Monitor für Bildbearbeitung kaufen: Achte auf diese 9 Kriterien

Am in »« veröffentlicht.

Du beherrschst die Grundlagen der Fotografie, aber wirklich sehenswerte Porträts kommen am Ende nicht heraus? Im kostenlosen 7 Tage E-mail-Kurs prägen wir deinen fotografischen Blick für stimmige Porträts aus. Du erhältst täglich 2-3 Kniffe durch einfache Vorher-Nachher Fotos. Trage dich jetzt in den Newsletter ein und du erhältst den Kurs zusammen mit weiteren nützlichen Tricks und Angeboten zur Portraitfotografie. Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.

Invalid email address

Siehst du während deiner Bildbearbeitung die Farben exakt so, wie sie aussehen? Oder klickst du im Blindflug auf irgendwelche Lightroom-Regler? Wenn du diese Frage nicht sicher beantworten kannst, wirst du wohl noch nicht mit einem farbechten Monitor arbeiten.

In der digitalen Fotografie bearbeitest und betrachtest du Fotos größtenteils auf einem Bildschirm. Für eine effektive Bildbearbeitung musst du also auf dem Monitor möglichst »viel« sehen können. Wenn du während der Bildbearbeitung nicht versehentlich »Blinde Kuh« spielen möchtest, solltest du auf einem guten und kalibrierten Monitor arbeiten. Sonst ist jeder Klick verschwendete Zeit.

Ein farbechter Monitor ist daher ein essentielles Werkzeug für die Bildbearbeitung. Doch das Angebot von Monitoren für die Bildbearbeitung ist riesig. Aus diesem Grund möchte ich dir heute zeigen, worauf du beim Kauf achten solltest.

Keine Angst – im Grunde sind es nur 9 Kriterien, die ich dir gleich möglichst leicht verständlich zeige.

Apple Studio Display als Monitor für Bildbearbeitung

Die besten 4 Monitor Empfehlungen

Bevor wir gleich ein tieferes Verständnis aufbauen zeige ich dir direkt vier sehr gute Empfehlungen für einen Bildbearbeitungsmonitor:

Top 4 Monitor EmpfehlungenBenQ SW240*EIZO ColorEdge CS2420*BenQ SW271C*EIZO ColorEdge CS2740*
Größe24″24″27″27″
AuflösungFullHD1920 x 12004K4K
Pixeldichte94 PPI94 PPI163 PPI163 PPI
Farbabdeckung99% Adobe RGB
100% sRGB
99% Adobe RGB
100% sRGB
99% Adobe RGB
100% sRGB
99% Adobe RGB
100% sRGB
Kontrast1000:11000:11000:11000:1
Helligkeit250 Nits350 Nits300 Nits350 Nits
Preis430€664€1392€1450€

In erster Linie empfehle ich einen 27″ Monitor mit 4K Auflösung. Er sollte den Adobe RGB Farbraum mindestens zu 85% (optimal sind 99%) und den sRGB Farbraum zu 100% abdecken. Ein Kontrastwert von 1:1000 ist in Ordnung. Die Helligkeit sollte mind. 300 Nits betragen. Die gelisteten Monitore verfügen über eine Hardware-Kalibrierung.

Wieso und was das alles zu bedeuten hat, zeige ich dir jetzt ausführlich.

Wieso ein farbechter Monitor so wichtig ist

Wie gerade erwähnt spielt sich die digitale Fotografie zu 90% auf Bildschirmen ab. Doch reguläre Monitore haben da so ihre eigenen (negativen) Eigenschaften, wie sie das Bild wiedergeben. Sie beeinflussen das Bild immer in irgendeiner Weise oder sind einfach nicht in der Lage, die nötigen Feinheiten in den Farbabstufungen zu zeigen.

Für dich bei der Bildbearbeitung ist es allerdings essentiell, dass du ein neutrales Bild deiner Arbeit begutachten kannst. Ohne eine neutrale Bildwiedergabe ist sonst jeder Klick auf einen Farbregler verschwendete Zeit. Denn du siehst ja ohnehin nicht, was du gerade tust.

Ich vergleiche das gerne mit der Musikproduktion. Im Tonstudio wird auch mit sehr neutralen Lautsprechern gearbeitet. Diese Klingen ohne persönliche Equalizer Anpassungen im ersten Moment relativ »trocken«. Doch du bemerkst schnell, dass du auf diese Weise selbst feinste Details erhören und dementsprechend anpassen kannst.

Natürlich haben die Producer keinen Einfluss darauf, mit welchen Boxen oder Bass-Effekten deren Musik später vom Endverbraucher angehört wird. Müssen sie auch nicht. Sie müssen nur einen in sich stimmigen Mix liefern.

Bleiben wir kurz im Multimedia Bereich, genauer gesagt bei den neuesten TV-Geräten. Bei meinem OLED TV stehen die wildesten Kontrast- und Nachschärfungsoptionen zur Auswahl. Ein Modus der mich aber aufschauen lässt ist seit ein paar Jahren der sog. »Filmmaker Modus«. Denn auch hier wird absichtlich auf verrückte Kontrast-Effekte verzichtet. Mit dem Ziel den Film genau so wiederzugeben, wie es im Sinne der Erfinder war.

Du weißt worauf ich hinaus möchte. Wenn du es mit der Fotografie ernst meinst, muss ein guter und vor allem kalibrierter Monitor her. Was das genau ausmacht, zeige ich dir jetzt.

Eine Monitor Kalibrierung ist immer die Grundlage

Eines vorneweg: Egal wie günstig oder teuer dein Monitor am Ende ist – um eine professionelle Bildschirmkalibrierung per Kolorimeter wirst du nicht herumkommen. Im verlinkten Beitrag zeige ich dir, wie das funktioniert. Die top Modelle der CG-Serie von Eizo besitzen sogar ein integriertes Kolorimeter direkt im Bildschirm.

Erst durch eine Kalibrierung stellst du sicher, dass das Bild auch in deiner jeweiligen Arbeitsumgebung (Licht, etc.) sowie nach Gerätealterung identisch bleibt.

Schnelltest Kalibrierung: Kannst du die 1en auf deinem Monitor sehen?

Grundsätzlich kannst du dir das so vorstellen:

Ein guter Monitor kann zwar viele Farben und Kontraste darstellen. Allerdings weiß er eigentlich gar nicht, wie diese in der Realität aussehn und bei dir ankommen. Durch das Kolorimeter gibst du dem Rechner während der Kalibrierung ein Auge. Ein Kolorimeter ist im Endeffekt eine Art »Kamera« zur Überprüfung der Farben. Dieses Gerät wird auf dem Bildschirm platziert, während der Rechner zur Überprüfung verschiedene Farben anzeigt. Weit verbreitet ist dafür der Spyder 4 Pro*. Im Kalibrierungsprozess überprüft der Rechner dann selbstständig, wie jede Farbe am Ende überhaupt rauskommt. Und korrigiert bei Bedarf.

Diese Korrektur kann auf zwei Arten erfolgen: Einer wirklichen Kalibrierung, die am Bildschirm selbst vorgenommen wird. Hier spricht man auch von einer Hardware-Kalibrierung. Dadurch wird dem Bildschirm nach der Messung eine Datei zugespielt, die den Bildschirm seitens der Hardware einstellt. Wenn der Bildschirm das nicht unterstützt, erfolgt lediglich eine software-seitige Profilierung. Das bedeutet, dass Farbstiche nur »virtuell« über ein Profil der Grafikkarte korrigiert werden. Von Vorteil ist hier immer die erste Variante.

Nur durch eine Kalibrierung / Profilierung kannst du am Ende wirklich die neutrale Referenz deiner Fotos erschaffen. Ich behaupte sogar oft, dass die Kalibrierung mindestens genauso wichtig ist wie der Monitor selbst (oder sogar noch wichtiger). Eine Monitor Kalibrierung kann auch günstige Geräte einigermaßen brauchbar machen. Und die teuren perfektionieren.

Monitor Kauf: Achte beim Kauf auf diese 9 Kriterien

1. IPS, OLED oder MiniLED Panel?

Das Kernstück eines jeden Bildschirms ist das Panel. Also die Fläche, auf der die Pixel leuchten und auf die du ständig schaust. Hier haben sich über die Jahre viele Technologien entwickelt. Mittlerweile konnte sich das IPS-Panel gut durchsetzen. Also im Grunde ein LCD-Display. Es bietet in Hinblick auf Farben und Kontrasten die meisten Möglichkeiten.

Ich selbst habe darüber hinaus noch Erfahrungen mit einem OLED-Panel auf meinem TV, sowie MiniLED Panel von meinem Macbook Pro 14″ machen können. Diese sind in Sachen Kontrast und Schwarzwert noch einmal wesentlich intensiver. Sie besitzen im Gegensatz zu LCD-Displays keine Hintergrundbeleuchtung über die komplette Fläche. Sondern können einzelne Pixel für ein tiefes Schwarz tatsächlich ausschalten (OLED) oder zumindest die LED-Leuchte direkt hinter dem schwarzen Pixel ausschalten (MiniLED). Dadurch siehst du meist keine Abstufung mehr zum eigentlichen Displayrand. Unglaublich.

Schwarzer Rand bei Videos: Links tiefes Schwarz (MiniLED), rechts eher Anthrazit (IPS / LCD).

Meistens erkennst du OLED und MiniLED Bildschirme an Kontrastangaben wie 1.000.000:1 statt den herkömmlichen 1000:1 von LCD Displays..

Leider sind diese Technologien noch nicht ganz praxistauglich oder bei größeren Displays zu kostenintensiv. Daher bleibt die Empfehlung beim IPS-Panel.

2. Die perfekte Monitorgröße: 24″ vs 27″ vs 32″

Die Größe ist ein sehr wichtiger Faktor – denn du willst auf deinem kommenden Monitor bei deiner Bildbearbeitung ja auch etwas erkennen. Die Bildschirmdiagonalen werden dabei immer in Zoll angegeben. Du kannst die Zoll Angaben in Zentimeter umrechnen, indem du sie mit dem Faktor 2,54 multiplizierst.

Aktuell machen diese Zoll-Größen für die Bildbearbeitung Sinn:

  • 24″ Monitore (60,96cm Diagonale)
  • 27″ Monitore (68,58cm Diagonale)
  • 32″ Monitore (81,28cm Diagonale)

Ich würde dir für die Bildbearbeitung einen 27″ Monitor empfehlen. Denn so kannst du z.B. beim Bilder sortieren in Lightroom direkt viel erkennen. Mit ausreichend Auflösung musst du mit dieser Größe nicht einmal hineinzoomen um zu sehen, ob die Schärfe auch perfekt sitzt. Das spart viel Zeit.

Auch macht es dir mehr Bildschirmdiagonale einfacher, beim Auswählen 10 Fotos zum Vergleich nebeneinander anzuzeigen und auszusortieren.

Nicht nur hier ist ein größerer Monitor praktischer. Sondern auch bei anderen Alltags-Aufgaben, wo du mit zwei Programmfenstern auf je einer Bildschirmhälfte arbeitest. Z.B. bei einer Internet-Recherche und Notizen in ein Word-Dokument.

Größer als 27″ solltest du den Monitor nicht unbedingt wählen. Das kann ungewohnt wirken und auch sinkt dabei meistens die Pixeldichte. Vorher könntest du überlegen, ob nicht vielleicht ein 2-Monitor-Setup aus zwei Bildschirmen Sinn machen könnte.

Nichtsdestotrotz: Beachte bei der Größenwahl auch deine örtlichen Gegebenheiten. Wie viel Platz hast du auf deinem Schreibtisch überhaupt? Wie weit kannst du vom Bildschirm entfernt sitzen? Ist nach oben ein Regal im Weg? Prüfe dafür die Maßangaben (Breite und Höhe) des jeweiligen Produkts.

Ich selbst habe eine 180x80cm Schreibtischplatte und sitze effektiv in einem Abstand von 65cm vor meinem 27″ 5K Monitor weg. Das finde ich optimal.

3. Auflösung: FullHD, 2K, 4K oder 5K für einen 27″ Monitor?

Die Auflösung gibt an, wie viele Bildpunkte auf dem Bildschirm leuchten. Je mehr das sind, desto detailreicher und schärfer ist die Bildwiedergabe. Um z.B. ohne ins Bild zoomen zu müssen die Schärfe zu beurteilen, ist eine hohe Auflösung immer von Vorteil.

Mit einer hohen Auflösung hast du zusätzlich die Möglichkeit die Fläche auf dem Bildschirm effizienter zu nutzen, da mehr dargestellt werden kann. Und auch alles andere wie Vektorgrafiken und Schriften im Internet sehen einfach schöner aus, da nichts mehr ausfranzt.

Aktuell sind diese Monitor Auflösungen verbreitet:

  • Full HD – die etwas angestaubte Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln
  • WQHD – die 2-fache HD Auflösung mit 2560 x 1440 Pixeln
  • 4K – die 4-fache HD Auflösung mit 3840 x 2160 Pixeln
  • 5K – die 5-fache HD Auflösung mit 5120 x 2880 Pixeln

Die Anzahl der Bildpunkte sind aber nur das halbe Geheimnis der Auflösung. Denn diese musst du immer die Fläche rechnen, auf der die Punkte angezeigt werden. In Verbindung mit der Bildschirmgröße ergibt sich dann die tatsächliche Pixeldichte.

Welche Auflösung also für 24″, 27″ und 32″ wählen?

  • WQHD für 24 Zoll Monitore
  • mindestens 4K für 27 Zoll Monitore
  • mindestens 5K für 32 Zoll Monitore

Hier findest du ein gutes Tool zur Berechnung der Pixeldichte. Natürlich hängt die wahrgenommene Schärfe auch wieder mit dem Abstand zum Monitor und dem individuellen Sehvermögen ab. Allerdings sagt man, dass das menschliche Auge ab 300 PPI keine einzelnen Pixel mehr erkennen kann. Dadurch wirkt alles komplett scharf, auch Schriften franzen nicht mehr aus. Diese Werte werden aktuell aber nur von mobilen Geräten erreicht. Dennoch kann man sich diesen Werten auch am Monitor für die Bildbearbeitung schon nähern.

Beispiele für Pixeldichte verschiedener Geräte:

  • ein 24″ Monitor mit FullHD Auflösung besitzt 94 PPI
  • ein 24″ Monitor mit 2K Auflösung besitzt 122 PPI
  • ein 27″ Monitor mit 2K Auflösung besitzt 109 PPI
  • ein 27″ Monitor mit 4K Auflösung besitzt 163 PPI
  • ein 27″ Monitor mit 5K Auflösung besitzt 218 PPI
  • ein 32″ Monitor mit 4K Auflösung besitzt 138 PPI
  • ein 14″ Macbook mit 3024 x 1964 Auflösung besitzt 258 PPI
  • ein iPhone 14 mit 6,1″ und 1170 x 2532 Auflösung besitzt 457 PPI

Der Sweetspot liegt meiner Ansicht nach bei einem 27″ Monitor mit 4K Auflösung.

Einige der Bildschirme, die ich gleich empfehle, gibt es z.B. mit verschiedenen Auflösungen. Klar kannst du hier sparen, wenn du nur 2K WQHD auf 27″ wählst. Langfristig werden dir aber wohl 4K dabei helfen, die Schärfe und damit das Bild besser beurteilen zu können.

Achja: Auflösung ist in der Bildbearbeitung nicht alles. Vielmehr geht es später um einen guten Kompromiss aus Auflösung, Größe, Farbraum, Kontrast und co.

Hinweis: Bevor du jetzt losstürmst und dir die höchste Auflösung kaufst – schau erst einmal nach, was deine Grafikkarte unterstützt. Denn je höher die Auflösung ist, desto mehr muss deine Grafikkarte können. Google also kurz dein Grafikkarten-Modell und welche Auflösung diese überhaupt ausgeben kann.

4. Anschlüsse: Welche Schnittstelle bietet deine Grafikkarte?

Wo wir schon beim Thema Grafikkarte sind: Jede Karte und jeder Monitor haben unterschiedliche Anschlüsse zur Verfügung. Am weitesten verbreitet sind aktuell diese:

  • HDMI
  • Thunderbolt (USB-C Stecker)
  • Displayport

Schau einfach mal an deinen Rechner, welche Anschlüsse er für Bildschirme hat. Windows Rechner dürften hier meistens mit HDMI keine Probleme haben. Die Macs von Apple besitzen meistens auch einen Thunderbolt Anschluss. Displayport ist unter beiden Systemen verbreitet.

Mein 14″ Macbook Pro M1 Max betreibe ich beispielsweise direkt über Thunderbolt Kabel mit dem Studio Display. Der Clue: Thunderbolt überträgt nicht nur Bildschirmsignale sondern bietet genug Reserven für weitere Datenströme. Darüber lässt sich das Display auch als USB-Hub für meine Festplatten nutzen. Gleichzeitig fließt zum Macbook auch Ladestrom. Ein Stecker für alles.

5. Farbraumabdeckung: sRGB oder Adobe RGB?

Oh nein, nicht schon wieder Farbräume. Schon Photoshop nervt doch ständig beim Öffnen einer Datei mit irgendwelchen Farbraum Meldungen. Ja – in unserem Bereich dreht sich eben alles um Farben :-)

Erhalte die besten Beiträge direkt in dein Postfach.

Im kostenlosen Newsletter erhältst du immer den neuesten Beitrag und lernst stetig dazu. Trage dich jetzt wie bereits über 6000 fotografiebegeisterte Personen ein. Einfach, schnell und unverbindlich. Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.

Invalid email address

Und auch bei der Bildschirmwahl solltest du darauf schauen, welchen Farbraum der Monitor überhaupt abbilden kann. Ansonsten kannst du manche Details vielleicht gar nicht wahrnehmen. Je mehr Farben der Monitor darstellen kann, desto präziser erfolgt deine Bildbearbeitung.

Beachte diese zwei Farbbereiche:

  • sRGB: Ein solider Farbumfang, der vor allem für die online Betrachtung und Verbreitung deiner Fotos sehr gut geeignet ist.
  • Adobe RGB: Ein etwas weiterer Farbumfang, den du vor allem nutzen solltest, wenn du viele deiner Fotos für den Druck aufbereitest. Das bezieht sich vor allem auf den Druck durch professionelle Anbieter. Browser haben manchmal sogar Probleme Adobe RGB korrekt darzustellen.

Solltest du auf sRGB oder Adobe RGB achten? Da Adobe RGB der größere Farbraum ist, hat sich dieser als Maßstab für die Angabe vom möglichen Farbumfang eines Monitors eingebürgert. Hier spricht man dann z.B. von einer 100%igen Darstellung des Farbraums – oder eben etwas weniger. Je mehr, desto besser.

Im Grunde wird für die allermeisten Anwendungen (v.a. Online und Betrachtung auf Bildschirmen) eine 100% sRGB Abdeckung voll ausreichen. Eine Adobe RGB Farbabdeckung ab 80% ist gut. Falls du viel im Druck arbeitest solltest du eine 99% Adobe RGB Abdeckung wählen.

6. Kontrast: Wie schwarz ist Schwarz?

Der hellste Pixel in deinen Bildern kann ein 100% Weiß sein. Der dunkelste Punkt ein 0% Schwarz. So die Theorie. Doch wie weit können Bildschirme das überhaupt darstellen?

Vor allem bei dem Teil mit dem 0% Schwarz – also einem Pixel der überhaupt nicht mehr leuchtet – kommen herkömmliche LCD-Displays an ihre Grenzen. Das liegt daran, dass die Hintergrundbeleuchtung immer die komplette Bildfläche ausleuchtet. Auch die Stellen, die ja eigentlich schwarz bzw. »aus« sein sollten.

Daher leuchten bei LCD-Fernsehern bei Filmen im extremen Breitbild die schwarzen Balken oben und unten immer noch in einem »Dunkelgrau« statt einfach nur schwarz zu sein.

Wie bereits angedeutet umschiffen OLED- und MiniLED Panels diese Problematik: Sie können die Pixel bzw. Hintergrundbeleuchtung für ein 0% Schwarz tatsächlich gezielt an diesen Stellen ausschalten und für maximalen Kontrast sorgen. Das ist der Grund, wieso das LCD Studio Display neben dem MiniLED Panel vom Macbook etwas »flauer« aussieht. Leider sind die OLED- und MiniLED Panels aufgrund von Einbrennen (OLED) oder schlicht dem teuren Preis (MiniLED) für größere Bildschirmdiagonalen noch Zukunftsmusik.

Für die LCD-Monitore ist ein Kontrastwert von 1000:1 bis 1300:1 normal. OLED und MiniLED punkten mit bis zu 1.000.000:1.

7. Display Helligkeit: Prüfe das Umgebungslicht vom Arbeitsplatz

Du kennst das bestimmt wenn du probierst, in der prallen Sonne etwas auf dem Handy- oder Kameradisplay zu erkennen. Das liegt daran, dass das Umgebungslicht wesentlich heller leuchtet als dein Display. Wenn dein Handy nicht wirklich hell leuchtet, erkennst du gar nichts mehr.

Genau so ist es auch mit deinem Monitor für die Bildbearbeitung. Dieser muss immer hell genug für den jeweiligen Einsatzort sein. Arbeitest du in einem lichtdurchfluteten Raum mit vielen Fenstern? Gibt es die Möglichkeit den Raum abzudunkeln? Oder ist er sowieso nicht der hellste (Raum)?

Wenn der Raum relativ dunkel ist oder das Wetter bewölkt ist, ist die Helligkeit der meisten Monitore ausreichend. Dann reichen Monitore mit einer Helligkeit von 250-300 Nits.

Doch falls die Sonne rein knallt und du vielleicht sogar direkt neben einem Fenster sitzt, beeinträchtigt das wieder die Beurteilung deiner Bilder. Hier würde ich einen Monitor ab 350 Nits empfehlen. Zusätzlich kannst du die Anschaffung einer Blendschutzhaube für den Monitor überlegen.

Je heller der Raum, desto heller muss auch der Monitor leuchten können.

Die Bedingungen deines Arbeitszimmers werden auch bei der Kalibrierung direkt mit einbezogen. Kolorimeter haben dafür auch einen Lichtsensor für die Umgebung.

Ich selbst habe in meinem dunklen Homeoffice die Erfahrung gemacht, dass ich die maximale Helligkeit (600 nits) vom Studio Display gar nicht ausfahren kann. Denn dann stimmt der Weißpunkt der Kalibrierung nicht mehr. Wundere dich also nicht, wenn dein Display nach der Kalibrierung etwas dunkler erscheint.

8. Die Oberfläche: Spiegelndes oder mattes Display?

Generell ist ein mattes Display für die Bildbearbeitung besser. Bilder lassen sich ohne Spiegelungen einfacher beurteilen. Und auch Fenster oder andere Dinge spiegeln sich nicht im Display. So kannst du direkter Arbeiten.

Okay – wieso spiegeln dann aber doch so viele Displays? Wieso gibt es nicht nur matte?

Der Grund ist ganz einfach: Spiegelnde Displays sehen hier und da einfach etwas brillanter aus. Schärfe kommt besser zur Geltung, Kontrast und Schwarzwert sehen knackiger aus.

Ich liebe das Bild von meinem OLED-Fernseher wenn ich abends irgendwelche Sendungen darauf schaue. Aber tagsüber ist das Teil wie ein Spiegel für’s Wohnzimmer. Die Oberfläche ist extrem spiegelnd – ein Faktor für den extrem guten Schwarzwert. Auch sonst spiegeln alle möglichen Handy-, Macbook- und Laptop-Displays wohl genau aus diesem Grund. Auch wenn es bei Apple Displays mittlerweile die Option für ein entspiegeltes Display gibt.

Daher würde ich sagen: Es ist auch etwas Geschmackssache, wofür du dich entscheidest. Und natürlich wieder wo sich dein Schreibtisch befindet. Mein Schreibtisch befindet sich im 90° Winkel zum Fenster, weshalb sich hier nichts spiegeln kann. Wenn sich irgendwo hinter deinem Rücken ein Fenster versteckt, solltest du über ein mattes Display nachdenken.

9. Bonus Funktionen: Die Nice-To-Haves

Vom Kamerakauf her wirst du vielleicht wissen: Produkte können auf dem Papier und Datenblatt die besten sein. Sobald man dann aber im Alltag mit ihnen arbeitet, stellt man schnell fest, dass diese Werte nicht alles sind. Und so gibt es auch bei Monitoren ein paar Dinge im Alltag, die zwar nicht obligatorisch, aber trotzdem irgendwie cool sind. Nice-To-Haves eben.

Diese Features machen deinen Bildschirm darüber hinaus vor allem auch für den normalen Alltags- und Homeoffice-Einsatz tauglich. Wäge einfach ab, ob du eines dieser Dinge für nötig befindest.

Mit diesen Zusätzlichen Ausstattungsmerkmalen können Bildschirme glänzen:

  • Hardware-Kalibrierung: Statt einer Software-Profilierung kann ein Profil direkt in den Bildschirm geladen werden. Dieser stellt das Bild dann direkt in der Hardware ein. Ein beinahe essentielles Feature für professionelle Monitore.
  • Selbstkalibrierung: Die sehr teuren Top-Modelle von Eizo (CG-Serie) besitzen ein integriertes Kolorimeter. Dieses fährt beim Kalibrierungsprozess vom Bildschirmrand aus. Alles funktioniert automatisch und ist anschließend farbtreu.
  • Integrierte Lautsprecher: Falls du keine Soundanlage hast und nicht ständig Kopfhörer nutzen möchtest, sind integrierte Lautsprecher praktisch. Zugegebenermaßen klingen diese meistens nicht wirklich toll.
  • Integrierte Webcam und Mikrofon: Sobald du an Meetings teilnehmen, einen Bekannten anrufen oder mit einer Freundin per Video telefonieren willst, sind integrierte Webcam und Mikrofon äußerst praktisch. Ich selbst mag es nicht, wenn irgendwo dann noch eine einzelne Webcam rumfliegt.
  • Thunderbolt: Wie bereits oben und im Macbook Tricks Beitrag erwähnt, ist Thunderbolt eine tolle Schnittstelle. Sie überträgt nicht nur das Bildsignal, sondern auch weitere Daten. Chillig.
  • Weitere Anschlüsse: Oft bieten Bildschirme zumindest ein paar USB-Anschlüsse. Das ist praktisch, wenn diese direkt am Rechner chronisch ausgebucht sind. Oder du nicht bei jedem Anstecken hinter den Rechner kriechen möchtest. Thunderbolt bewährt sich auch hier, um diesen Komfort mit nur einem Stecker zu realisieren.
  • Ergonomie: Ja, mit der Bildbearbeitung kannst du viele viele Stunden verbringen. Tage. Spätestens wenn du die Fotografie als Beruf betreiben möchtest, wirst du sehr viel Zeit vor dem Rechner verbringen. Etwas Ergonomie wirst du somit zu schätzen wissen. Diese kommt vor allem durch die passende Bildschirmhöhe. Achte daher auf einen höhenverstellbaren Ständer oder nutze einen Tischarm für den VESA-Mount*.
  • Design: Seit ich 5 Jahre mit einem iMac gearbeitet habe, liebe ich den Charme von gutem Design am Arbeitsplatz. Es motiviert mich einfach, überhaupt mit den Geräten zu arbeiten. Mit einem Auge kannst du daher auch den optischen Wohlfühlfaktor prüfen, der durch Design, Materialien und Verarbeitung entsteht.
  • Gaming Anforderungen: Möchtest du mit deinem Monitor auch Spiele zocken? Für Gaming spielt Geschwindigkeit eine entscheidende Rolle. Daher sollte der Bildschirm eine möglichst geringe Reaktionszeit sowie hohe Bildwiederholrate besitzen. Dann läuft das Spiel einfach etwas runder. Achte auf maximal 5 Millisekunden Antwortzeit. 75Hz sind ein guter Kompromiss für’s Gaming, 100Hz bis 144Hz optimal. G-Sync sorgt dafür, dass variable Framerates möglich werden.

Zwischenfazit: Das sollte der Monitor bieten

Wie du siehst gibt es einige Punkte zu beachten. Diese klingen beim ersten Lesen vielleicht kompliziert, beim zweiten Mal aber nicht mehr ganz so verrückt. Frage wie immer:

Gibt’s die Farbabdeckende-Kontrast-Helligkeits-Sau? Nein.

Wie bei jedem Kauf wirst du niemals alles haben können. Das wirst du gleich bei den Geräten sehen. Ein BenQ Monitor mit 99% Adobe RGB Farbabdeckung schafft es vielleicht nur auf 94 PPI Auflösung. Das Apple Studio Display mit satten 218 PPI Auflösung, 600 nits und schickem Design schafft aber wieder nur 85% Adobe RGB Abdeckung. Das überragende Asus ProArt Display mit 32″, 138 PPI, 600 nits und unglaublichem 1.000.000:1 Kontrast kostet wieder über 2500€. Wie du siehst – irgendwas fehlt immer! Daher möchte ich (ungeachtet der räumlichen Umstände) einfach mal eine realistische Empfehlung aussprechen.

Monitor für Bildbearbeitung Anforderungen:

  • 27 Zoll Bildschirmdiagonale
  • 4K Auflösung
  • 99% Adobe RGB Farbabdeckung (zumindest nicht niedriger als 85%)
  • 100% sRGB Abdeckung
  • Kontrast von 1000:1 (optimal ab 1:1200)
  • mind. 300 Nits Helligkeit
  • Idealerweise Hardware-Kalibrierung

Gleich zeige ich dir viele solcher Displays. Einen solchen Monitor erhältst du ab circa. 700€. Keine Sorge – wenn du nur einen dieser Aspekte etwas entschärfst findest du auch günstigere Monitore.

Monitore nach Preissegment (300€, 750€, 1000€, 2000€)

Günstiger Monitor für Bildbearbeitung bis 300€

Dell S2421HN – Die Low-Budget Option ohne Adobe RGB Abdeckung

Dell 24" Monitor

Der Dell S2421HN ist ein sehr günstiger Monitor für die Bildbearbeitung und deckt 99% vom sRGB Farbraum ab. Nach einer eingehenden Kalibrierung kannst du ihn daher für die Erstellung von Bildern für die Betrachtung auf Displays verwenden. Bei Adobe RGB sieht es schlechter aus, weshalb ich ihn nicht für den Druck empfehlen würde. Plane also zu den 140€ noch das Budget für einen Spyder. Dennoch solltest du überlegen, ob du nicht noch weiter sparst und den BenQ SW240* anschaffst.

Zum Bildschirm bei Amazon*

Monitor für Bildbearbeitung bis 750€

Eizo ColorEdge 2420 – Farbechter 24″ Monitor mit guter Leuchtkraft

Eizo Monitor für Fotobearbeitung

Der Eizo Bildschirm ist nur in FullHD aufgelöst und schafft es damit trotz kleinerer 24″ Größe lediglich auf 94 PPI. Dennoch erhältst du schon bewährte Eizo Qualität mit 99% Adobe RGB Abdeckung. Die Helligkeit von 350 Nits sind guter Durchschnitt. Der Monitor ermöglicht eine Hardware Kalibrierung.

Zum Bildschirm bei Amazon*

BenQ SW270C – 27″ Monitor mit gratis Lichtschutzhaube

BenQ Adobe RGB Monitor in 27"

Der BenQ ist ein relativ günstiger 27″ Monitor und löst mit 2K auf. So schafft er es auf 109PPI. Wie alle Geräte der BenQ SW-Serie punktet er mit 99% Adobe RGB Abdeckung. Seine Helligkeit mit 300 Nits würde ich eher in Räume ohne helle Fenster ordnen. Aber: Im Lieferumfang ist tatsächlich kostenlos eine Lichtschutzhaube enthalten. Der Monitor ermöglicht eine Hardware Kalibrierung.

Zum Bildschirm bei Amazon*

Monitor für Bildbearbeitung bis 1000€

Eizo ColorEdge CS2731 – Adobe RGB mit mangelnder Pixeldichte

Eizo Monitor mit WQHD 2560 x 1440 Pixel Auflösung

Dieser Bildschirm ist der günstigste Eizo in meiner empfohlenen 27″ Bildschirmdiagonale. Das schafft mehr Platz für deine Fotos. Leider ist er kein 4K Gerät und löst mit 2K lediglich mit 109 PPI auf. Kontrast- und Helligkeit sind durchschnittlich und in Ordnung. Extras sind die Möglichkeit zum Laden von Laptops über USB-C sowie die Möglichkeit zur Hardware Kalibrierung.

Zum Bildschirm bei Amazon*

Asus ProArt PA329CV – Großer 32″ Monitor ohne hohe Farbabdeckung

Asus 100% sRGB Monitor

Mit dem Asus Display findest du den ersten 32″ Monitor. So kannst du besonders gut Bilder vergleichen oder den Arbeitsplatz aufteilen. Mit 4K Auflösung kommt er auf eine Pixeldichte von guten 138 PPI. Während du mit 100% sRGB Abdeckung gut für Bildschirme bearbeiten kannst, lässt die ledigliche 79% Adobe RGB Abdeckung für den Druck etwas zu wünschen übrig. Die Helligkeit von 350 Nits sind auch hier Durchschnitt und können bei HDR Inhalten auf 400 nits gesteigert werden.

Zum Bildschirm bei Amazon*

Monitor für Bildbearbeitung bis 2000€

BenQ SW271C – Stabiler 27″ Adobe RGB Monitor mit guter Pixeldichte und Hardware-Kalibrierung

BenQ Adobe RGB und sRGB Monitor

Wenn ich noch einmal einen Bildschirm kaufen würde, wäre es wohl dieser. Der BenQ ist der günstigste 4K Adobe RGB Monitor und bietet große 27″ Bildschirmdiagonale. Dadurch landet er beim Sweetspot einer Pixeldichte von 163 PPI. Zusammen mit der 99% Adobe RGB Abdeckung und durchschnittlichen 300 Nits Helligkeit kannst du hier bedenkenlos zugreifen. Es gibt dasselbe Modell auch in 32″ – hier kommt die Helligkeit allerdings nur noch auf 250 Nits. Der Monitor ermöglicht eine Hardware Kalibrierung.

Zum Bildschirm bei Amazon*

Eizo ColorEdge CS2740 – Profi Bildbearbeitungsmonitor mit guter Auflösung

Eizo Monitor mit 27 Zoll und 4K Auflösung

Auch bei Eizo bekommt man nun endlich in diesem Preisbereich einen 4K Monitor für die Bildbearbeitung mit 27″ Diagonale. Damit landet der CS2740 auch beim Sweetspot von 163 PPI. Er leuchtet mit 350 Nits recht gut, bietet Selbtkalibrierung und USB-C Laden. All das in bewährter Eizo Qualität. All das macht ihn zu einem guten Bildschirm für die Bildbearbeitung. Der Monitor ermöglicht eine Hardware Kalibrierung.

Zum Bildschirm bei Amazon*

ASUS ProArt PA32UCX-PK – Kontrastreiches Panel mit hoher Farbabdeckung und Auflösung

Asus ProArt Monitor für Bildbearbeitung

Mit circa 1650€ zählt dieser Asus ProArt zu den teureren Monitoren. Er bietet ein 27″ Display mit 4K, was ihm den Sweetspot von 163 PPI ermöglicht. Seine Hauptbesonderheit liegt im MiniLED Panel – was nicht nur den überragenden Kontrast von 1.000.000:1 ermöglicht. Auch kann er HDR Inhalte mit einer Spitze von bis zu 600 Nits darstellen. Der Monitor besitzt fast 100% Adobe RGB Abdeckung und ermöglicht eine Hardware Kalibrierung.

Zum Bildschirm bei Amazon*

Die besten Apple Design Monitore für Macbook Pro und co.

Apple Studio Display – Hoch aufgelöster Design Monitor ohne Hardware-Kalibrierung

Apple Design Monitor für Macbook Pro

Schade, dass das doch recht preisintensive Studio Display lediglich eine Farbabdeckung von 85% Adobe RGB und keine Hardware-Kalibrierung bietet. Wenn du diesen Kompromiss eingehst erhältst du allerdings durch die 5K Auflösung auf 27″ unglaubliche 218 PPI Pixeldichte. Das ist super scharf! Auch gehört das Display mit den 600 Nits zu den hellsten Monitoren. Das ermöglicht die Bildbearbeitung auch in sehr hellen Räumen. Gegen spiegelnde Fenster gibt es die Option auf ein mattes Glas. Der Kontrast ist mit 1200:1 relativ gut. Nette Extras sind das typische Apple Monitor Design, integrierte Lautsprecher, Mikrofone und Webcam. Bildsignal, Hubs und Stromversorgung funktioniert über ein einzelnes Thunderbolt Kabel, was das Display optimal für Macbook Pro und Konsorten macht. Für Windows Geräte würde ich das Display nicht empfehlen.

Zum Bildschirm bei Cyberport*

LG Ultrafine 5K – Hoch aufgelöstes Panel für weniger Geld

LG Ultrafine 5K Grafik Monitor

5K auf 27 Zoll – das kommt mir irgendwie bekannt vor. Ja, es ist dasselbe Panel wie das aus dem Apple Studio Display. Nur eben nicht im Alu-, sondern Plastikgehäuse. Dafür aber direkt mit anpassbarem Ständer. Webcam und Lautsprecher sind ebenfalls verbaut – wobei diese Extras beim originalen Apple dennoch besser ausgearbeitet sind. Auch kommt das LG »nur« auf 500 Nits statt den 600 Nits vom Apple. Auch dieses Display empfehle ich dir, falls du es dir per Thunderbolt Kabel möglichst einfach mit deiem Mac machen willst.

Zum Bildschirm bei Amazon*

Übersicht: Alle Monitore nach Herstellern

BenQ DisplaysBenQ SW240*BenQ SW270C*BenQ SW271C*BenQ SW321C*
Größe24″27″27″32″
AuflösungFullHD2K4K4K
Pixeldichte94 PPI109 PPI163 PPI137 PPI
Farbabdeckung99% Adobe RGB
100% sRGB
99% Adobe RGB
100% sRGB
99% Adobe RGB
100% sRGB
99% Adobe RGB
100% sRGB
Kontrast1000:11000:11000:11000:1
Helligkeit250 Nits300 Nits300 Nits250 Nits
BesonderheitenHardware-KalibrierungHardware-KalibrierungHardware-KalibrierungHardware-Kalibrierung
Preis430€735€1392€1755€
EIZOEIZO ColorEdge CS2410*EIZO ColorEdge CS2420*EIZO ColorEdge CS2731*EIZO ColorEdge CS2740*
Größe24″24″27″27″
Auflösung1920 x 12001920 x 12002K4K
Pixeldichte94 PPI94 PPI109 PPI163 PPI
Farbabdeckung80% Adobe RGB
100% sRGB
99% Adobe RGB
100% sRGB
99% Adobe RGB
100% sRGB
99% Adobe RGB
100% sRGB
Kontrast1000:11000:11000:11000:1
Helligkeit300 nits350 nits350 nits350 nits
BesonderheitenHardware-KalibrierungHardware-KalibrierungLaden per USB-C
Hardware-Kalibrierung
Laden per USB-C
Hardware-Kalibrierung
Preis529€664€1000€1450€
Dell & AsusDell S2421HN* Dell EMC UltraSharp UP2720Q*ASUS ProArt PA329CV*ASUS ProArt PA32UCX-PK*
Größe24″27″32″27″
AuflösungFullHD4K4K4K
Pixeldichte94 PPI163 PPI138 PPI163 PPI
Farbabdeckung
99% sRGB
99% Adobe RGB
100% sRGB
79% Adobe RGB
100% sRGB
99,5% Adobe RGB
100% sRGB
Kontrast1000:11300:11000:11.000.000:1
Helligkeit250 nits250 nitsbis zu 400 nits600 nits
BesonderheitenThunderbolt
240 Hz
Laden per USB-CHardware-Kalibrierung
MiniLED Panel
Laden per USB-C
Preis140€1450€800€1650€
Apple MonitoreLG Ultrafine 5K*Apple Studio Display*Apple Pro Display XDR*
Größe27″27″32″
Auflösung5K5K6K
Pixeldichte218 PPI218 PPI218 PPI
Farbabdeckung85% Adobe RGB
100% sRGB
85% Adobe RGB
100% sRGB
99% Adobe RGB
100% sRGB
Kontrast1200:11200:11.000.000:1
Helligkeit500 Nits600 Nitsbis zu 1600 Nits
BesonderheitenThunderbolt (inkl. Laden), WebcamThunderbolt (inkl. Laden), Webcam, Mikrofone, gute Lautsprecher, Alu DesignThunderbolt (inkl. Laden), Exklusives Alu Design
Preis950€1650€4999€

Praktisches Monitor Zubehör

Bei deiner Investition solltest du bedenken, dass du nicht nur den Monitor an sich brauchst. Während einiges vom Zubehör optional ist, sind ein paar der folgenden Dinge essentiell für deinen Erfolg:

  • Spyder X Pro* – Wie gesagt ist selbst ein passabler Bildschirm wertlos, wenn du ihn nicht noch einmal selbst kalibriert hast. Erst dann wird das Bild farbtreu angezeigt.
  • VESA Monitor Tischhalterung (Schwenkarm)* – Bildschirm besonders flexibel und frei platzieren, auch wenn der Monitor über keinen höhenverstellbaren Ständer verfügt. Oder du einen sehr aufgeräumten Schreibtisch haben möchtest.
  • BenQ Screenbar* – Vielleicht hast du dich schon auf meinen Fotos über die Lampe direkt oben auf dem Bildschirm gewundert. Das ist die Screenbar. Beim Einschalten scannt sie das Umgebungslicht und stellt sich in Temperatur und Wärme automatisch ein. Zudem ist die Lampe so konzipiert, dass sich das Licht niemals im Display spiegelt.
  • Holzständer für Bildschirm* – Falls sich dein Bildschirm nicht in der Höhe verstellen lässt, kannst du manuell mit einem Ständer nachhelfen. Diese schaffen meistens auch unterhalb etwas Stauraum. Falls du nur ein paar Zentimeter Höhe gewinnen willst, lohnt sich ein Blick zu Etsy (dort habe ich meinen her)
  • Design Laptop Ständer* – Falls du den Bildschirm an ein Laptop / Macbook anschließt, kannst du den eigenen Bildschirm vom Rechner ebenfalls als Zweitdisplay nutzen. Dann benötigst du einen entsprechenden ständer, so dass die beiden unterschiedlich großen Bildschirme zumindestens auf derselben Höhe sind.
  • Sonnenblende für BenQ 24″* / für Eizo 24″* / für Eizo 27″* – In sehr hellen Umgebungen kannst du präziser arbeiten, wenn das Bild vom Monitor während der Bildbearbeitung vom Tageslicht abgeschirmt ist. Das gelingt mit einer Sonnenblende. Hier musst du recherchieren, ob es eine passende für einen Wunschmonitor gibt.

Häufige Fragen zum Monitorkauf

Sollte ich einen großen oder kleinen Monitor kaufen?

Die Frage ob ein 24″, 27″ oder 32″ Monitor auf deinem Schreibtisch Platz hat, musst du erst einmal selbst ausmessen. Zweiter Punkt ist die eigene Gewohnheit und Vorliebe. Als nächstes solltest du dein Budget prüfen und auch danach gehen: Auch wenn ein großer Bildschirm eine bessere Beurteilung und Gegenüberstellung deiner Bilder ermöglicht, könnte kleineres Budget auch in mehr Farbraumabdeckung und Auflösung statt reiner Bildschirmdiagonale gesteckt werden.

Welche Auflösung sollte ich wählen?

Ja, Auflösung ist bei einem Monitor für Bildbearbeitung nicht alles. Dennoch finde ich sie sehr wichtig. Auf dem Markt gibt es eigentlich keine 24 Zoll Monitore mit 4K Auflösung. Daher fängt es bei 24 Zoll mit 2K Auflösung an. Bei 27 Zoll solltest du 4K Auflösung wählen. 32 Zoll Geräte gibt es sogar schon mit 6K Auflösung.

Ist ein Ultrawide Screen für Fotobearbeitung sinnvoll?

An sich macht mehr Bildfläche wie gesagt immer Sinn. Dennoch gibt es von den vorgestellten Monitoren keinen einzigen in einem Ultrawide-Format. Daher werden die übrigen Ultrawide-Monitore nicht die gewünschten Eigenschaften für die Bildbearbeitung mitbringen. Wenn es mehr Fläche sein soll, würde daher eher zu einem 2-Monitor-Setup raten.

Auf welches Kontrastverhältnis sollte ich achten?

Der Kontrast wird bei Bildschirmen immer in einem Verhältnis angegeben. Die meisten IPS-Panels bieten hierbei 1000:1. Bessere IPS-Monitore haben dagegen oft auch schon 1300:1. Wesentlich besser schneiden MiniLED Geräte ab, da hier schwarze Pixel durch Abschaltung der Hintergrundbeleuchtung an dieser Stelle wirklich komplett dunkel erscheinen. MiniLED oder OLED Panels besitzen daher Angaben wie 1.000.000:1.

Was ist ein 10 bit Monitor?

Herkömmliche Bildschirme können meist nur 8 bit darstellen. Spezielle Monitore für Foto- und Grafik-Anwendungen können dagegen 10 bit anzeigen. Das bedeutet, dass wesentlich mehr Farben für höhere Farbtiefe und schönere Bildwiedergabe ausgegeben werden. Die Abstufungen werden wesentlich feiner. Ein 10 bit Monitor kann 1,07 Millarden Farben zeigen, ein 8 bit Monitor dagegen nur 16,8 Millionen.

Was ist ein farbechter Monitor?

Egal ob für Videobearbeitung, Fotografie oder Grafikdesign: Farbtreue und kalibierte Monitore sind pflicht. Nur so hast du eine neutrale Ausgangsreferenz für deine Bearbeitung. Das bedeutet, dass der Monitor die Farben oder Kontraste in keinster Weise beeinflusst und zu 100% unverfälscht wiedergibt. Dieser Zustand wird nur in Verbindung mit einer professionellen Kalibrierung per Kolorimeter erreicht.

Brauche ich einen Monitor mit Hardware-Kalibrierung?

Nach der Messung der Farbdarstellung mit dem Kolorimeter muss das Bild entsprechend korrigiert werden. Das kann über eine Hardware-Kalibrierung oder eine software-seitige Profilierung erfolgen. Bei der Hardware Kalibrierung wird dem Monitor das Profil direkt übergeben, so dass dieser von Grund auf die Hardware richtig einstellt. Bei einer Profilierung wird der Fehler grob gesagt nur mit einem anderen »Fehler« überschrieben, ein Farbstich wird nur virtuell durch das Profil auf der Grafikkarte ausgeglichen. Eine Hardware-Kalibrierung ist daher immer wünschenswert.

Welcher Monitor ist für Hobbyfotografen geeignet?

Als Hobbyfotografie möchtest du für deinen Bildbearbeitungsmonitor kein Vermögen ausgeben. Trotzdem sollte der Bildschirm farbecht sein. Hier kann ich dir sagen: Am Ende wirst du wohl an etwas Auflösung oder Größe sparen müssen. Ich würde in diesem Fall den BenQ SW240* oder BenQ SW270C* empfehlen.

Lerne welche Lightroom Regler du wirklich brauchst und bearbeite stimmungsvolle Farblooks

Selbst nach Stunden in Lightroom sehen die Farben immer noch unstimmig aus? All die Lightroom Regler sind ein großes Rätsel? Wie wäre es, wenn du in einfachen Lektionen die wichtigsten Basics kennen lernst und genau weißt, was du für gelungene Farblooks einstellen musst. Im kostenlosen "Lightroom Farblooks Verstehen"-Kurs zeige ich dir alles, was du für stimmungsvolle Farben brauchst. Dazu gehört im Kurs ein gratis Preset, Checkliste und weitere nützliche Angebote zu Lightroom und der Fotografie.

Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.

Invalid email address

Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

Schreibe einen Kommentar