Vorgestellt: Alex Haala

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Locker, spontan und dynamisch – dieses Gefühl vermitteln mir die Fotos von Alex Haala. Die Umgebung auf seinen Porträt Fotos sind Orte, die die meisten im Alltag wohl nur selten überhaupt als potentielle Shootinglocation wahrnehmen würden. Nichtsdestotrotz haucht er genau solchen Orten eine Dynamik ein, die vor allem durch das Posing der Models, aber auch dem Spiel mit Perspektive und Linien entsteht.

Oft nutzt er auf den Bildern eine vorhandene, entspannte Lichtstimmung. Diese Stimmung entsteht nicht selten durch eine tiefstehende Sonne, kombiniert mit Farblooks, die diesen warmen Effekt weiter unterstreichen.

Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Angefangen hat es 2011, als ich das erste mal mit einer Spiegelreflex Kamera (Nikon D80) fotografiert habe. Ich glaube ich war einfach überwältigt von dem Look, den man mit so einer Kamera erzeugen kann. Ende 2012 habe ich mir dann meine erste DSLR gekauft (Nikon D90 + Sigma 17-70). Mit der D90 habe ich dann angefangen, Autos von meinen Freunden zu fotografieren bis ich gemerkt habe, dass mich Menschen mehr reizen. Also beschloss ich 2013 langsam umzusteigen und mehr und mehr Porträts von Bekannten & Freunden zu machen. Ende 2013 war ich dann komplett der Portrait Fotografie verfallen.

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In welchem Bereich bist du hauptsächlich tätig und was reizt dich daran besonders?
Ich fotografiere fast ausschließlich im Lifestyle & Porträt Bereich. Fashion liegt mir irgendwie nicht, obwohl ich mir Editorial total gerne angucke. Ich glaube ich bin für sowas einfach zu verplant. Ich habe kein Team, keine Visa die mich auf Schritt und Tritt begleitet oder ein Studio.
Menschen im normalen Umfeld (naja nicht immer :-D) zu fotografieren finde ich halt am besten. Irgendwie ist es immer eine Überraschung, was dabei raus kommt. Ich plane nie wirklich viel bei meinen Shootings, weil die Bilder am Ende sowieso nie das werden, was ich mir vorgestellt habe. Das soll jetzt nicht negativ klingen. Es zeigt mir nur, dass kein Plan haben, für mich der bessere Plan ist. Vielleicht sollte ich diese Strategie noch mal überdenken ^^

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Wie findest du neue Inspiration und Motivation? Was treibt dich an?
Meine Inspiration finde ich derzeit bei Pinterest und Instagram. Klingt doof aber ist momentan wirklich so. Ich muss gestehen das ich ein Internet Junkie bin ..wirklich. Instagram hat einfach so viel Potenzial und man sieht da so viele gute Fotografen und Künstler. Meine Timeline ist ein Fluch und ein Segen zugleich. So viele gute Bilder die einen Inspirieren und im nächsten Moment einem wie ne Ohrfeige ins Gesicht klatschen, weil man plötzlich mega unzufrieden mit seinen eigenen Bildern ist. Motivation bekomme ich eigentlich nur über Freunde und Bekannte. Bei jedem Tief was ich habe, kommen ein paar nette Worte, die einen dann doch wieder motivieren weiter zu machen. Ich denke, das geht aber jedem Fotografen irgendwann so. Unzufriedenheit gehört halt dazu, motiviert einen aber auch irgendwie immer besser zu werden.

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Was ist dir direkt beim Fotografieren wichtig? (Umgang mit Models, Gedanken im Hinterkopf, Technik?)
Eigentlich die menschliche Beziehung. Ich finde ein Shooting wo die Chemie zwischen Model und Fotograf nicht stimmt, geht 100% in die Hose. Meistens gibt es vor jedem shooting erst mal ein 30min Smalltalk um sich kennen zu lernen. Das finde ich mega wichtig um gute Bilder hinzukriegen. Ich mag die Phase zwischen Smalltalk und dem Start des Shootings nicht wirklich, darum versucht ich das irgendwie beim reden zu vermischen. Warmup sozusagen. Die ersten Bilder werden sowieso meist nie was weil die Einstellungen nicht stimmen, das Model noch verkrampft ist oder man noch sehr im Smalltalk drin ist und nicht bei der Sache.
Was mir an der Technik am wichtigsten ist, mein 35mm Objektiv. Ich habe zwar noch andere Festbrennweiten, aber keine fesselt mich so sehr wie der Look des 35mm Sigmas. Leider ist dieser Look seid einiger Zeit so sehr im Trend, dass ich momentan versuche wieder mehr mit 50mm oder 85mm rumzuspielen, weil die ganzen Bilder (meine eingeschlossen) mich total langweilen. Nicht das sie nicht schön sind, sie sind nur alle irgendwie gleich. Schade.

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Welche Vorlieben hast du beim Thema Licht und warum?
Available Light. Definitiv! Jetzt schreien bestimmt wieder alle Studio Fotografen Availbale Light Fotografen beherrschen nur den Blitz nicht. Mag sein, muss ich für meine Bilder aber auch nicht zwingend.
Ich versuche so gut es geht Menschen in normalen Umgebungen zu fotografieren. Da ist es mir wichtig alle natürlichen Lichtquellen zu nutzen. Unverfälscht halt. Ein Blitz benutze ich für Shootings nie. Ich mag das harte künstliche licht nicht wirklich. Nur für gewisse Bilder hole ich ihn aus der Tasche. Einen Reflektor habe ich zwar immer dabei, er kommt aber auch sehr selten zum Einsatz. Wenn ich ihn brauche, dann bei 85mm Portraits.

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Worauf legst du bei der Post Produktion wert? Welchen Anspruch hast du an die Nachbearbeitung ?
Puh das ist mein absolutes Manko. Ich bin sehr selbstkritisch und bearbeite manche Bilder teilweise 2-3 Stunden lang bis es mir gefällt. Meine Post-Production ist eher ein wachsender Prozess. Manchmal bearbeite ich ein Bild 1 stunde lang, mache dann den Rechner aus und beschäftige mich mit anderen Dingen, damit ich danach wieder ein neuen Blick für das Bild entwickle und mir auf einmal Sachen auffallen die ich während der Retusche nicht bemerkt habe. Die Bilder die ich schnell bearbeite und direkt irgendwo veröffentliche gefallen mir meistens nach 1 Tag schon nicht mehr, weil mich dann im Nachhinein doch noch einiges dran stört. Darum lasse ich mir meistens sehr viel Zeit mit dem Bearbeiten, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin.

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Wo fotografierst du am liebsten und warum?
Uhhh ich glaube ich habe ich keine Lieblings Location. Generell bin ich gerne mit dem Model in der Stadt unterwegs, da man so viele unterschiedliche Locations hat. Ich bin ein Fan von Parkhäusern, aber ich glaube da geht es jedem Fotograf so. Keine Ahnung warum, aber Sonnenuntergänge auf Parkhäusern gehen irgendwie immer. Für Landschaftliche Portraits muss man von mir aus halt schon 200km fahren um ein paar gute Spots zu finden, was Wetter bedingt nicht immer von Vorteil ist.

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Hast du neben dem Fotografieren noch andere Hobbies?
Neben der Fotografie reise ich gerne. Egal ob Deutschlandweit, Europa oder in den USA (ein sehr geiles Land). Ich mache sonst noch fast alles an Boardsports. Surfen, Longboarden, Snowboarden und ab und zu Wakeskaten. Mein Favorit ist aber das Surfen. Ich liebe einfach das Meer. Ich werde immer nervös wenn ich wellen sehe und höre, salzige Luft rieche und dann nicht in Wasser kann. Da werde ich verrückt. Wenn ich könnte, würde ich um am Meer zu wohnen und jeden Tag surfen zu können, sogar die Fotografie an den Nagel hängen.

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Hast du ein Lieblingsbild aus deinen eigenen Arbeiten? Was findest du daran besonders spannend ?
Das Bild von Mara. Das Bild ist zwar schon älter aber komischer Weise gefällt es mir von allen Bildern am besten. Das Lustige daran ist, dass es eigentlich in der Warmup Phase mit Mara entstand. Die Bilder die danach folgten waren auch gut, aber die Farben und ihr Blick in dem Bild hauen mich heute einfach immer noch von den Socken. Darum hängt es jetzt auch über meinem Rechner (Danke an Ben Hammer für den genialen Druck). Ich mag halt das natürliche daran. Keine übertrieben, unnatürlichen Posen oder sonst was. Mara und die Lila Rohre. Keep it Simple!

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Hast du Einflüsse, die dich geprägt haben?
Einflüsse, nicht so wirklich. Ich habe anfangs keine Freunde in dieser Richtung gehabt. Meine Freunde zu der Zeit waren meist Autofanatiker und hatten nicht viel für Fotos von fremden Menschen übrig. Also musste ich mir alles selbst aneignen, viel lernen, viele Bilder verhauen und oft mit mir selber als größter Kritiker klar kommen.
Es gibt einige Fotografen in den Staaten wie zB. Dustin Genereux, Ryan Muirhead, Jimmy O’Donnell (Shitjimmyshoots), Emily Soto, Laura Austin und Jordan Voth, die ich seit meiner Anfangszeit als Inspiration gesehen habe und die mich geprägt haben, auch wenn ich nicht in dem Stil fotografiere wie sie waren sie immer meine Vorbilder.

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Rückblickend auf deine fotografische Zeit: Würdest du im Nachhinein etwas anders machen?
Das einzige was ich anders machen würde ist, früher anfangen zu fotografieren. Ich bin jetzt 31! Es fühlt sich teilweise schon ziemlich komisch an, in meinem Alter 18 jährige Models zu fotografieren. Ich beneide immer die Jungen Fotografen die mit 16 oder 18 schon große Namen sind und noch so viel Karriere machen. Das ist der einzige Punkt den ich wirklich bereue. Da ist für mich der Zug irgendwie abgefahren.

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Steckbrief:

Name: Alex Haala
Ort: Meerbusch
Alter: 31
Fotografiert seit: 2012

Wenn ihr mehr Arbeiten von Alex sehen wollt, dann besucht ihn doch mal im Internet:

Profil Links:
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In dieser Kategorie werde ich jetzt immer wieder spannende Fotografen, aber evtl. auch andere interessante Menschen in diesem Bereich vorstellen. Daher bin ich nun immer wieder auf der Suche nach entsprechenden Personen. Wenn ihr vorgestellt werden wollt, schreibt mir eine kurze unverbindliche Nachricht. Ich kann jedoch nicht jeden unterbringen, deshalb bitte nicht böse sein, falls es (noch) nicht hinhauen sollte. Danke und bis bald!

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Markus Thoma

Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

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