Tamron 28-75mm 2.8 Review & Test: Bestes Preis/Leistungs Zoomobjektiv für Sony E-Mount?

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Ein Objektiv, um das ein kompletter Hype losgetreten wurde: Das Tamron 28-75mm F2.8 für Sony E-Mount. Doch was steckt dahinter? Das neue Tamron Zoomobjektiv wird als Preis- / Leistungswunder beschrieben. Doch ist es das wirklich? Kann es mit dem einzigen Kontrahenten in dieser Zoom-Abteilung, dem Sony G Master 24-70mm F2.8 mithalten?

Wie sich das Objektiv generell in meinem Fotografenalltag behauptet und ob ich die Linse behalten werden erfahrt ihr im heutigen Artikel.

Wieso ich das Objektiv gekauft habe

Ich bin ein eingefleischter Festbrennweiten Nutzer. Meine Sigma Optiken (50mm & 85mm Art) liebe ich. Mit diesen Objektiven im Hinterkopf gehe ich auch an dieses Review bzw. Test heran.

Zoomobjektive habe ich bisher eigentlich kaum benutzt. Das lag vielleicht auch daran, da ich bis dato nur ein Blende F4.0 Zoomobjektiv hatte. Das verlor schnell seinen Reiz. Für mich musste das nächste Zoomobjektiv zwingend eine F2.8 Optik sein. Dennoch ist der Umgang bzw. Verwendung von Zoomlinsen bei mir nicht die Regel.

Das Tamron 28-75mm F2.8 Di III RXD Objektiv
Das Tamron 28-75mm F2.8 – eine gute Zoom Alternative für Sony Besitzer zum teuren G Master?

Wieso habe ich das Tamron 28-75mm 2.8 nun gekauft?

Bisher habe ich auf Hochzeiten immer durch das Tragen von zwei Kameras mit Festbrennweiten zwischen zwei Brennweiten „gezoomt“. Das geht lange Zeit gut und bringt saubere, scharfe und Bokeh-Reiche Ergebnisse. Nach ein paar Stunden kann das Getrage aber auch mal auf die Schultern gehen. Und auch beim Fotografieren an sich wünschte ich mir manchmal etwas mehr Leichtigkeit und Flexibilität.

Deshalb schaute ich mich nach einem Zoomobjektiv um. Sicher war nur, dass es Blende F2.8 brauchte, da ich Bokeh liebe und auch oft in dunklen Räumen fotografiere. Da kam mir die Veröffentlichung der günstigen und lichtstarken Tamron Linse* gerade recht. Die einzige Alternative war bis dahin das ca. 1200€ teurere Sony G Master 24-70 F2.8 Objektiv*.

Dieses sollte nach ersten Reviews zwar besser, aber nicht zwingend 1200€ besser sein. Mehr dazu nun in den Details.

Lieferumfang, Handhabung, Verarbeitung und Funktionen vom Tamron Zoomobjektiv

Das Objektiv kommt ganz klassisch mit den zwei Deckeln, Papierkram und einer Gegenlichtblende. Ein Objektivköcher ist ist nicht dabei, habe ich aber dank Fotorucksack noch bei keinem Objektiv gebraucht.

Interessanter wird es bei der Handhabung und dem Design:

Das Objektiv sieht einfach nur sehr sehr cool aus. Einfach nur schlicht, schwarz und mit stylischer Typo.

Am Anschluss sitzt zur Abrundung noch ein silberner Ring. In Punkto Gestaltung hat das Objektiv mein Designerherz höher schlagen lassen.

Design vom Tamron 28-75mm F2.8
Das Design begeistert: Mattschwarzer Lack mit moderner und schlichter Typografie

Die Handhabung des Objektivs ist wie ich es erwartet habe (auch ein Kaufargument für mich gewesen): Sehr sehr leicht. Die komplette Kamera wird dadurch (im Gegensatz zur Verwendung mit meinem Sigma 85mm Art) sehr leicht. Man merkt, dass dieses Objektiv von Grund auf für eine spiegellose Kamera entwickelt wurde.

Die kleinere Größe ist übrigens auch der der Grund für die unübliche Brennweitenzahl: Gegenüber dem 24-70mm von Sony wurden 4mm beim Weitwinkel eingespart und in den leichten Telebereich angefügt. Ich persönlich mag sowieso keine allzu weitwinkligen Linsen, weshalb das für mich kein Problem ist – nein ich bin sogar dankbar für 5mm zusätzlich am anderen Ende. Dadurch konnte das komplette Objektiv viel kompakter und leichter gebaut werden.

Tamron E-Mount Objektiv
Das Tamron wurde direkt für E-Mount bzw. Spiegellose entwickelt. Die Größe und Gewicht der Kamera bleibt relativ kompakt.

Für mich ein Vorteil gegenüber dem großen Sony 24-70mm. Manchen Leuten fehlt aber wohl oft die 4mm im Weitwinkel Bereich. Es kommt eben auf den Einsatzzweck an.

Die Leichtigkeit ist also ein Vorteil, der aber auch als Nachteil gesehen werden kann. Denn: Das Objektivgehäuse besteht bis auf das Bajonett komplett aus Plastik. Für manche könnte es sich „billig“ anfühlen – ich finde es aber in Ordnung und durchaus wertig. Ein Knarzen, wie es manche Youtuber beschreiben, konnte ich bei meiner Version nicht feststellen.

Ein Pluspunkt ist, dass es lt. Hersteller staub- und spritzwassergeschützt sein soll und auch eine Gummilippe am Anschluss besitzt. Wie effektiv das ganze Staub abhält wird sich noch zeigen.

Was mich allerdings stört: So schön wie die matte Oberfläche ist – sie zerkratzt wirklich sehr sehr leicht. Das ist ein kleine Manko von diesem Lack – abnutzen wird sich jedoch jedes Objektiv irgendwann.

Kommen wir nun noch zu den Bedienelementen und Funktionen des Objektivs. Am Objektiv befinden sich Zoom- und Fokusring – jedoch sitzt der Zoomring außen und der Fokusring innen. Das ist andersherum als man es sonst vielleicht gewohnt ist – für mich aber nicht schlimm, da es aktuell mein einziges Zoomobjektiv ist.

Das Tamron Sony E-Mount Objektiv
Mehr als zwei Ringe besitzt das Objektiv nicht: Bildstabilisator, Entfernungsskala und MF-/AF-Schalter wurden weggelassen.

Der schmalere Fokusring läuft sehr weich. Der Zoomring hingegen etwas straffer. Gewöhnungsbedürftig, aber besser als beim alten Canon 24-105mm Objektiv, wo das Objektiv in senkrechten Positionen selbst durch die Schwerkraft gezoomt hat. Beim Tamron verstellt sich der Zoom nur, wenn man es wirklich will.

Und das war es schon an den Funktionen und Bedienelementen – mehr gibt es nicht. Ein AF/MF-Schalter, Bildstabilisierung, Augen Autofokusknopf oder Entfernungsskala sucht man vergebens. Allerdings verwende ich meine Objektive sowieso immer auf Autofokus und eine Bildstabilisierung ist bei meiner Sony direkt im Sensor. Also für mich kein wirklicher Punktabzug.

Wie gut funktioniert der Autofokus?

Nach dem ersten durchwachsenem Part der Objektivhaptik nun zu einem durchwegs positiven Punkt: Dem Autofokus. Dieser fokussiert innen im Objektiv ohne die Größe zu verändern. Auch ist er sehr ruhig und kaum hörbar.

Viele Tester berichteten Anfangs über Fokusprobleme, bei denen der Autofokus enorm pumpt oder mal komplett einfriert. Das war scheinbar nur bei den ersten Auslieferungen auf Version 0.01 der Firmware. Anschließend hat Tamron sofort reagiert und eine Version V0.02 nachgeschoben. Diese war auf meinem Objektiv bereits ab Werk installiert und ich hatte keine Probleme. Ein minimales Pumpen war zu vernehmen, fiel aber unter meine Toleranzschwelle.

Im Vergleich zu meinen beiden Sigma Art Objektiven läuft der Fokus sogar gefühlt noch einen Ticken schneller – optimal für Reportagen. Vielleicht liegt das aber auch an der kleineren Blendenöffnung (F1.4 vs. F2.8).

In Sachen Autofokus gibt es zusammenfassend nichts zu meckern – leise, schnell und treffsicher.

Das Tamron Sony E-Mount Objektiv im Fokus Test
Der Autofokus arbeitet leise, treffsicher und verändert die Größe des Objektivs nicht

Die Bildqualität: Schärfe, Vignettierung, Verzerrung und chromatische Aberrationen

Nun sind wir bei dem Punkt, wieso dieses Objektiv ursprünglich so bekannt wurde: Die Bildqualität bzw. Abbildungsleistung. Vor allem die Schärfe des Objektivs ist im Vergleich mit dem teuren Sony G Master fast gleich auf – Schwankungen gibt es hier immer mal wenn man von Bildmitte auf Bildrand vergleicht. Krolop und Gerst haben dazu bereits einen umfassenden Schärfevergleich zwischen beiden Objektiven erstellt.

Bevor wir zu den üblichen Testfotos kommen vielleicht einfach ein paar Worte aus dem Alltag:

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Ich habe mit dem Objektiv nun drei komplette Reportagen fotografiert. Dabei war die Schärfe immer herausragend. Gerade in der Bildmitte bildet das Objektiv schon ab F2.8 verdammt scharf ab. Zum Bildrand hin nimmt sie wie üblich etwas ab – aber nicht tragisch, da hier sowieso meistens Unschärfe bzw. das Bokeh liegt. Ich fotografiere keine Architektur oder Landschaften, wo abfallende Randschärfe stärker auffallen würde.

Die Vignettierung hingegen ist in meinen Augen sehr sehr prägnant. Hier habe ich das erste mal seit langem wieder in Lightroom nachkorrigiert, ist aber kein großer Akt. Auch die Verzeichnung bzw. Wölbung ist beim Weitwinkel stark zu vernehmen. Aber auch das ist für mich dank der Objektivkorrektur in Lightroom kein K.O. Kriterium.

Da werden wir gleich beim Bokeh auch noch drauf kommen: Ja, das Objektiv sieht eben anders aus als meine Festbrennweiten. Einem Kunden (und oft auch dem Fotografen) wird das beim Endergebnis niemals auffallen. Bzw. die Bildqualität ist sowieso noch verdammt hoch – man misst nur mittlerweile leider immer nur noch in superlativen und im direkten Vergleich mit dem besten Equipment am Markt.

Chromatische Aberrationen konnte ich bisher kaum finden, zumindest welche die mich extrem stören würden.

Nun aber zu den Testfotos. Fangen wir mit der Vignettierung und Verzeichnung an. Folgende Fotos sind jeweils auf Offenblende F2.8 entstanden. Vorher zeigt das Originalfoto, Nachher das korrigierte Foto in Lightroom.

28mm @ F2.8

50mm @ F2.8

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75mm @ F2.8

Verzeichnung, Farbwiedergabe und Charakteristik im Vergleich mit dem Sigma 50mm Art: Hier bekommt man auch einen ersten Eindruck vom Bokeh.

Vorher: Tamron – Nachher: Sigma Art 50mm – jeweils auf F2.8

Nun will ich noch kurz und schmerzlos einen kleinen Schärfevergleich machen. Und zwar interessiert mich vor allem wie sich die Schärfe gegenüber dem gewohnten 50mm Art schlägt. Der Vergleich ist dabei etwas unfair, da das Tamron auf Offenblende F2.8 fotografiert und das Sigma dabei schon etwas abgeblendet wurde. Nützt aber nix: Ich als Porträt- und Reportagefotograf will diese Linse auf Offenblende nutzen.

Vorher: Tamron @ F2.8 – Nachher: Sigma Art 50mm @ F2.8 – Ausschnitt aus Bildmitte

Verzeiht mir die Webauflösungen – allerdings wird hier vielleicht sichtbar worauf ich anspielen will: Ja, das Sigma ist einen Hauch schärfer. In meinen Augen aber nicht viel und kaum bemerkbar. Anders sieht es dagegen am Bildrand aus. Man beachte die obere rechte Ecke, wo das Sigma deutlich vorne liegt. Dort wird auch noch einmal die Verzerrung vom Tamron Zoomobjektiv sichtbar:

Vorher: Tamron @ F2.8 – Nachher: Sigma Art 50mm @ F2.8 – Ausschnitt obere rechte Ecke (Bildrand)

Bokeh Test

Tiefenunschärfe ist bei diesem Objektiv sehr viel vorhanden und kann gut zur Gestaltung genutzt werden. Das liegt natürlich auch daran, dass die Optik direkt für Vollformat konzipiert wurde und auch bei mir auf der Vollformat Sony verwendet wird.

Für mich ist das in meiner Fotografie sehr wichtig, da ich so einfach noch eine Dimension habe, wodurch ich Geschichten besser erzählen kann. Unschärfe bringt den Blick des Betrachters auf den Fleck, den ich in diesem Moment ebenfalls gesehen habe.

Die meiste Zeit verwende ich das Objektiv deshalb auch auf Blende F2.8. Was dem zusätzlich in die Karten spielt ist die Naheinstellgrenze. Gerade auf 28mm kann man mit dem Objektiv so nah an Objekte rangehen, dass diese beinahe die Gegenlichtblende berühren. So kann man interessante „Makro“ Aufnahmen machen, bei denen noch mehr Bokeh entsteht.

Nichtsdestotrotz ist das Bokeh vielleicht nicht ganz so ruhig – gerade im Vergleich zu den Sigma-Boliden. Das Bokeh hat hier deutlich härtere Kanten zu verzeichnen. Aber auch das wird nur im direkten Vergleich auffallen und am Ende niemanden stören. Für Portraits nehme ich das Objektiv sowieso nur selten.

Vorher: Tamron @ 51mm F2.8 – Nachher: Sigma Art 50mm @ F2.8 (Sorry, einen Millimeter daneben gezoomt)

Man erkennt, dass die Kanten von jedem Bokeh Ball des Tamrons etwas „härter“ sind und das Bokeh teilweise etwas unruhiger wirkt. Das Bild ist natürlich reingezoomt – ansonsten ist es kaum auffällig. Das Sigma bietet das Bokeh einen Ticken weicher an. Katzenaugenförmiges Bokeh (also nicht mehr 100% Kreisrund) konnte ich zum Rand hin kaum feststellen.

Hier noch ein Beispiel der Bokeh Härte im Vergleich aus der Mitte:

Vorher: Tamron @ 49mm F2.8 – Nachher: Sigma Art 50mm @ F2.8

Testfotos aus dem Fotografen Alltag

Fazit: Das Tamron Sony E-Mount Objektiv als gelungenes Allround Paket?

Nach den ersten beiden Einsätzen steht für mich fest, dass ich dieses Objektiv behalte und damit mein Sony Objektiv Lineup vorerst vervollständige. Es ist einfach ein guter Allrounder, der auch bei wenig Licht gute Fotos liefert. Dazu kommt viel Bokeh. Besonders viel Spaß macht auch das Experimentieren mit der extrem nahen Fokusgrenze. Der Autofokus läuft blitzschnell und zuverlässig.

Einen kleinen Punktabzug bekommt das Gehäuse in Sachen Wertigkeit und Kratzanfälligkeit. Dafür ist es sehr sehr leicht, wodurch man das Objektiv gerne an der Kamera lässt. Gerade für Reportagen ist das Objektiv so sehr zu empfehlen. Und auch Schärfe liefert das Objektiv (v.a. in der Bildmitte) ohne Ende.

Das Tamron Zoomobjektiv im Größenmaßstab
Das Tamron Zoomobjektiv belässt das Kamera Setup klein und leicht. Es bietet einen gesunden Zoombereich, hohe Lichtstärke, viel Bokeh und schnellen Autofokus. Das Gesamtpaket ist sehr gut.

Portraitfotos überlasse ich dennoch meinen Sigma Art Objektiven, da hier das Bokeh noch etwas besser zur Geltung kommt. Das ist aber natürlich auch der größeren Offenblende zu schulden. Notfalls lassen sich aber natürlich auch mit diesem Objektiv schöne Portraits fotografieren, nur eben auf Blende 2.8.

Für wen ist das Objektiv also etwas?

Du willst ein durchgehend lichtstarkes Immer-Drauf Objektiv? Du fotografierst Reportagen und teilweise Portraits, brauchst einen schnellen Autofokus und willst nicht schwer schleppen? Dann kannst du bedenkenlos zugreifen.

Du willst ein massiv verarbeitetes Objektiv mit dem man notfalls auch Nägel einschlagen kann? Du willst einen Ticken weicheres Bokeh, etwas mehr Weitwinkel und ein paar Kilo mehr an den Schultern stören dich nicht? Und du hast 2000€ statt 829€ übrig? Dann kommt für dich auch das 24-70mm 2.8 G Master Objektiv* in Frage.

Bei Reportagen und Portraits wird die abfallende Schärfe zum Rand auf Offenblende kaum auffallen, da hier sowieso in der Regel das massige Bokeh liegt. Auch die Verzeichnung ist in meinen Augen zu vernachlässigen. Solltest du z.B. Landschaften und Architektur fotografieren, solltest du besser etwas abblenden und die Wölbung gegebenenfalls in Lightroom korrigieren.

Angesichts des doch verhältnismäßig moderaten Preises erhältst du mit dem Tamron viel Lichtstärke und unterm Strich sehr gute Bildqualität. Von meiner Seite absolute Kaufempfehlung.

Update 09.07.2020: Immer noch in Gebrauch

Mittlerweile habe ich das Objektiv seit knapp 2 Jahren im Gebrauch – daher ein kleines Langzeit Update.

Die Bildqualität, die dieses Objektiv liefert ist immer noch unglaublich und schlägt z.B. auch die Sony 28mm F2 Festbrennweite. Alles anderen technischen Eigenschaften wie Autofokus usw. machten auch keinerlei Probleme.

Der einzige Nachteil, den ich mittlerweile im Objektiv sehe, ist das doch eher raue Bokeh. Die Hintergrundunschärfe wird von diesem Objektiv teilweise etwas störrisch gezeichnet.

Wer dennoch keine 2000€ für das GM zahlen möchte, findet mittlerweile auch mit dem Sigma 24-70mm 2.8 für Sony E-Mount* eine ausgezeichnete Alternative.

Wechsel ich nun auf das Sigma? Nein. Denn ich habe auch bei meinen Festbrennweiten begonnen, von Sigma weg und hin zu leichteren Objektiven zu gehen. Und hier ist das Tamron eben unschlagbar. Preis-/Leistungsverhältnis, Bildqualität, Leichtigkeit und Autofokus sind immer noch ungebrochen. Lediglich mit dem Bildlook des Objektivs muss man sich vor dem Kauf etwas auseinandersetzen. Unterm Strich aber nach wie vor ein Top Objektiv, das ich gerne vor allem für Reportagen einsetze.

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Markus Thoma

Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

2 Gedanken zu „Tamron 28-75mm 2.8 Review & Test: Bestes Preis/Leistungs Zoomobjektiv für Sony E-Mount?“

  1. Hallo Markus,

    ich habe nun zum 4. Mal Deinen sehr detailreichen Bericht über das Tamron 28-75mm 2.8 gelesen. Vor meinem Kauf ( um sicher zu gehen ) und jetzt danach ( ob ich etwas überlesen habe ). Ich benutze seit neuestem eine Sony A III und bis zu dem Tamron benutzte ich ein adaptiertes Minolta 100 / 2,8 Makro. Mein Dilemma mit dem 28-75mm ist, ich bekomme keine Schärfe hin, so wie ich es mit dem Minolta Glas gewohnt bin.
    Meine große Bitte an Dich, da Du ein ausgewiesener Fachmann bist – wie würdest Du die Sony A 7 III mit dem Tamron einstellen, um ganz sicher zu gehen, dass Dir die Gewissheit gibt, dass die Qualität Deinen Ansprüchen genügt. Anmerkung – ich habe das Tamron gebraucht gekauft und kann deshalb keine Reklamation an Tamron weitergeben.

    Gruß aus dem Saarland, Uwe

    Antworten
    • Servus Uwe!

      Macro Objektive sind meist etwas schärfer konzipiert, als Standard-Zooms. Ich nehme allerdings an, dass es sich um ein Vintage Objektiv handelt. Mit diesem sollte das Tamron normalerweise schon mithalten können. Bitte prüfe unbedingt am Ende des Kamera-Menüs auch mal die Firmware Version des Objektivs. Sollte diese aus irgendeinem Grund noch bei der 1. Version stehen, sollte ein Update erfolgen (dürfte aber eigentlich nicht der Fall sein). Ansonsten stelle ich die Kamera auf RAW (komprimiert), höchste Auflösung. Ich nutze dazu immer den kleinsten Single-Fokusspot für maximale Präzision, oder eben den Augen Autofokus.

      Hoffe das konnte eventuell weiterhelfen!

      Viele Grüße,
      Markus

      Antworten

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