Südafrika Reisebericht: Rundreise als Selbstfahrer – ab Kapstadt entlang der Garden Route

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Dem deutschen grauen Winter entfliehen, faszinierende Naturreservate genießen und dabei sogar wilde Tiere entdecken? Wenn das gut für dich klingt, solltest du dir Südafrika auf deine Reiseliste setzen. Das Land am unteren Ende des afrikanischen Kontinents hat einiges zu bieten und lässt sich sogar ohne Jetlag bereisen. Entdecke jetzt alle Facetten des Landes in meinem Südafrika Reisebericht.

Im folgenden Beitrag will ich dir mehr von meiner kürzlichen Reise nach Kapstadt und entlang der Garden Route erzählen. Ich werde mit den Vorurteilen aufräumen und dir die Highlights kurz darlegen. Dazu gibt es ein paar generelle Tipps zum Land und als Selbstfahrer mit dem Mietwagen. Am Ende stelle ich dazu noch meine Reisefotografie Ausrüstung vor und wie ich die Fotos bearbeitet habe.

Südafrika entdecken
Südafrika ist vielseitig und wunderschön: Unberührte Natur, traumhafte Strände, wilde Tiere, schöne Städte und vieles mehr lohnen sich entdeckt zu werden.

1. Reiseziel: Kapstadt und die Garden Route

Während die meisten schon einmal etwas von Kapstadt gehört oder gesehen haben, hört es bei der Garden Route dagegen schon auf. Alleine Kapstadt ist schon äußerst vielfältig: Zwischen den Bergen des Table Mountain Nationalparks bietet es die Möglichkeit, faszinierende Aussichten zu entdecken. Oder an der Waterfront gut zu essen und einzukaufen. Auch gibt es viele traumhafte Badestrände, die zum Sonnenuntergang ansehen einladen. Auch ist die Region für die vielen Weingüter außenherum (z.B. Stellenbosch)  bekannt.

Die Garden Route lässt sich direkt mit einem Aufenthalt in Kapstadt verbinden. Diese beschreibt ursprünglich den Streckenabschnitt entlang der Küste von Mossel Bay bis Port Elizabeth. Hier finden sich viele verschiedene Naturreservate und Nationalparks – also optimal für Naturliebhaber. Hier ist es viel ruhiger als in Kapstadt und markiert das Highlight unserer Reise.

Addo Elephant Park
Nicht nur Kapstadt hat eine Menge zu bieten – plant auf jeden Fall auch Zeit ein, um die Garden Route inkl. Addo Elephant Safari Park zu erkunden.

2. Unsere Reisezeit, Route und Aufenthaltsorte

Wir hatten für unsere Reise etwas über zwei Wochen Zeit und nutzten durch meine Tätigkeit als Fotografielehrer die Osterferien im April. Man beachte, dass in Südafrika die Jahreszeiten andersherum laufen: Wenn es bei ins im April in den Frühling und Sommer hinaus geht, befindet sich Südafrika im Herbst. Daher kann man von November bis März auch so gut dem deutschen Winter entfliehen und in das sommerliche Südafrika reisen. Da wir keinen reinen Badeurlaub machen, sondern auch etwas wandern wollten, haben wir uns für die Nebensaison entschieden.

Hier ist es dann generell auch etwas ruhiger, die Preise moderater und somit alles etwas entspannter. Das sagt mir einfach mehr zu als die Hauptsaison.

So bereisten wir dann folgende Orte entlang der Route:

  • Kapstadt (5 Nächte)
  • Bredasdorp (1 Nacht)
  • Mossel Bay (1 Nacht)
  • Plettenberg Bay (2 Nächte)
  • Tsitsikamma Village (2 Nächte)
  • Addo Elephant Park (2 Nächte)
  • Knysna (1 Nacht)
  • Bredasdorp (1 Nacht)

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit die Route in langsameren Tempo nur bis nach Port Elizabeth und von dort aus wieder zurückzufliegen. In unserem Fall kam es aber günstiger, die Route einfach wieder zurückzufahren. Wir nutzten die Gelegenheit dann, um an anderen Orten als zur Hinfahrt Halt zu machen.

Wir bestritten die Strecke mit einem Mietwagen, den wir bereits in Deutschland gebucht haben. Zum Thema Fahren mit dem Mietwagen will ich später noch ein paar Worte verlieren.

3. Südafrika Reisebericht: Kapstadt und Garden Route

Tag 1 – 5: Kapstadt entdecken

Unsere Reise begann in Kapstadt, wobei wir erst Nachts anreisten und der erste Tag (und Nacht) rein zur Erholung dienten. Am nächsten Tag erkundeten wir die Gegend zu Fuß. Wir starteten bei unserem Hotel im Sea Point und liefen über den Green Point (hier ist das Fußball WM Stadion 2010) bis zur Waterfront, dem Hafenviertel. Dort machten wir Halt beim Food Markt und genoßen die Kulisse.

Dort gibt es neben den vielen kleinen Gassen und Restaurants noch ein wunderschönes Einkaufszentrum zu erkunden. Auch Das Cape Wheel Riesenrad war zu unserem Besuch dort aufgebaut. Es gibt also jede Menge zu entdecken.

Am nächsten Tag holten wir unseren Mietwagen ab und fuhren in den Botanischen Garten. Hier gibt es in der Kulisse des Gebirges viele Pflanzen zu entdecken. Auch gibt es einen kurzen Baumwipfelpfad zu durchlaufen.

Einkaufszentrum Viktoria Waterfront Kapstadt
Das V&A Einkaufszentrum an der Waterfront in Kapstadt
Foodmarkt Warerfront
Der Foodmarkt an der Waterfront
Botanischer Garten Kirstenbosch
Baumwipfelpfad im botanischen Garten Kirstenbosch

Tafelberg

Der nächste Halt führte uns am Nachmittag zur Seilbahn am Tafelberg. Das Verrückte an dieser Gondel ist, dass sie sich während der Fahrt mitsamt den Fahrgästen im Kreis dreht. So sieht jeder Gast einmal in jede Richtung.

Tipp: Bucht das Ticket vor allem in der Hauptsaison vorher im Internet. So könnt ihr die Wartezeit vor Ort verkürzen.

Oben angekommen erwartet euch eine faszinierende Aussicht über Kapstadt. Nicht umsonst zählt der Tafelberg zu den neuen sieben Weltwundern. Bei uns war es zunächst etwas bewölkt, so dass wir nicht viel gesehen haben. Wir machten uns daher erst einmal auf den Weg, um das Plateau zu erkunden. Es gibt oben einige Wanderwege. Wir entschieden uns für den Weg zum Maclear Bakon. Hier ist aber der Weg das Ziel, da es sich im Endeffekt nur um einen Steinhaufen handelt. Es macht trotzdem Laune einfach oben die Natur zu genießen.

Anschließend wanderten wir wieder zurück nach vorne zur Bahn, wo sich mittlerweile die Wolkendecke gelöst hat und eine unglaubliche Aussicht auf die einzelnen Stadtteile Kapstadts zuließ.

Tafelberg Seilbahn in Kapstadt
Reisebericht Südafrika
Wanderung auf dem Tafelberg
Blick auf den Lion's Head vom Tafelberg Kapstadt
Tafelberg Ausblick Kapstadt

Clifton Beach 4

Auf dem Heimweg ging bereits die Sonne langsam unter, so dass wir diese noch am Strand genießen wollten. Ursprünglich wollten wir uns dafür den sagenumwobenen Strand von Camps Bay ansehen. Wir kamen dann aber mehr oder weniger versehentlich eine Abfahrt zu früh zum Clifton Beach. Dieser ist aber auch sehr sehenswert.

Der Strand unterteilt sich dabei in mehrere Abschnitte, wobei wir bei Nummer 4 waren.

Clifton Beach 4 in Kapstadt

Chapman’s Peak Drive und Kaphalbinsel

Ein muss bei jedem Kapstadt Besuch ist die südlich gelegene Kap Halbinsel. Dort findet sich der Kap der guten Hoffnung, welcher den südwestlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents repräsentiert. Darüber hinaus finde sich am Südende der Halbinsel die Kapspitze (Cape Point). Hier gibt es noch einen Leuchtturm und einen Strand anzusehen.

Um dorthin zu gelangen lohnt es sich von Kapstadt aus die Maut zu bezahlen und den Chapman’s Peak Drive zu fahren. Mit dieser Straße wird wieder der Weg zum Ziel: Sie schlängelt sich entlang der Berge und Felsen hinab. Unten im Süden angekommen kann man durch den Eingang in den Nationalpark fahren, wo man die genannten Sehenswürdigkeiten findet.

Chapmans Peak Drive
Kap der guten Hoffnung
Cape Point
Cape Point Leuchtturm

Pinguinstrand am Boulder’s Beach in Simon’s Town

Den Rückweg vom Cape Point kann man mit einem Stop in Simon’s Town verbinden. Hier lebt eine Pinguin Kolonie am Boulder’s Beach. Jetzt kommt das Aber: Wie alle Sehenswürdigkeiten in Südafrika kostet auch dieser Eintritt. Jedoch nicht nur 3-5 Euro pro Person, sondern ganze 10,00€. Diese Tatsache zusammen mit dem Punkt, dass man dann mit anderen Touristen gequetscht auf einer Plattform steht, hat uns etwas abgeschreckt.

Es gibt aber auch die Möglichkeit rechts vom Eingangstor ein kleines Stück spazieren zu gehen. Dort sitzen ebenfalls viele Pinguine einfach am Wegesrand. Das war für uns die bessere Alternative, da wir sowieso noch die Pinguine in Betty’s Bay besuchen wollten. Mehr dazu später.

Boulders Beach Pinguin
Boulders Beach Pinguin

V&A Waterfront und Signal Hill

Am nächsten Tag wollten wir es wieder etwas ruhiger angehen lassen und begaben uns erneut zur Waterfront – dieses mal mit dem Mietwagen. Dort schlenderten wir erneut durch das Einkaufszentrum, suchten uns etwas zu essen und genossen das Ambiente.

Wir überlegten dabei, ob wir gegen Abend noch auf den Lion’s Head wandern. Letztendlich entschieden wir uns jedoch dafür, mit dem Mietwagen auf den Signal Hill zu fahren. Bei Sonnenuntergang dort zu sein gehört auf jeden Fall auch zum Pflichtprogramm.

Dort hat man ebenfalls einen super Ausblick über die verschiedenen Stadtteile. Alle Leute dort sind sehr entspannt, Paraglider starten und die Stimmung ist einfach super. Viele nutzen die Kulisse für Fotos.

Doch nicht nur der Sonnenuntergang ist zu empfehlen. Auch wenn man bei Nacht nach Möglichkeit innen sein sollte (mehr dazu im Thema Sicherheit in Kapstadt): Bei Dunkelheit auf die Lichter der Stadt zu blicken ist einfach umwerfend. Nicht nur ich habe diese Gelegenheit genutzt, um einige faszinierende Bilder zu machen.

Aussicht vom Signal Hill Kapstadt
Aussicht vom Signal Hill Kapstadt
Aussicht vom Signal Hill Kapstadt
Aussicht vom Signal Hill Kapstadt
Aussicht vom Signal Hill Kapstadt

Tag 5 & 6: Bredasdorp (Betty’s Bay, Cape Agulhas & De Hoop Nature Reserve)

So schnell war die Zeit in Kapstadt dann auch schon wieder vorüber. Wir packten am nächsten Tag unsere Koffer und brachen auf in Richtung Garden Route. Unser erster Stop von Kapstadt aus war in Betty’s Bay. Hier lässt sich am Strand ebenfalls eine Pinguin Kolonie besuchen. Alles sehr schön aufbereitet mit Weg zum Durchlaufen. Hier fernab der Großstadt ist es schon wesentlich ruhiger und auch die Preise moderater.

Anschließend steuerten wir unsere Unterkunft in Bredasdorp an. Das ist eine kleine Stadt, allerdings nicht direkt in Küstennähe. Dieser Ort bietet jedoch einen guten Ausgangspunkt zum Übernachten, wenn man den Cape Agulhas und den De Hoop Naturpark besuchen will.

Den Cape Agulhas steuerten wir nach dem Check-In noch am selben Tag an. Dieser markiert den wirklich südlichsten Punkt des ganzen Kontinents. Man kommt sich etwas wie am Ende der Welt vor – zu Recht: Es handelt sich dabei um das letzte Stückchen Land vor der Antarktis. Neben der Tafel ist dort auch noch ein schöner Leuchtturm.

Wir ließen den Tag im Pelican’s Fischrestaurant ausklingen und fuhren zurück zu Bredasdorp in die Unterkunft.

Betty's Bay auf der Garden Route
Betty's Bay auf der Garden Route
Betty's Bay auf der Garden Route
Cape Agulhas
Cape Agulhas

De Hoop Nature Reserve

Der Tag startete mit dem gemütlichen Frühstück auf der Terrasse von Anton . Anschließend brachen wir auf zum De Hoop Naturreservat. Dieses bietet wunderschöne Sanddünen wie aus weißem Puderzucker. Und dabei sind dort nur sehr wenige Menschen gewesen. Doch das hat seinen Grund:

Um dort hin zu gelangen muss man eine kilometerlange Schotterpiste in Kauf nehmen. Unser gemieteter Polo hat das aber sehr gut weg gesteckt. Dort angekommen hat man nach dem Eingang die Möglichkeit neben einem Fluß zur Hauptattraktion zu fahren: Den Sanddünen.

Diese laden zum Verweilen ein. Der Tag lässt sich auf der Spitze einer solchen Düne relativ gut überstehen. In den Wintermonaten soll man hier auch viele Wale beobachten können.

Von den Wegen aus lassen sich wie fast überall in Afrika verschiedenste Tiere beobachten. Die Zebras waren hier unser Highlight.

De Hoop Natur Reservat
De Hoop Natur Reservat
De Hoop Natur Reservat
De Hoop Natur Reservat
De Hoop Natur Reservat

Malgas Fähre und Hinterland

Wieder aus dem Naturpark herausgefahren hat man nun folgende Möglichkeit: Nach links abbiegen und die Schotterpiste zurück auf die Straße bei Bredasdorp fahren. Anschließend einmal komplett außenrum.

Oder Variante B: Nach rechts abbiegen und über die Schotterpiste weiter mittendurch. Die Schotterpiste endet dann irgendwann beim Malgas Fluss. Und dort wartet ein kleines Spektakel auf euch: Die Malgas Fähre.

Diese Fähre besteht aus einem über den Fluss gespannten Stahlseil und einer Plattform – jedoch ohne Motor. Die Fähre wird tatsächlich von drei Männern per Hand bzw. Fuß betrieben. Also reine Muskelkraft bringt euch und euer Auto auf die andere Seite des Flusses.

Im Nachhinein erinnern wir uns immer wieder gerne an diese Erfahrung. Das war wirklich einmal etwas anderes. Für die Männer folgte auf jeden Fall ein mehr als angemessenes Trinkgeld ;-)

Wir setzten unseren Weg fort nach Mossel Bay, wo wir eincheckten und noch etwas auf Abend aßen.

De Hoop Natur Reservat
Straußenfarm

Tag 7: Mossel Bay

Am Tag Nr. 7 erwachten wir in Mossel Bay. Und schon am Vortag bzw. Abend wurde uns klar: Dieser Ort gefällt uns richtig gut. Schon beim Begrüßungskaffee auf der Terrasse mit überwältigendem Ausblick auf die Bucht bemerkten wir die Ausstrahlung dieses Ortes. Schade, dass wir hier nur eine Nacht gebucht hatten.

Dabei gibt es hier noch nicht einmal all zu viel zu sehen. Wir hätten einfach stundenlang auf der Terrasse sitzen können mit diesem Ausblick. Nichtsdestotrotz machten wir uns dann auf, um auch hier den Leuchtturm anzusehen. Zu diesem gelangt man vorbei an einer Höhle und einem Wanderpfad entlang der Steilküste.

Aber auch der Strand und die Promenade lädt zum Verweilen ein. Am frühen Nachmittag brachen wir auf und machten uns auf den Weg nach Plettenberg Bay.

Südafrika entlang der Garden Route
Garden Route und Südafrika Reisebericht

Tag 8 & 9: Plettenberg Bay (Robberg Naturreservat & Nature’s Valley)

Unsere Unterkunft in Plettenberg Bay befand sich wieder direkt mit Ausblick auf den Strand und das Meer. Nach dem Frühstück auf der Terrasse machten wir uns auf den kurzen Weg zum Robberg Naturreservat. Dieses ist eine Halbinsel direkt bei Plettenberg Bay. Unten lassen sich immer wieder Robben erblicken. Im Wasser sollen wohl auch immer wieder weiße Haie erscheinen (wir haben leider keinen gesehen).

Hier habt ihr die Möglichkeit, Wanderungen verschiedener Länge zu unternehmen. Entweder ihr umwandert die komplette Insel. Durch das sehr heiße Wetter nahmen wir die Abkürzung nach der Hälfte über die Insel in Form einer riesigen Sanddüne. Egal wie ihr euch entscheidet: Vergesst auf keinen Fall die weitere kleine Halbinsel (The Island) zu besichtigen. Man denkt von Vorne dort ist nichts mehr, hinten gibt es aber noch einmal einen atemberaubenden Eindruck.

Abends fuhren wir wie am Vorabend auch in die Stadt um noch ein Abendessen zu uns zu nehmen.

Robberg Naturreservat
Robberg Naturreservat
Robberg Naturreservat
Robberg Naturreservat
Robberg Naturreservat
Robberg Naturreservat

Nature’s Valley

Am Tag 9 ging es auf in Richtung Tsitsikamma Park. Auf dem Weg stand ein Halt beim Nature’s Valley auf dem Plan. Das ist im Endeffekt wieder einmal ein sehr großer und schöner Strand. Anschließend ging es weiter Richtung Tsitsikamma Nationalpark.

Nature's Valley an der Garden Route

Big Tree

Da wir etwas früh für den Check-In der Unterkunft dran waren, hielten wir vorab noch beim Big Tree. Dieser 1000 Jahre alte Baum ist in der Tat sehr riesig und im ruhigen, kühlen Wald einen entspannten Ausflug wert.

Big Tree im Tsitsikamma

Tag 10 & 11: Tsitsikamma Nationalpark (Suspension Bridge)

Am heutigen Tag sollte ein lang ersehntes Highlight warten – der Tsitsikamma Nationalpark. Die Vegetation ist hier sehr grün, denn man fühlt sich etwas wie im Dschungel. Im Nationalpark angekommen und geparkt stehen verschiedene Wanderpfade zur Auswahl.

Wir begannen mit dem Mouth Trail und anschließend hoch zum Lookout Point. Das ist keine wirklich schwere Wanderung und kann auch von Wanderanfänger leicht bewältigt werden. Es ist eher ein verlängerter Spaziergang.

Anschließend wollten wir noch zum Wasserfall wandern, da wir uns einen kompletten Tag Zeit genommen haben. Doch dann hat es angefangen zu regnen, so dass wir erst einmal klatsch nass wurden. Somit fuhren wir zurück zur Unterkunft. Ab diesem Zeitpunkt regnete es nun ununterbrochen und sollte auch erst einmal so bleiben.

Am Tag Nummer Elf packten wir unsere Sachen und fuhren zu unserer Unterkunft beim Addo Elephant Park.

Tsitsikamma Nationalpark
Tsitsikamma Nationalpark
Tsitsikamma Nationalpark
Tsitsikamma Nationalpark
Tsitsikamma Nationalpark

Tag 12 & 13: Addo Elephant Park (Safari)

Den kompletten zwölften Tag hatten wir für eine Safari eingeplant und dafür auch eine Tour gebucht. Doch ein Problem blieb: Der Regen. Die ganze Nacht hatte es durchgeregnet und stoppte auch am Tag nicht. Unser Safari Guide holte uns deshalb im geschlossenen Jeep statt dem ursprünglich offen gebuchten Fahrzeug ab. Zum Ausflug gehörte neben dem Eintritt und Getränken auch ein Barbecue, das wegen dem Wetter abgesagt werden musste.

Wir können die Tour mit jemanden, der sich dort auskennt, trotzdem zumindest für einen Tag sehr empfehlen. Man erfährt wirklich sehr viel über die Tiere und den Park. So auch, dass man auf keinen Fall aus dem Auto steigen sollte. Das änderte sich dann jedoch, als unser Fahrzeug einen Platten hatte und wir 1,5 Stunden bei Regen im Park standen.

Wie ihr seht, ist an diesem Tag ganz schön viel schief gegangen – dennoch haben wir einige Tiere gesehen und den Park erlebt.

Addo Elephant Park
Addo Elephant Park

Safari Versuch Nr. 2

Eigentlich war der nächste Tag für die Rückfahrt nach Knysna eingeplant. Damit sollte es nun langsam wieder zum Flughafen gehen. Doch mit über 10.000km Anreise für einen verregneten Safari Tag wollte ich mich nicht zufrieden geben. Deshalb nahmen wir uns einen halben Tag Zeit und fuhren noch einmal mit dem eigenen Auto zum Park.

Heute war das Wetter auch wieder sonniger. Das bringt den Vorteil, dass die Tiere wieder zum Wasserloch müssen. Bei Regen gibt es überall Wasser für sie und zeigen sich somit oft gar nicht. Die Safari mit dem eigenen Auto ist wirklich absolut kein Problem – man sitzt nur etwas tiefer und hat keinen Guide. Stattdessen muss man selbst die Tiere aufspüren.

Wir sind dafür mehr oder weniger auf gut Glück los gefahren. Immer wieder sahen wir die verschiedensten kleineren Tiere – und dann auch mal 40 Minuten gar nichts. Zwischendurch muss man hier wirklich auch immer wieder viel Geduld haben. Doch diese wurde belohnt, als wir dann als erstes von vielen Autos hinter uns zu einer Elefanten Herde gelangten, die sich am Wasserloch erfrischten. Das klingt jetzt blöd, aber diese Momente haben die letzten regnerischen Tage dann wieder entschuldigt. Es ist wirklich unglaublich diese faszinierenden Tiere in natürlicher Umgebung zu beobachten.

Zum Schluss begaben wir uns zum südlichen Ausgang des Parks, wodurch wir einiges an Zeit sparten und den Weg nach Knysna antraten.

Addo Elephant Park
Addo Elephant Park
Addo Elephant Park
Addo Elephant Park

Tag 14: Knysna & Mossel Bay

Gestern noch im Safari Park, heute in dieser wundervollen Hafenstadt. Auch abends kann man hier an der Waterfront bedenkenlos bei Dunkelheit ausgehen und etwas essen. Hier ist viel Trubel und der Ort gilt als sicher. Mehr zum Thema Sicherheit gleich noch im Anschluss.

Wir nutzten die Zeit auch tagsüber am Hafen, um noch ein paar Postkarten zu schreiben und die Sonne zu genießen. Dann brachen wir auf, denn wir hatten da noch etwas im Sinn: Auf dem Weg lag auch wieder Mossel Bay, wo wir nach dem ersten unglaublichen Aufenthalt noch einen Stopp einlegten. Hier ging es noch zur zweiten Empfehlung der Dame unserer Unterkunft – einem afrikanischen Grillrestaurant am offenen Feuer. Mehr zu allen Empfehlungen ebenfalls im Anschluss.

Weiter ging es anschließend nach Bredasdorp, wo wir das letzte Mal in Südafrika übernachteten.

Knysna an der Garden Route

Tag 15: Bredasdorp (Stellenbosch & Flughafen)

Da war er nun: Der letzte Tag. Wir waren noch ca. 1,5 Stunden vom Flughafen entfernt und hatten somit auf dem Weg noch Zeit für eine letzte Unternehmung. Mit einem kleinen Umweg erreichten wir Stellenbosch – eine Stadt und Region, die bekannt für ihren Wein ist. Wir selbst fingen in der Stadt mit einem kleinen botanischen Garten an, wo wir auf einige Studenten trafen.

Die Stadt ist eine richtige Studentenstadt und alles wirkt sehr entspannt. Das Café in diesem botanischen Garten bietet ebenfalls eine sehr schöne Atmosphäre. Danach fuhren wir wieder stadtauswärts.

Wir wollten nun unbedingt noch einmal ein klassisches Weingut besuchen, wovon es hier viele gibt. Wir stießen auf das von Simonsig. Wir sind keine wirkliche Kenner, uns gefiel es aber wirklich sehr gut. Allein das Ambiente auf einem Weingut ist es wert, wodurch ihr euch das (egal bei welchem ihr haltet) auf einem Südafrika Trip nicht entgehen lassen solltet.

Anschließend ging es zurück zum Flughafen, wo wir die lange Heimreise antraten.

Reisebericht Südafrika - Knysna

4. Unsere Unterkünfte und Restaurant Empfehlungen entlang der Garden Route

Wie versprochen wollen wir euch ein paar Empfehlungen an Unterkünften und Restaurants aussprechen, die wir besucht haben und jeweils einen kleinen Kommentar abgeben.

Kapstadt

  • President Hotel*: Ein etwas größeres Hotel, das ein fabelhaftes Frühstück bereit hält. Es liegt am Sea Point und hat uns wirklich sehr gut gefallen. Für das Abendessen gibt es ein gutes Restaurant, das wir öfter in Anspruch genommen haben. Das Zimmer war genauer gesagt eine kleine Wohnung mit separatem Wohn- und Schlafzimmer und Küchenzeile.
  • Foodmarkt an der Waterfront: Hier waren wir zweimal und es gab eine Vielfalt an Spezialitäten für Zwischendurch.

Bredasdorp

  • 28 on Hoop Unterkunft*: Eine einfache und günstige Unterkunft mit Liebe zum Detail in einer gepflegten Wohngegend. Anton kümmert sich hier persönlich um euer Wohlbefinden und bereitet das Frühstück zu.
  • Firlane House*: Wuchtiges Hotelzimmer im außergewöhnlichen Stil. Sauberkeit hätte etwas besser sein können.
  • Pelican’s Fisch Restaurant: Wenn ihr den südlichsten Punkt Cape Agulhas besichtigen wollt, könnt ihr dort im Hafen Halt machen. Es ist ein sehr kleines Restaurant, unser Essen hat wirklich sehr gut geschmeckt.

Mossel Bay

  • Lavandula Manor*: Bucht diese Unterkunft! Sie hat uns am besten von allen auf unserer Route gefallen. Es ist das ehemalige Haus eines Zahnarztes mit unglaublicher Lage. Der Balkon bietet eine grandiose Aussicht.
  • Jackal on the Beach: Auch das ist ein gemütliches Fisch Restaurant, die auch viele andere Speisen anbieten. Das Restaurant befindet sich direkt am Strand.
  • Kaai 4 Braai Restaurant: Direkt unten im Hafen gelegen und umgeben vom Meer hat man eine schöne Aussicht auf die Bucht. Das Restaurant ist offen und eher etwas für warme Tage. Hier wird auf südafrikanische Art gegrillt.

Wilderness

  • Flava Cafe Restaurant: Wir waren auf der Durchreise in diesem kleinen Restaurant, wo wir sehr gute afrikanische Spezialitäten genossen. Nette Bedienung und schönes Ambiente mit Dachterrasse.

Plettenberg Bay

  • Dolphin’s Playground*: Diese Unterkunft gehört einer älteren, äußerst netten Dame. Sie sorgt sich wirklich sehr um Ihre Gäste. Die Einrichtung ist etwas älter, aber alles sehr sauber und man fühlt sich wirklich wohl. Der Blick vom Frühstück auf die Bucht ist auch hier unbezahlbar.
  • The Table Pizzeria: Eine einfache Pizzeria mit buntem Treiben direkt in Plettenberg.
  • Nguni Restaurant: Ein etwas edleres Restaurant, wo man hervorragendes Steak und andere hochwertige Speisen bekommt.

Tsitsikamma

  • Tsitsikamma Village Inn*: Dieses kleine Dorf im Kolonialstil sieht sehr schön aus, das Zimmer wirkte aber etwas kahl. Wenn dann würde ich empfehlen nicht das günstigste zu nehmen – unterm Strich aber Meckern auf hohem Niveau. Das Restaurant in der Anlage war sehr gut. Generell würde ich für den Tsitsikamma Park nicht mehr direkt im Stormsriver Village schlafen, da dieses schon sehr touristisch ist. Lieber etwas außerhalb etwas anderes buchen.
  • Tsitrus Café: Direkt neben der Hotelanlage befindet sich dieses kleine Cafe, wo man abends gut essen, aber auch trinken kann. Sehr gemütlich!

Addo (Beim Safari Park)

  • Happy Lands B&B*: Hier hatten wir auf der Anlage ein alleinstehendes Appartment, das sehr schön her- und eingerichtet war. Mike und Nita haben sich um alle Anliegen gekümmert.
  • Africanos: Wer ins Happy Lands kommt, dem wird dieses Restaurant empfohlen. Und es war auch im Nachhinein eines der besten auf der ganzen Route. Sehr edles Ambiente und gute Speisen zum günstigen Preis.

Knysna

  • Amber Guest Lodge*: Schönes Gästehaus mit Ausblick auf die Stadt.
  • Restaurants an der Waterfront: Hier finden sich auf dichtem Raum die verschiedensten Restaurants vom Fischrestaurant bis Italiener.

5. Tipps als Selbstfahrer mit dem Mietwagen in Südafrika

Hinweis: Hier, als auch beim Thema Sicherheit handelt es sich um meine persönlichen Auffassungen. Ich übernehme also keine Haftung für die aktuelle Richtigkeit dieser Themen. Jeder handelt auf eigenes Risiko.

Südafrika Reisebericht Selbstfahrer mit dem Mietwagen

In einem völlig fremden Land weit weg auch noch auf der „falschen“ Seite Auto fahren. Das klingt im ersten Moment etwas erschreckend, oder? Muss es aber nicht – denn es ist reine Gewöhnungssache. Nach spätestens einer Woche denkt man, man wäre schon immer links gefahren. Hier will ich ein paar Tipps für Selbstfahrer mit dem Mietwagen mitgeben, so wie wir es getan haben:

  • In Südafrika herrscht Linksverkehr: Gewöhne dir (auch als Fußgänger) an, an Kreuzungen und Vorfahrtsstraßen immer erst nach rechts (statt links) zu schauen. Anders als in Deutschland ist man dort als Rechtsabbieger der, der am längsten warten muss. Hier muss man am vorsichtigsten sein. Du gewöhnst dich aber schnell daran.
  • Kreuzungen mit vier Stopp Schildern: Innerhalb von Ortschaften gibt es kein Rechts-vor-Links. Stattdessen gibt es an vielen Kreuzungen einfach an jeder Seite der Kreuzung ein Stopp Schild. Alle Autos halten hier erst einmal an, dann wird geschaut, wer als erster da war. In dieser Reihenfolge darf dann jeder fahren. Gerade als „Links-Fahranfänger“ sehr praktisch und nicht überfordernd.
  • Innerorts gilt meistens 60km/h, außerorts 100 – 120km/h.
  • Autos sind gespiegelt zusammengebaut – aber nicht ganz: Das Lenkrad befand sich in unserem Polo rechts, die Schaltwege vom Ganghebel haben sich aber nicht gespiegelt. Auch die Hebel für Blinker und Scheibenwischer bleiben gleich. Eines der ungewohnten Sachen ist das schalten mit der linken Hand. Aber auch das geht in Fleisch und Blut über. Wer sich unsicher ist, sollte sich einen Automatik mieten.
  • Überholen ist wie in Griechenland: Nicht immer gibt es zwei Fahrspuren – aber meistens einen großen Seitenstreifen. Will dich ein Auto überholen, wird in der Regel auf den Seitenstreifen gewechselt. So kann dieses meist gefahrlos passieren. Selbst die Polizei habe ich so schon vorbeigelassen – es scheint also gestattet zu sein. Anschließend bedankt sich derjenige durch betätigen des Warnblinkers. Eine kurze Lichthupe bedeutet daraufhin so viel wie „Gern geschehen“.
  • Vermeide es Nachts zu fahren: Angeblich sollen nachts in Afrika viele schlechte Fahrer unterwegs sein und es ist dort auch wirklich extrem dunkel. Das Auto haben wir deshalb lieber stehen gelassen.
  • Pass auf Personen auf: In Südafrika werden die Straßen (auch Landstraßen) sehr viel von Fußgängern benutzt. Sei es von Anhaltern, Bettlern an der Ampel, aber auch Jogger benutzen die Schnellstraßen. Aufpassen!
  • Buche den Mietwagen vorab in Deutschland und achte auf alle Versicherungen (Vollkasko, Diebstahl, Glas, Unterboden, Reifen, etc.). Um schnell einen Überblick und den besten Preis zu bekommen, nutze ich den Check24 Mietwagen Vergleich*.
  • Beachte, wenn Abhol- und Rückgabeort des Mietwagens verschiedene sind, dass oft noch eine Einwegpauschale mit zum Mietpreis dazukommt.

6. Sicherheit in Südafrika

Hier gibt es viele Schauergeschichten und auch alle deine Bekannten werden dich vor Südafrika warnen, ohne je vor Ort gewesen zu sein. Südafrika gilt in den Augen vieler als sehr kriminell und da ist auch etwas dran, da auch das auswärtige Amt viele Warnungen dazu abgibt. Nichtsdestotrotz wird die Sicherheitslage mittlerweile mit vielen europäischen Großstädten verglichen. Es gibt zumindest tagsüber sehr viele Securities zu sehen. Doch ein paar Verhaltensweisen sind notwendig, dass die Reise nach Südafrika etwas sicherer wird:

  • Zeige nicht, wie viel Geld du hast: Eigentlich logisch – lasst Schmuck zu Hause. Die Kamera (zumindest in der Stadt) im Rucksack. Gebt potentiellen Dieben keine Aussicht auf ihre mögliche Beute.
  • Lass nichts im Auto liegen: Das gilt nicht nur in Südafrika. Lasse Sachen maximal in sichtgeschützten Bereichen – am besten aber gar nichts liegen. Und deine Wertsachen schon gar nicht. Gib den Leuten keinen Grund, die Scheibe einzuschlagen. Dazu gehört auch, dass du das Auto eher an belebten Orten abstellst und nicht abgelegen. Meistens ist auch Personal (auch selbsternanntes) vor Ort, das auf dein Auto aufpasst (mehr dazu unter den Gewohnheiten).
  • Wertsachen gehören nicht in den Rucksack: Trage sie stattdessen am Körper. Ich selbst hatte einen praktischen, sehr flachen Geldgürtel / Bauchtasche von Pacsafe* dabei. Diese hätte ich aber wohl auch nur in Kapstadt tragen müssen, aber man weiß ja nie.
  • Frag in der Unterkunft nach, wie sicher die Gegend ist: Einfach kurz gefragt, bis wann du dich wo sicher aufhalten kannst.
  • Sei bei Einbruch der Dunkelheit nicht mehr zu Fuß unterwegs: Viele Personen haben uns geraten, gerade in der Stadt die Dunkelheit zu meiden. Zumindest ohne Auto. Bei uns im April wurde es ab 18.00 Uhr relativ schnell dunkel. Zu Fuß waren wir bis maximal 19.00 Uhr wieder im Hotel in Kapstadt. Unser Fahrer vom Flughafen zum Hotel meinte, dass er bis 11 Uhr nachts völlig sorgenfrei mit dem Auto herumfährt. Ab dann sollte man aber auch hier aufpassen. Aufpassen sollte man dann speziell an Ampeln, wo es deutliche Schilder zu Smash & Grab Überfällen gibt.
  • Haltet mit dem Auto nicht an: Es gibt viele Anhalter, inszenierte Autopannen und auch gefährliche Nähen zu Townships (Siedlungen der Armen, oft aus Wellblechhütten). Hier stehen oft sogar Schilder, auf keinen Fall anzuhalten. Begebt euch in keine Gefahr und stoppt nirgends.
  • Fenster und Türen sollten im Auto immer verschlossen gehalten werden.

7. Sonstige Tipps und Gewohnheiten in und für Südafrika

Neben diesen Sicherheitsregeln gibt es aber wie  in jedem Land auch noch viele weitere Gepflogen- und Angewohnheiten der Bevölkerung.

  • Trinkgelder: Im Restaurant gibt man wie bei uns mind. 10% Trinkgeld. Aber auch an weiteren Orten nutzen die Südafrikaner zahlreiche Gelegenheiten, um durch kleinen Service an etwas Trinkgeld zu gelangen. Zum einen wird man dort immer vom Tankwärter betankt und die Scheibe gereinigt. Des weiteren gibt es offizielle und inoffizielle Parkwächter. Diese finden sich immer an Parkplätzen zu den Hotspots und weisen euch in die Parkplätze ein und aus. Sie passen auf euren Mietwagen auf uns zeigen euch oft auch den besten Weg nach Hause. All diesen Leuten gibt man meiner Ansicht nach ein Trinkgeld von 5 Rand, was ca. 33ct entspricht. Ob und welchen Parkwächtern die Einheimischen wirklich ein Trinkgeld geben, haben wir uns selbst immer gefragt. Da wir oft im Kofferraum (sichtgeschützt) unsere Koffer mit Kleidung hatten, wollten wir lieber auf Nummer sicher gehen und den Service erhalten.
  • Die Leute sprechen Afrikaans und in den meisten Fällen auch Englisch.
  • Die Afrikaner dort essen sehr viele Fleischgerichte. Fisch, Rind, Schwein und Hühnchen stehen auf der Tagesordnung. Auch gibt es sehr viel Hecht (engl Hake). Vegetarier sollten sich vorab Restaurant Empfehlungen geben lassen.
  • Inhaber von Unterkünften (besonders die kleinen) sind allesamt sehr hilfsbereit und geben immer zahlreiche Empfehlungen. Sie kannst du eigentlich immer alles fragen – sogar Restaurant Reservierungen etc. nehmen viele für euch vor.
  • Prüfe, ob die Wildcard für dich einen Vorteil bringt. Sie beinhaltet vorab viele Parkeintritte. Jeder Nationalpark kostet dort Eintritt – allerdings sind nicht alle Sehenswürdigkeiten in der Wildcard enthalten. Wir hatten sie nicht.
  • Flüge gibt es direkt oder mit Zwischenstopp. Wir flogen mit KLM und Airfrance, jeweils mit einem Zwischenstop. So haben wir uns gegenüber dem Direktflug 300€ gespart. Noch etwas konnten wir durch den Abflug ab Prag in Tschechien gegenüber Deutschland sparen. Das ist aber immer unterschiedlich.
  • In Kapstadt kann man sehr viel mit Uber fahren. Es ist dort weit verbreitet und hat uns auch zur Abholstelle unseres Mietwagens gebracht. Einen Hoteltransfer vom Flughafen kann man meistens auch direkt bei der Hotelbuchung mit dazunehmen.

8. Meine Reisefotografie Ausrüstung

Ich sehe solche Reisen immer in erster Linie als Erlebnis. Erst an zweiter Stelle steht hier ausnahmsweise die Kamera. Ich will also nicht Tonnen an Equipment mitschleppen, aber dennoch einigermaßen brauchbare Fotos mit nach Hause bringen. Die Fotos die ihr in diesem Beitrag gesehen habt, sind alle mit folgendem Equipment entstanden:

Das war es auch schon. Für die Safari habe ich lange überlegt, noch ein Teleobjektiv anzuschaffen. Das ist auch für Leute die es ernst meinen dort in der Tat sehr empfehlenswert – allerdings war es mir zu aufwändig dieses dann gerade bei all den Warnungen zwei Wochen durch Afrika zu schleppen (für nur einen Tag Safari). Ich glaube aber auch so sind für mich einige unvergessliche Aufnahmen entstanden.

Bearbeitet wurden die Fotos komplett mit meinen Farblook Presets für Lightroom, die ich euch an dieser Stelle in Eigenwerbung empfehlen will. Mit diesem Paket legst du mit wenigen Klick diesen Look auf deine Reise- und vor allem Portrait Fotos und erzielst eine sehr stimmungsvolle Wirkung. Sämtliche Bilder wurden mit dem THO 01 Preset bearbeitet.

Vorher: Out of Camera / Nachher: THO 01 Preset

Fazit

Zeit für ein kurzes Résumé zu unserer Reise. Kurz gesagt: Ich würde jeder Zeit wieder hin. Es gibt einfach so viel zu entdecken, wir haben bei weitem nicht alles geschafft. Nehmt euch so viel Zeit wie möglich dafür, mindestens aber zwei Wochen. Sowohl in Kapstadt, als auch entlang der Garde Route fehlt uns einiges, das wir nicht geschafft haben. Optimal wären wohl sogar 3-4 Wochen Zeit für alles (aber wer hat die schon…).

Man ist zwar eine ganze Weile im Flugzeug unterwegs (Direktflug ca. 11 Stunden). Ist man aber erst einmal dort und erblickt die spektakuläre Natur, ist der Aufwand vergessen. Dazu ist das Land extrem vielseitig und die Reise fühlte sich oft surreal an – am einen Tag noch bei wilden Tieren, am nächsten Tag wieder am Strand, dann einmal auf einem Weingut und so weiter.

Wer Angst hat selbst zu fahren: Es ist halb so schlimm und gerade der Mietwagen ermöglicht es einem erst, spontan an alle Orte zu gelangen (die oft auch etwas abgelegen sind). Sogar die Safari könnt ihr mit diesem dann bewältigen.

Wir werden auf jeden Fall wiederkommen. Das Land erlebt gerade auch einen touristischen Aufschwung. Aktuell fühlt man sich dort mit wenigen Ausnahmen noch nicht als Vollblut-Touri. Auch die Preise vor Ort sind maximal so teuer wie hier auf dem Land in Deutschland. Wer die Möglichkeit hat, sollte die Gelegenheit nutzen und sich dieses tolle Land einmal näher ansehen!

Gerade auch für die Kamera lassen sich dort endlos viele tolle Kulissen finden. Lasst euch also von den Warnungen nicht abbringen – die Natur ist einfach zu schön, um sie deshalb nicht zu sehen. Mit etwas Vorsicht und gesundem Menschenverstand wird diese Reise ein unvergessliches Erlebnis.

Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

4 Gedanken zu „Südafrika Reisebericht: Rundreise als Selbstfahrer – ab Kapstadt entlang der Garden Route“

  1. vielen Dank für deine schnelle Antwort.
    Ja, die Temperaturen klingen doch wirklich perfekt zum Erkunden und für Unternehmungen und zum Fotografieren. Ich werde mich mal an genauere Recherchen machen und setze Südafrika direkt mal nach oben auf die Reiseliste.

    Viele Grüße
    Chris

    Antworten
  2. Hallo Markus,

    vielen Dank für diesen tollen und ausführlichen – und fernwehstiftendenen – Reisebericht.

    Bilder sind – natürlich wie immer – Top!
    auch an dieser Stelle ein großes Lob und fettes DANGE für deinen Blog!

    Und: deine Pre-Sets werde ich mir (endlich( zulegen.

    Wie waren die Temperaturen so? Eher warum oder auch mal etwas kälter?

    Viele Grüße vom
    Chris – der Oberfranke in Nürnberg

    Antworten
    • Hallo Chris,

      danke für dein positives Feedback! Im April geht es in Südafrika in den Herbst, hatten Temperaturen um die 20°, oftmals auch noch wärmer bis 26°. Also perfekt für viele Unternehmungen :-) Allerdings wird es dort dann auch schon um 18:30 Uhr dunkel. Ich finde die Reisezeit war aber perfekt für unsere Vorhaben.

      Viele Grüße,
      Markus

      Antworten

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