Bestes Portrait Objektiv mit richtiger Brennweite finden: 24mm, 35mm, 50mm oder 85mm?

Am in , veröffentlicht. Aktualisiert am 24.05.2022

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Welches Portrait Objektiv solltest du für die kreative Menschen-Fotografie verwenden? Diese Frage stellt sich nicht nur beim Einstieg in die Fotografie. Denn im Laufe deiner fotografischen Laufbahn wird sich das immer wieder ändern.

Im Grunde geht es neben der Lichtstärke hauptsächlich um die jeweilige Brennweite – also wie »nah« oder »fern« ein Objektiv abbildet. Dieser »Zoom« Effekt kommt durch den jeweiligen Sichtwinkel des Objektivs zustande:

Blickwinkel und Brennweite von Portrait Objektiven

Ich war damals beispielsweise Verfechter von Portraits ab 50mm Brennweite. Doch mittlerweile besitze ich noch weitere Objektive wie 24mm, 35mm und 85mm. Mit allen sind Porträts möglich und ich nutze je nach Situation ein anderes.

Die beste Brennweite für Portrait Fotografie
Welche Objektiv ist das beste für die Portrait Fotografie? Sony Zeiss 55mm @ F1.8

Daher kann ich dir in diesem Beitrag die Frage beantworten, welches Portrait Objektiv für dich am besten geeignet ist. Du erfährst, auf was du beim Kauf achten solltest. Nachdem du die Grundlagen erfahren hast, geht es darum, welche Bilder das jeweilige Objektiv produziert.

Dafür stelle ich im Praxis-Teil die verschiedenen Festbrennweiten gegenüber: 24mm, 35mm, 50mm und 85mm. Die Bildwirkung von jedem einzelnen ist von Grund auf verschieden und wird deine Portraits unmittelbar beeinflussen.

Nach diesem Test wirst du wissen, welche Brennweite für Portrait am meisten Sinn macht.

Zoom oder Festbrennweite für Portraits nutzen?

Falls du noch am Anfang bist, wirst du vielleicht schon probiert haben, mit dem Kit-Objektiv ein paar Fotos zu machen. Das ist das Zoom-Objektiv, das vielen Kameras beiliegt. Mit Entsetzen wirst du festgestellt haben, dass die Fotos damit irgendwie nicht so wirklich cool aussehen wollen.

Das liegt nicht nur daran, dass der Zoombereich vor allem im Weitwinkel liegt und Porträts dadurch schwieriger werden. Auch liegt es an der relativ hohen Blendenzahl. Zoom-Objektive haben oft Blendenwerte ab F4.0 bis F5.6. Die teureren Zoom-Objektive haben eine Offenblende von F2.8. Das ist besser, aber auch noch nicht ausreichend.

Für Portraits empfehle ich daher keine Zoom-Objektive, sondern Festbrennweiten. Diese bieten zwar nur eine Brennweite, bieten aber bei dieser mehr Schärfe und Bildqualität sowie kleinere Blendenwerte. Top Objektive reichen mittlerweile bis zu einer Blende von F1.2. Glücklich wirst du aber schon mit Objektiven mit werten kleiner als F1.8.

Nutze Festbrennweiten für Portraits. Hier z.B. das 85mm 1.4 – eine klassische Portrait Brennweite.

Je kleiner der Blendenwert, desto geringer wird die Tiefenschärfe. Das ermöglicht es, dass der Hintergrund in Unschärfe versinkt. So kannst du die Aufmerksamkeit besser auf dein eigentliches Motiv – die Person – lenken und Ablenkungen reduzieren.

Jetzt denkst du dir vielleicht: Mit Festbrennweiten kann ich aber doch gar nicht Zoomen?

Stimmt. Mit diesen bist du zwar nicht mehr so flexibel wie mit einem Zoom-Objektiv. So wirst aber im Umkehrschluss dazu gezwungen, dich zu bewegen. Dadurch setzt du dich intensiver mit deinem Motiv auseinander.

Und keine Sorge: Auch Zoom Objektive sind in manchen Situationen nicht wirklich flexibel – zum Beispiel spätestens wenn du bei Dunkelheit fotografieren möchtest.

Nutze also diese vier Vorteile eine Festbrennweite für Portraits:

  1. Höhere Offenblende sorgt für mehr Hintergrundunschärfe
  2. Durch die größere Öffnung gelangt mehr Licht auf den Sensor, was Bilder bei wenig Licht ermöglicht
  3. Bei selber Brennweite erhältst du gegenüber dem Zoom mehr Schärfe
  4. Du bist gezwungen dich mit deinem Motiv durch Eigenbewegung auseinander zu setzen und entdeckst bessere Perspektiven

Wähle für Porträts also eine Festbrennweite mit hoher Offenblende wie z.B. F1.8!

Diese drei Eigenschaften bestimmen den Bildcharakter

Die Blende ist nicht die einzige wichtige Eigenschaft eines Objektivs. Die einzelnen Festbrennweiten unterscheiden sich auch bei gleicher Blende noch durch drei weitere Aspekte:

  1. Aufnahmewinkel / Brennweite: Wie viel bekommst du aufs Bild?
  2. Bildkompression: Der Abstand zwischen Person und Hintergrund
  3. Unschärferadius: Wie weich erscheint die Hintergrundunschärfe?

Der Aufnahmewinkel bestimmt im Grunde, wie viel du auf’s Bild bekommst. Das macht sich vor allem bei einem Blick auf den Hintergrund bemerkbar. Bei einem Porträt im Wald kannst du darauf achten, wie viele Bäume du hinter dem Model siehst. Bei einem Weitwinkel-Objektiv wie 24mm sind es mehr, als beim 85mm Objektiv. Stell dir also die Frage, wie wichtig die Landschaft im Hintergrund ist.

Vorher: 24mm / Nachher: 85mm

Doch Achtung: Je weitwinkliger die Brennweite wird, desto stärker werden auch die Proportionen des Models verzerrt. Das sorgt schnell für eine unnatürliche Darstellung der Person. Um das zu vermeiden, solltest du als Anfänger mindestens mit 50mm fotografieren.

Im direkten Zusammenhang mit dem Aufnahmewinkel steht auch die sogenannte Bildkompression. Im Beispiel von eben siehst du nicht nur eine unterschiedliche Anzahl an Bäumen im Hintergrund. Dadurch werden die Bäume auch in ihrer Größe unterschiedlich dargestellt. Im Weitwinkel (z.B. 24mm) sehen die Bäume sehr weit weg und dadurch kleiner aus. Nahe Objekte erscheinen im Gegenzug größer. Bei Objektiven im Telebereich (z.B. 85mm) erscheinen die Bäume, als wären sie direkt hinter dem Model und daher entsprechend groß. Bei längeren Brennweiten werden die Ebenen im Raum also stärker komprimiert, im Weitwinkel scheinen sie weiter voneinander entfernt.

Die nähere Abbildung des Hintergrunds beeinträchtigt auch die Darstellung der Hintergrundunschärfe. Bei Telebrennweiten spricht man von einem höheren Unschärferadius. Die Unschärfe verschwimmt hier großflächiger und erscheint weicher. Die einzelnen Lichtkreise im Bokeh erscheinen größer und weicher. Dadurch lässt sich das Model hier besser vom Hintergrund abgrenzen. Man spricht auch von einer »Freistellung« des Models, sobald dieses in einer eigenen Schärfeebene liegt. Siehst du, wie die Unschärfe beim 85mm Objektiv fast wie eine Wand direkt hinter dem Model beginnt?

Bei Weitwinkel-Objektiven legt sich die Unschärfe bei gleicher Blendenzahl eher feinkörnig über die Kulisse. Dadurch ist der Effekt der Freistellung nicht ganz so prägnant. Allgemein erscheint der Unschärfe-Effekt weniger prägnant.

Du siehst also, dass es im Grunde auch eine Geschmacksfrage ist, welches Objektiv du für deine Portraits auswählst. Dennoch sei gesagt, dass Weitwinkel-Objektive etwas mehr Übung im Umgang benötigen. Auf dieser Basis empfehle ich die folgenden Objektive.

Diese Porträt Objektive empfehle ich

Aus den bisherigen Anforderungen und Beobachtungen möchte ich nun ein paar konkrete Objektive empfehlen. Bitte beachte, ob du mit einer Vollformat oder APS-C Kamera fotografierst. Auf einer Vollformat Kamera behalten die Objektive ihre angegebene Brennweite. Auf einer APS-C Kamera musst du die Brennweite des Objektivs mit 1,5 multiplizieren. Erst dann erhältst du die effektive Brennweite. Im kompletten Artikel schreibe ich von diesem Vollformat-Äquivalent, wenn ich Brennweiten angebe.

Die Objektive bewerte ich nach ihren Eigenschaften in Aufnahmewinkel, Stärke der Verzerrung, Handling (Einfachheit im Umgang), Bildkompression und Unschärferadius. Dazu gibt es eine Bewertung, wie einfach die Kommunikation durch die steigende Entfernung wird (Stichwort: Lautstärke).

50mm und 85mm: Die Portrait Objektive für Einsteiger

Für Einsteiger in die Portrait Fotografie eignet sich das klassische 50mm und 85mm Objektiv.

50mm85mm
Hoher Aufnahmewinkel★★★☆☆★★☆☆☆
Geringe Verzerrung★★★★☆★★★★★
Gutes Handling★★★★★★★★★☆
Hohe Bildkompression & Unschärferadius★★★☆☆★★★★☆
Leise Kommunikation möglich★★★☆☆★★☆☆☆
Universeller Einsatz★★★☆☆★★☆☆☆

Im Grunde eine Geschmacksfrage, mit welchem Objektiv du fotografierst. Lass dich einfach von den Bildern inspirieren, welchen Look du bevorzugst. Wie du aber in der Tabelle siehst, ist das 50mm Objektiv für den Anfang ein sehr guter Kompromiss.

Auch die Hersteller wissen, dass ein 50mm 1.8 Objektiv ein sehr gutes Portrait Objektiv abgibt, daher gibt es hier sehr günstige Modelle. Beachte, dass du auf einer APS-C Kamera bei 75mm herauskommst – was dann sowieso auch in Richtung 85mm Objektiv geht.

Hier findest du das Objektiv für deinen Anschluss (preiswerte Objektive sind die ab F1.8):

MMSony ENikon ZFujifilm (APS-C)Canon RF
50mmSony Zeiss 55mm 1.8*
Sony 50mm 1.2 GM*
Nikkor Z 50mm 1.2*Fujifilm 35mm 1.4*Canon 50mm 1.2*
Canon 50mm 1.8*
85mmSony 85mm 1.4*
Sigma 85mm 1.4*
Nikkor Z 85mm 1.8*Fujifilm 50mm 1.0*
Fujifilm 56mm 1.2*
Canon 85mm 1.2*
Canon 85mm 2.0*

24mm, 35mm und 135mm: Die Portrait Objektive für Fortgeschrittene

Für Fortgeschrittene eignen sich darüber hinaus auch 24mm, 35mm oder 135mm Objektive für Portraits. Diese erfordern etwas mehr Übung und Sicherheit, sorgen aber oft für einen interessanten Bildeffekt.

24mm35mm135mm
Hoher Aufnahmewinkel★★★★★★★★★☆★☆☆☆☆
Geringe Verzerrung★☆☆☆☆★★☆☆☆★★★★☆
Gutes Handling★☆☆☆☆★★☆☆☆★★★☆☆
Hohe Bildkompression & Unschärferadius★☆☆☆☆★★☆☆☆★★☆☆☆
Leise Kommunikation möglich★★★★★★★★★☆★☆☆☆☆
Universeller Einsatz★★★☆☆★★★★★★★☆☆☆

Bitte beachte, dass das 135mm Objektiv zwar nur mit geringer Verzerrung abbildet, aber trotzdem nicht mehr wahrheitsgemäß aussieht. Hier werden durch die überaus starke Bildkompression auch die Gesichter komprimiert. Ohren und Nase wandern optisch auf dieselbe Ebene, wodurch Gesichter flacher als in der Realität aussehen. Daher ist hier das 85mm dennoch besser.

Hier findest du das Objektiv für deinen Anschluss:

MMSony ENikon ZFujifilm (APS-C)Canon RF
24mmSony 24mm 1.4 GM*Nikkor Z 24mm 1.8*Fujifilm 16mm 1.4*
35mmSigma 35mm 1.4 DG DN*
Sony 35mm 1.4 GM*
Sony 35mm 1.8*
Nikkor Z 35mm 1.8*Fujifilm 23mm 1.4*Canon 35mm 1.8*
135mmSony 135mm 1.8*
Sigma 135mm 1.8*
Fujifilm 90mm 2.0*

Vergleich der Brennweiten und Bildwirkungen im Alltag

Ich möchte dir nicht nur theoretisch beschreiben, welches Objektiv empfehlenswert ist. Sondern dir auch im folgenden Praxisbeispiel zeigen, wie die Brennweiten im Alltag wirken. So kannst du dich leichter entscheiden, was zu dir und deiner Fotografie am besten passt.

Für diesen Vergleich habe ich die Brennweiten 24mm-85mm jeweils als Festbrennweite der Sigma Art Serie verwendet. Als Kamera kam meine Sony A7 III zum Einsatz. Dort werden die Sigma Objektive mit nativem Anschluss für Sony E-Mount verwendet. Hier findest du die Objektive auf Amazon (erhältlich für alle Kamera Anschlüsse):

Portrait Brennweiten Vergleich im Youtube Video

Hier findest du meinen Vergleich auch als Youtube Video. Also lehn dich zurück und sieh entspannt zu. Abonniere gleich meinen Youtube Kanal, um künftig kein Video mehr zu verpassen:

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Teil 1: Vergleich vom »Zoom Level«

Gerade am Anfang der Fotografie spricht man beim Thema Brennweite davon, wie weit in das Foto »hineingezoomt« ist, oder wie nah man das Motiv mit dem jeweiligen Objektiv »heranholt«. Diese Formulierungen klingen nicht nur laienhaft, sondern sind eben nicht die ganze Wahrheit.

Wir wollen stattdessen lieber direkt davon sprechen, welchen Winkel ein Objektiv einfängt. Nicht umsonst wird in den technischen Details von Objektiven in der Regel auch eine Winkelangabe in Grad angegeben. Ähnlich wie bei unserem Sehvermögen, das ca. 150-180° beträgt.

Ja, die Konsequenz davon ist natürlich dann auch, wie »nah« oder »fern« bzw. »groß« oder »klein« die Person dann abgebildet wird.

Dafür gibt es nun folgende Übersicht – alle Bilder wurden vom selben Standpunkt aufgenommen:

Der Sinn von unterschiedlichen Brennweiten ist es natürlich nicht, durch Objektivwechsel herumzuzoomen. Sonst wäre man mit einem Zoomobjektiv besser beraten. Deshalb gehen wir nun weiter in Teil 2.

Teil 2: Vergleich vom Bildwinkel durch Neupositionierung

Wie gerade schon angesprochen wollen wir uns nun den Winkel genauer anschauen. Und dieser bestimmt dann auch maßgeblich die Bildwirkung. In diesem Beispiel gleiche ich dieses mal die Brennweite aus, indem ich den Abstand zum Model je nach Objektiv ausgleiche.

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Sprich: Bei 85mm war ich erst weiter weg und bin bis zum 24mm immer ein paar Schritte näher an das Model heran gegangen. So soll die Person dann auf jedem Foto in etwa gleich groß sein. Wie ich das genau fotografiert habe, siehst du oben im Youtube Video.

So lässt sich der Effekt erkennen, der in folgenden Fotos sichtbar wird:

Nun wird deutlich, dass sich eben nicht nur ein »Zoomlevel« verändert. Sondern dass die Bildwirkung trotz der selben Abbildungsgröße eine komplett andere ist. Darauf will ich nun noch genauer eingehen und am Ende eine Empfehlung geben.

Die Beobachtungen und Schlussfolgerung

Je näher ich mit einem Weitwinkel an die Person herangehe, desto stärker werden die ursprünglichen Proportionen entfremdet. Wirklich deutlich wird das bei Nahaufnahmen vom Gesicht – wo dann die Nase schnell viel zu groß abgebildet wird.

Ab 50mm hat man hiermit kaum noch Probleme – weshalb man hier nicht mehr gesondert darauf achten muss. Bei weitwinkligen Objektiven (z.B. 24mm) muss man umso mehr auf den Abstand und Aufnahmewinkel achten. Ein paar Zentimeter hin oder her können darüber entscheiden, wie gesund die Person noch aussieht.

Merke: Alles was sich dem Weitwinkel Objektiv nähert, wird extrem vergrößert. Weiter entfernte Dinge werden dagegen stark verkleinert.

Die zweite Beobachtung siehst du nun wie gesagt im Hintergrund. Während dieser bei 24mm weit entfernt wirkt, nähert er sich beim 85mm optisch sehr nah ans Model heran. Die Kompression nimmt zu, die Hintergrundunschärfe wird durch steigenden Unschärferadius weicher.

Was besser ist, ist Geschmackssache. Teleobjektive können durch ihre Eigenschaften manchmal auch etwas distanziert zum Model wirken. Bei Weitwinkel-Objektiven wie 35mm hast du manchmal lebendigere Bilder durch den »Mittendrin«-Effekt.

Beachte neben der Bildwirkung auch das bei der Objektivwahl:

Im Test hatte ich hier auf einem weiten Feld natürlich ein einfaches Spiel bzw. freie Wahl. Ich kann mich frei bewegen und habe genug Platz, eine beliebige Brennweite zu benutzen. Das ist jedoch nicht immer so.

Wenn du z.B. öfter Indoor fotografierst, ist das 24mm oder 35mm Objektiv viel praktischer. Es lässt kleine Räume insgesamt auch größer erscheinen. So hast du einfach mehr Möglichkeiten, falls du (manchmal auch Outdoor) nicht wirklich viel Platz zur Verfügung hat.

Andersherum spielt das 85mm Objektiv seine Karten aus, wenn man einfach nicht wirklich nah ans Objekt heran kann. Z.B. bei Hochzeitstrauungen, einer Theateraufführung oder wenn z.B. eine Distanz zwischen dir und dem Model ist. Bei Reportagen will man als Fotograf nicht zum Mittelpunkt werden, weshalb man durch Brennweiten ab 85mm den Abstand wahren kann.

Besonders praktisch ist diese Eigenschaft auch, wenn man dem Model einfach nicht zu nahe kommen möchte (z.B. wegen einer Pandemie ;-).

Portrait Objektiv
Standbild aus dem Youtube Video – Durch den höheren Abstand bei Teleobjektiven muss man Anweisungen lauter rufen. Auch braucht man viel mehr Platz.

Noch ein Thema ist die Gesprächslautstärke. Bei längeren Brennweiten und Aufnahme von Ganzkörper-Portraits ist man mit 85mm in der Regel schon relativ weit weg. So muss man seine Anweisungen schon sehr Lautstark verkunden – was nicht Jedermann’s Sache ist. Wählt man dagegen ein weitwinkliges Objektiv, kann man schon näher »ins Geschehen« und muss nicht über ein halbes Fußballfeld brüllen. Stattdessen kann man dann auch wieder mit sanfter Stimme dirigieren.

Eine Brennweite wirkt sich also auch auf deine Art der Kommunikation aus.

Kommen wir noch einmal zum Thema Blickwinkel und Perspektive. Mit weitwinkligen Objektiven lassen sich einfacher dramatische Blickwinkel (z.B. von unten, oder oben) einnehmen. Solche extremen Blickwinkel sind mit dem 85mm nur begrenzt möglich. Wenn ich dieselbe Abbildungsgröße und Winkel von oben wie mit dem Weitwinkel einnehmen will, bräuchte ich mit dem 85mm schon eine Leiter. Das 24mm halte ich im selben Winkel mit ausgestreckten Armen über den Kopf.

Fazit & Tipp: Welches Portrait Objektiv ist das richtige für dich?

Mit diesem Beitrag habe ich einen Vergleich zwischen den gängigsten Brennweiten in der Portrait Fotografie gegeben. Was am besten zur eigenen Fotografie passt und welche Bildwirkung bevorzugt wird, ist am Ende dir selbst überlassen.

Um das herauszufinden, kann es sich lohnen bei einem Zoom Objektiv (falls vorhanden) den Zoomring per Klebestreifen (rückstandslos entfernbarer) auf eine bestimmte Brennweite zu fixieren. Anschließend fotografierst du 1-2 Wochen ununterbrochen mit dieser Einstellung. So kannst du kostengünstig für dich herausfinden, welches Festbrennweiten Objektiv in Frage kommt.

Am besten ist es natürlich irgendwann einmal für jeden Einsatzzweck die jeweilige Brennweite zu besitzen. So kannst du flexibel zwischen Bildwirkungen wechseln und sich auf die Situation optimal anpassen.

Ich würde nicht sagen, dass eine Brennweite generell besser oder schlechter ist als eine andere. Je nach Situation holst du mit einem Objektiv mehr raus, als mit einem anderen.

Weitwinkliger als 24mm (z.B. 20mm) würde ich an einer Vollformat-Kamera für Portraits dennoch nicht gehen.

Welches Objektiv für Portrait ist das richtige
Sigma 35mm Art

Finale Gegenüberstellung

Brennweiten im Normal- und leichtem Telebereich (50mm und 85mm) verzerren die Proportionen der fotografierten Person nicht (so extrem). Fotografieren ist hier am Anfang tendenziell einfacher, da du nicht ständig auf entfremdete Körperproportionen achten musst. Stattdessen kannst du einfach loslegen – egal ob du nah oder weiter weg fotografierst. Allerdings sind mit diesen Brennweiten oft nicht so viele Winkel möglich und manche empfinden die Gesamtbildwirkung nicht als sonderlich »spannend«. Der genannte »Mittendrin«-Weitwinkel-Effekt entfällt. Das Bokeh wirkt durch den hohen Unschärferadius allerdings sehr weich und bietet eine gute Freistellung des Models vom Hintergrund. Oft wird die Umgebung nur noch schemenhaft wiedergegeben. Diese Bildwirkung kann ab und zu aber auch zu isoliert und distanziert wirken.

Anders ist es oft mit Objektiven im unteren Normal- und Weitwinkelbereich (35mm und 24mm). Sie zeigen auf den Fotos noch die Umgebung um die Person herum und bedecken diese mit feinkörniger Unschärfe. So ist diese noch sehr gut zu erkennen (und besitzt dennoch eine angenehme Unschärfe). Durch den weiteren Aufnahmewinkel bekommst du auf dem Foto noch mehr von der Umgebung mit. Im Gegenzug musst du aber umso mehr auf die Proportionen der Person achten. Diese werden gerade im Nahbereich oft zu sehr verzerrt. Dieser Effekt kann aber auch manchmal im Positiven genutzt werden, da die Person dadurch im richtigen Winkel auch schlanker wirken kann.

Häufige Fragen zu Portrait Objektiven

Welche Brennweite bei Portrait?

Die klassischen Portrait Brennweiten reihen sich zwischen 50mm und 85mm ein. Hier findet man bei lichtstarken Brennweiten (z.B. F1.8) eine gute Freistellung zum Hintergrund durch Unschärfe. Dazu wird die Person kaum in den Proportionen verzerrt, so wie es bei einem Weitwinkel der Fall wäre. Ebenfalls ist noch eine gelassene Gesprächslautstärke möglich, wenn man sich nicht zu weit vom Model entfernt. Wer einen speziellen Bildstil anstrebt, kann sich auch mit 24mm oder 200mm Brennweiten probieren – jedoch braucht man hier deutlich mehr Übung. Für Einsteiger wäre daher ein einfaches 50mm oder 85mm Objektiv besser geeignet.

Warum 85mm für Portrait?

Ein 85mm Objektiv bildet einen guten Kompromiss: Die Separation des Models zum Hintergrund ist durch genug Unschärfe möglich. Das Gesicht und Körper der Person werden im Vergleich zum Weitwinkel-Objektiv nicht sonderlich verzerrt. Was viele bei noch längeren Brennweiten nicht beachten ist, dass das Gesicht durch die gesteigerte Kompression oft auch wieder flacher dargestellt wird. Das macht sich dadurch deutlich, dass ab 135mm auch die Ohren und Nase näher zum Gesicht wandern und scheinbar auf der selben Ebene liegen. 85mm bildet daher einen Sweetspot. Und es ist noch eine angenehme Gesprächslautstärke für Anweisungen an das Model möglich.

Welches Objektiv für gutes Bokeh?

Für eine hohe Ausbeute an Hintergrundunschärfe wird ein Objektiv mit einer lichtstarken Offenblende benötigt, im Idealfall von F1.2 bis höchstens F2.0. Durch etwas mehr Brennweite verschmieren die Unschärfekreise im Hintergrund zudem mehr, wodurch der Effekt verstärkt wird. Das Bokeh von Weitwinkel-Objektiven ist auch sehr angenehm, legt sich aber wesentlich feinkörniger über die Kulisse. Möchte man die Qualität des Bokehs weiter steigern wäre zu überlegen, ein Objektiv aus dem Premium Segment anzuschaffen. Hier wird die Unschärfe oftmals noch etwas weicher dargestellt, als es bei den günstigsten Objektiven der Fall ist.

Welche Festbrennweite für Portrait bei APS-C?

Jede Brennweite auf einem APS-C Sensor wird mit dem Cropfaktor von 1,5 multipliziert. Daher sind auf APS-C Kameras Objektive mit 56mm äquivalent zum klassischen 85mm Vollformat Objektiv. Alternativ kann für effektive 50mm Brennweite auf Vollformat auch ein 33mm Objektiv für APS-C verwendet werden. Beachte, dass auch die Blende mit dem Cropfaktor multipliziert wird. Ein F1.4 APS-C Objektiv liefert daher effektiv nur F2.0 ab. Um mit Vollformat mithalten zu können, hat Fujifilm z.B. ein F1.0 APS-C Objektiv konstruiert. Alternativ stellen F1.2 eine gute Alternative dar, die dann ein klassisches F1.8 Vollformat-Objektiv repräsentieren.

Welche Blende bei Portrait?

Die Blende sollte bei Porträt grundsätzlich nach der verwendeten Brennweite, als auch dem Abstand zwischen dir und dem Model gewählt werden. Während du bei einem 85mm Ganzkörper-Porträt getrost auf F1.4 fotografieren kannst, solltest du bei einem Oberkörper Porträt entsprechend abgeblendet werden. Ansonsten wird die Tiefenschärfe zu gering, wodurch dann nur noch eine einzelne Wimper scharf wird. Blende genug ab, dass beide Augen und Nase in einem gesunden Schärfebereich liegen.

Welche Brennweite für welche Motive?

Es gibt keine grundsätzliche Regel, welches Motiv mit welchem Objektiv fotografiert werden soll oder darf. Über die Jahre haben sich allerdings folgende Einsatzzwecke nach Brennweite durchgesetzt: Weitwinkel Objektive (12mm-35mm) werden für Landschaft eingesetzt, Objektive im Normalbereich bis leichtes Tele (35mm – 85mm) nutzt man gerne für Portraits. Teilweise werden auch Brennweiten bis 135mm noch für Porträts genutzt. Telebrennweiten ab 135mm werden meistens für Sport- und Wildlifeaufnahmen genutzt. Für Reportagen eigenen sich flexible Zoom Objektive meistens besser, wie z.B. 24-70mm oder 70-200mm. Hier findest du weitere Empfehlungen zu Brennweiten nach Einsatzzweck.

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Du beherrschst die Grundlagen der Fotografie und kannst deine Kamera bedienen. Wirklich sehenswerte Porträts kommen am Ende aber nicht heraus? Oder es sieht vor Ort beim Fotoshooting immer ganz gut aus - aber zuhause am Rechner entdeckst du wieder Fehler im Bild?

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Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

14 Gedanken zu „Bestes Portrait Objektiv mit richtiger Brennweite finden: 24mm, 35mm, 50mm oder 85mm?“

  1. Hallo Markus,

    ich werde mir ein neues Objektiv für den Sony A7iii kaufen. Ich bin grad nicht sicher, welches ich kaufen soll. Den “Sony Zeiss 55mm F1.8” oder “Sony 20mm f1.8 FE G” ?!? Deine Homepage ist wirklich hilfreich, danke.

    Die Testberichte habe ich von beiden gelesen, beide sind toll :). Am meisten fotografiere ich Porträt (outdoor) und im Urlaub (Landschaft, Sonnenuntergang und Straßenfotografie)

    Welches kann man am ehesten nehmen?

    VG

    Enes Alpaslan

    Antworten
    • Servus Enes,

      das Sony 20mmm 1.8 habe ich selbst noch nicht getestet – soll aber ähnlich großartig wie das Sony 24mm 1.4 GM sein. 20mm Brennweite sehe ich aber eher im Landschaftsbereich – Porträts würde ich nicht damit fotografieren. Andersherum sehe ich das Sony Zeiss 55mm als großartige Porträt Linse – aber weniger für Landschaften. Ich denke tatsächlich würden die beiden Linsen sich gut für den jeweiligen Einsatzzweck ergänzen. Falls du nur in eine Festbrennweite investieren möchtest, würde ich ein 35mm Objektiv empfehlen. Dieses kannst du sehr universal einsetzen.

      Viele Grüße,
      Markus

      Antworten
  2. Toller Beitrag. Man kann richtig die Unterschiede erkennen.
    Ich finde je nach Model schmeichelt auch eine 35er Linse mehr als eine 85mm und andersrum.

    Habe ein 35, 50 und 85 und bin immer am überlegen welches jetzt für ein Shooting unter Zeitdruck am besten funktioniert.
    Oft lande ich beim 85 da ich immer unsicher mit dem Hintergrund bin ob dieser nicht doch zu ablenkend ist.
    Allerdings nutzt sich dieser Look sehr schnell ab und ist oft langweilig.

    Ich mag eigentlich das Mittendrin-Gefühl des 35 mm mehr.

    Vielleicht wäre es am besten ich nehme nur das 50 mit :D. Da habe ich beides.

    Antworten
  3. Hallo Markus
    Zunächst einmal Gratulation zu diesem tollen Beitrag, der sich sehr detailliert mit der Angelegenheit befasst, die mich gerade beschäftigt.
    Ich habe mir die Nikon Z6 gegönnt und auch wenn die Z Serie tolle Zoom Objektive hat, war meine Idee drei Festbrennweiten zu besorgen. Aktuell gibt es schon das 50 mm 1.8 und nun stellt sich die Frage, welche beiden noch hinzu kommen. Ich bin kein Profi, jedoch recht ambitioniert in meinem Hobby. Ich fotografiere gerne Landschaften, allerdings finde ich den Bildstil von zum Beispiel Steve McCurry sehr schön (der ja angeblich fast nur mit einem 24-70 auskommt…). hin und wieder möchten auch meine zwei Kinder/unsere Hunde fotografiert werden, wobei ich den Bildstil mit 35 mm reizvoll finde. Portraits mache ich selten (wobei das 85 mm nicht schlecht wäre, da ich an meiner Schule den Job habe, die Kollegen zu fotografieren…).
    Eigentlich dachte ich an das Gespann 35 mm, 50 mm und 85 mm. Ich frage mich nur ob sich da die Brennweiten zu sehr ähneln. Zur Debatte Stunden auch noch Festbrennweiten 20 mm und 24 mm. Den großen Telebereich hab ich jetzt mal ausgeklammert, da die Z Serie da noch nichts anbietet (außer einen sündteueren 70-200).

    Vielleicht bin ich mit meiner Idee ja auch auf dem Holzweg und es sollte als Hobbyist zwei ordentliche Zooms nehmen (z.B. 14-30 und 24-200?).

    Auch wenn dein Artikel schon sehr ausführlich und ausgefeilt ist, würde ich mich riesig freuen wenn du mir vielleicht ein paar Tipps oder eine Empfehlung geben könntest.
    Herzlichen Dank und viele Grüße aus Bayern,

    Christian

    Antworten
    • Hallo Christian,

      danke für den Kommentar. Ich selbst stelle mir diese Frage auch regelmäßig: Was würde ich zuerst kaufen, wenn ich noch nichts hätte. Schwierig. Ich denke mal für Hunde und Kinder (mit etwas mehr Abstand vielleicht in vielen Situationen mit etwas abstand etwas ungestörter und natürlicher) finde ich das 85mm doch recht gut. Meine Überlegung geht also entweder zur Kombination 24mm – 50mm – 85mm. Viele kommen auch nur mit 35mm und 85mm aus. Egal was von diesen beiden – ich würde es auf jeden Fall gegenüber einem Zoom bevorzugen. Allerdings könnte man, falls man wirklich gerne die Flexibilität von einem Zoom braucht, auch zum 35mm und 85mm noch das 24-70mm nehmen. Man läuft aber auch Gefahr, dass das Zoom (wie bei mir) die meiste Zeit nur im Schrank steht. Ein wirkliches richtig oder falsch gibt es also nicht.

      Viele Grüße,
      Markus

      Antworten
  4. Hallo Markus,

    für mich ein sehr hilfreicher Beitrag, gut dargestellt – vielen Dank. Ich möchte mir die Sony A7R IV kaufen, muss mich aber aufgrund des hohen Preises dieser Kamera auf maximal 2 Objektive beschränken ( vielleicht später mal ein Drittes / Standardzoom ). Ausser Landschaftsaufnahmen mache ich auch gern Porträts und nicht nur von Menschen, sondern auch von unseren Pferden, mit und ohne Reiter ( gern im Galopp ) auf eigenen Grund ( kann also nah ran – schönes Bokeh ) oder auch unsere liebe Hündin, wenn sie tobt/spielt usw.

    Bezüglich Objektive habe ich mich letztlich für das Sigma 14-24mm F2.8 DG DN ( Art ) und für das Sony FE 135mm F1.8 GM entschieden. Ich habe bewusst ein 24-70mm ausgeklammert ( vorerst ), weil ich vielleicht besondere Aufnahmen eher mit dem Weitwinkel machen kann und um etwas Tele zu haben, aber eventuell noch ganz gut Porträts möglich sind gefiel mir das 135er von Sony, auch weil es eine so hervorragende Beurteilung hat.

    Was sagst Du zum Sony 135/1.8 – auch als Porträtlinse ? Ich hoffe, ich habe nichts falsch gemacht, denn das habe ich schon gekauft ? Ich würde mich sehr über Deine Einschätzung freuen.

    Viele Grüsse
    Dieter

    Antworten
    • Hallo Dieter,

      mir haben auch auf Youtube einige Leute kommentiert, die gerne das 135mm verwenden. Ich selbst habe nur ein 85mm. Diese Brennweite ist für mich oft praktischer, da man bei 135mm auch mehr Platz braucht. 85mm wären für Reiter Aufnahmen allerdings zu wenig. Und wenn man Platz hat, kann man mit 135mm auch einen sehr schönen Unschärfe Effekt erreichen. Ich denke das in Kombination mit dem Sigma Weitwinkel macht eine gute Kombination.

      Viele Grüße,
      Markus

      Antworten
  5. Hi Markus!

    Ein wirklich toller Beitrag! Ich hab mir das 85er Modell von Sigma auch gegönnt und muss sagen das mir die Freistellung extrem gut gefällt, aber das Gewicht ist für mich als Frau (ich weiß nicht wie es da euch Männern geht) einfach zu schwer! Total Schade leider!

    Vom Look und Handling her gefällt mir das 50er und 35er am liebsten.

    Freu mich auf weitere spannende Beiträge, liebe Grüße aus Österreich!

    Antworten
    • Hallo Malai,

      der Bildlook sowie Qualität sind Bombe – es ist aber für mich wirklich oft eine Hassliebe. Vor Ort denkt man sich immer, man verkauft das Teil, weil es auf Dauer echt schwer wird (bei langen Reportagen). Zuhause am Rechner ist man dann jedoch in die Ergebnisse verliebt.

      Viele Grüße,
      Markus

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  6. Hallo Markus,
    danke für den Beitrag.
    Bei einem Vergleich der Bilder muss ich sagen das mir die WW Aufnahmen fast besser gefallen.

    Ich selbst habe zuletzt auch mehr mit dem 35 mm gearbeitet und auch einige spannende Portraits auch mit dem 20mm 1,4 gemacht, mann muss nur den Abstand wahren.

    Natürlich gibt die brutale Freitstellung von langer Brennweite und offener Blende einen besonderen Look, und bei manchen Hintergründen ist das auch notwendig.
    Aber insbesondere bei den Bildern im Herbstwald finde ich einen besser sichtbaren Hintergrund eher besser.

    Gute Arbeit, danke, weiter so.

    Grüße

    Matthias

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    • Hallo Matthias,

      mir haben in diesem Fall auch fast die 35mm Fotos am besten gefallen – aber für jeden Anwendungsfall ist das etwas anders. 24mm ist für mich die absolute Grenze im Weitwinkel – ich will für gewöhnlich die Person doch lieber etwas größer abbilden.

      Viele Grüße,
      Markus

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  7. Hey Markus,

    Wie immer ein super spannender Beitrag !!! danke dafür.

    Hast du schon mal das Sigma 105 1.4 benutzt ?

    Ich habe selbst die Sony A7III und lasse mein 85er 1.4 nun immer häufiger zuhause. Ich bin begeistert vom Look des 105er. Wahnsinnig scharf bei 1.4 und diese extreme Freistellung. Wenn man davon absieht, dass das Objektiv extrem schwer und groß ist, ist es dennoch optisch der Hammer !!!

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    • Hallo Pietro,

      danke für deine Rückmeldung! Das Sigma 105mm habe ich leider noch nie benutzt. Ich habe es aber mit Begeisterung im Internet verfolgt und einige Tests geschaut. Leider habe ich mir aber nun vorgenommen (auch nach dem Sigma 85er) mit keine allzu schweren Objektive mehr anzuschaffen. Ich bin da aktuell eher so ein bisschen auf dem Downsizing Trip – was aber der Linse in ihrer Qualität und cremigen Bokeh nichts abspricht.

      Viele Grüße,
      Markus

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