Peak Design Capture Clip V3 Review: Die beste Kamera Tragelösung für unterwegs?

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Wenn du schon einmal mit deiner Kamera im Urlaub oder auf Reisen fotografiert hast wirst du es kennen: Der Standard Kameragurt geht nach kurzer Zeit auf den Hals. Schultergurte schneiden zusammen mit einem Rucksack ebenfalls in den Hals ein. Und wenn du die Kamera im Rucksack verstaust, verpasst du die besten Momente oder musst ständig darin kramen.

Das war auch meine Ausgangslage und ich wollte für meinen Wander Kurztrip nach Montafon eine bessere Lösung: den neuen Peak Design Capture Clip V3 (Auf Amazon ansehen*).

Peak Design Capture Clip V3

Und dieses winzige Gagdet hat es wirklich in sich: Das edle Design verfolgt den Nutzen, die Kamera an den Rucksack zu klipsen. Das funktioniert über die Platte, die an den Riemen geschraubt wird. An der Kamera wird über Stativgewinde das Gegenstück angebracht, das anschließend am Rucksack einrastet.

Eins vorneweg: Ja, der Preis des Clips mag im ersten Moment etwas hoch erscheinen. Der Nutzen des Clippers ist jedoch enorm und auch die Verarbeitung sehr hochwertig. Schließlich hängen hier später mal gerne über 2000€ daran – dann will ich mir sicher sein, dass es kein Billigschrott ist, der möglicherweise die Kamera irgendwann fallen lässt.

Capture Clip Test
Was taugt der neue Capture Clip von Peak Design?

Sehen wir uns das Teil nun genauer an.

Verarbeitung, Aufbau und Lieferumfang

In der Verpackung befindet sich erst einmal ein Aufbewahrungsbeutel. Darin findet man folgendes:

  • Peak Design Grundplatte mit 2 Schrauben zum Befestigen
  • Gegenstück für das Stativgewinde der Kamera (über 6-Kant Schraube)
  • 2x Sechskantschraube
  • Sechskantschlüssel
Lieferumfang Capture Clip V3
Eine Tasche für den Transport ist auch mit dabei

Erst einmal: Alles fühlt sich sehr stabil und hochwertig an. Und das sollte es auch, denn wie gesagt soll das Teil später Kameras tragen, die in der Regel dann doch zwei bis drei Euro in der Anschaffung kosten. Dazu fällt gleich die Lackierung auf, die dem ganzen einen doch recht edlen Touch gibt.

Peak Design Capture Clip V3 im Review

Zum einen haben wir die Grundplatte, die um einen Rucksackgurt, Gürtel oder eine andere beliebige Schlaufe geschraubt werden kann. Will man diese Platte z.B. für einen Urlaub dauerhaft an der selben Stelle befestigen, kann man auch die Sechskantschrauben verwenden und mit dem Schlüssel wirklich fest anziehen.

Die Sechskantschrauben werden mitgeliefert und können bei Bedarf noch fester angezogen werden

Zum anderen haben wir eine Platte für die Kamera, die einer Stativplatte ähnelt. Auch sie wird bombenfest mit dem Schlüssel an die Kamera geschraubt.

Clip Kamera Platte
Die Kameraplatte

Nun lässt sich die Kamera einfach in die Grundplatte schieben. Und das übrigens in jede Richtung. Man kann die Kamera also beliebig drehen – die Bodenplatte kann in allen vier Richtungen eingeschoben werden. Anschließend rastet das Teil ein und die Kamera sitzt Bombenfest.

Erst wenn man den Stift eindrückt lässt sich die Kamera wieder abnehmen.

Diesen Stift muss man zum Lösen der Kamera eindrücken

Wer die Kamera länger sicher am Clip tragen will, kann den Stift auch nach rechts drehen. Dann lässt er sich nicht mehr versehentlich eindrücken.

Durch Drehen des Stifts kann dieser nicht mehr versehentlich gedrückt werden

Soweit einmal zum grundlegenden Aufbau. Doch wie schlägt sich der Clip nun im realen Leben?

Peak Design Capture Clip: Funktionen und Anwendung im Alltag

Soweit die Theorie. Kommen wir nun zur Praxis. Wo lässt sich der Clip nun überall einsetzen?

  • Rucksack Riemen – Ideal für Wanderungen, Städtetrips, Reisen und Urlaub
  • An so ziemlich jeder Schlaufe einer beliebigen Tasche – So kann man die Kamera z.B. auch außerhalb von Umhängetaschen befestigen und muss nicht immer in der Tasche kramen
  • Am Gürtel – Kurzzeitig kann man die Kamera auch an den Gürtel clipsen. Für optimalen Komfort gibt es auch noch Zubehör

Von mir wird der Capture Clip nun immer dabei sein, wenn ich verreise und viele Fotos machen will. Dort habe ich immer einen Rucksack dabei. Unglaublich aber dieses kleine Teil ersetzt in sehr praktischer Weise dann einen herkömmlichen Kameragurt.

Der Peak Design Capture Clip befestigt am Rucksack

Bei meiner Wanderung in Montafon war er schon mit dabei und ich hatte die Kamera blitzschnell schussbereit – oder eben auch wieder „verstaut“ wenn ich meine Hände gebraucht habe. Mit meiner Fujifilm X-T2 Systemkamera hat das wunderbar geklappt. Hier hatte ich auch nur mein 18mm F2 Fujinon Pancake Objektiv angebracht.

Bei größeren Setups (z.B. große DSLR mit Teleobjektiv) wird es schon schwieriger bzw. der Tragekomfort lässt einfach nach. Auf Reisen will ich aber sowieso nicht so viel Gewicht dabei haben, denn in erster Linie will ich auch die Reise genießen. Zu viel Gewicht hindert mich daran. Mit Systemkameras und kleinen bis mittelgroßen Objektiven funktioniert das Teil optimal.

Befestigung am Rucksack

Zur Befestigung werden erst einmal die Schrauben gelockert. Je nach Dicke des Trageriemens (oft sind diese relativ dick gepolstert) kann man sie auch komplett rausdrehen. Zwischen die Gewinde der Bodenplatte legt man dann den Riemen auf gewünschter Höhe. Dann wird es zusammengeschraubt – solange bis man bombenfest sitzt.

Zwischen diese beiden Gewinde der Bodenplatte kommt der Trageriemen vom Rucksack

Falls der Riemen zu breit sein sollte macht es nichts, wenn man ihn einfach etwas zusammendrückt und dann zwischen die Gewinde schiebt.

Andererseits lässt sich der Clip natürlich auch noch überall an Taschen anbringen, wo es sich schrauben lässt. Man könnte ihn so z.B. auch am Tragegriff des Rucksacks oder an einer Tasche anbringen.

Befestigung am Gürtel

Bei einem kleineren Ausflug ohne Rucksack wollte ich die Kamera sowieso per Hand tragen, habe dann aber auch den Capture Clip an den Gürtel geschraubt. So kannte ich in dem Moment wenn man mal beiden Hände braucht die Kamera kurz halten lassen.

Beim laufen wird es aber schnell nervig, da das Gewicht natürlich einerseits nach unten zieht, aber auch unangenehm drückt. Doch es gibt Abhilfe: Mit dem Peak Design Pro Pad* lässt sich der Clip angenehmer am Gürtel befestigen. So soll dann weniger Drücken.

Damit könnte ich mir auch vorstellen, dass Hochzeitsfotografen einfach zwischen zwei Kameras wechseln könnten. Ähnlich wie mit einem Holster. Meinen Moneymaker Doppelkamera Gurt wird die Lösung aber nicht ersetzen.

Zubehör

Wie du siehst ist das System sehr modular und kann beliebig kombiniert werden.

So kann man eben einerseits mit dem Pro Pad den Tragekomfort am Gürtel erhöhen.

Aber auch für Video könnte der Clip interessant sein: So kann man mit dem Peak Design P.O.V. Kit Adapter* z.B. seine Actionkamera anbringen. Am Rucksack Trageriemen angebracht gelingen damit gute Aufnahmen aus der eigenen Sicht. Damit spart man sich das sonst übliche Actionkamera Geschirr.

Review Fazit: Wann ich den Clip verwende – und wann nicht

Kurzum: Ich finde diese Clip genial. Er sieht gut aus, ist super robust und klickt immer zuverlässig die Kamera ein. Diese sitzt dann wirklich vertrauenserweckend fest. Und genauso zuverlässig hat man seine Kamera dann schnell wieder griffbereit.

Peak Design Capture Clip Review Fazit

Es gibt natürlich auch günstigere Alternativen – hier habe ich aber schon in den Bewertungen gelesen dass die billigen Schrauben oft den Kamera Lack zerkratzt haben. Auch ist es mir die Sicherheit eines qualitaiv hochwertigen Produktes wert, wenn mehrere Tausend Euro an dem Teil hängen.

Dennoch kann ich keine Empfehlung für die Verwendung am Gürtel geben – zumindest  nicht ohne das spezielle Pad. Ohne dieses ist der Tragekomfort doch relativ ernüchternd. Mit könnte ich mir vorstellen dass es wesentlich besser ist, habe ich selbst aber nicht getestet.

Für mich ist der Peak Design Capture Clip V3 (Hier auf Amazon bestellen*) von daher ab jetzt ein stetiger Reisebegleiter, der dank seiner Robustheit meine Kamera wohl viele Jahre lang zuverlässig tragen wird.

Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

4 Gedanken zu „Peak Design Capture Clip V3 Review: Die beste Kamera Tragelösung für unterwegs?“

  1. Hallo Markus,

    drückt das Metallteil bei der Rucksackbefestigung unangenehm gegen die Haut, wenn man z.B. nur ein T-Shirt an hat?

    LG Flo

    Antworten
    • Hallo Flo,

      bisher hatte ich damit keine Probleme. Solange der Clip nicht gerade auf Höhe vom Schlüsselbein ist. Es wird nur unangenehm, wenn die Kamera zu groß und schwer ist.

      Viele Grüße,
      Markus

      Antworten
  2. Hallo Markus,
    vielen Dank für den informativen Review. Eine Frage habe ich noch: bis zu welchem ungefähren Gesamtgewicht Kamera+Objektiv würdest du den Clip empfehlen – gibt es einen gewissen Bereich, ab dem man einen deutlichen Verlust an Komfort beim Handling oder Tragen spürt? Mein meistgenutztes Setup wiegt ca. 1200g.

    Danke und LG
    Markus

    Antworten
    • Servus Markus,

      ich hatte sonst immer meine Fujifilm X-T2 + 18mm F2 Pancake daran (645g). Beim letzten Trip dann die Sony A7III + 28mm F2 (864g). Ich muss sagen, dass natürlich die erste Kombi schon wesentlich angenehmer war, die zweite hat manchmal etwas „genervt“, aber immer noch echt angenehm. Beide male immer am Rucksack Gurt. Ich würde aber sagen, es kommt auch immer darauf an, wie ausbalanciert das Setup ist. Für den Gürtel würde es dann auch noch diese Pad-Erweiterung geben für mehr Komfort.
      Allgemein wäre für mich über 1kg am Rucksack Riemen aber vielleicht schon etwas lästig zu tragen. Würde es am Ende aber selbst ausprobieren. Könnte mir aber vorstellen dass 1200g etwas zu viel sind. Ich war aber auch wirklich wandern damit, wo man natürlich auch jedes Gramm merkt.

      Viele Grüße,
      Markus

      Antworten

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