Vorgestellt: Lisa-Marie Kaspar

Am in veröffentlicht.
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Über die Bilder von Lisa-Marie bin ich das erste mal auf ihrem Blog gestolpert: Sehr stimmungsvolle Bilder mit einer sehr speziellen, subtilen Bildwirkung. Sie studiert Kommunikationsdesign an der FH Würzburg und ihre Tätigkeit als Gestalterin spiegelt sich auch in ihren Bildern wieder. Neben spontanen Fotos fällt auch immer wieder ihre konzeptionelle Arbeitsweise auf.

Was mir im ersten Moment nicht ganz klar war, ist, dass sie komplett analog fotografiert. Dadurch wird bei ihr auch nicht wirklich viel nachbearbeitet. Der analoge Look ihrer Fotografien hat immer etwas ehrliches. Es wirkt sehr direkt.

Die Einfachheit ihrer Bilder kombiniert mit ihrer analogen Seele lässt eine faszinierende Bildsprache entstehen.

1. Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Wie viele sicherlich antworten würden: Ich habe mich schon immer dafür interessiert. Doch lange habe ich mich nicht richtig damit auseinandergesetzt. Das kam erst im Jahr 2012, als ich mir meine erste eigene DSLR gekauft habe und gemerkt habe, wie viel Spaß mir die Fotografie macht. Ich hatte nie wirklich ein Hobby oder eine Leidenschaft wie ein Instrument oder Sport oder so etwas. Das hat sich mit der Fotografie zum Glück geändert und ich könnte nicht mehr ohne leben. Ende 2013 habe ich mich dann dazu entschlossen, nur noch analog zu fotografieren, weil mir beim digitalen Arbeiten einfach immer etwas gefehlt hat. Ich war nie richtig zufrieden. Aber als ich mich an Film versucht habe, war da plötzlich dieser „Wow“-Moment. Genau so wollte ich meine Bilder.

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2. In welchem Bereich bist du hauptsächlich tätig und was reizt dich daran besonders?
Ich kann das um ehrlich zu sein, gar nicht so richtig definieren. Wahrscheinlich eine Mischung aus (eher spontanen) Portraits und konzeptionellen Arbeiten. Auf jeden Fall fotografiere ich gerne Menschen. Das ist auch gleichzeitig das, was mich daran reizt: die Menschen. Ihr Aussehen, ihre Art, wie sie sich bewegen und so weiter. Ich versuche immer, Geschichten zu erzählen, auch wenn sie in meinem Kopf nur ganz vage aussieht.

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3. Wie findest du neue Inspiration und Motivation? Was treibt dich an?
Inspiration finde ich auf viele Arten, zum Beispiel Gespräche mit Freunden / befreundeten Kreativen, Menschen, denen ich begegne, Landschaften, das Wetter, Geschichten und natürlich inspirieren mich auch die Arbeiten anderer Fotografen und Künstler. Was treibt mich an? Ich glaube, es ist die Inspiration – diese Bilder, die plötzlich in meinem Kopf auftauchen und umgesetzt werden wollen. Es ist einfach ein Drang, dem ich nachgehen muss sozusagen. Ich kann mich so verwirklichen und ausdrücken.

4. Was ist dir direkt beim Fotografieren wichtig?
Mir ist wichtig, dass sich alle Beteiligten wohlfühlen und eine Verbindung zwischen mir und der Person, die ich fotografiere, entsteht. Ich glaube nur so, kann man Emotionen und das Wesen eines Menschen einfangen. Deshalb unterhalte ich mich viel mit den Models, versuche die Stimmung aufzulockern, albere auch, glaube ich, viel herum :) Ich habe zwar immer eine grobe Vorstellung von den Bildern im Hinterkopf, aber ich liebe es auch, den Dingen einfach ihren Lauf zu lassen.

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5. Welche Vorlieben hast du beim Thema Licht und warum?
Ganz klar Available Light. Die Sonne ist einfach die schönste Lichtquelle für mich, weil sie so unterschiedliche Formen annehmen kann. Ich fotografiere ja meistens draußen, deshalb kann ich zu künstlichem Licht (in Räumen) nicht so viel sagen. Aber ich mag es, Stimmungen einzufangen. Im Studio arbeite ich auch ab und an gerne, wenn es zu meinen Ideen passt. Da mag ich es dann wieder, dass ich das Licht steuern kann, was wahrscheinlich jetzt zu dem, was ich vorher gesagt habe, etwas paradox klingt.

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6. Worauf legst du bei der Post Produktion wert? Welchen Anspruch hast du an die Nachbearbeitung?
Puh, ich bin ja jetzt nicht der größte Bearbeiter, weil sich das für mich irgendwie mit dem analogen Aufnehmen widerspricht. Ich entferne ein bisschen Staub und sowas, manchmal korrigiere ich Hautstellen und ich bearbeite den Kontrast und die Farben ein wenig, so dass sie das Bild unterstützen. Alles in allem versuche ich aber, nicht sehr viel an den Fotos zu machen.

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7. Wo fotografierst du am liebsten und warum?
Am liebsten fotografiere ich in der Natur. Ich mag die Weiten, die Pflanzen und Bäume und, dass da oft nicht viele andere Menschen sind. Ich mag Natürlichkeit in allem sehr gerne. Am liebsten würde ich mal wieder an die Nordsee und dort Fotos machen. Ich hoffe, das schaffe ich dieses Jahr noch!

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8. Hast du neben dem Fotografieren noch andere Hobbies?
Design. Ich studiere ja Kommunikationsdesign und das ist auch etwas, was mich sehr begeistert. Design und Fotografie sind ja beides kreative Disziplinen, daher kann ich das im Studium oftmals gut kombinieren. Und natürlich inspiriert mich Design auch oft für meine fotografischen Arbeiten.

9. Hast du ein Lieblingsbild aus deinen eigenen Arbeiten? Was findest du daran besonders spannend?
Eins meiner momentanen Lieblingsbilder ist eines aus meiner Serie „no school on sundays“, das ich im Oktober letztes Jahres gemacht habe: Ich war für ein paar Tage in Braunschweig für ein Meetup mit vielen tollen Menschen und am letzten Tag ist dieses Foto entstanden. Es ist mir vor allem deshalb wichtig, weil ich dabei einfach fotografiert habe, ohne vorher die Bilder zu planen. Das mache ich sonst nämlich eigentlich immer. Ich skizziere die Fotos, die ich mir vorstelle, auch oft. Aber da war einfach alles ganz spontan und das hat mir richtig gut getan. Das müsste ich jetzt viel öfter machen!

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10. Was zeichnet deine Fotos besonders aus?
Ich höre oft, dass meine Fotos immer eine gewisse Melancholie in sich tragen. Das stimmt vermutlich auch. Aber es ist nicht so, dass ich das immer bewusst einsetze, es kommt einfach und ich mag das auch ganz gerne. Ansonsten kann ich das gar nicht so richtig sagen. Ich fotografiere einfach das, was mir in den Sinn kommt und denke nicht viel darüber nach.

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11. Hast du Einflüsse, die dich geprägt haben?
Auf jeden Fall andere Fotografen. Weniger die ganz bekannten, als befreundete Fotografen. Natürlich ist das eigene Leben und die Erfahrungen, die man gemacht hat auch immer ein Faktor, der da mit reinspielt. Ich schreibe Tagebuch, auch wenn im Moment nicht so häufig wie sonst. So halte ich meine Gedanken fest und oft verwende ich sie für Bildideen.

12. In welchem Bereich willst du demnächst noch mehr lernen?
Ich möchte gerne weiter in eine Art Fashion-Richtung gehen. Es ist schwer zu beschreiben. Ich will weiterhin Geschichten erzählen, aber etwas ausdrucksstärker und ich möchte gerne mit Designern und Stylistin zusammenarbeiten. Ich hoffe, das gelingt mir :)

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13. Rückblickend auf deine fotografische Zeit: Würdest du im Nachhinein etwas anders machen? Welcher Schritt hat dich und deine Fotografie am weitesten voran gebracht?
Nein, ich würde nicht viel anders machen. Ich wünschte nur, ich hätte schon viel früher mit der Fotografie angefangen! Ich glaube, der Schritt hin zum reinen analogen Fotografieren war für mich ein wichtiger, weil ich darin einfach gefunden habe, was mich am meisten repräsentiert. Die Entwicklung im Ganzen war auch wichtig, zum Beispiel seinen eigenen Stil (anzu-)erkennen und nicht das nachzuahmen, was andere machen. Diese Phase hat bestimmt jeder in der Anfangszeit durchgemacht.

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Steckbrief:

Name: Lisa-Marie Kaspar
Ort: Würzburg
Alter: 22
Fotografiert seit: 2012

Wenn ihr mehr Arbeiten von Lisa-Marie sehen wollt, dann besucht sie im Internet:
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Blog

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Markus Thoma

Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

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