Shooting: Zasha – Tipps zum Umgang mit Model

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Bist du vor Shootings nervös? Du weißt nicht, was dich erwartet oder was am Ende herauskommt? Der richtige Umgang mit dem Model ist für ein gelungenes Porträt Shooting von höchster Bedeutung. Dazu gibt es heute ein paar Tipps aus der Praxis, unter anderem aus einem meiner letzten Shootings.

Anfang Februar führte ich ein Shooting mit Zasha durch. Er war mir nicht völlig fremd: Ich habe mich schon ein paar mal auf diversen Veranstaltungen mit ihm unterhalten. So fiel es nicht sehr schwer, sich auch für ein Shooting zusammenzutun.

Im folgenden will ich dir wieder meine Herangehensweise näher bringen. Fokus soll auch auf ein paar Gedanken liegen, wie du ohne Anspannung fotografieren, koordinieren und so zu besseren Bildern kommen kannst.

Der Umgang mit dem Model ist der Erfolgsgarant für gelungene Porträts.

Zasha selbst entdeckt gerade das Modeln für sich und stand bei mir mehr oder weniger das Zweite mal vor der Kamera – was man den Bildern aber überhaupt nicht anmerkt. Ich finde, er hat das auf Anhieb gut hinbekommen. Ich musste kaum Anweisungen geben und es hat einfach Spaß gemacht.

Wir waren sofort auf einer Wellenlänge.

Doch das muss nicht immer so sein. Oft trifft man zwangsläufig auf völlig neue Personen und Gesichter. Und jeder verhält sich anders, wenn er vor der Kamera steht. Es ist völlig normal, dass man hier manchmal erst ein bisschen angespannt ist – und das gilt nicht nur für den Fotografen. Ich habe auch schon mit einigen Models geshootet, die dann meinten sie waren anfangs doch etwas nervös. Sie wussten oft einfach nicht, was sie wohl erwarten würde. Das ist ganz normal wenn man mit neuen Leuten arbeitet und lässt sich leicht in den Griff bekommen.

Deshalb will ich ein paar Tipps für den Umgang bzw. das erste Aufeinandertreffen mit einem Model geben:

  • Auch wenn oft beide Parteien vorher angespannt sind: Erst einmal locker bleiben.
  • Bevor du überhaupt ans fotografieren denkst, nimm dir kurz Zeit zum Kennenlernen
  • Fang ein kleines Gespräch an (über Hobbies, Werdegang, Beruf, Fotografie Geschmack etc.)
  • Plaudert einfach etwas, wobei es nicht zwingend um den heutigen Plan geht
  • Nachdem ihr locker geworden seid, könnt ihr langsam über das Shooting reden
  • Beschreibe dein Vorhaben und zeige vielleicht auch Beispielfotos als Inspiration
  • Die gesamte Koordination fällt nun leichter
  • Genaue und direkte Kommunikation ist das A und O
  • Beschreibe deine Gedanken vor jeder Shootingsequenz
  • Sage genau, was dir jetzt besonders wichtig ist (Ausdruck, Posing, Stimmung)
  • Gib Feedback, egal ob das Foto spitze oder verbesserungswürdig ist

Früher habe ich oft den Fehler gemacht, am Ort angekommen direkt die Kamera zu schnappen und loszulegen. Das Ergebnis war, dass die Personen vor der Kamera auf den Fotos sehr verklemmt / angespannt waren und auch so rüberkamen. Und auch als Fotograf weiß man die Person einfach noch nicht einzuschätzen.

Allgemein hat sich so am Set keiner von beiden so wirklich wohlgefühlt.

Beide Parteien müssen sich erst einmal öffnen. Nur so kann man die Person ohne ihre Maske bzw. aufgesetztes Gesicht fotografieren. Heute bevorzuge ich die gerade beschriebene Variante. Fahrt einfach beide erst einmal runter, lernt euch durch ein kleines Gespräch zumindest kurz kennen. So kann man besser aufeinander eingehen und kann noch besser abklären, was am Ende überhaupt rauskommen soll und was man sich vorgestellt hat.

Nachdem quasi das erste Eis gebrochen war, will ich nun zum Shooting kommen. Es war ein sonniger Tag (für Februar eigentlich fast wie Sommer). Wir hatten also die Möglichkeit sowohl mit direktem harten Sonnenlicht zu arbeiten, als auch mit indirektem Licht im Schatten. Ich habe auch beide Möglichkeiten genutzt und experimentiert.

Der Look ging in Richtung Urban bzw. Street, was auch mit dem gewählten Outfit übereinstimmt. Eventuell legen wir in Zukunft noch einmal ein Shooting in der Natur nach. Hier würde ich darauf achten, zurückhaltendere Klamotten zu wählen. Beim Street-Shooting hingegen konnte es ruhig etwas „Fashion-mäßiger“ zugehen. Mir ist es immer wichtig, dass wirklich alles ineinander greift. Sowohl Outfit, Posing, Location und insgesamt die Stimmung auf einem Foto.

Mit dem Pullover mit wirklich großem Logo Aufdruck sind jedoch nur wenige Bilder entstanden. Ich finde so etwas immer sehr schwierig.

Große Brandings lenken meistens total von der Person ab.

Es soll in meiner Fotografie, sofern es kein Werbeauftrag ist, immer um die Person an sich gehen. Große auffällige Markenlogos lenken mir einfach zu sehr ab. Deshalb gibt es bei mir so etwas eher selten zu sehen.

Wie bereits angedeutet sollte auch das Posing sehr locker rüberkommen. Zasha hat das ganze auch sehr gut geschafft. Es sollte einfach ungestellt, direkt und spontan wirken. Im Zusammenhang mit diesem Shooting ist dann auch der Beitrag über natürliche Portrait Posing Tipps herausgekommen, den ich an dieser Stelle unbedingt empfehlen will. Hier findet ihr viele Tipps, die ich sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen für das Posing mitgebe.

Zur Wahl der Location hat auch wieder meine Technik beigetragen, mit der ich eine Fotografie Location in viele einzelne Spots unterteile. Falls dir regelmäßig die Orte ausgehen, kann ich dir diesen Artikel nur wärmstens empfehlen. Mit dieser konnte ich wieder ohne aufwändig von Ort zu Ort zu fahren aus nur einer einzigen Location mehrere Kulissen machen.

Das waren eigentlich auch soweit meine Gedanken zu diesem Shooting. Wenn ihr euch für die Bearbeitung und weitere Tipps interessiert, könnt ihr euch jetzt weiterführend auch noch das Shooting mit Janina und das Shooting mit Nathalie ansehen. Hier gibt es viele weitere Einblicke zum Making-Of eines Shootings. Ansonsten freue ich mich über dein Feedback in den Kommentaren!

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Markus Thoma

Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

2 Gedanken zu „Shooting: Zasha – Tipps zum Umgang mit Model“

  1. Du bekommst viel zu wenig Feedback in den Kommentaren ;) … deshalb übernehme ich das jetzt mal. Ich finde deine Beiträge sehr hilfreich und sie lesen sich recht einfach, auch wenn sie an manchen stellen noch ein wenig mehr auf das Wesentliche eingehen könnte. In diesem Beitrag fehlt mir ein wenig noch die direkte Kommunikation zum Posing. Das ist das, was vielen Blogs in dieser Richtung fehlt, auch wenn man sicher nicht immer das komplette Wissen weiter geben will. Nicht ohne dafür auch entlohnt zu werden.

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