Festbrennweite: Schöner Look und 8 Vorteile gegenüber Zooms

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Du siehst ein Foto mit diesem genialen Bildlook: Weiche Hintergrundunschärfe, überragende Schärfe und Bildqualität. Mach nicht den Fehler und frag danach, welche Kamera hier verwendet wurde. Frag dich stattdessen, welches Objektiv wohl diesen Bildlook erzeugt.

Denn zu 80% ist das Objektiv für einen solchen Bildlook verantwortlich:

Und meistens ist das nicht nur irgendein Objektiv: In der Regel sorgen hier Festbrennweiten für den brillanten Bildlook. Ein Festbrennweiten-Objektiv ist ein Objektiv mit einer einzigen Brennweite. Das bedeutet, dass du mit damit nicht zoomen kannst. Im Gegensatz zu einem Zoom-Objektiv, das die Brennweite via Zoomring verändern kann, zeigt die Festbrennweite immer denselben Bildausschnitt.

Ja, im ersten Moment klingt das eher nach einem Nachteil…

Warum du trotzdem mindestens eine Festbrennweite besitzen solltest, zeige ich dir in diesem Beitrag. Wie schon angedeutet gibt es viele gute Gründe. Denn:

Mit einer Festbrennweite geht die kreative Fotografie erst los.

Nachdem ich dir die Haupt-Vorteile einer Festbrennweite gegenüber dem Zoom-Objektiven gezeigt habe, erhältst du noch eine Übersicht der besten Festbrennweiten für deine Kamera.

Übersicht: Günstige Festbrennweiten für deine Kamera

Bevor du gleich alle Vorteile von Festbrennweiten erfährst, siehst du in der Übersicht die besten Festbrennweiten für den Start. So siehst du direkt, welche Festbrennweite in Frage kommt. Falls du an teureren F1.4 Objektiven interessiert bist, solltest du in meiner großen Objektiv Kaufberatung für alle Marken vorbeischauen. Dort findest du im Zweifelsfall auch einen interaktiven Test, der dir das beste Objektiv für dich und deinen Einsatzzweck zeigt.

mmSony ENikon ZFujifilmCanon RF
24-35mmSony 28mm 2.0*
Sony 35mm 1.8*
Sigma 16mm 1.4 (APS-C)*
Nikkor Z 24mm 1.8*
Nikkor Z 28mm 2.8*
Nikkor Z 35mm 1.8*
Fujifilm 23mm 2.0*Canon 24mm 1.8*
Canon 35mm 1.8*
36-70mmSony 50mm 1.8*
Sigma 30mm 1.4 (APS-C)*
Nikkor Z 50mm 1.8*Fujifilm 35mm 2.0*Canon 50mm 1.8*
71-100mmSony 85mm 1.8*
Samyang 85mm 1.4*
Sigma 56mm 1.4 (APS-C)*
Nikkor Z 85mm 1.8*Fujifilm 50mm 2.0*Canon 85mm 2.0*
Samyang 85mm 1.4*

1. Bessere Bildqualität und mehr Schärfe

Einer der Hauptvorteile einer Festbrennweite ist, dass sie im Allgemeinen eine bessere Bildqualität liefert als ein Zoomobjektiv. Das liegt daran, dass ein Festbrennweiten Objektiv meist weniger bewegliche Teile und Glaselemente hat. Weniger Elemente bedeuten, dass in Punkto Bildqualität weniger schief gehen kann. Viel mehr muss das Objektiv nur für eine bestimmte Brennweite korrigiert werden.

2. Weniger Sensorrauschen durch mehr Lichtstärke

Ein weiterer Vorteil einer Festbrennweite ist die höhere Lichstärke. Die Objektive haben eine größere maximale Blendenöffnung. Lichtstarke Zoom-Objektive bieten hier in der Regel F2.8. Festbrennweiten bieten dagegen oft eine maximale Blendenöffnung von bis zu F1.4 (oder gar F1.0).

Einfacher ausgedrückt: Bei Festbrennweiten kannst du die Blende weiter öffnen und mehr Licht gelangt auf den Sensor. Das ist für Aufnahmen bei wenig Licht von Vorteil. Aber auch wenn du kürzere Verschlusszeit verwendest, musst du nicht gleich den ISO-Wert erhöhen. In beiden Fällen kannst du den ISO-Wert durch die höhere Lichtstärke niedriger einstellen und ersparst dir somit Bildrauschen. Das führt im Umkehrschluss bei weniger Licht ebenfalls zu schärferen Fotos.

3. Bessere Fotos durch Gestaltung mit Unschärfe

Der Hauptgrund für eine Festbrennweite liegt in der Möglichkeit zu geringerer Tiefenschärfe. Durch die höhere Lichtstärke (z.B. F1.4) können Vorder- und Hintergrund somit deutlich unschärfer gestaltet werden.

Festbrennweite erzeugt unscharfen Hintergrund
Unscharfer Vorder- und Hintergrund – aufgenommen mit 85mm 1.4 Festbrennweite

Das eröffnet dir beim Fotografieren eine Menge gestalterischer Möglichkeiten. So kannst du störende Elemente im Hintergrund einfach verschwinden lassen. In der Portraitfotografie stellst du das Model auf diese Weise vom Hintergrund frei und hebst es besser ab. Zusätzlich mit einem unscharfen Vordergrund sorgt das auch für mehr Bildtiefe. In der Reportagefotografie kannst du das Auge durch den Unschärfeeinsatz gezielt durch das Foto lenken.

Tipp: Durch die extrem geringe Tiefenschärfe werden auch weitere interessante Effekte möglich. Beispielsweise wenn du Objekte wie ein Glasprisma direkt vor deine Linse hältst.

4. Einfachere Linsen sind erschwinglicher

Im Vergleich zu den meisten Zoomobjektiven sind Festbrennweiten in der Regel etwas günstiger. Vor allem wenn man die (auch im günstigen Preisbereich) oft schon grandiose Leistung in Bildqualität, Schärfe und Gestaltungsmöglichkeiten einbezieht.

Sie besitzen einfach weniger (bewegliche) Teile und Linsen wie Zoomobjektive. Dadurch sind sie einfacher zu konstruieren und herzustellen. Das macht sie sind sie in der Regel langlebiger und erfordern weniger Wartung.

Beispiele:

  • Das Sony 24-70mm 2.8 besitzt einen optischen Aufbau von 18 Linsen in 13 Gruppen
  • Das Tamron 28-75mm 2.8 besitzt einen optischen Aufbau von 18 Linsen in 13 Gruppen
  • Das Sony 16-35mm 2.8 besitzt einen optischen Aufbau von 16 Linsen in 13 Gruppen
  • Das Sony 50mm 1.2 GM besitzt einen optischen Aufbau von 14 Linsen in 10 Gruppen
  • Das Sony 35mm 1.4 GM besitzt einen optischen Aufbau von 14 Linsen in 10 Gruppen
  • Das Sony 35mm 1.8 besitzt einen optischen Aufbau von 11 Linsen in 9 Gruppen
  • Das Sony 55mm 1.8 besitzt einen optischen Aufbau von 7 Linsen in 5 Gruppen
  • Das Sony 50mm 1.8 besitzt einen optischen Aufbau von 6 Linsen in 5 Gruppen

5. Festbrennweiten sind meist kleiner und leichter

Zugegeben: Es gibt auch ordentliche Klopper an Festbrennweiten. Vor allem wenn du dich bei F1.2 Linsen umsiehst. Doch wenn du ein möglichst kleines Objektiv haben möchtest, kannst du das mit einer Festbrennweite ebenfalls haben. Du hast hier immer die Wahl zwischen großen, aber lichtstarken Objektiven. Oder eben kleinen, dafür weniger lichtstarken Linsen.

35mm Festbrennweite
Je höher die Lichtstärke, desto höher Größe und Gewicht der Festbrennweite.

Doch was heißt weniger lichtstark? Schon ab F1.8 sind die Objektive ziemlich kompakt. So wie beispielsweise das Sony 35mm 1.8 mit nur 280g und 7cm Länge. Für ein Vollformat-Objektiv ist das bemerkenswert! Dass es noch extremer geht, zeigen auch sog. Pancake-Objektive. Diese Festbrennweiten sind oft nur 2cm lang. So auch das Fujifilm 27mm 2.8 Pancake Objektiv.

Es gibt also unter den Festbrennweiten schon enorme Unterschiede. Die allermeisten Festbrennweiten sind dennoch wesentlich kleiner als Zoom-Objektive:

6. Intensiver Bildlook und Charakter

Vielleicht ist dieser Punkt einfach nur ein Ergebnis der vorherigen Aspekte. Dennoch finde ich, dass der Festbrennweiten Bildlook einen extra Unterpunkt verdient hat. Denn Festbrennweiten bilden meistens sehr charaktervoll ab. Egal ob das grandiose Butter-Bokeh der Sony GM Linsen, oder das charakteristische Swirly Bokeh vom Helios 44-2.

Bokeh der Helios 44-2 Festbrennweite
Markanter Bildlook der Helios Festbrennweite

Der markante Bildlook entsteht meistens auch durch das Zusammenspiel der extremen Schärfe und geringen Tiefenschärfe. Oder auch durch andere Parameter. Meiner Ansicht nach schmeichelt eine Festbrennweite dem Foto immer mehr als ein Zoomobjektiv. Oft entsteht dieser Eindruck auch nur im Unterbewusstsein – er ist aber definitv vorhanden: Bilder von Festbrennweiten sehen irgendwie immer etwas interessanter oder ästhetischer aus.

7. Nachteil, oder doch Vorteil: Du musst dich bewegen

Als ich meine erste Hochzeit fotografiert habe, hatte ich »aus Sicherheit« ein Zoomobjektiv aufgeschraubt. Dadurch wurden meine Fotos aber irgendwie ziemlich langweilig. Ich stand wie angewurzelt in der Ecke der Kirche und zoomte rein und raus. Ohne mich groß zu bewegen.

Heute fotografiere ich Hochzeiten und auch alles andere zu 95% mit Festbrennweiten. Ohne Zoom bin ich gezwungen, mich selbst zu bewegen. Und ab und zu auch mitten ins Geschehen zu gehen. Dass ich vor Ort »mittendrin« war, sieht man den Bildern später förmlich an.

Objektive mit verschiedener Brennweite
Mit einer Festbrennweite musst du das Motiv aktiv erkunden.

Ohne das bequeme Zoomen setzt du dich aus diesem Grund wesentlich mehr mit dem Motiv und der Bildkomposition auseinander. Es spricht nichts dagegen, danach wieder mit einem Zoomobjektiv zu fotografieren. Dennoch würde ich dir zum üben immer eine Festbrennweite empfehlen. So entwickelst du erst einmal ein Gespür für die Fotografie.

8. Experimentelle Spezialobjektive sind möglich

Die einfachere Konstruktion von Festbrennweiten ermöglicht die Produktion von Spezialobjektiven. Damit sind zum einen sehr spezifische Aufnahmen möglich. Oder auch sehr experimentelle Fotos. Die Möglichkeiten der Spezialobjektive möchte ich dir kurz zeigen:

  • Makro Festbrennweiten: Wenn du extreme Großaufnahmen von kleinen Dingen oder Insekten machen möchtst, benötigst du ein Objektiv für die Makrofotografie. Mit diesem kannst du besonders nah an dein Motiv herangehen und in einem großen Abbildungsmaßstab fotografieren.
  • Tilt-Shift Objektive: Diese Objektive besitzen einen geteilten Tubus. Die zwei Einheiten können durch Räder im Winkel verändert werden. So werden stürzende Linien im Bild korrigiert. Einsatzbereich ist vor allem Architektur-Fotografie.
  • Lensbaby: Die Firma Lensbaby hat sich auf experimentelle Objektive spezialisiert. Das Composer Pro ähnelt dabei einem Tilt-Shift Objektiv: Durch Abknicken des Objektiv-Tubus entstehen Unschärfe-Effekte quer über das Foto.
  • Retro Klassiker: Damals wurden analoge Kameras häufig mit einer Festbrennweite ausgeliefert. Doch nicht nur die analogen Linsen sind noch heute auf digitalen Kameras begehrt. Klassiker wie das Petzval Objektiv werden tatsächlich auch wieder neu produziert. Und das alles nur wegen dem markanten Retro-Bildlook.
  • Experimentelle Objektive: Objektive wie das 18mm UFO von 7 Artisans erinnern eher an einen Kameradeckel. Tatsächlich ist das Objektiv eher ein Experiment für eine Pinhole Optik. Wie du siehst: ein Objektiv muss nicht zwingend komplex aufgebaut sein.

Wie du siehst können experimentelle Objektive – in der Regel Festbrennweiten – eine tolle Abwechslung in deinen Fotografie-Alltag bringen. Oder aber dein Portfolio zum Hingucker machen. Ein bis zwei solcher Linsen können wir eine Menge Spaß beim Experimentieren bringen.

Vergleich: Festbrennweite oder Zoom-Objektiv kaufen?

Wenn Festbrennweiten so toll sind – wieso gibt es dann überhaupt noch Zoomobjektive? Versteh mich nicht falsch. Objektive mit Zoom-Funktion haben natürlich auch ihre Daseinsberechtigung. Es kommt wie immer auf den fotografischen Bereich, das jeweilige Motiv und deine persönlichen Vorlieben an.

Hier eine Übersicht mit allen Vor- und Nachteilen der beiden Objektiv-Arten:

Vorteile Festbrennweite

  • Höhere Bildqualität
  • Lichtstärker (weniger Sensorrauschen, Gestaltung mit Unschärfe)
  • Günstiger
  • Kleiner und leichter
  • Bildlook und Charakter
  • Aktiver mit Motiv arbeiten

Vorteile Zoomobjektiv

  • Variabler Bildausschnitt durch Zoom
  • Dadurch »mehrere« Objektive in einem
  • Objektive oft mit Bildstabilisator
  • Kein Objektivwechsel nötig

Mit Zoom-Objektiven wiegt man sich oft in falscher Sicherheit. Und zwar, dass man mit den variablen Objektiven doch für alles gut gerüstet ist. Außer wenn es dunkler wird, du eine kurze Verschlusszeit wählen oder mit Hintergrundunschärfe gestalten möchtest. Dann kommen Zooms an ihre Grenzen. Das zeigt wiederum, dass man weder mit einem Zoom, noch mit einer Festbrennweite für alles gewappnet ist.

Wie du siehst erhältst du dennoch viele Vorteile, wenn du auf Zoomen verzichten kannst. Dennoch sind Zoomobjektive vor allem auf Reisen ziemlich praktisch. Denn du hast durch die variable Brennweite im Endeffekt mehrere Objektive auf einmal dabei. Dadurch könnte man auch argumentieren, dass du z.B. mit einem 24-70mm Zoom Objektiv trotzdem günstiger weg kommst, als würdest du dir z.B. eine einzelne 24mm und 50mm Festbrennweite kaufen.

Zudem musst du das Objektiv niemals wechseln, was vor allem in staubigen oder feuchten Umgebungen von Vorteil ist. Dass Zoomobjektive oftmals einen Bildstabilisator besitzen ist auf der einen Seite zwar der fehlenden Lichtstärke geschuldet. Auf der anderen Seite ist ein Bildstabilisator (wie auch Zoomen an sich) für den Videobereich trotzdem sehr nützlich. Wäge ab!

Festbrennweite oder Zoom-Objektiv? Fujifilm 18mm 2.0 und 23mm 1.4
Fujifilm 18mm 2.0 und 23mm 1.4 Festbrennweite

Die beste Einsteiger-Festbrennweite für Sony, Canon, Nikon und Fujifilm

Welche Brennweite braucht das Objektiv für welches Motiv?

Halt! Bevor du losstürmst und ein Objektiv kaufst, musst du zuerst wissen, welche Festbrennweite für was geeignet ist. Je nach Motiv gibt es für jedes Objektiv einen empfehlenswerten Brennweiten-Bereich. Dafür musst du nur kurz prüfen, ob du eine Kamera mit APS-C oder Vollformatsensor hast. Bei einer APS-C Kamera wird die effektive Brennweite vom Objektiv nämlich etwas erhöht. Daher folgende Aufteilung:

Welche Brennweite für was?APS-C KameraVollformat Kamera
Landschaft / Architektur10mm – 16mm14 – 24mm
Portrait35mm – 85mm50mm – 135mm
ReisenZoom-ObjektivZoom-Objektiv
Hochzeit23mm – 35mm35mm – 50mm
Makro60mm90mm
Immer Drauf23mm – 24mm35mm
Wildlife / Tiere / Sportab 200mmab 300mm

Für den Anfang lohnt sich eine möglichst universelle Brennweite. Deshalb empfehle ich gleich vor allem 35mm und 50mm Festbrennweiten. Das sind die besten Einsteiger-Festbrennweiten für Sony, Canon, Nikon und Fujifilm. Dafür solltest du dir immer die F1.8er Objektive näher ansehen. Diese bieten den optimalen Kompromiss aus Lichtstärke, Bildqualität und Preis.

Spartipp: Am günstigsten sind immer die 50mm 1.8 Modelle des jeweiligen Hersteller. Denn diese gilt als klassische Einsteigerbrennweite. Sei dir aber bewusst, dass du auf einer APS-C Kamera bei näheren 75mm herauskommst – was eine klassische Porträt-Brennweite ist.

Festbrennweiten für Sony E

Die günstigste Sony Festbrennweite ist das Sony 50mm 1.8. Es ist ein solides Objektiv, das sogar für Vollformat Sensoren geeignet ist. Mit ihm wirst du gute Porträts schießen können. Es ist dabei sogar unter 200€ zu haben, was ein wirklich toller Preis ist!

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Mit dem Sony 35mm 1.8 ist Sony ebenfalls ein Genie-Streich gelungen. Das Objektiv ist ultra kompakt und liefert selbst auf Vollformat-Kameras eine unglaubliche Bildqualität. Zudem eignen sich 35mm etwas besser für den Alltag. Auf einer APS-C Kamera sind damit trotzdem noch gut Porträts möglich.

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Falls du gerne auch Landschaften fotografieren oder noch flexibler im Alltag (und Innenräumen) fotografieren sein willst, empfehle ich dir das noch etwas weitere Sony 28mm 2.0 Objektiv.

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Für Sony habe ich mir die Mühe gemacht und zwei umfassende Objektiv-Ratgeber zusammengetragen. Diese findest du hier:

→ Zur kompletten Objektiv-Übersicht für Sony Alpha 6000 Kameras
→ Zur kompletten Objektiv-Übersicht für Sony Alpha 7 Kameras

Festbrennweiten für Canon RF

Für das neue Canon RF System gibt es mittlerweile auch das günstige Canon 50mm 1.8 Objektiv. Es kostet dabei nur knapp über 200€, was extrem preiswert ist! Du kannst es von APS-C bis Vollformat verwenden. Zudem ist es ultra kompakt und leicht. Für Porträts und andere Einsätze definitiv ein gutes Stück Glas.

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Für circa 500€ ist das Canon 35mm 1.8 zwar minimal teurer. Dafür ist es durch die etwas kürzere Brennweite des Objektivs etwas flexibler für den Alltag. Auf APS-C sind dennoch Porträts möglich. Die Besonderheit: Mit dem 35mm 1.8 kannst du besonders nah an Objekte ran und erste Großaufnahmen machen.

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Falls du Landschaften oder auch in Innenräumen fotografieren willst, bietet sich die Canon 24mm 1.8 Festbrennweite an. Auch dieses ist ein solides Objektiv das sich für Nahaufnahmen eignet.

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Festbrennweiten für Nikon Z

Die Festbrennweiten für Nikon Z sind extrem hochqualitativ. Dadurch sind aber selbst die F1.8 Objektive schon relativ kostspielig. Hier geht selbst das Nikon 50mm 1.8 leider erst bei ca. 600€ los. Mit ihm fotografierst du grandiose Porträts.

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Allerdings erhältst du mit diesen Objektiven eigentlich Linsen für dein restliches Leben. Sie sind nämlich auch auf Vollformat ein absolutes Highlight in Punkto Bildqualität. Wenn du mehr im Alltag fotografierst, bietet sich auch noch das etwas universellere Nikon 35mm 1.8 Objektiv an.

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Festbrennweiten für Fujifilm X

Die Einsteiger Festbrennweiten von Fujifilm sind die mit der F2.0er Blende. Sie sehen nicht nur typisch retro-mäßig aus, sondern sind auch sehr klein und kompakt. Für Porträts wählst du das Fujifilm 50mm 2.0 Objektiv.

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Für etwas weniger Brennweite empfiehlt sich das Fujifilm 35mm 2.0. Mit diesem kommst du nicht ganz so nah ran, wodurch sich das Objektiv auch für den Alltag besser eignet.

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Wirklich vielseitig zeigt sich das Fujifilm 23mm 2.0. Denn dieses kannst du wirklich für so gut wie alles verwenden. Selbst für Innenräume und Landschaften. Weitwinklige Porträts sind damit auch noch möglich.

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Schlusswort: Objektiv-Technik im Wandel

Zum Ende möchte ich noch ein kleines Zugeständnis machen: Und zwar werden auch Zoomobjektive immer kleiner und leistungsfähiger. Canon hat z.B. bewiesen, dass ein 28-70mm F2.0 Objektiv möglich ist (wenn es auch riesig ist). Wesentlich kompakter als noch vor ein paar Jahren ist das neue Canon RF 70-200mm Teleobjektiv für die Canon EOS R.

Dennoch: Auch die Festbrennweiten bleiben nicht stehen. Wenn du auf der Suche nach besserer Bildqualität, mehr Lichtstärke, weniger Gewicht und einem günstigeren Preis bist, dann ist ein Objektiv mit fester Brennweite auf jeden Fall eine Überlegung wert. Klar – du wirst nicht den Komfort haben, einfach rein und raus zu zoomen. Aber die Vorteile einer Festbrennweite machen diesen Nachteil mehr als wett. Zudem du dich somit auch intensiver mit dem Motiv befassen wirst. Dadurch macht es oft Sinn, von Anfang an die Kamera mit Festbrennweite zu kaufen.

Bist du bereit, tiefer in die Fotografie einzusteigen? Dann lass das Kit- bzw. Zoomobjektiv im Schrank und leg dir eine Festbrennweite zu! Du wirst es nicht bereuen.

Häufige Fragen zu Festbrennweiten

Soll ich eine Festbrennweite mit 35mm oder 50mm kaufen?

Die Brennweiten 35mm und 50mm sind sich sehr ähnlich. Dennoch ist das 35mm das bessere Immerdrauf-Objektiv für alle möglichen Situationen. Vor allem weil es durch den Weitwinkel auch in Innenräumen flexibler ist. Falls du aber eher Porträts fotografieren möchtest, würde ich vor allem am Anfang das 50mm empfehlen. Hier wird die fotografierte Person optisch weniger verzerrt. Das macht den Einstieg in die Portraitfotografie einfacher.

Was ist der Vorteil einer Festbrennweite?

Festbrennweiten bieten eine höhere Bildqualität und Lichtstärke. Außerdem sind sie meist etwas günstiger, kleiner und leichter. Unterm Strich überzeugen sie einfach mit dem schöneren Bildlook und Charakter.

Lerne in 7 Tagen auf Details zu achten und stimmige Porträts zu fotografieren.

Du beherrschst die Grundlagen der Fotografie und kannst deine Kamera bedienen. Wirklich sehenswerte Porträts kommen am Ende aber nicht heraus? Oder es sieht vor Ort beim Fotoshooting immer ganz gut aus - aber zuhause am Rechner entdeckst du wieder Fehler im Bild?

Um richtig gute Porträts zu fotografieren musst du deinen fotografischen Blick ausprägen. Im kostenlosen Portrait Email-Kurs trainieren wir deinen Blick für entscheidende Bilddetails. Ich zeige dir jeden Tag eine Lektion mit 2-3 Kniffen, mit denen du deine Porträts ab dem nächsten Fotoshooting verbesserst. Trage dich jetzt wie über 5800 Personen in den Newsletter ein und du erhalte den Kurs mit weiteren nützlichen Tricks und Angeboten. Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.

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Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

3 Gedanken zu „Festbrennweite: Schöner Look und 8 Vorteile gegenüber Zooms“

  1. Servus Markus,

    ich fotografiere schon seit einigen Jahren, aber so recht haut alles nicht so hin mit Bildbearbeitung. Bin zufällig auf Deinen Beitrag gestoßen und jetzt kann ich mich intensiver damit befassen. Danke für die Bereitstellung der einzelnen Lern-Videos, wie man mit der Bearbeitung richtig vorangeht.

    L.G. Sigi

    Antworten
  2. Halloo! Vielen Dank für die immer tollen und hilfreichen Infos. Ich fotografiere schon seit >50 Jahren, habe aber die letzten Jahre eine lange lange Pause gemacht (durch Beruf und Familie) und taste mich jetzt wieder staunend an alles Neue an Technik und Bearbeitung heran. LG Reinhard

    Antworten
  3. Hallo Markus,

    ich bin auch ein Festbrennweitenfan und habe einen Offenblendenfimmel, verwende dafür aber fast durchweg alte manuelle Objektive, die ich adaptiere.

    LG Bernhard

    Antworten

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