Portrait Posen für Fotos: 5 Posing Tipps für mehr Natürlichkeit

Am in veröffentlicht. Aktualisiert am 09.01.2022

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Du hast ein Porträt Fotoshooting geplant und die Person steht hilflos vor deiner Kamera? Oder dein Model übertreibt es und macht den Anschein sich wahllos zu verrenken? Doch egal wie – in der Fotografie bist letztendlich du dafür verantwortlich, dass das Portrait am Ende gelingt. Deshalb musst du die Sache in die Hand nehmen und Anweisungen geben. Aber welche? In diesem Beitrag geht es um die besten Posen für Fotos bzw. 5 Posing Tipps, die deine Portraitfotografie auf Anhieb verbessern werden.

1. Portrait Posen Grundlagen: Vermeide diese Fehler

Worum geht es eigentlich beim Positionieren von Personen auf dem Foto? Was möchtest du unbedingt erreichen?

Das Model oder die Person sollte möglichst vorteilhaft aussehen: Weder dick, unbeweglich, noch statisch soll sie auf dem Bild wirken. Dazu sollen Fettnäpfchen wie unvorteilhafte Überstreckungen der Gelenke oder ein Doppelkinn vermieden werden. Stattdessen soll durch Dynamik, Linien und Beweglichkeit eine gute Stimmung im Bild erzeugt werden. Dadurch kann das Portrait zum Leben erwachen und die Person gut aussehen.

Steht dein Model das erste mal vor der Kamera, müssen genaue Anweisungen für Posen vom Fotografen kommen. Fortgeschrittene (aber oft keine professionellen) Models müssen dagegen oft erst einmal gebremst werden. Doch egal wer vor deiner Kamera steht:

Keiner kann genau wissen, wie er sich positionieren soll. Denn die Person kann sich in diesem Moment selbst nicht sehen. Egal, ob die Pose gerade passt, oder nicht: Sag regelmäßig, was du siehst.

Kommunikation ist alles.

Hier ein paar Grundlagen, die ich bei Posen für Fotos immer beachte:

a) Das allerwichtigste zuerst: Symmetrie vermeiden

Das Bild soll möglichst natürlich und beweglich aussehen – was eigentlich das Gegenteil von Symmetrie ist. Symmetrie kann ein schönes Stilmittel sein, unbeabsichtigt sorgt sie aber schnell für eine statische und unbeholfene Wirkung.

Meistens tritt sie versehentlich auf, da unser kompletter Körper einen symmetrischen Aufbau hat: unsere beiden Gesichtshälften, beiden Arme und Beine sind in der Regel so gut wie symmetrisch. Daher solltest du diese Symmetrie nun nach und nach auflösen. Das wird sich auch in den folgenden Tipps durch den ganzen Beitrag ziehen.

Im Prinzip ist es ganz einfach: Weise dein Model an, sich aus der symmetrischen Grundhaltung abzuwenden. Das geht am besten, wenn du das Model etwas eindrehen lässt.

Das Eindrehen wird längst nicht nur bei etwas kräftigeren Personen angewandt, um diese schlanker aussehen zu lassen. Sondern auch bei dünneren Models sehr wirkungsvoll, um allgemein dynamischer zu Wirken: Den Körper der Person leicht eindrehen. Gut sind Winkel von ca. 30° – 45°. Der Kopf bleibt je nach Schokoladenseite aber gerade aus in die Kamera gedreht.

Siehst du, wie die Person dadurch im Folgenden wesentlich lockerer, schlanker und dynamischer aussieht?

b) Hände nicht hängen lassen

Wie eben angedeutet müssen die Arme und Hände aus der symmetrischen Grundhaltung entfernt werden. Daher sollte vermieden werden, die Hände einfach schlapp herunterhängen zu lassen. Das ist das erste, worauf ich achte. Oft sieht das Model mit hängenden Armen etwas aus, wie bestellt und nicht abgeholt. Das Bild sieht mehr nach einem Schnappschuss aus, das Model wirkt unsicher.

Deshalb ist es wichtig, etwas Spannung reinzubringen. Es reicht oft, die Hände einfach an den Körper, z.B. die Hüfte, zu legen. Oder halb oder ganz in die Tasche zu stecken. Oder irgendwo anders „aufzuräumen“ und die Pose damit zu stabilisieren. Ein einfacher Trick ist es, mit der einen Hand den anderen Arm zu greifen.

c) Hände und Model mit Umgebung interagieren lassen

Ein guter Trick um die Hände irgendwie zu „beschäftigen“ ist es, diese einfach mit der Kulisse interagieren zu lassen. Wie in diesem Beispiel kann es ein leichtes sein, z.B. Bäume, Pflanzen, Blumen etc. zu berühren und so für eine bewegliche Pose zu sorgen. Automatisch verschmilzt das Model dann besser mit der Kulisse:

d) Für Spannung in den Beinen sorgen

Nun hast du den Körper eindrehen und Arme bewegen lassen. Fehlt nur noch ein kritischer Blick auf die Beine und Füße. Auch diese wirken durch die Symmetrie meist erst einmal plump, wodurch der komplette Stand oft etwas trampelmäßig aussieht.

Sorge auch hier für Asymmetrie, was automatisch für Spannung und Eleganz sorgt. Ein guter Tipp ist es hierbei auch anzuweisen, das Gewicht auf ein Bein zu verlagern (statt auf beide gleichmäßig). Dadurch kann jedes Bein eine leicht unterschiedliche Position einnehmen, was lockerer aussieht.

Bonus-Trick 17: Der Schulterblick

Nicht nur in der Fahrschule wird der Schulterblick gelehrt. Auch ich greife regelmäßig auf diesen Trick bei Posen für Fotos zurück. Lass dein Model zunächst mit dem ganzen Körper von die weg gedreht stehen. Weise dann an, über die Schulter der jeweiligen Schokoladenseite in die Kamera zu blicken.

Achte darauf nur auf mögliche Falten, die am Hals entstehen und seltsam aussehen können. Dadurch ist diese Pose erst zu empfehlen, wenn der Hals durch Kleidung bedeckt ist:

Portraitotografie Pose mit leichter Drehung
Körper drehen, um Personen schlanker wirken zu lassen. Hier sogar extrem über die Schulter gedreht für mehr Dynamik.

2. Anfänger-Fehler bei Posen für Fotos vermeiden

Wenn du die Portrait Posen Grundlagen erst einmal verinnerlicht und deinem Model erklärt hast, geht es über in Stufe zwei. Hier beobachtest du das Model sorgfältig und entschärfst einfache Fehler. Dadurch wird das Posing perfektioniert.

Im Folgenden zeige ich dir die gröbsten Fehler im Zusammenhang mit einem einwandfreien Posing:

a) Linien außerhalb des Fotos nicht beachtet

Du machst ein Oberkörper Portrait und suchst geeignete Fotoposen. Viele achten nun nur auf den Bereich, der tatsächlich auf dem Foto zu sehen ist. Genauso wichtig sind aber die unsichtbaren Linien, die das Gehirn beim Betrachten des fertigen Fotos ergänzt. Meistens werden diese Linien unten aus dem Bild heraus weiter gedacht. Oft gehen z.B. die Linien von den Armen auseinander. Das Gehirn denkt diese Linien dann weiter. Die Person erscheint dicker. Nimmt die selbe Person die Arme unterhalb des Fotos zusammen, so dass sie nach unten hin weiter gerade aus gehen oder sogar zusammenlaufen, erscheint die Person dünner.

Als Fotograf ist es also deine Aufgabe, eine Stelle im Foto zu finden, wo du am besten den Schnitt machst. Unterstützen kann man das entweder dadurch, dass man die Arme unterhalb des Fotos zusammen nimmt. Wenn man z.B. den Anschnitt bis zu den Oberschenkeln des Models nimmt, kann man die Linien durch das Überkreuzen der Beine zusammenlaufen lassen. So laufen die Linien aufeinander zu und das Model wirkt schlanker.

b) Augenweiß erscheint extrem groß

Vom Auge möchte man eigentlich immer die Pupillen mit der schönen Augenfarbe zeigen. Einmal nicht aufgepasst, und schon verdirbt einem bei unglücklichen Posen für Fotos das Augenweiß das komplette Foto. Achte doch einfach auch bei anderen Fotos in Social Media darauf, das kommt sehr häufig vor.

Dazu wirken weiße und helle Stellen immer besonders ablenkend, da man beim Betrachten immer zuerst auf die hellsten Stellen blickt. Lass dein Model daher immer der Nase nach blicken – das vermeidet, dass solche Missgeschicke passieren:

c) Handflächen zeigen zur Kamera

Hast du schon einmal ein Bild gesehen, bei dem eine Handfläche zur Kamera zeigt? Ich nicht. Und wenn dann ist es wirklich als absichtliches Stilmittel passiert. Versehentlich sollte dir das aus guten Gründen nicht passieren:

  1. Handflächen wirken schnell sehr groß. Oft entsteht dadurch flächenmäßig eine Konkurrenz zum Gesicht, um das es im Porträt hauptsächlich gehen sollte.
  2. Durch das zeigen der Handfläche entsteht unbewusst das Symbol für „Halt! Stopp!“ – das kann sehr abwehrend wirken.
  3. Sobald die Hand wieder eingedreht wird, fließt sie einfach wesentlich natürlicher ins Posing ein.

Das kannst du in diesem Beispiel beobachten:

d) Hände verformen das Gesicht

Vorsicht, wenn wie gerade eben Hände ins Gesicht fassen oder allgemein Körperteile verformt werden: Zwischen einem nachdenklichem Foto und Zahnschmerzen ist es oft nur ein schmaler Grat. Konkret solltest du zu viel Druck vermeiden, wodurch „Dellen“ und Verformungen vermieden werden. Das Bild wirkt dann wieder natürlicher:

e) Kinnhöhe und Doppelkinn vermeiden

Durch die Höhe des Kinns wird automatisch die Kopfhaltung bestimmt. Für die Kommunikation ist es aber meistens leichter, einfach zu sagen Kinn weiter hoch oder runter. Das spart Zeit und weitere Erklärungen.

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Durch die Haltung können verschiedene Stimmungen erreicht werden: Kinn nach unten sieht meist eher ernst oder geheimnisvoll aus. Geradeaus normal bis freundlich. Ist das Kinn nach oben geneigt, kann es auch schnell mal „arrogant“ aussehen.

Was du aber aber auf jeden Fall vermeiden möchtest ist ein Doppelkinn. Sobald du eine Froschperspektive einnimmst solltest du also genau hinsehen. Lass das Model das Kinn gegebenenfalls durchstrecken, was das Kinn auflöst:

f) Konkurrierende Formen vermeiden

Wie auch in der kompletten Fotografie Bildgestaltung und Komposition geht es auch beim Model Posing letztendlich um Formen. Sobald eine Haltung eingenommen wird, entstehen Formen. Die Kunst ist es, davon auch wieder nicht zu viele entstehen zu lassen.

Auch zu viele Formen wirken dann eher starr und unbeweglich. Siehst du, wie im Beispiel zuerst Dreiecke zwischen Arm und Kopf, Arm und Bein sowie Bein und Boden entstehen? Löse diese Missgeschicke auf und das Bild wirkt wieder natürlicher:

Hinweis zur Quelle: Diese Tipps und Vorher-Nachher Beispiele stammen aus meinem Buch »Outdoor Porträts sehen«. Hier zeige ich dir insgesamt 147 Fehler in der Porträtfotografie durch genau solche Vorher-Nachher Beispiele. Ein Kapitel dreht sich auch komplett darum, was du beim Model Posing und Outfit alles beachten solltest. Wenn du in diesem Bereich noch sicherer werden möchtest, solltest du dir das Buch unbedingt näher ansehen.

3. Model Posen: Weniger ist mehr

Nein, wir sind hier nicht in Hollywood oder bei irgendeinem Model Contest. Also hört auf mit den skurrilen und extrem gestellten Posen. Diese wirken meistens einfach nur übertrieben oder gekünstelt. Ähnlich hat das auch Patrick in seinem Beitrag über natürliche Fotos bereits beschrieben. Es gibt zwar Models, die auch solche Posen gut rüberbringen. Ich empfehle aber generell den Ball flach zu halten und sich auf die Basics und den Ausdruck zu konzentrieren. Auch sind bei meinen Shootings die Standardposen, die man aus alt-eingesessenen Studios kennt, verboten.

Es ist doch viel besser, eine Person so wie sie ist, einzufangen. Und ich glaube dafür werden letztendlich viele Fotografen bezahlt. Das erreicht man eher mit den grundsätzlichen Posing Tipps von eben. Man muss auch immer das Verhältnis abwägen, was zu der Person passt. Will man viel Dynamik erzeugen? Macht das bei der geplanten Aufnahme Sinn? Passt es ins Konzept? Oder geht man es lieber „ruhig“ an und reduziert sich z.B. auf die wesentlichen Merkmale der Person und die natürliche Ausstrahlung. Dafür sollte man anfangen, die Person ungestellt zu inszenieren.

4. Anweisen statt Posen

Wie eingangs erwähnt möchten wir Symmetrie vermeiden. Zum Glück ist zwar unser Körper symmetrisch – unsere Bewegungsabläufe allerdings überhaupt nicht. Daher erklärt es sich von selbst, das Porträts in Bewegung lockerer wirken werden.

Wie du beim folgenden Beispielfoto sehen kannst, entstehen beim Fotoshooting extrem lockere Fotos, wenn du den Leuten nicht ständig breit erklärst, wie sie die Hand halten sollen oder in welchem Winkel ihr linkes Ohr stehen soll:

Posen für Fotos in Bewegung
Für ungestellte Pärchen- oder Hochzeitsfotos gibst du einen Rahmen vor und keine direkten Posen. So entsteht Natürlichkeit.

Stattdessen geht der Trend geht aktuell dahin, dass man dem Ganzen eher einen kreativen Rahmen gibt, statt detailliert einzugreifen. Man schafft Situationen und wird als Fotograf nur noch „stiller Beobachter“.

Kurzer Hinweis in eigener Sache: Nützliche Blog Beiträge wie dieser leben nur mit etwas Werbung. Mit meinen Lightroom Presets verbesserst du also nicht nur deine Nachbearbeitung, sondern unterstützt gleichzeitig den Blog:

Ein paar Beispiele, wie du und dein Model in den Flow kommt:

  • Fordere dein Model auf, zwischen zwei Punkten entlang zu laufen
  • Bring einen Bluetooth Lautsprecher mit und spiele Musik ab, um die Atmosphäre aufzulockern
  • Lass das Model (zur Musik) tanzen
  • Fordere ein Paar auf, sich etwas ins Ohr zu flüstern
  • Lass sich die Person in unterschiedliche Gefühlslagen hineinversetzen
  • Lass das Model eine Szene aus einem Film nachstellen und etwas Schauspielern

Bei Pärchen kann das ganze noch lebendiger werden. Inszeniere einen schönen Tag mit ihnen. Fordere sie auf, sich etwas ins Ohr zu flüstern. Oder einen Weg entlang zu laufen. Daraus kann sich wie von selbst eine Dynamik entwickeln. Du als Fotograf tauchst unter und hältst aus dem Hintergrund heraus die Szene fest.

All diese Anweisungen und Ideen sorgen natürlich auch für etwas Spaß beim Fotoshooting. Die Stimmung wird so automatisch aufgelockert. Du musst dann nur noch die richtigen Momente einfangen. Es wird zwar einiges an Ausschuss entstehen, aber die Person wird wesentlich lockerer in Szene gesetzt werden.

Ungestellte Model Posen mit Bewegung
Dieses Foto ist nach der Anweisung frei zu Laufen entstanden.

Wie das oft bei mir aussieht, wenn ich das Model anweise zwischen zwei Punkten hin- und herzulaufen um ungestellte Posen zu erhalten, zeige ich in diesem Video. Vergiss nicht meinen Fotografie Youtube Kanal für kommende Portrait Tutorials zu abonnieren:

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5. Ausdruck ohne Maske zeigen und den Modelblick lernen?

Menschen lieben Gesichter. Gesichter erzählen Geschichten. Gesichert transportieren Emotionen. Es gibt so viele Muskeln, die tagtäglich im Gesicht zusammenspielen. Sie unterstreichen das, was wir sagen oder denken. Und das muss auch auf dem Foto stimmen.

Dabei geht es gar nicht darum, den Modelblick zu lernen. Viel besser ist es, die Person erst einmal ohne die Maske zu zeigen. Welche Maske? Die „Oh nein, ich werde fotografiert“-Maske. Vor allem bei Menschen, die nicht regelmäßig vor der Kamera stehen, ist dieser Ausdruck erst einmal eine natürliche Abwehrreaktion. Oft ist man anfangs etwas schüchtern, ihr müsst beide erst einmal etwas warm werden. Erst dann wird sich die Person öffnen und einen natürlichen Ausdruck annehmen.

Die Person wird die Maske nach und nach fallen lassen.

Einen Großteil macht hierbei die Kommunikation aus. Du solltest niemals ein Lächeln anweisen, sondern eine angenehme Situation schaffen. Dann folgt ein Lächeln von ganz alleine. Das habe ich auch schon in meinem Beitrag über die Kommunikation beim Fotoshooting beschrieben.

Mit erfahrenen Models (oder wenn ihr schon gut miteinander auskommt) gibt es dagegen auch die Möglichkeit wie gerade beschrieben, sich in Gefühlslagen reinzuversetzen. Dazu können einfache Sätze dienen. Sie beginnen ungefähr so: „Stell dir vor wie es sich anfühlt, …“, „Stell dir vor du wärst…“.

Ansonsten ist beim Ausdruck der Mund einer der wichtigsten Faktoren. Er entscheidet (natürlich neben den Augen und vielen anderen Gesichtspartien) grundlegend über den Ausdruck. Meistens finde ich es hier am besten, wenn er leicht geöffnet ist. Das passt zwar nicht zu jeder Persönlichkeit, wenn dann verstärkt es aber den Ausdruck und gibt den Lippen mehr Volumen.

Richtig posen mit einem halb geöffnetem Mund - Modelblick lernen

Tipp: Lässt man die Person nicht direkt in die Kamera schauen, können auch wieder neue Stimmungen entstehen. Zum Beispiel sieht es nachdenklich aus, wenn das Model nach unten sieht. Inspirierend kann es auch aussehen, wenn der Blick nach oben hin aus dem Bild wandert. Oder du probierst aus, wie das Foto wirkt, wenn das Model die Augen schließt.

Fazit: Portrait Posing Tipps

Ich hoffe ich konnte dem Einen oder Anderen die Angst nehmen, vor Ort keine Anweisungen geben zu können. Am besten du prägst dir ein paar dieser Anregungen ein, falls du deinem Model beim nächsten Shooting etwas auf die Sprünge helfen musst. Oft reicht es wirklich aus, ein paar dieser Basics zu beherzigen. So können selbst Anfänger wirklich locker auf den Fotos rüberkommen. Im Zusammenhang mit der Pose stehen natürlich auch wie bereits angedeutet viele andere Faktoren, so z.B. auch die Komposition oder generell, wie das Model vor Ort positioniert wird. Es muss alles ineinander greifen und harmonieren.

Die wirkliche Königsdisziplin, bei der oft die besten Fotos herauskommen ist es, als Fotograf im Hintergrund abzutauchen. Probiere beim Shooting auch einmal weniger direkte Anweisungen zu geben. Dafür schaffst du stattdessen einen Rahmen, in dem sich die Leute bewegen. Bewegen kann man wortwörtlich nehmen: Lass sie laufen oder untereinander interagieren. Lass sie sich Dinge vorstellen oder auch mal etwas schauspielern. Daraus können komplett neue Dinge entstehen, als du sie bisher kanntest.

Wenn dir diese Tipps weiterhelfen konnten wirst du wie gesagt auch mein »Outdoor Porträts sehen«-Buch mögen. Aus diesem stammen die Tricks aus diesem Beitrag. Im kompletten Buch gibt es noch mehr Vorher-Nachher Beispiele wie du Posing, Outfit, Bildgestaltung, Licht und vieles mehr in der Portraitfotografie spielend meistern wirst.

Achte auf die entscheidenden Stellen im Sucher und mach sofort bessere Porträts.

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Markus Thoma

Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

25 Gedanken zu „Portrait Posen für Fotos: 5 Posing Tipps für mehr Natürlichkeit“

  1. Danke für diesen klasse Blog. Ich mag es vor dem Shooting ganz entspannt einen Kaffee zu trinken, ein paar Outfits zu besprechen und dem Model welches mich vielleicht noch nicht so gut kennt Raum zu geben mich kennen zu lernen. Wir unterhalten uns auch beim Shooting über vieles welches wir im Vorgespräch begonnen haben. Ich zeige mein Interesse an der Person und umgekehrt. So findet sich schnell ein freundschaftlicher unkomplizierter Rahmen in dem alles vor der Linse passieren kann aber nicht muss. Musik ist hilfreich und die Ideen kommen oft von ganz allein. Wünsche werden offen ausgesprochen und umgesetzt. Viel gelacht und ich mag einfach das was dabei heraus kommt. nicht selten vergessen dann beide (Model und Fotograf) die Zeit und weitere Termine werden geplant.

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  2. Hallo Markus, kann mich auch nur anschließen und sagen, dass es toll ist, wie du hier deine Erfahrung teilst! Ich fotografiere selbst seit vielen Jahren und bin immer noch manchmal überfordert in Portraitsituationen, weil ich lieber beobachte statt viele Anweisungen zu geben. Aber wie du sagst, es reicht für das Model oft wenige Erklärungen zu geben, was man gerade macht oder kleine Hilfestellungen damit sie sich wohler fühlen. Danke fürs Zeit nehmen und weiter so :-) Hab mich für deine Freebies angemeldet und bin gespannt!

    Antworten
  3. Anschauliche Beispiele und guter Text, die Bilder finde ich sehr überzeugend, Du verstehst wirklich etwas davon, sorry, das soll nicht überheblich klingen, aber ich denke da an div. Negativerfahrungen (via Austausch von/mit anderen), die viel Le(e)hrgeld bezahlt haben von Möchtegernfotografen, die Workshops geben und am Ende steht man da mit unbefriedigenden Ergebnissen und weiß nachher genauso viel wie vorher.
    Da bringt Dein Blog deutlich mehr und Du hälst nicht hinterm Berg, Wissen weiter zu geben.
    Daumen hoch :).
    lg Katie

    Antworten
  4. Einen vielen vielen Dank für diese so wunderbare und hilfreiche Seite.Ohne viel Gerede hast du hier,für mich zumindest,alle wichtigen Dinge gesagt und darum danke für deine Mühe uns so etwas zugeben.Ich bin zwar erst ein Anfänger,durch deine Tipps und Ratschläge habe ich aber schon sehr schöne Bilder gemacht,Danke.

    LG Gina(12)

    Antworten
  5. Mit Pärchen hab ich schon Erfahrungen und fühle mich bei den Shootings sehr wohl und es entstehen super Fotos. Bei Einzelshootings habe ich aber erst ganz wenig Erfahrung. Der Beitrag hat mir gerade extrem viel geholfen und mein Kopf ist voller Ideen, die ich umsetzen will – DANKE!! ☺️

    Antworten
  6. Hey Markus,

    super Tipps :) . Und Du würdest dich sicher wundern, wenn jetzt nicht noch eine Frage kommt ;). Mich würde interessieren, wie Du das mit den manuellen 50ern machst, wenn dein Model läuft oder anderweitig in Bewegung ist?

    LG Marcus

    Antworten
    • Hi Marcus,

      danke! :-) Immer her mit den Fragen. Mit dem manuellen 50er mache ich in der Regel selten viele Sachen in Bewegung. Wenn dann stelle ich den Fokus auf eine bestimmte Distanz ein, und versuche mich gleich schnell mit dem Model zu bewegen. Oder es wird ein bestimmter Punkt fokussiert und gewartet, bis das Model an diesem Punkt ist.

      Viele Grüße,
      Markus

      Antworten
  7. Hallo Markus,
    vielen Dank für die konkreten Tipps ohne viel Drumrumgerede! Ich fotografiere seit 10 Jahren leidenschaftlich, habe mich vor Portraits aber immer gedrückt. Dank deiner Anregungen werde ich es mal probieren, hört sich sehr spannend an!
    Danke
    Silvia

    Antworten
  8. Hallo,
    ich weiß diesen Blog zu schreiben macht viel Mühe und nimmt wertvolle Zeit in Anspruch deshalb möchte ich dir recht herzlich danken für die vielen Tipps und Anregungen die man dazu lernt oder auch wieder in Erinnerung ruft.
    Alles top Gruß Berti

    Antworten

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