Sensor nicht mehr ganz lupenrein.

Der nächste Schritt führt ins Kameramenü zum Reinigungsmodus. Bei der Sony A7III und anderen Kameras mit stabilisiertem Bildsensor wird dieser dadurch erst einmal durchgeschüttelt. Das ist der Versuch der Kamera, sich selbst vom Dreck zu befreien.

Doch das ist meist auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Viel wichtiger ist bei Kameras mit IBIS allerdings Folgendes:

Nach dem Schütteln wird der freigelagerte Sensor elektronisch fixiert. Das solltest du bei stabilisierten Sensoren also unbedingt aktivieren (wie auch immer der Menüpunkt bei deiner Kamera heißt).

Anschließend muss die Kamera eingeschaltet bleiben. Ansonsten wird der Sensor gleich bei der Reinigung immer hin- und herwackeln.

Wenn deine Kamera keinen beweglichen Sensor hat, dann kann die Kamera auch ausgeschalten bleiben.

3. Sensor reinigen mit dem Blasebalg

In der nächsten Stufe kannst du den Sensor durch Luft reinigen. Dafür nutze ich einen günstigen Blasebalg von Hama*. Achte darauf, dass die Plastikspitze auch wirklich fest angebracht ist, da diese sonst zum Geschoss werden kann.

Luxusversionen von solchen Pustern besitzen auch einen eingebauten Staubfilter, um nicht noch mehr Staub auf den Sensor zu pusten. So z.B. der Rollei Tornado Blasebalg*.

Halte die Kamera mit dem Sensor nach unten und puste von unten hinein. So kann der Staub herausfallen. Zwischendrin kann man wie gesagt auch mit der LED den Fortschritt überprüfen. Falls es denn einen gibt.

Meistens ist es nämlich nötig, noch einen Schritt weiter zu gehen. Bis hierher ist alles noch sicher und theoretisch ohne Gefahr vom Hersteller aus selbst durchführbar. Doch das ändert sich mit dem nächsten Schritt.

4. Kamera Sensor reinigen mit Nass-Reinigungsset

Okay – Nassreinigung klingt im Zusammenhang mit elektronischen Geräten immer etwas gefährlich. Es handelt sich aber im Endeffekt nur um 3 Tropfen auf einem überdimensionierten Wattestäbchen. Für die Entfernung von Flecken, die es bis hierher überlebt haben, hilft oft aber nichts anderes.

Sensorreinigung mit entsprechendem Kamera Reinigungsset
Sensorreinigung leicht gemacht mit Nass-Reinigungsset

Leg dir also zunächst ein Reinigungskit zu:

Hiermit erhältst du einzelne luftdicht verpackte „Sensorwischer“ – auch Swabs genannt. Dazu etwas Reiningungsflüssigkeit.

Jeder Swab ist nur für einmal hin und einmal her wischen gedacht. Danach kommt er in den Müll. Daher hält so ein Kit nicht für unendlich viele Sensor Reinigungen.

Bist du schon im Newsletter dabei?

Erhalte wie bereits über 5000 Fotografen regelmäßig die besten Blog Beiträge in dein Postfach. Einfach und unverbindlich. Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.


So gehst du vor:

  • Begib dich in einen staubfreien Innenraum
  • Hol einen Swab aus der Packung
  • Gib vorne auf die Kante mit dem Stoff 2-3 Tropfen der Reinigungsflüssigkeit drauf (je nach Sensorgröße)
  • Setze den Swab ca. im 60° Winkel am linken Rand des Sensors an
  • Ziehe ihn einmal über den Sensor nach rechts
  • Anschließend änderst du die Richtung mit dem Winkel entgegengesetzt
  • Ziehe nun die andere Seite des Swabs über den Sensor nach links
  • Optional mit einem zweiten, trockenen Swab nachwischen
  • Überprüfe den Erfolg durch ein weiteres Testfoto wie im 1. Schritt
  • Wiederhole die Nassreinigung, falls noch Verschmutzungen sichtbar sind

Fertig! Dieser benutzte Swab sollte kein zweites mal verwendet und direkt entsorgt werden. Vorher kannst du dir auch noch bei Bedarf Handschuhe für die Reinigung anziehen.

Achte darauf, nicht zu viel Druck auf den Sensor auszuüben. Und gehe sicher, dass stabilisierte Sensoren wie oben beschrieben elektronisch festgestellt sind.

Bei der Flüssigkeit solltest du nicht zu viel verwenden, da man sonst Schlieren über den Sensor ziehen könnte. Teilweise empfiehlt es sich, vor anbringen des Deckels / Objektivs kurz zu warten, bis die Flüssigkeit „verdunstet“.

Hinweis: Das hier war MEIN Vorgehen. Es kann sein, dass in der Anleitung der Swabs andere Vorgehensweisen beschrieben werden. Nach dieser Anleitung werden oft aber immer bis zu 3 Swabs pro Reinigung eingeplant.

5. Alternative Trockenreiningung

Alternativ zur Nassreinigung gibt es auch noch Trockenreiningungskits. So z.B. dieses Set von Matin*.

Hierbei handelt es sich um ein klebriges Material am Stil, mit dem man den Staub dann vom Sensor auftupft. Und anschließend auf der Abladematte entsorgt.

Diese Methode habe ich selbst allerdings noch nicht probiert. Glaubt man den Bewertungen von den verschiedenen Lösungen, hat jedes Vor- und Nachteile. Manche klagen mal über Schlieren von der Nassreinigung. Andere über Flecken vom Trockenreinigungsset.

Da ich es nicht selbst probiert habe, will ich zur Trockenreinigung nichts weiter sagen. Es mag aber Fälle und Personen geben, für die das Trockenreinigungskit die bessere Methode sein könnte.

6. Die restliche Kamera reinigen

Auch am Kameragehäuse an sich sammelt sich vor allem zwischen den Wahlrädern immer einiges an Staub. Es ist wichtig, den Staub hier regelmäßig zu entfernen, bevor etwas ins innere gelangen kann. Gerade z.B. auch der Fokusring vom Objektiv sollte sauber gehalten werden.

Kurzer Hinweis in eigener Sache: Nützliche Blog Beiträge wie dieser leben nur mit etwas Werbung. Mit meinen Lightroom Presets verbesserst du also nicht nur deine Nachbearbeitung, sondern unterstützt gleichzeitig den Blog:

Dafür nutze ich auch den oben erwähnten Blasebalg. Oft klebt der Staub allerdings etwas fest, so dass das Pusten keine Wirkung zeigt.

Abhilfe schafft hier ein Reinigungspinsel wie dieser von VSGO*. Dieses Modell ist dazu sehr klein und tragbar. Dazu lassen sich die Borsten ein- und ausfahren. Perfekt, um ihn einfach immer im Rucksack dabei zu haben.

Mit diesem geht man nun ganz leicht und schnell über die Oberfläche der Kamera und entfernt den Staub im Wechselspiel mit dem Blasebalg.

Mit dem Pinsel lassen sich auch gut die widerspenstigen Staubkörner am Gummi der Suchermuschel entfernen.

Am Ende nehme ich oft auch noch ein leicht angefeuchtetes Tuch und gehe über den Griff.

Beim Display entferne ich auch zunächst die Staubkörner, bevor ich dann mit einem Mikrofasertuch wie diesem von Hama* die Fingerabdrücke abwische.

7. Objektiv reinigen

Um die Linse vom Objektiv zu reinigen gehe ich ähnlich vor wie beim Kameradisplay. Gehe sicher, dass zuerst Staub- und Dreckkörner mit dem Blasebalg entfernt werden. Erst dann kann mit dem Mikrofasertuch gewischt werden. Ansonsten kann die wertvolle Linse zerkratzen.

Meine Devise bei den Objektiven ist hier, dass ich möglichst überhaupt keinen Dreck auf das Frontelement bringen möchte. Daher verwende ich immer ab Beginn einen UV-Filter wie diesen von Hoya*. Im Endeffekt reinige ich dann auch immer nur diesen, wodurch ich mir keine Sorgen wegen Kratzern mache.

Achtung: Einige Hersteller raten davon ab, das Objektiv anzuhauchen und anschließend zu wischen. Das kann wohl der Vergütung mancher Linsen schaden. Hin und wieder mache ich das aber trotzdem.

Objektiv reinigen mit Blasebalg und Mikrofasertuch
Ähnlich wie bei der Brille ist es auch beim Objektiv: Erst Staub wegpusten, dann mit dem Mikrofasertuch abwischen.

Beim restlichen Gehäuse vom Objektiv gehe ich vor, wie beim Kameragehäuse: Staub wegpusten und abpinseln.

Fazit: Kamera und Sensor reinigen

Ich selbst frage mich, wieso ich das Thema so lange vor mir hergeschoben habe. Denn über die Jahre hat sich auf dem Sensor doch einiges angesammelt.

Kamera Sensor reinigen

Im Normalen Porträt-Alltag auf offenen Blenden mag es kein Problem sein. Doch wenn man dann eines Tages mal abblendet, erlebt man sein staubiges Wunder.

Am Ende muss es jeder selbst wissen, ob man sich das zutraut. Daher noch einmal: Ich übernehme keine Haftung für mögliche Schäden durch meine Vorgehensweise.

Ich selbst empfand den Prozess als relativ einfach. Hier noch ein Video das zeigt, wie resistent Sensoren bzw. deren Scheiben mittlerweile sind:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Wie auch beim Objektiv sollte die oberste Devise also auch die Prävention sein. Ausrüstung erst gar nicht verdrecken zu lassen, ist oft die beste Reinigung. Das heißt nicht, dass die Kamera am besten im Schrank bleiben sollte. Eher schütze ich Objektive eben mit UV-Filtern. Und halte auch die Reiningungsabstände klein, so dass nichts ins innere vordringen kann.

Objektive solltest du nur in staubfreien und trockenen Umgebungen wechseln. Halte beim Wechseln die Kamera mit dem Sensor nach unten geneigt. Schalte die Kamera vor dem Wechsel aus, da der Sensor den Staub sonst statisch anziehen kann. Lass die Kamera immer nur Sekunden ohne Schutzdeckel oder Objektiv. Dazu sauge ich auch den Kamerarucksack regelmäßig aus.

Letzten Endes ist die Verunreinigung des Sensors ein Problem von Kameras mit Wechselobjektiven. Durch das ständige Wechseln gelangt unvermeidbar immer wieder etwas Staub ins innere. Gerade eben bei spiegellosen Kameras, da der Sensor hier im Gegensatz zur DSLR komplett offen liegt.

Die Hersteller wie Canon helfen hier mittlerweile damit nach, dass beim Ausschalten der spiegellosen Kamera der Verschlussvorhang als Schutz herunterfährt. Ins Sony System kam diese Funktion nun auch im neuen A9II Update dazu. Vielleicht dann bald auch für weitere Modelle.

Ich selbst bin mit dem VSGO Reiningungskit auf Anhieb gut zurecht gekommen, so dass ich mir nun auch noch ein paar APS-C Swabs ohne erneute Flüssigkeit für die Fujifilm bestellt habe. Zusammen mit Pinsel, Blasebalg und Mikrofasertuch ist man bereits gut gerüstet, um seine wertvolle Ausrüstung sauber zu halten.

Achte auf die entscheidenden Stellen im Sucher und mach sofort bessere Porträts.

Im kostenlosen 7 Tage Porträt-Email-Kurs schärfst du dein Auge für stimmige Outdoor-Porträts. Du erhältst täglich 2-3 Kniffe in Form von einfachen Vorher-Nachher Fotos. Trage dich jetzt in den Newsletter ein und du erhältst den Kurs zusammen mit weiteren nützlichen Tricks und Angeboten zur Portraitfotografie.

Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.


Markus Thoma

Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

7 Gedanken zu „Sensor, Objektiv & Kamera reinigen: 7 Schritte DIY Reinigung mit Reinigungsset“

  1. Hi Markus,

    Danke erstmal für die Blog’s, folge seit ich mal die Altglas Tests las.
    Habe eine Lumix G81 und mit der Nassreinigung war es nicht so einfach.
    Inzwischen habe ich meinen Sensor Lupenrein, aber ich habe ein komplettes set verbraten.
    Jetzt mache ich jeden Tag mit dem Blasebalg (mit Filter) nachdem ich die Kamera benutzt habe mal schnell ein durchblasen und entweder das Kit Objektiv, oder den Deckel drauf.
    Bei strahlend blauem Himmel habe ich tatsächlich noch Rückstände gefunden die ich vorher bei meinem ersten Durchlauf nicht sehen konnte.
    Danke für die Tips
    Dirk

    Antworten
    • Hi Markus, ich nochmal,

      Ich habe mir eine neue Kamera gehlot, eine A7 II, mit Kit Objektiv, und habe noch 2 Objektive gekauft die ich wechsel.
      Die Kamera ist nun 2 Wochen alt, und als ich gestern Fotografierte, bekam ich am Himmel Flecken, also machte ich heute den Test bei strahlend blauem Himmel. Ich war etwas verwundert, denn bisher hatte ich nur 2 Objektivwechsel hinter mir, und ich muss sagen das Display war extrem verstaubt. Ich denke nicht daß dies von mir kam, Kamera immer aus, immer darauf geachtet daß sie nicht lange offen war, immer nur zuhause gewechselt, der Staub war aber fast intensiver als bei meiner G81 nach über einem Jahr. Ich glaube die war von Werk aus schon verstaubt, sicher bin ich natürlich nicht. Ich gebe den Rat man sollte mal den Test mit einer neuen Kamera ohne irgendwas vorher gemacht zu haben, damit man sieht ob man es selber war oder von Werk aus, Da sie zwar mit Deckel geschützt ist sonst aber nichts.
      Sicher bin ich d wohl nicht, aber die Verschmutzung nach 2 Wochen war zu viel, für mich ungewöhnlich viel.
      5 Durchläufe mit Nassreinigung bis ich sie sauber hatte, Das fand ich schon viel:
      Soviel zu meiner Neukamera Erfahrung.
      Gute Fotos an alle
      Dirk

      Antworten
  2. Hallo Markus,

    sorry, war im Urlaub, daher jetzt erst meine Antwort.
    Unter folgendem Link findest Du genau das Model welches ich mir gekauft habe.
    Sieht im ersten Moment teuer aus, lohnt sich aber über die Jahre da ja quasi kein Verschleiß, und wie gesagt er reduziert die Anzahl Nassreinigungen und damit das Risiko sich da etwas zu versauen, verschmieren. Er befindet sich in einer Kunststoff-Röhre mit Kappe, so das er keinen Schaden nimmt oder Staub dran kommt. Ich nehme diese APS-C Größe auch für den Vollformat Sensor, das geht ohne Probleme, man kann mehrfach versetzt über den Sensor streichen.

    Viele Grüße
    Joachim

    https://www.kamera-express.de/produkt/12283278//?channable=e81467.MTIyODMyNzg&gclid=EAIaIQobChMI-uztqpft6gIVn4BQBh3U7AzCEAQYAiABEgINQ_D_BwE

    Antworten
  3. Ich hatte am Sensor auch Nass- und Trockenreinigung versucht und bin mit beiden Methoden gescheitert. Dh. nach der „Reinigung“ waren mehr Staubkörner sichtbar als davor. Nur eben anders verteilt. (Blende 22 unscharf blauen Himmel fotografieren und den Kontrast hochregeln).

    Erfolg habe ich mit „Diskofilm“ (Google!). Das ist ein Zeug, mit dem früher LPs gesäubert werden konnten – flüssige Konsistenz etwa wie Alleskleber, klebt aber im trockenen Zustand nicht wie dieser:
    Man benetzt den gesamten Sensor bis knapp vor die Kanten mit einer gleichmäßigen Schicht (sehr feiner Pinsel) und lässt es etwas antrocknen. Dann an einer Ecke ein fusselfreies Streifchen Stoff* mit anbappen und warten bis das alles gut(!) getrocknet ist (1-2 Stunden). Die Kamera sollte dabei offen, aber staubvermeidend abgedeckt sein oder auf dem Gesicht liegen. Am Ende wird der angetrocknete Film mit Hilfe einer Pinzette am Stoffstreifchen abgezogen. Dabei nimmt er allen Staub mit. Wer den Fehler macht, zu früh abzuziehen, der behält Flecken auf dem Sensor zurück. Das ist kein Problem, denn man muss die ganze Prozedur nur noch einmal mit mehr Geduld wiederholen, um diese Reste wieder zu entfernen.
    Vermeiden sollte man, dass das Fluid an der Seite an die Sensorfassung gerät oder gar zwischen Sensor und Fassung läuft.
    Pinsel mit warmem Wasser reinigen.
    * ich weiche den Stoff etwas mit dem Fluid ein – dann fusselt nichts mehr. Ursprünglich wird ein Papierstreifen empfohlen, der ist mir aber ein paar Mal abgerissen.

    Antworten
    • Servus Andreas,

      klingt nach einer unkonventionellen Methode. Dass Rückstände bleiben bei zu früh abziehen und die Kamera 1-2 Stunden offen lassen erzeugt bei mir ein mulmiges Gefühl :-D

      Viele Grüße,
      Markus

      Antworten
  4. Als Zwischenschritt zwischen Ausblasen mit Balg und Nass-Reinigung lohnt sich erfahrungsgemäß die Reinigung mit einem Anti-Dust-Brush. Dieser wird statisch aufgeladen durch starkes Anblasen mittels Blasebalg und anschließendem vorsichtigem Abwischen des Sensors. Hat bei mir bei der Spiegelreflex (dSLR) in allen Fällen bisher zu einem saubereren Sensor geholfen, allerdings hatte ich bisher das Glück das ich nie klebrige Flecken hatte. Bei der spiegellosen, die deutlich anfälliger bezüglich Staub ist als die dSLR, hilft es auch die Nassreinigungen deutlich zu reduzieren.

    Antworten
    • Hallo Joachim,

      danke für dein Feedback. Leider finde ich zum genannten Anti-Dust-Brush nichts außer einen Staubsauger Aufsatz. Gibt es eine genaue Modellbezeichnung + Hersteller?

      Viele Grüße,
      Markus

      Antworten

Schreibe einen Kommentar