Welche Vorteile Vollformat Kameras für meine Fotografie bieten

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Ein Thema, das heiß diskutiert wird: Die Wahl der Sensorgröße und ob es denn wirklich eine Vollformat Kamera sein muss. Zu diesem Thema will ich in diesem Beitrag ein paar Gedanken los werden und zeigen, wieso ich sie nicht mehr weg denken kann.

Auf dieses Thema bin ich durch ein paar Youtube Videos gekommen: Darin wird MFT (= Micro Four Thirds, Sensorgröße kleiner als APS-C) durchwegs positiv herausgestellt. Vor allem das Vollformat wird kritisch beleuchtet und ob es denn wirklich sein muss. Meistens natürlich in direkter Relation zum doch meist saftigen Preis.

Sensor einer Vollformatkamera von Sony
Die richtige Sensorgröße – eine Glaubensfrage?

Nun wollen wir das Pferd aber von hinten aufzäumen und uns ansehen, was sich wirklich anbietet. Achtung: Wie auch in der Überschrift geschrieben will ich das „Ich“ noch einmal unterstreichen. Das soll nicht egoistisch klingen, sondern viel mehr auf meine Art der Fotografie verweisen: Ich bin beruflicher Portrait- und Reportagefotograf.

Und bei der Gegenüberstellung will ich genau auf meine Tätigkeit eingehen.

Hinweis: Ich gehe davon aus, dass die Begriffe der Sensorgrößen geläufig sind. Ansonsten einfach kurz nachschlagen. Die Kurzfassung: Vollformat besitzt die Maße von etwa 24mm x 36mm. APS-C ist kleiner als Vollformat. Und MFT ist noch einmal kleiner als APS-C.

Meine Kamera Vorgeschichte: Erster Berührungspunkt mit APS-C und Vollformat

Zunächst will ich kurz schreiben, mit welchen Kameras ich in meiner Laufbahn schon fotografiert habe und wie ich zum Vollformat gekommen bin. Angefangen habe ich 2010 mit der Canon EOS 550D – einer einfachen APS-C Kamera. Man kam allmählich in die Materie hinein und von einer Sache schwärmten förmlich alle Leute, die man so traf: Einer Vollformat-Kamera.

Anfangs wusste ich nicht viel darüber – es sollte nur scheinbar „besser“ sein als APS-C. Ich recherchierte und las von den häufigsten Vorteilen: Mehr Bokeh, bessere ISO-Performance und auch die Brennweite musste nicht mehr multipliziert werden. Für mich als Anfänger klang das erst einmal ziemlich gut. Da ich mich sowieso in meinem Mediendesign Studium noch intensiver mit der Fotografie auseinandersetzte, sparte ich auf meine erste Vollformat Kamera.

Nachdem ich die Grundlagen aufgesaugt hatte, kaufte ich mir nach langem Sparen die 5D Mark III von Canon.

Wow. Ich war begeistert.

Ich konnte es noch nicht wirklich erklären, aber vieles sah zum damaligen Kenntnisstand einfach irgendwie besser aus als mit der APS-C Kamera. Es war wohl die Kombination aus all den oben genannten Vorteilen. Wie sich diese Dinge auf meine Art der Fotografie im Alltag auswirken und welche Vorteile aktuell wirklich vom Vollformatzauber übrig geblieben sind, will ich im nächsten Abschnitt erzählen. Ich fotografierte nun einige Jahre ausschließlich mit dieser Kamera.

Vier Jahre später – es war 2017. Nachdem ich nun 7 Jahre mit Canon fotografiert habe (vier davon mit Vollformat), habe ich eine Zweitkamera als Backup gebraucht. Ich hatte auch nichts gegen eine spiegellose Kamera, weshalb ich mich für die Fujifilm X-T2 entschieden habe.

Und mit ihr erlebte der APS-C Sensor sein Comeback in meinen Fotorucksack. Und anfangs war es schon etwas ungewohnt. Es fühlte sich auf den Fotos oft so an, als ob etwas fehlen würde. Dieser Hauch an Unschärfe. Und allgemein den Bildlook eines Vollformat Sensors begann ich zu vermissen. Auch wenn es nur Nuancen waren.

APS-C vs Vollformatsensor
APS-C und Vollformat – Sensorgrößen im Vergleich

Die 5D kam allmählich in die Jahre und ich wurde etwas unzufrieden mit der Bildqualität. Ich wollte sie verkaufen – doch ich war mir nicht sicher, ob ich voll zu Fujifilm und dem APS-C Sensor will. Mir hat hier schlichtweg etwas gefehlt. Auch wenn ich die Bedienung, Design und die Filmlooks ziemlich feiere. Dennoch ziehte es mich zur Sony A7III und damit wieder zum Vollformat.

Die Fujifilm ist und bleibt jedoch meine Zweitkamera.

Da du nun meine Kamera Vorgeschichte kennst, will ich etwas detaillierter auf die Thematik eingehen und die Vor- und Nachteile von Vollformat herausstellen.

Siehe auch: Sony A7 III Review / Test: Die beste Portrait- und Hochzeitskamera?

Welche Vorteile mir die Vollformatkamera für meine Fotografie bietet

Der Bildlook

Was heute groß als Vollformat bezeichnet wird, war damals lange Zeit Standard: Es handelt sich dabei um die selbe Größe wie beim damaligen Kleinbild Film Format. Erst als die digitalen Sensoren Einzug hielten, wurde die Größe verkleinert. Vermutlich weil es günstiger war, sich etwas Sensorfläche zu sparen. So entstand der reduzierte APS-C Sensor.

Auch wenn ich digital fotografiere, so identifiziere ich mich über meinen Bildlook oft mit dem Gefühl des analogen Fotografierens. Auch meine Farblooks verzerren die Farben oft, ähnlich wie ein analoger Film. Dazu versetze ich meine Fotos auch mit etwas Bildkorn.

Vorteile Vollformat Kamera - der Bildlook
Vollformat ist kein neues Phänomen – es ist an die Größe von Kleinbildfilm angelehnt.

Das alles sind keine Erfindungen der digitalen Welt, sondern die gibt es schon ewig. Und wenn ich an den analogen Bildlook denke, gehört für mich auch die hohe Tiefenunschärfe des damaligen Kleinbilds einfach dazu.

Natürlich sind es oft nur Nuancen im Vergleich zur Tiefenunschärfe von APS-C Sensoren. Je nach Situation blendet man mit Vollformat auch mal ab, aber man kann die volle Tiefenunschärfe abrufen, sobald man sie braucht. Oder eben haben will.

Im Beitrag über den Vollformat vs APS-C Bildlook Vergleich zeige ich, wie genau der Bildlook der Sensoren zustande kommt (eigentlich liegt es nämlich nur indirekt an der Sensorgröße).

Manche schwören auch auf den Bildlook von Mittelformat Kameras, ich meist auf den von Vollformat Kameras. Und so gehört für mich irgendwo das moderne „Kleinbild“ bzw. Vollformat zu meinem analog angehauchten Bildlook dazu.

Die Bildschärfe

Als Unterpunkt zum Bildlook will ich auch die Schärfe anbringen. Diese ist zwar nicht typisch für analoge Fotos, aber in Kombination auch ausschlaggebend für meinen Bildlook.

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Mehr Schaerfe durch Vollformat
Auf Wunsch erhalte ich durch Abblenden die selbe Tiefenunschärfe wie mit der APS-C Kamera. Allerdings nimmt die Schärfe vom Objektiv gegenüber der Offenblende dann schon zu.

Und nicht nur durch den Sensor an sich kann teilweise mehr Detailreichtum eingefangen werden. Worauf ich auch hinaus will:

Die selbe Tiefenschärfe, die ich mit einer APS-C Kamera auf Offenblende (z.B. F1.4) erhalte, erreiche ich mit der Vollformatkamera, nachdem ich bereits etwas abgeblendet habe.

Kein Objektiv erlangt auf Offenblende die maximale Abbildungsleistung. Die Qualität steigert sich erst, wenn etwas abgeblendet wird. Mit der Vollformatkamera kann ich also wenn es sein muss die selbe Tiefenunschärfe wie mit der APS-C erlangen, habe dann aber schon etwas abgeblendet und die Bildqualität gesteigert.

Ausblenden von störenden Elementen und Storytelling

Die Fotografie ist mein Beruf. Und ich muss auch oft unter Zeitdruck etwas abliefern. Da nimmt man natürlich jedes Mittel wahr, um es sich selbst etwas einfacher zu machen.

Und hier kommt wieder das Thema Tiefenunschärfe des Vollformat Sensors ins Spiel. So kann ich z.B. bei Reportagen einen störenden Hintergrund bis aufs Maximum unkenntlich machen.

Durch mehr Tiefenunschärfe kann ich Geschichten besser erzählen und bestimmen, wo der Betrachter später hinschauen soll (und wo nicht).

Ebenso funktioniert das mit Porträts: Man kann den Fokus auf die Person legen und störende Elemente (siehe meinen Beitrag über Bildgestaltung) werden entschärft.

Und damit kommen wir auch zum zweiten Punkt: Dem Storytelling. Diese Unschärfe hilft mir auch einfacher zu bestimmen, wo der Betrachter später hinschaut. Und welche Geschichte impliziert wird.

All das funktioniert durch das einfache Ausblenden von Objekten die entweder die Bildgestaltung, oder aber die Geschichte des Fotos stören könnten.

Fotografieren bei Dunkelheit

Wie gesagt muss man in den unterschiedlichsten Situationen Fotos abliefern können. Und dazu gehört auch, dass es auf Reportagen gerne mal in dunkle Räume geht. Oder man noch die letzten Sonnenstrahlen der blauen Stunde für Portraits nutzen muss, weil es in der Zeitplanung des Kunden nicht anders machbar war.

Auch dann macht mir der Vollformat Sensor das Leben einfacher. Denn dieser lässt sich auch im hohen ISO-Bereich noch gut verwenden, ohne dass es zu stark rauscht. So bin ich flexibler und kann mich optimal an die Bedürfnisse und die Planung der Kunden anpassen.

Aber auch hier ist Vollformat nicht Vollformat: Es kommt auch auf die Technik und Megapixel Anzahl an. Man merkt auch immer wieder, wie die Sensoren mit der Zeit immer besser werden. Vor allem von der 5DIII auf die A7III von Sony war der Qualitätssprung insgesamt enorm – und die Low Light Performance viel besser.

Und ja – auch die APS-C Sensoren bleiben in der Entwicklung nicht stehen. Aktuelle APS-C Modelle sind im Vergleich zu vor 7 Jahren ebenfalls wesentlich besser geworden. In der Bildqualität sowie Low Light Performance. Nichts destotrotz denke ich, dass mehr Sensorfläche bei wenig Licht immer besser sein wird.

Hier erhältst du die besten Tricks zum Fotografieren bei wenig Licht.

Kurzer Hinweis in eigener Sache: Nützliche Blog Beiträge wie dieser leben nur mit etwas Werbung. Mit meinen Lightroom Presets verbesserst du also nicht nur deine Nachbearbeitung, sondern unterstützt gleichzeitig den Blog:

Bildqualität und Möglichkeiten in der Nachbearbeitung

Auch verwandt mit der Bildqualität will ich kurz noch den Punkt der Nachbearbeitung erwähnen. Gerade mit dem Umstieg auf eine zeitgemäße Vollformat Kamera kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es ist kaum zu glauben, was sich aus diesen Dateien alles herausholen lässt.

Anpassung der Belichtung, aufhellen der Tiefen, Absenken der Lichter: All das ist mit meinen aktuellen RAW-Dateien fast ohne Rauschen möglich. Die APS-C Dateien der Fujifilm waren jedoch (v.a. im Vergleich mit der 5DMkIII) auch schon sehr gut.

Dennoch bietet der Vollformatsensor hier noch etwas mehr Qualität: Neben der guten ISO Performance ist hier auch noch die erweiterte Farbtiefe und der dynamische Umfang zu erwähnen. Das hängt natürlich auch immer mit der Sensorbauweise zusammen. Wie gesagt gibt es auch durchaus APS-C Kameras, die mittlerweile sehr hochwertige Ergebnisse liefern.

Cropfaktor fällt weg

Ein Punkt, der mir damals geholfen hat, meine Lieblingsbrennweite zu finden. Im Nachhinein waren mir die 50mm an der damaligen APS-C Kamera doch etwas zu viel. Nach dem Umstieg auf Vollformat lernte ich erst die richtigen 50mm kennen – womit ich sehr gut zurecht kam.

Klar könnte man dann eben für APS-C Kameras entsprechend weitwinkligere Objektive kaufen. Doch gerade als ich wieder mit der Fujifilm in Berührung kam, habe ich gemerkt wie nervig die Umrechnerei ist. Beim Objektivkauf bzw. der Auswahl bekommt man eben nie direkt das, was auch draufsteht.

Was ich vorhin aus damaliger Sicht etwas unwissend als „es sieht irgendwie besser aus“ beschrieben habe, muss wohl die Summe aus allen dieser Punkte sein.

Fazit: Vor- und Nachteile der Vollformat Kamera

Nun will ich noch einmal alle Vor- und Nachteile übersichtlich als Stichpunkte auflisten:

Warum Vollformat?

  • Hohe Bildqualität (Dyamikumfang, Farbtiefe und ISO Performance)
  • Mehr Schärfe und Details
  • Mehr Freistellung / „Bokeh“ und damit bessere Gestaltungsmöglichkeiten und Storytelling
  • Ergibt zusammen den Vollformat Bildlook, der hier einen extra Punkt verdient
  • Keine Rechnerei mit Crop-Faktor

Warum kein Vollformat?

  • Viel Sensorfläche braucht auch viel Glas, was gut ins Geld geht
  • Anschaffungspreis ist ebenfalls höher
  • Die Kamera wird durch hochwertige Vollformatobjektive meist groß und schwer
  • Wegfall des Crop Faktors kann bei Teleaufnahmen von Nachteil sein, wenn man „näher“ ran will
  • Sensorstabilisierung oft weniger gut als bei kleineren Sensorgrößen
  • Für durchgehend scharfe Fotos muss entsprechend mehr abgeblendet werden (Lichtstärke geht verloren)
Warum Vollformat Nachteil große Objektive
Aktuelle spiegellose Kamerabodies sind zwar sehr klein – das Glas muss allerdings trotzdem groß sein, um die komplette Sensorfläche mit hoher Qualität beleuchten zu können.

Schlusswort und Empfehlung

Nein – du musst dir keine Vollformatkamera kaufen. Denn du bist nicht ich. Falls du aber ebenfalls hauptsächlich Portraits fotografierst, hast du fast nur Vorteile gegenüber kleineren Sensoren. Und auch die Nachteile (bis auf das Geld) fallen fast alle weg:

Bei einem Portrait Fotoshooting macht es nichts, wenn die Kamera groß und Schwer ist. Bei Portraits braucht man (im Gegensatz zu Sport Aufnahmen) keinen Zoom-Boost durch den Crop-Faktor. Es reicht meist ein gutes Objektiv (z.B. 50mm). Und die Sensorstabilisierung ist auch zu vernachlässigen.

Doch jetzt kommt der Punkt: Diese Faktoren werden beim Reisen zum Problem. Gerade beim Wandern will man nicht kilogrammweise Glas durch die Gegend schleppen. Und genau hier kommt dann eben meine Fujifilm zum Einsatz.

Der Peak Design Capture Clip befestigt am Rucksack
Auf Reisen setze ich lieber auf die kompaktere Fujifilm X-T2 mit APS-C Sensor. Dadurch fallen auch die Objektive kleiner aus.

Ich hatte damals einmal meine Canon 5D mit auf einem Städtetrip – seitdem wollte ich das nicht mehr machen. Man hat damit einfach zu viel zu schleppen.

Wie immer gibt es die perfekte Kamera nicht – nur jeweils für den individuellen Anwendungszweck. Für mich und meine Fotografie ist es am wichtigsten, dass ich auf Abruf massig Schärfe produzieren – aber auch mit viel Tiefenunschärfe spielen kann. Ich kann gut im Dunkeln fotografieren und bei der Nachbearbeitung habe ich viel Puffer, um an den Reglern zu werkeln. Das lässt mir den Spielraum meine Kreativität technisch umzusetzen. Ich kann das Foto so zeigen, wie ich die Szene erlebt habe.

Anzumerken ist hier auch noch, dass es ältere Vollformat Modelle auch schon zum moderaten Einstiegspreis gibt. Ein Beispiel wäre dafür die Canon 6D und 5DII, oder die Sony A7 der ersten Generation. Wenn man keinen pfeilschnellen Autofokus benötigt, so wird man hier schon für relativ wenig Geld fündig.

Doch auch mit günstigeren APS-C Kameras lassen sich in Verbindung mit gutem Glas schöne Porträts schießen. Im Zweifelsfall braucht man nicht gleich ein neues Kameragehäuse – oft kann man auch mit entsprechendem Glas neue Möglichkeiten entfalten. Hier findest du dazu noch weitere Vorteile von APS-C Kameras.

Nun bist du dran.

Schreib in die Kommentare, auf welche Sensorgröße du setzt und warum. Und ob du damit zufrieden bist oder ob du in naher Zukunft vielleicht sogar auf eine andere Sensorgröße wechseln willst!

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Markus Thoma

Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

30 Gedanken zu „Welche Vorteile Vollformat Kameras für meine Fotografie bieten“

  1. Hallo Markus,
    ich habe da mal eine Frage!
    Ich besitze momentan noch eine Canon 80 D (APSC) und überlege auf Vollformat umzusteigen aus genanten Gründen.

    Ich beschäftige mich mit Landschaftsfotografie, Porträt sowie ab und zu Tierfotografie.
    Für mich ist das Iso Rauschen für Fotos bei Dämmerung sowie die Dynamik wichtig.
    Der AF sollte auch nicht der langsamste sein wenn ich mal Tierfotos festhalten möchte.

    Da ich noch keine Ahnung von Vollformat habe und welche Marken für mich in Frage kommt, kommt jetzt auch meine Frage an Dich!

    Bei den ganzen Marken durcheinander verliere ich total den Überblick, welche Marke würdest du mir empfehlen und welches Model(DSLR oder DSLM egal)!
    Wichtig ist mir, das genügend Objektive zu Auswahl stehen und man auch genügend Foto Equipment bekommt was man halt so zum Fotografieren braucht.
    Preislich würden mir alleine für die Kamera 2000-2500 Euro zur Verfügung stehen.

    Vielen Lieben Dank

    Antworten
  2. Hi Markus
    Klasse Beitrag.
    In einigen Punkten stimme ich dir auch zu
    Allerdings hatte ich beide
    Die A7 R3 und die Fuji. Und habe mich zu Gunsten der Fuji entschieden.
    Die Aussage von dir, dass man mit einer „Vollformat“…ich sage lieber Kleinbildkamera schärfere Bilder hinbekommt, kann ich mit Fuji-Objektiven nicht nachvollziehen. Außer dem 18er und dem 27er sind alle top…und schlagen viele Sony-Objektive um Längen. Meine Erfahrungen…es sei denn man möchte für G-Master Linsen um die 2000€ ausgeben.
    Aber was der Hauptgrund für Fuji war, war der Spaß am fotografieren. von der BQ ganz zu schweigen. Die war eine Offenbarung für mich. Man fühlt sich auch in die analoge Zeit zurückversetzt. Nicht nur durch die Bedienung der Kamera. Sondern auch durch die verschiedenen Looks. Die Jpgs ooc sind für mich die besten, die es gibt.
    Muss aber dazu sagen, dass ich kein Profi bin.
    Habe meine letzte Hochzeit mit Sony A7II und einer Fuji X-T2 /H1 parallel fotografiert.
    Und ganz ehrlich, man tut sich hart, die Kameras anhand von Tiefenschärfe zu unterscheiden. Aber die Bilder der Fuji haben dem Brautpaar besser gefallen. Keine Ahnung warum
    Trotzdem…ich kann deine Liebe zur Sony nachempfinden..so wie ich meine zur Fuji…
    Wünsche dir viel Freude und gut Licht-
    Tolle Website überigens
    Gruß Matthias

    Antworten
    • Hi Matthias,

      du hast gerade schon gemerkt, dass du bereits geschrieben hast. Trotzdem danke für ein paar weitere Gedanken dazu ;)

      Das mit dem Spaß am Fotografieren wird bei Fuji groß geschrieben, auch wenn mich der Blendenring doch immer wieder gestört hat (Kamera hat sich beim baumeln am Gurt immer selbst verstellt). Ein großes Problem sehe ich aber auch mittlerweile in der Inkompatibilität von Fuji RAW Dateien zu Lightroom. Hier werden die Details in der Regel wie ein Ölgemälde gerendert. Viele Fuji User konvertieren die Fotos daher erst in einem anderen Programm. Bei Sony habe ich dieses Problem nicht.

      Bei mir kamen auch die letzten 2 Hochzeitssaison parallel Fujifilm und Sony zum Einsatz, ich wollte nun aber zweimal das selbe Modell wegen Farbe und einheitlicher Bedienung. Seit der zweiten Sony A7III liegt die Fujifilm leider im Schrank und steht wohl kurz vor dem Verkauf…

      Viele Grüße,
      Markus

      Antworten
  3. Danke für den sehr objektiven Beitrag
    Aber mit einigen Argumenten kann ich nicht ganz einig gehen.
    Zum Beispiel die bessere Schärfe von Vollformat.
    Das liegt immer an den Objektiven
    Und wenn ich mir da so meine fujis anschaue..
    z. B das 56 1,2 für Portraits oder auch nur das 18-55 und das gegen das meiner A7 II (28-70) vergleiche…das sind Welten
    Genauso das bessere Rauschverhalten. Dem kann ich nur bedingt zustimmen. Das einzige was für mich bleibt, ist der etwas andere Look.
    Die Haptik und das Feeling einer Fuji ist durch einen Sony Gameboy nicht zu ersetzen. Ich bin allerdings kein Profi, wie andere. Aber die Diskussion FF gegen APS-C ist so alt wie die Digitalfotografie.
    Wenn überhaupt, dann kommt für mich nur die GFX Serie von Fuji in Frage
    Danke nochmal für die Arbeit, die du dir gemacht hast
    lg Matthias

    Antworten
    • Hallo Matthias,

      danke für deine Anregungen! Das Fuji 56mm 1.2 entspricht einem 85mm 1.8 auf Vollformat. Wenn ich die selbe Tiefenschärfe auf der Vollformat erzielen will, blende ich mein Blende 1.4 Objektiv bereits etwas ab. Das ist das Prinzip, das ich im Beitrag beschreibe. Will ich mit beiden Systemen die selbe Tiefenunschärfe, blende ich bei Vollformat bereits etwas ab und hole schon mehr Schärfe aus den Objektiven.

      Beim Rauschverhalten haben sich die kleineren Sensoren ebenfalls verbessert und für die meisten Fälle völlig ausreichend. Durch die größere Fläche rauscht die selbe Pixelanzahl auf der größeren Fläche der Vollformat allerdings weniger. Weil du schreibst Profi: Geld verdienen lässt sich mit beiden Systemen – der (Privat)Kunde sieht es am Ende nicht. Das ist nur eine persönlichere Präferenz. Die emotionalere Kamera ist für mich ebenfalls meine Fuji X-T2, mein Sony Gameboy ist das Arbeitstier :-D

      Viele Grüße,
      Markus

      Antworten
  4. Also ob man Vollformat braucht oder will, ist sicherlich Geschmackssache, muss jeder für sich entscheiden. Falsch im Artikel ist, dass Vollformat mehr Bokeh produziert. Bokeh wird durch das Objektiv „gezeichnet“, hier ist aber wohl eher die Schärfentiefe gemeint. Und ein, z.B. 50mm/1.4 Objektiv produziert die GLEICHE Schärfentiefe an einer Vollformat- wie an einer Cropkamera. Das kann jeder gerne selber testen. Lediglich der Bildausschnitt ist an einer Cropkamera kleiner (bedingt durch den kleineren Sensor.)

    Antworten
    • Wie man es auch immer nennen will – aber ich liebe die Möglichkeit, durch den Fokus Elemente in der Schärfeebene hervorzuheben. Oder eben störende Elemente in der Unschärfe auszublenden. Und das gelingt mir mit der Vollformat Kamera immer etwas besser.

      Antworten
  5. Schöner Post! Für die beruflichen Fotos nutze ich meistens die 5DIV, ich warte da immer noch auf eine gute Spiegellose(vielleicht von Canon), die mir wirklich gefällt. Die Sonys liegen mir nicht so gut in der Hand und Ergonomie ist mir beim Arbeiten noch wichtiger als die letzten 5% Bildqualität.
    Bei einem Städtetrip vor kurzem habe ich aber meine alte OMD E-M10 Mk I dabei gehabt und war positiv überrascht von der Qualität mit dem für mich neuen 17mm 1.8. Die Kamera ist jetzt auch schon 5 Jahre alt, macht aber immer noch tolle Bilder! Der Look ist allerdings tatsächlich nicht so schön wie mit der 5D. Deshalb habe ich jetzt noch zwei kompakte Analoge ;-)

    Antworten
  6. Sehr spannend!
    Ich möchte schon so lange auf Vollformat umsteigen, bin aber erstens unschlüssig, weil ich ja sehr viel reise, zweitens des Geldes wegen und auch drittens vor allem wegen der rasend schnellen Veränderungen auf dem Gebiet. Ich habe meine letzten drei Objektive nun schon sicherheitshalber „vollformatsfähig“ gekauft (für ein Canon-System), überlege nun aber, ob es nicht in 2-3 Jahren eine Vollformat-Systemkamera geben wird, die ich mir leisten will. Das wäre ein Träumchen – denke ich mal so. So lange schaue ich noch sehnsüchtig – oder verkaufe doch einfach mal das ganze überflüssige Equipment und schaffe mir endlich eine Vollformat-Canon an.
    Viele Grüße
    /inka

    Antworten
    • Hi Inka,

      danke für deinen Kommentar! Ich denke das Hauptargument ist in deinem Fall die Größe auf Reisen. Das Vollformat muss eben doch erst einmal mit Glas versorgt werden und dann wird es gerne mal größer.

      Die neue Canon EOS RP die aktuell in den Startlöchern steht, wird wohl der günstigste Einstieg ins Vollformat seit langem sein. Ich bin gespannt, was in Zukunft noch kommt!

      Viele Grüße,
      Markus

      Antworten
  7. Hallo Markus,

    interessanter Beitrag, die Vorteile liegen klar auf der Hand. Es kommt natürlich auf den Verwendungszweck an. Bei Porträts, also Menschenfotografie verwende ich nur noch meine VF (Nikon). Zum Vergleich hatte ich einmal eine Testbilderserie Nikon Crop vs. VF geschossen, mit 35er, 50er, 85er, also die von mir am meisten verwendeten Linsen.
    Ich habe alle Blendenöffnungen bis F8 (mehr braucht es wirklich nicht, 8 schon eher bei Blitz) auf beiden Kameras durchfotografiert. Was mir im Besonderen auffiel (und mich auch dahin bestärkte, endlich auf VF zu wechseln), war, dass die Haptik, Räumlichkeit, die „Echtheit“ der Gesichter (auch proportional) bei VF deutlich besser, schöner, eigentlich überhaupt erst zur Geltung kommen. Bei Offenblende wird es geradezu deutlich, da verschwimmen bei Crop schon die Ränder beim Gesicht, es wirkt vergleichsweise flacher, trotz guter Nacharbeit.
    Sonstiges hinsichtlich Qualität und Möglichkeiten stimme ich Dir ebenso zu, wie im Artikel beschrieben. Ich nehme die Crop so gut wie gar nicht mehr in die Hand. Verkaufen lohnt heutzutage ja nicht, bei dem Wertverlust, so behalte ich sie für meine Streetfotografie, da der Body etwas leichter ist ;).
    Schöne Grüße!
    Kati

    Antworten
    • Hi Kati,

      danke für dein Feedback! Wie du sagst – es kommt auf den Zweck an. Porträts fotografiere ich am liebsten mit Vollformat, sobald man unterwegs ist greift man gerne auch zur APSC-Kamera. :-)

      Viele Grüße,
      Markus

      Antworten
  8. Lieber Markus
    Vielen Dank für deinen persönlichen Beitrag zu diesem viel diskutierten Thema. Ich lese deine Beiträge immer mit grossem Interesse und deine Bilder inspirieren mich sehr.
    Ich fotografiere mit der Fujifilm X-T3 und und für Porträts benutze ich das wunderbare Objektiv Fujinon 56mm 1.2. Die Bildqualität bereits bei Offenblende, die hervorragende Farbwiedergabe von Fujifilm und das weiche, schöne Bokeh welche das Objektiv hervorzaubert empfinde ich als schlicht umwerfend und lässt in mir kein Bedürfniss nach Vollformat aufkommen.
    Liebe Grüsse aus Bern
    Dres

    Antworten
    • Hallo Dres,

      die Fujifilm X-T3 ist eine super Kamera und wird allen Ansprüchen gerecht, wenn man auf das letzte Fünkchen Bokeh verzichten kann. Das 56mm 1.2 Objektiv steht auch schon länger auf meiner Einkaufsliste – allerdings decke ich die 85mm Brennweite aktuell auch schon mit dem Sigma 85mm 1.4 auf Vollformat ab.

      Ich bin vor allem auf die angekündigte 50mm F1.0 Optik gespannt, die von Fujifilm angekündigt wurde. Wenn sie wirklich so kommt, könnte das noch einmal einiges ändern.

      Viele Grüße,
      Markus

      Antworten
  9. Moin Markus, interessanter Bericht. So ganz zustimmen kann ich dem allerdings nicht. Grundsätzlich verspricht das Vollformat mehr Bokeh, dass ist richtig. Aus meiner Erfahrung müssen jedoch die Festbrennweiten von Canon immer abgeblendet werden, um die volle Schärfeleistung zu erreichen. Insbesondere die lichtstarken Festbrennweiten von Fuji können jedoch alle bei offener Blende ohne Abstrich verwendet werden. Ein Abblenden bringt hier keine wesentlichen Verbesserungen in der Punktschärfe, wohl aber in der Schärfentiefe. Insofern sehe ich da jetzt keinen Bokeh-Gewinn zugunsten des Vollformats. Auch in Sachen Iso-Rauschen kann ich den Vollformat-Boliden zumindest von Canon kein gutes Zeugnis im Vergleich zu Fuji ausstellen. Die Bilder eines Kollegen (Canon 5D S) – wir fotografieren oft gemeinsam im Theater im High-Iso-Bereich – sind bereits bei Iso 1600 stärker verrauscht, als meine Fuji-Dateien (X-T1) bei Iso 3200. Auf der anderen Seite wird das Rauschen ganz klar überbewertet. Was in der 100-Prozentansicht auf dem Bildschirm zu sehen ist, wird sich so deutlich nicht einmal in Großvergrößerungen zeigen. Wenn es um den Cropfaktor geht und den damit benötigten kürzeren Brennweiten bei APS-C oder MFT, ist das Vollformat allerdings schon im Vorteil, insbesondere in der Portraitfotografie.

    Antworten
    • Hi Andreas,

      das Problem mit den Canon Linsen auf Offenblende kenne ich. Deshalb habe ich damals das Canon 50mm 1.4 gegen das Sigma 50mm 1.4 Art eingetauscht. Das Problem bei Canon ist oft, dass die Objektive so alt sind wie ich. Mit der der Art Serie bin ich sehr zufrieden und auch diese liefern gute Schärfe auf Offenblende. So wird diese auch verwendbar.

      Und du hast Recht, mit der Bildqualität der Vollformat Canon war ich auch noch nie zu 100% überzeugt. Canon hinkt hier schon länger der Konkurrenz nach. Bei meiner Sony habe ich das erste mal gemerkt, was Vollformat Sensoren wirklich liefern können (auch wenn es ein unfairer Vergleich ist, da die Canon schon älter war). Für mich dennoch ein Upgrade :-)

      Viele Grüße,
      Markus

      Antworten
  10. Jahrelang habe ich mit Canon Vollformat (5DMk2 und 6D) professionell gearbeitet und habe letztes Jahr einen Systemwechsel zur Fufi X-t3 gewagt und ihn bisher nicht bereut. Für mich ist der einzige Nachteil, das die Tiefenunschärfe bzw. das Bokeh sich um den Cropfaktor verändert.
    D.h. z.B. das ein 23mm Objektiv bei Offenblende mit 1.4 einem 35mm mit Blende 2.1 am Vollformat entspricht oder das 56mm 1.2 einem 85mm mit Blende 1.8.
    Wenn man sich darüber im Klaren ist und mit dem Hauch weniger Tiefenunschärfe zurecht kommt, gibt es für mich keinen Nachteil. Der Sensor hat über 26Mp das reicht zum Bearbeiten bestens und ansonsten war die Größe und Handlichkeit für mich das Kaufargument. Ganz zu schweigen, das zwei große Vollformat Hersteller seit Jahren Ihren Kunden nicht mehr zuhören und speziell Fuji und Sony sich einfach dementsprechend gut entwickelt haben.

    Antworten
    • Hi Joe,

      ich kann den Wechsel nachvollziehen, da ich auch neben der 5DIII direkt die Fujifilm geholt habe. Die Fuji X-T3 ist eine super Kamera. Insgesamt bekommt man bei Fujifilm einfach Lust zu fotografieren. Deshalb habe ich auch schon oft überlegt komplett auf Fujifilm umzusteigen – allerdings liebe ich auch den Vollformat Look mit den Sigma Art Objektiven. Deshalb werd ich erst einmal auf beiden Systemen unterwegs sein. Ich selbst fotografiere sogar nur mit 24MP und finde das auch schon ausreichend.

      Viele Grüße,
      Markus

      Antworten
  11. Hallo Markus,
    endlich mal jemand, der dieses Thema anspricht und nicht nur die Vollformat empfehlen kann! Jedoch bei einem Punkt stimm ich dir nicht ganz zu. Die allgemeine Schärfe sowie die Tiefenschärfe bekommt man eigentlich hauptsächlich durchs Objektiv. Zurzeit besitze ich noch eine Canon 600d, hab mit dieser Kamera seit ca. 7 Jahren angefangen zu fotografieren und fotografiere noch mit dieser. Das Bild weiter oben von den Blumen (Hochzeit), dieses ist genauso mit einer APS-C Kamera möglich und damit meine ich auch mit meiner. Und das mit voller Tiefenunschärfe. Ja, ich kenne nichts anderes. Ich hab eigentlich noch nie richtig mit einer Vollformatkamera fotografiert, weil ich bisher alles aus der alten APS-C Kamera ausschöpfen wollte.

    Mittlerweile bin ich an die Grenzen gekommen, speziell wegen dem richtig schlechten AF, das ISO Rauschen und einfach der Grund, dass ich meiner Kamera zu verschiedenen Situationen nicht mehr ganz vertrauen kann, dass sie zuverlässig ist. Immer wieder stört mich etwas anderes. Aus diesem Grund habe ich mich schon seit einer Weile über die Themen Vollformat vs. APS-C schlau gemacht und finde für mich keine wesentlichen Vorteile der Vollformat. Ich hab mir einige direkte Vergleichsvideos angeschaut, bei dem jeweils Bilder verglichen werden beim Fotografieren, bei der Bearbeitung und dann auch das schlussendliche Bild – ich sehe wirklich keine richtigen Unterschiede, die „das Kraut fett machen“.

    Ich fotografiere hauptsächlich Landschaften und Porträts. Einmal war ich auf einer Hochzeit und ab und zu hab ich auch andere Motive wie Kinder, oder sich bewegende Personen. Mir ist es also wichtig, eine leichte Kamera zu haben, mit der ich aber trotzdem nicht eingeschränkt bin und ebenfalls 4K Videos möglich sind.

    Und ja ich geb dir Recht, größerer Sensor ist sicherlich immer besser als der Kleinere. Die Frage stellt sich aber dennoch: Brauche ich wirklich so einen großen Sensor? Bei der Umrechnerei kann ich nichts beurteilen, da ich ehrlich gesagt noch nie etwas umgerechnet habe. Für was?

    Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass Vollformat nur folgende Vorteile (für mich) hat:
    – größer Drucken (alles ab A2?)
    – geringes ISO Rauschen (je nach Kamera; gibt aber einige spiegellose Kameras die ebenfalls geringes ISO Rauschen haben)
    – kein Crop, mehr Freiraum
    ..Falls dir sonst noch etwas dazu einfällt – gerne :)

    Für mich aber überwiegen die Nachteile mehr:
    – sehr schwer
    – sehr teuer (speziell bei neueren Modellen mit 4K Video)
    – kein großer Unterschied zu APS-C
    – Objektive ebenfalls teuer

    Nachdem ich mich in diesen Bereichen schlau gemacht habe, sah ich mir verschiedene Kameramodelle an. Speziell die aktuellen Sonys, Olympus, Nikons, Canons und Fujifilms. Die Sony’s wie die A7RIII oder A7III waren mir einfach definitiv zu teuer und viele sagten auch, dass das Menü und alles etwas schlecht bedienbar sei. Natürlich gab es auch noch andere Gründe, warum ich nicht zu den Sonys gegriffen hab. Die spiegellosen Nikons sind zwar gut, aber die Objektivauswahl jedoch noch sehr beschränkt und ebenfalls noch sehr teuer. Von der neuen spiegellosen Canon waren auch viele sehr enttäuscht. Außerdem sind die Objektive dazu auch noch relativ teuer und schwer. Die Olympus ist schnell aus dem Rennen gekommen und zum Schluss ist die Fujifilm bei mir hängen geblieben. Irgendwie überzeugt mich die XT-3 einfach mit der Bildqualität, dem Dynamikumfang, der Schärfe, dem AF usw. Ich denke sie ist eine Kamera, die von der Preis-Leistung her, ziemlich gut ist. Was denkst du? Wie gut sind deine Erfahrungen mit der XT-2?

    Ein paar gute Fujifilm Fotografen, die zeigen, was auch alles mit APS-C möglich ist:
    @andymumfordphotography @mel_weber_photography @lionel.fellay @mattia_chersicola @andrealivieriphoto @adam_dyson @anthonyrobinphoto @kooky_on_tour

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    • Hi Tanja,

      danke für deinen umfassenden Kommentar. Du hast Recht, das Foto oben kann man genauso mit einer APSC-Kamera fotografieren. Wie ich unten geschrieben habe kommt es dann auch auf gutes Glas an. Meistens fotografiere ich mit dem 50mm 1.4 Sigma Art auf F2.0 – so habe ich zwar die selbe Tiefenunschärfe wie mit einer APSC-Kamera. Allerdings ist das Objektiv schon etwas abgeblendet und liefert etwas schärfere Ergebnisse. Ich habe natürlich dann auch immer die Möglichkeit je nach Situation auf Offenblende zu fotografieren, um ein Fünkchen mehr Freistellung zu erhalten. Diese „Reserve“ könnte ein Vorteil auf deiner Liste sein.

      Nichtsdestotrotz braucht man nicht zwingend Vollformat, da hast du Recht. Die Fujifilm X-T3 ist eine Mega Kamera für Profis – wenn du von der Canon 600D wechselst wirst du bei der Fujifilm wesentlich mehr Möglichkeiten haben (ist ein unfairer Vergleich, da die Kamera auch einige Jahre neuer ist). Aber ich bin mit meiner Fujifilm X-T2 mehr als zufrieden und will sie nicht hergeben. Du kannst auch im Hinterkopf behalten, dass Fujifilm an einem Porträt Objektiv mit Blende 1.0 arbeitet. Ich hoffe das kommt so, denn mit diesem bekommt man dann wirklich das selbe cremige Bokeh wie mit einer Vollformat Kamera. Aber auch sonst sind die anderen Linsen sehr gut (z.B. 56mm F1.2).

      Seit ich mich mit der Fujifilm beschäftigt habe, habe ich auch viele tolle Fotografen entdeckt, die damit arbeiten.

      Ich hoffe das konnte helfen! Viele Grüße,
      Markus

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  12. Hey Markus, ich fotografiere auch mit APS-C/Fuji und bin bis jetzt auch recht zu Frieden. Meist fotografiere ich Landschaften und bin draußen unterwegs.
    Natürlich stoße ich an die Grenzen der Technik, wenn ich doch mal Portrais fotografiere oder bei Astrofotos mehr Licht brauche und weniger Rauschen.
    Ich bin noch am Anfang der Fotografie und irgendwann wird es sicher mal Vollformt werden.

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    • Hi Sabine,

      die Fujifilm Kameras sind genial – wenn ich auf APS-C umsteigen würde dann auf diese Marke. Ich würde meine Fuji auch nicht mehr verkaufen wollen. Das sind einfach Kameras, die Spaß machen. Dennoch kann sich der Schritt zur Vollformat lohnen, man sollte es zumindest einmal ausprobieren und die beste Kamera für sich finden :-)

      Viele Grüße,
      Markus

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  13. Guter Beitrag, ich hab letztens bei einem überall vorkommenden Elektronikriesen die Alpha 7 mit ihrem guten Kitobjekiv für 777€ gesehen, also Vollformat muss nicht teuer sein.

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    • Hi Olit,

      für normale Portraits ist so eine Lösung völlig ausreichend. Die aktuellen haben nur immer ein Fünkchen mehr Qualität und eben den schnelleren Autofokus. Diesen braucht man aber für Portraits nicht zwingend.

      Gruß,
      Markus

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    • Danke Manfred!

      Ich kenne auch viele Hobby Fotografen, die auf eine Vollformat zurückgreifen. Muss ja nicht die neueste sein – der Flair ist aber auch bei älteren Modellen fast der selbe :-)

      Viele Grüße,
      Markus

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  14. Danke für diesen Beitrag! Ich spare auch auf meine erste Vollformatkamera und bin nochmal mehr davon überzeugt, dass es sich lohnen wird!

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