Das „Problem“ individueller Fotoshootings und wie du es lösen kannst

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Die Art, wie Fotoshootings angeboten werden, verändert sich. Als ich klein war, war es üblich einfach zum nächsten Fotostudio in der Stadt zu gehen. So kannte man es eben. Die Shootings fanden dann vor Leinwand statt (von der man sich immerhin die Farbe aussuchen konnte) und dauerten maximal eine halbe Stunde. Vor Ort war das Licht meist schon eingestellt, so dass sofort losgelegt werden konnte. Der Preis belief sich oft nicht einmal auf 50€ (oder damals noch Mark).

Selbst wenn man keine Pass- oder Bewerbungsfotos wollte, erhielt man das Endergebnis – ein paar Fotos, die doch sehr nüchtern und clean aussahen. Hauptsache brav gelächelt. Und auch wenn probiert wurde, es irgendwie „wild“ oder „sexy“ aussehen zu lassen, holt einen das standardmäßig gesetzte Licht und der triste Hintergrund schnell zurück in die Realität.

Nicht dass wir uns falsch verstehen: Ich habe rein gar nichts gegen irgendwelche Fotostudios. Nur die Fotos sehen bei klassischeren Einrichtungen oft doch etwas ähnlich aus.

Ich glaube, das gibt den Leuten einfach ein gutes Gefühl, wenn ein Foto perfekt ausgeleuchtet ist. Man bekommt den Eindruck, das Geld richtig investiert zu haben. Alles super rein, keine Ecken und Kanten. Auch wenn dadurch weniger ausgefallene Fotoideen, Locations oder anderen Besonderheiten vorkommen. Im Laufe der Zeit wurde auch begonnen, die Haut etwas nachzubearbeiten. Das passierte dann meist innerhalb von Minuten direkt nach dem Shooting. Sie wurde schnell etwas glatt gestempelt. Wer braucht schon Hautporen?

Aber was will man machen: Wenn das Budget knapp bemessen ist (was die Kunden hier oft erwarten), muss es zügig gehen. Und allgemein: Wer will schon länger als fünf Minuten auf Fotos warten? Niemand. Also muss es schnell und günstig sein. Der Preis bemaß sich an der Anzahl der Fotos, die man dann am Ende immerhin auf schönem Papier gedruckt in der Hand hielt.

Welche Shootings bei mir angefragt wurden

Im Jahr 2010 kam ich dann auch selbst mit der Fotografie in Berührung. Nach ca. 1-2 Jahren traute ich mich langsam an Menschen heran. Daraufhin gingen dann um 2012 herum die ersten Anfragen für Porträt Fotoshootings ein. Die Leute, die mich damals anschrieben, wollten alle das selbe:

Etwas anderes.

Sie wollten nicht den Standard. Sie wollten „etwas anderes“. Man könnte wohl sagen „etwas besonderes“. Etwas individuelles, neues. Eben nicht zum fertig eingestellten Licht ins Fotostudio.

Sie wollten individuell auf sich angepasste Fotos. Nicht vor weißer Leinwand und perfekt ausgeleuchtet. Sondern am besten draußen, natürlich und stimmungsvoll. Von daher kam es mir auch lange Zeit nicht in den Sinn, überhaupt ein Studio einzurichten. Stattdessen habe ich meine Ausrüstung nach und nach gekauft und stets auf Mobilität geachtet.

Zugegeben: In der kalten Jahreszeit hat ein Studio doch seine Vorzüge. Wenn man nicht gerade ein Wintershooting durchziehen will, kann man aber z.B. auf Homeshootings ausweichen. Gegen ein Studio an sich ist langfristig nichts zu sagen, nur sollte man sich bemühen, so viel wie möglich herauszuholen.

Viele kamen sogar mit einer konkreten Vorstellung zu mir, wie es am Ende circa aussehen sollte. Wenn nicht, hat man sich mehr oder weniger zusammen etwas ausgedacht. Anschließend einen interessanten Ort gesucht und fotografiert.

Wie wird der Fotograf heute ausgewählt?

Heute ist die ganze Sache ähnlich. Die Leute schreiben mich meistens mit dem Satz an, dass ihnen mein Stil gut gefällt. Gut, es wird also nicht mehr einfach zum nächsten Fotostudio gegangen. Stattdessen wird ein Fotograf gesucht, bei dem der Stil wirklich zusagt. Das Internet und Social Media machen die ganze Sache noch einfacher.

Man kann sich durch massenhaft Fotografen aus der Region klicken, um dann den herauszusuchen, von dem man die Fotos am besten findet.

Hat man einen Fotografen gefunden, bei dem die Fotos gut aussehen und der Stil gefällt, stößt man oft auf ein Problem: den Preis. Dieser wird oft leider ohne genauer darüber nachzudenken erst einmal als zu teuer eingestuft.

„Früher war das doch auch nicht so teuer.“

„Fotograf XY macht das viel günstiger.“

Es wird sich nach dem nächsten Fotografen umgeschaut.

Das neue Bewusstsein für den Wert der solcher Shootings prägt sich gerade erst aus. Manchmal zeigen Portfolios dem Kunden auch nicht deutlich genug, was sie überhaupt mit welcher Qualität erwartet. Wieso sollte man den Preis dann überhaupt bezahlen. So wird sich dann doch oft für den günstigeren Fotografen entschieden, der womöglich noch nicht so lange im Geschäft ist (und dadurch manchmal entsprechend günstigere Preise hat).

Der Preis als Auswahlkriterium?

Sollte man das als Kunde nicht vielleicht sogar als kritisch hinnehmen? Wieso verlangt dieser Fotograf für 27 Fotos nur 45€, wohingegen man beim Konkurrenten für 6 Fotos 180€ bezahlt? (Eigentlich will man ja eh am liebsten alle Fotos haben, auch die Unbearbeiteten. Auch die, wo man die Augen zu hat. Und natürlich auch die Unscharfen.)

Natürlich fängt jeder einmal klein an. Und das auch mit den Preisen. Wenn man noch nicht lange im Geschäft ist und die ersten Anfragen bekommt, verlangt man noch nicht viel. Man ist einfach froh, dass Leute von sich aus auf einen zugehen und Fotos wollen.

Über Preise wusste auch ich damals überhaupt nichts. Ich war froh, die Kamera überhaupt halten zu können.

Ein Nachteil an solchen vergleichsweise günstigen Preisen: Es kommen eben verstärkt die Kunden, die in erster Linie ein Schnäppchen machen wollen.

Der Preis kann unter Umständen ein erstes Indiz sein, dass irgendetwas nicht stimmt. Wieso den Fotografen für 1200€ für die Hochzeit buchen, wenn es auch der andere für 350€ knippst? Oder gar der Bekannte für lau.

(Ein beliebter Trick ist, zufällig einen flüchtig bekannten Fotografen zur Hochzeit einzuladen und ihn zu bitten, die Kamera mitzubringen. Meistens eine Situation, von der niemand etwas hat: Weder kann der Hochzeitsgast die Feier wirklich genießen, noch können die Fotos das Gelbe vom Ei werden. Trotzdem müssen diese dann ein Leben lang angeschaut werden.)

Selbst wenn die Leute aber schon in Hinsicht auf das Endergebnis und die Art des Shootings eine neue Vorstellung haben: Beim Preis hat sich dieses Bewusstsein oft noch nicht ganz gefestigt. Die Fotos sollen zwar aufwändig und kreativ fotografiert werden, das gewisse Etwas haben und professionell retuschiert sein. Mehr als ’nen Fuffi darf’s am Ende aber nicht kosten. Mehr kostet es ja beim „normalen“ oder „anderen“ Fotografen auch nicht.

Das neue Konzept der Fotoshootings

Im Vergleich zum klassischen Fotostudio von damals haben sich die Fotoshootings gewandelt. Sie sind exklusiver geworden. Und das macht sich auch beim Preis bemerkbar. Hier sitzt kein Mensch in einem Studio, der mit fertig aufgestelltem Licht auf Laufkundschaft wartet. Hier handelt es sich um eine Person, die sich auf Anfrage hin extra Zeit nimmt. Die sich ab der Buchung regelmäßig vorm schlafen gehen den Kopf zerbricht, wo und wie sie jemanden fotografiert. Meistens sind diese Gedanken bis kurz vor dem Shooting präsent.

Welcher Typ ist mein Kunde? Wie positioniere ich ihn? Wo wird geshootet? Wie wird das Wetter? Wird es ein klarer Sonnenuntergang? Wo kann man gegebenfalls ausweichen?

Zusammen mit dem Kunden trifft sich der Fotograf vor Ort. Auch er hat keine übernatürlichen Fähigkeiten, sondern muss wie jeder andere auch mit dem Auto fahren. Von der Fahrtzeit oft ganz zu schweigen.

In einem Studio steht meistens alles auf Stativen oder hängt sogar an einem Schienensystem von der Decke. Im Wald habe ich so etwas bisher noch nicht gefunden. Und die normalen Stative vertragen sich oft garnicht mit dem Wind. Sprich: Ein Assistent muss her. Bei vielen Fotografen ist im Paket sogar noch ein Make-up Artist enthalten. Auch diese Leute machen das nicht umsonst. Selbst wenn das mobile Equipment etwas weniger aussieht als im Studio: Keine Sorge, es war trotzdem teuer genug.

Nach circa 1 – 2 Stunden ist es dann vollbracht. Im Idealfall sind alle Ideen und Gedanken, über die man vorher gegrübelt hat in die Tat umgesetzt worden. Das Shooting ist beendet.

Die restliche Abwicklung des Shootings

Nun geht es nach Hause an den Rechner, wo man das umsetzt, was man sich jahrelang in Tutorials beigebracht hat: Eine professionelle Nachbearbeitung. Und die ist nicht in zwei Minuten gemacht, während der Kunde daneben steht und wartet. Nein. Die dauert länger. Ich kann es gut nachvollziehen, wenn es manchmal den Leuten wie eine Ewigkeit vorkommt und dies dann auch jeden Tag Kund tun. Doch bemüht man sich, es so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen und die Wartezeit so kurz wie möglich zu halten.

Der Kunde bekommt dann die Fotos digital und kann selbst frei entscheiden, wie viele und wie groß er die Fotos ausdruckt. Ich selbst stelle die Fotos standardmäßig auch in Webauflösung zur Verfügung, dass es einfacher wird sie auf verschiedenen Plattformen zu zeigen.

Wer viele Abzüge von den Fotos haben will, kommt hier im Vergleich zum herkömmlichen Fotostudio oft sogar günstiger weg. Denn hier werden die digitalen Dateien oft einbehalten und man zahlt pro Abzug.

Wie man sieht: Die Konzepte vom schnellen Shooting im klassischen Fotostudio und dem individuellen Outdoor Shooting gehen weit auseinander.

Aber auch wenn der Fotograf anfangs wegen seinem besonderen Stil gelobt und angefragt wird: Oft geht dann auch ein anderer Stil, sollte dieser zu preisintensiv sein. So toll war er nun auch wieder nicht.

Am Ende gibt es dennoch viele Menschen, denen ein Shooting jeden Cent wert ist. Sie buchen den Fotografen für seinen Stil, seine Ideen, seine Umsetzung, sein Engagement und die Nachbearbeitung. Auch wenn es ein paar Euro mehr als bei der Konkurrenz kostet: Das einfache Fotoshooting wird zu einem Erlebnis.

So ziehst du Kunden an, die deine Arbeit zu schätzen wissen

Für die individuellen Outdoor Fotoshootings sucht man als Fotograf also Leute, die das, was man tut zu schätzen wissen. Und für diese Qualität bereit sind, einen fairen Preis zu bezahlen. Doch wie kommt man nun zu dieser Zielgruppe? Zum Schluss will ich hier noch ein paar Tipps mitgeben:

Das Portfolio

Das Portfolio ist das Aushängeschild für jeden Fotografen. Meistens findet man es auf der Website, oft werden Arbeiten aber ebenfalls auf Social Media gezeigt. Hier sollte man auf drei Punkte besonders achten:

  1. Aktualität: Halte das Portfolio auf den neuesten Stand. Ich selbst lade nach jedem 2. – 3. Shooting die neuen Fotos sofort hoch.
  2. Qualität statt Quantität: Immer neue Sachen hochzuladen bedeutet nicht, dass man am Ende Hunderte Fotos im Portfolio haben sollte. Sortiere veraltete Fotos aus. Oder zumindest die, die nicht mehr deinem aktuellen Qualitätsanspruch entsprechen. (Das ist übrigens auch ein guter Tipp für Instagram: Die Folge-Rate erhöht sich, wenn die Galerie wirklich nur die Top-Arbeiten zeigt.)
  3. Das zeigen, was der Kunde von dir bekommen kann: Erst auf Nachfrage zu sagen, das man auch dies und jenes anbietet, hat einfach nicht so viel Kraft. Besser ist es, wenn dein Portfolio von Anfang an das zeigt, was dein Kunde bei dir bekommen kann. Z.b. Porträts, Hochzeitsfotos, Business Porträt oder eben das, was du am besten kannst. Es wird jedoch irgendwann unglaubhaft, wenn du aus 15 verschiedenen Genres Fotos zeigst. So wie man vom Hausarzt zu den jeweiligen Spezialisten geschickt wird, kann man so seine Spezialisierung zeigen. Fokussiere dich auf das wichtigste!

Deine Preise

Stehe dahinter, was du verlangst! Du hast es schließlich für dich festgelegt, niemand sonst. Da bringt es nichts, probieren die Konkurrenz zu unterbieten. Die Kunden, die dich und deine Arbeit wertschätzen, werden den Preis bezahlen. Die anderen eben nicht. Das funktioniert wie eine Art Filter. Sei dir deinem Wert bewusst und du wirst auf Dauer die richtigen Leute anziehen.

Fazit

Auch wenn die Kunden allmählich ein neues Gespür dafür entwickeln, was sie am Ende wollen und was ein Shooting wert ist: Mach es den Leuten mit einem guten Portfolio leicht zu erkennen, was sie am Ende überhaupt bekommen. Mittlerweile wird nicht mehr nur zum nächstbesten Fotograf in der Stadt gegangen. Ich bekomme es häufig mit, dass sogar weitere Anfahrtswege in Kauf genommen werden.

Oft können Kunden davon profitieren, die fertigen Fotos digital zu erhalten. Es wird oft nicht mehr nach einzelnen Abzügen berechnet. In den Paketen kann meistens die Anzahl der fertig bearbeiteten Fotos am Ende aufgestockt werden.

Sei kreativ, wenn du deine Shooting-Pakete als Angebot zusammenstellst! Man muss nicht immer alle Details genauso wie die Konkurrenz anbieten. Es gibt immer Spielraum, z.B. wann und in welcher Form die Leute die Fotos erhalten. Das geht von der Holzbox bis zum schnellen digitalen Download. Es muss auch zur Branche passen. So kannst du Stück für Stück einen individuellen Rahmen festlegen, wie bei dir die Shootings ablaufen und was sie kosten.

Der Beitrag ging einmal in eine völlig andere Richtung als die Bisherigen. Ich denke, du wirst die ein oder andere Situationen kennen und dich hier wiederfinden. Wenn ja, dann teile den Beitrag und kommentiere für etwas Feedback!

Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

5 Gedanken zu „Das „Problem“ individueller Fotoshootings und wie du es lösen kannst“

  1. Hallo Markus,
    wie immer ein richtig guter Blogpost! Ich stimme dir vollkommen zu.
    Es ist gar nicht so einfach mit den Preisen und den Kunden. Aber man sollte auf jeden Fall immer hinter seinem Preis stehen und wissen warum das Shooting so viel wert ist.

    Gruß,
    Luisa

    Antworten
  2. Was für ein Quatsch, Portraitoutdoorfotografie wurde nicht 2010 von dir erfunden, und wieso sollte ein Fotograf der sein Hobby zum Beruf gemacht hat plötzlich einen Stundenlohn von 200 Euro und mehr haben? Lächerlich. Jajaja eure Ausrüstung war teuer, leider sagt die aber nix über die Qualität der Bilder aus. Mir ist ein Shooting mit Freunden 1000mal lieber als dieses steife „Profi“gehabe mit am Ende unsinnigen aber „modernen“ kalten gestellten Ergebnissen. Wer mehr als 40 € + Aufwandsentschädigung pro Stunde nimmt ohne je einen Fotoberuf erlernt zu haben lebt ausschliesslich dank der Dummheit seiner Kunden

    Antworten
    • Hi Tilo,

      ich behaupte nicht, dass ich irgendetwas erfunden habe. Ich kann nur aus meiner Sicht schreiben, mit welchen Anliegen die Leute damals zu mir kamen und wie ich überhaupt dazu kam. Wenn jemand vom Hobby den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, ist es die logische Konsequenz, dass auch die Preise erhöht werden müssen. Im privaten Bereich kommt brutto auch noch die Steuer dazu, die der Endkunde am Ende obendrauf noch zahlen muss. Oder eben du, wenn du zu wenig kalkulierst. Zusätzlich dann noch die Standards wie Sozialversicherungen, Krankenkasse etc. 200€ sind übertrieben, aber mit >40€/h bleibt am Ende nicht viel übrig und du kannst es weiter als Hobby betreiben. Es kommt hier eben auch auf das Preismodell an. Klar kann man die Stunden an sich auch günstiger abrechnen und dann z.B. pro fertiges Foto verlangen.

      Du hast recht, der Preis der Ausrüstung sagt nichts über das aus, was am Ende herauskommt. Trotzdem geht es gerade rein um den wirtschaftlichen Aspekt, wo es völlig egal ist wie das Foto am Ende aussieht. Die bereits bezahlte Ausrüstung wird davon auch nicht billiger.

      Wenn du lieber Fotos mit deinen Freunden haben willst, ist das in Ordnung. Wie oben geschrieben wird der Fotograf gebucht, der persönlich gefällt. Es gibt auch viele Fotografen, die sich auf solche Shootings spezialisieren. Du kannst aber nicht verlangen, dass jeder ein Shooting mit Freunden will. Viele wollen eben auch mal eine andere Art von Fotos.

      Gerade im Bereich der Fotografie gibt es extrem viele Quereinsteiger. Von denen hat niemand den ursprünglichen Fotoberuf gelernt. Viele Wege führen heute auch im Medienbereich zum Ziel. Es braucht nicht mehr zwingend eine klassische Ausbildung, weil viele Informationen auch anderweitig vermittelt werden. Und gerade diese Leute, die von ihrer Passion und keiner Ausbildung angetrieben wurde, verdienen am Ende oft mit am besten. Das eine schließt das andere nicht aus. Seh dir doch die Größen einmal an. Ich glaube weniger, dass da jemand mit unter 40€ die Stunde heimgeht, so wie du es sagst.

      Das hat rein gar nichts damit zu tun, dass irgendjemand „dumm“ ist, sondern sich allgemein ein neues Qualitätsbewusstsein bzw. Standard entwickelt.

      Gruß,
      Markus

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  3. Hi Markus

    Find ich gut geschrieben und vorallem als Neuling passiert es immer wieder, dass wen man ein Angebot macht und der Kunde sagt es sei zu teuer man halt im Preis runter geht. Natürlich wirkt das nicht sehr vertrauenswürdig. „Wieso kann der jetzt das günstiger machen als er mir angeboten hatte?“ wird sich der Kunde fragen. Dann lieber noch paar Abzüge drauflegen oder so was statt den Preis zu senken.

    Grüsse aus der Schweiz
    Pascal

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    • Hi Pascal!
      Danke dir. Ja, es ist oft für beide Seiten ein besserer Kompromiss, etwas an Leistung oben drauf zu legen, als mit dem Preis herunterzugehen. So steht man trotzdem noch hinter seinem ursprünglichen Preis und kommt gleichzeitig doch etwas entgegen.
      Gruß,
      Markus

      Antworten

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