Während ich meine Objektive regelmäßig und penibel von jedem noch so kleinem Staubkorn befreie, sah es bei der eigentlichen Kamera bisher anders aus. Die Kamera und Sensor Reinigung habe ich oft vor mir hergeschoben. Doch es ist eigentlich leichter als gedacht.
So wollte ich zuletzt vor allem den Sony A7III Sensor reinigen, da sich hier einiges an Staub angesammelt hat. Durch die Erkenntnisse konnte ich dann auch gleich noch meine Fujifilm Kamera reinigen.

Hinweis zum Haftungsausschluss: Alle Reinigungsarbeiten, die du selbst am Sensor vornimmst, können diesen möglicherweise beschädigen. Ich schreibe meine Erfahrungen nach bestem Gewissen, jeder handelt am Ende allerdings auf eigenes Risiko. Einige Hersteller erlauben nicht mehr als eine Reinigung mit dem Blasebalg und beenden durch eigenmächtige Beschädigungen unter Umständen die Garantie (wie z.B. Sony in den Pflegehinweisen schreibt). Wenn du dir unsicher bist, schick die Kamera zur Reinigung ein oder lass sie z.B. auf einer Messe beim Check & Clean (oft kostenfrei) vom Fachpersonal reinigen.
Okay ich weiß – das klingt abschreckend. So ähnlich hat mir das auch der Mitarbeiter vom lokalen Kameraladen für meine Sony erklärt. Auch die Händler selbst trauten sich nicht ran und haben mir nur angeboten, die Kamera zu Sony zu schicken.
Seitdem habe ich das Thema unter den Tisch gekehrt und weiter mit einem dreckigen Sensor auf Offenblende fotografiert. Nachdem sich nun viele Erfahrungsberichte auf Youtube oder auch Amazon Produktbewertungen gesammelt hat, habe ich allerdings gesehen, dass man das auch selbst hinbekommen kann. Anstatt mein Equipment jedes halbe Jahr quer durch’s Land zu schicken, ist mir diese Variante deutlich lieber.
Aus meiner Erfahrung nun folgende Vorgehensweise für einen sauberen Sensor:
Inhaltsverzeichnis
1. Überprüfe, ob der Sensor gereinigt werden muss
Oft sieht man den Staub schon mit bloßem Auge auf dem Sensor. Wenn nicht, nimm die LED Lampe von deinem Handy. Auch gibt es spezielle Sensorlupen mit LED Beleuchtung*, in denen die Staubkörner dann besser sichtbar werden.
Doch auch mit einem Testfoto kannst du die Verschmutzungen sichtbar machen:
- Stell dein Objektiv auf die höchstmögliche Blende (am besten ein Objektiv mit F22)
- Fokussiere manuell auf die Naheinstellgrenze
- Fotografiere den Himmel
- Importiere die Fotos in Lightroom; Ziehe den „Dunst entfernen“-Regler auf +100
Teilweise kann es auch noch helfen, das Bild auf „Schwarz-Weiß“ zu stellen und den Kontrast zu erhöhen.

Von Vorteil ist ein strahlend blauer Himmel. Hier erkennt man die Flecken am besten. Mit Wolken wird es schon schwieriger. Statt dem Himmel kannst du auch ein weißes Blatt Papier formatfüllend fotografieren. Dabei aber dann einfach auf unendlich fokussieren.
Nun sind alle Verunreinigungen als dunkle Flecken sichtbar.
Schlussfolgerung: Diese Flecken werden als immer dann sichtbar, wenn man eben gerade nicht das Porträt auf F2.0 fotografiert. Sondern ein Produkt oder Landschaft auf F13. Und dann geht das große Stempeln los (ich spreche aus Erfahrung).
Noch schlimmer wird es bei Videoaufnahmen. Hier wird es mit dem Stempeln schwierig bis unmöglich.
2. Sensorreinigung via Kameramenü
Nachdem du immer noch weiter liest, ist wohl auch dein Sensor nicht mehr ganz lupenrein.
Der nächste Schritt führt ins Kameramenü zum Reinigungsmodus. Bei der Sony A7III und anderen Kameras mit stabilisiertem Bildsensor wird dieser dadurch erst einmal durchgeschüttelt. Das ist der Versuch der Kamera, sich selbst vom Dreck zu befreien.
Doch das ist meist auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Viel wichtiger ist bei Kameras mit IBIS allerdings Folgendes:
Nach dem Schütteln wird der freigelagerte Sensor elektronisch fixiert. Das solltest du bei stabilisierten Sensoren also unbedingt aktivieren (wie auch immer der Menüpunkt bei deiner Kamera heißt).
Anschließend muss die Kamera eingeschaltet bleiben. Ansonsten wird der Sensor gleich bei der Reinigung immer hin- und herwackeln.
Wenn deine Kamera keinen beweglichen Sensor hat, dann kann die Kamera auch ausgeschalten bleiben.
3. Sensor reinigen mit dem Blasebalg
In der nächsten Stufe kannst du den Sensor durch Luft reinigen. Dafür nutze ich einen günstigen Blasebalg von Hama*. Achte darauf, dass die Plastikspitze auch wirklich fest angebracht ist, da diese sonst zum Geschoss werden kann.

Luxusversionen von solchen Pustern besitzen auch einen eingebauten Staubfilter, um nicht noch mehr Staub auf den Sensor zu pusten. So z.B. der Rollei Tornado Blasebalg*.
Halte die Kamera mit dem Sensor nach unten und puste von unten hinein. So kann der Staub herausfallen. Zwischendrin kann man wie gesagt auch mit der LED den Fortschritt überprüfen. Falls es denn einen gibt.
Meistens ist es nämlich nötig, noch einen Schritt weiter zu gehen. Bis hierher ist alles noch sicher und theoretisch ohne Gefahr vom Hersteller aus selbst durchführbar. Doch das ändert sich mit dem nächsten Schritt.
4. Kamera Sensor reinigen mit Nass-Reinigungsset
Okay – Nassreinigung klingt im Zusammenhang mit elektronischen Geräten immer etwas gefährlich. Es handelt sich aber im Endeffekt nur um 3 Tropfen auf einem überdimensionierten Wattestäbchen. Für die Entfernung von Flecken, die es bis hierher überlebt haben, hilft oft aber nichts anderes.

Leg dir also zunächst ein Reinigungskit zu:
- Reinigungskit mit Swabs und Flüssigkeit für Vollformat*
- Reinigungskit mit Swabs und Flüssigkeit für APS-C*
- Reinigungskit mit Swabs und Flüssigkeit für MFT*
Hiermit erhältst du einzelne luftdicht verpackte „Sensorwischer“ – auch Swabs genannt. Dazu etwas Reiningungsflüssigkeit.
Jeder Swab ist nur für einmal hin und einmal her wischen gedacht. Danach kommt er in den Müll. Daher hält so ein Kit nicht für unendlich viele Sensor Reinigungen.
So gehst du vor:
- Begib dich in einen staubfreien Innenraum
- Hol einen Swab aus der Packung
- Gib vorne auf die Kante mit dem Stoff 2-3 Tropfen der Reinigungsflüssigkeit drauf (je nach Sensorgröße)
- Setze den Swab ca. im 60° Winkel am linken Rand des Sensors an
- Ziehe ihn einmal über den Sensor nach rechts
- Anschließend änderst du die Richtung mit dem Winkel entgegengesetzt
- Ziehe nun die andere Seite des Swabs über den Sensor nach links
- Optional mit einem zweiten, trockenen Swab nachwischen
- Überprüfe den Erfolg durch ein weiteres Testfoto wie im 1. Schritt
- Wiederhole die Nassreinigung, falls noch Verschmutzungen sichtbar sind
Fertig! Dieser benutzte Swab sollte kein zweites mal verwendet und direkt entsorgt werden. Vorher kannst du dir auch noch bei Bedarf Handschuhe für die Reinigung anziehen.
Achte darauf, nicht zu viel Druck auf den Sensor auszuüben. Und gehe sicher, dass stabilisierte Sensoren wie oben beschrieben elektronisch festgestellt sind.
Bei der Flüssigkeit solltest du nicht zu viel verwenden, da man sonst Schlieren über den Sensor ziehen könnte. Teilweise empfiehlt es sich, vor anbringen des Deckels / Objektivs kurz zu warten, bis die Flüssigkeit „verdunstet“.
Hinweis: Das hier war MEIN Vorgehen. Es kann sein, dass in der Anleitung der Swabs andere Vorgehensweisen beschrieben werden. Nach dieser Anleitung werden oft aber immer bis zu 3 Swabs pro Reinigung eingeplant.
5. Alternative Trockenreiningung
Alternativ zur Nassreinigung gibt es auch noch Trockenreiningungskits. So z.B. dieses Set von Matin*.
Hierbei handelt es sich um ein klebriges Material am Stil, mit dem man den Staub dann vom Sensor auftupft. Und anschließend auf der Abladematte entsorgt.
Diese Methode habe ich selbst allerdings noch nicht probiert. Glaubt man den Bewertungen von den verschiedenen Lösungen, hat jedes Vor- und Nachteile. Manche klagen mal über Schlieren von der Nassreinigung. Andere über Flecken vom Trockenreinigungsset.
Da ich es nicht selbst probiert habe, will ich zur Trockenreinigung nichts weiter sagen. Es mag aber Fälle und Personen geben, für die das Trockenreinigungskit die bessere Methode sein könnte.
6. Die restliche Kamera reinigen
Auch am Kameragehäuse an sich sammelt sich vor allem zwischen den Wahlrädern immer einiges an Staub. Es ist wichtig, den Staub hier regelmäßig zu entfernen, bevor etwas ins innere gelangen kann. Gerade z.B. auch der Fokusring vom Objektiv sollte sauber gehalten werden.
Dafür nutze ich auch den oben erwähnten Blasebalg. Oft klebt der Staub allerdings etwas fest, so dass das Pusten keine Wirkung zeigt.
Abhilfe schafft hier ein Reinigungspinsel wie dieser von VSGO*. Dieses Modell ist dazu sehr klein und tragbar. Dazu lassen sich die Borsten ein- und ausfahren. Perfekt, um ihn einfach immer im Rucksack dabei zu haben.

Mit diesem geht man nun ganz leicht und schnell über die Oberfläche der Kamera und entfernt den Staub im Wechselspiel mit dem Blasebalg.
Mit dem Pinsel lassen sich auch gut die widerspenstigen Staubkörner am Gummi der Suchermuschel entfernen.
Am Ende nehme ich oft auch noch ein leicht angefeuchtetes Tuch und gehe über den Griff.
Beim Display entferne ich auch zunächst die Staubkörner, bevor ich dann mit einem Mikrofasertuch wie diesem von Hama* die Fingerabdrücke abwische.
7. Objektiv reinigen
Um die Linse vom Objektiv zu reinigen gehe ich ähnlich vor wie beim Kameradisplay. Gehe sicher, dass zuerst Staub- und Dreckkörner mit dem Blasebalg entfernt werden. Erst dann kann mit dem Mikrofasertuch gewischt werden. Ansonsten kann die wertvolle Linse zerkratzen.
Meine Devise bei den Objektiven ist hier, dass ich möglichst überhaupt keinen Dreck auf das Frontelement bringen möchte. Daher verwende ich immer ab Beginn einen UV-Filter wie diesen von Hoya*. Im Endeffekt reinige ich dann auch immer nur diesen, wodurch ich mir keine Sorgen wegen Kratzern mache.
Achtung: Einige Hersteller raten davon ab, das Objektiv anzuhauchen und anschließend zu wischen. Das kann wohl der Vergütung mancher Linsen schaden. Hin und wieder mache ich das aber trotzdem.

Beim restlichen Gehäuse vom Objektiv gehe ich vor, wie beim Kameragehäuse: Staub wegpusten und abpinseln.
Bonus: 10 fatale Fehler die deine Fotoausrüstung leiden lassen (und viel Geld kosten)
Fehler#1: Objektiv Fungus provozieren – Kamera und Objektive falsch lagern
Wie sollte ich meine eigenen Objektive sowie Kamera am besten lagern? Dabei ging der Gedanke in erster Linie von dem aus, dass man im Winter als Hochzeitsfotograf etwas weniger fotografiert als im Sommer.
Generell lagern Fotografen ihre Objektive typischerweise in folgenden Plätzen:
- Regal
- Schrank
- Fotorucksack / Fototasche
- Fotokoffer
Die Möglichkeiten sind also vielseitig, doch wie verstaut man die Ausrüstung am Ende am besten? Sieht man sich an, wie Objektive ab Werk angeliefert werden, fällt erst einmal auf: Die Objektive sind in einem nicht verschlossenem Plastikbeutel. Dazu liegt ein kleiner Beutel gefüllt mit Entfeuchterkügelchen (Silicagel) bei.
Gegner Nummer 1 von Objektiven ist also die Feuchtigkeit. Durch diese können sich die feinen Pilzsporen in der Luft (und im Objektiv) zu Schimmel entwickeln – dem Objektiv Fungus. Ich selbst hatte einmal ein altes analoges Objektiv ersteigert, welches dann unglücklicherweise einen Pilz hatte. Ein betroffenes Objektiv sieht oft fast aus wie gesplittert.
Der Objektiv Fungus kann komplette Kameraausrüstungen zerstören.
Daher solltest du sicher gehen, dass die Luft nicht dauerhaft zu feucht (über 65% Luftfeuchte) ist. Ich denke auch die Raumtemperatur sollte nicht zu kalt sein und mind. 10° betragen. Um das zu prüfen habe ich mir ein entsprechendes kleines Hygro- & Thermometer* angeschafft. Dadurch weiß ich, dass z.B. im Büro keine kritischen Bedingungen herrschen. Ein feuchter Keller ist dagegen der völlig falsche Platz für eine Aufbewahrung.

Um sicher zu gehen, habe ich im Kameraschrank auch noch diverse Luftentfeuchter Beutel positioniert. Diese saugen (wie in der Originalverpackung) überschüssige Feuchtigkeit sofort auf. Diese gibt es als größeres Silicagel Säckchen* oder auch als kleine Silicagel Tütchen*. Diese können dann je nach Model auch wieder im Ofen oder Mikrowelle getrocknet werden, sobald der Indikator verfärbt ist. Oder du sammelst ab jetzt aus allen Verpackungen die kleinen Tütchen. Auch in meinen Kamerarucksack habe ich vorsorglich eines mit reingelegt.
Wo also lagern?
Um zur Ausgangsfrage der Möglichkeiten zurückzukommen: Ich selbst lagere meine Sachen aktuell in einem Schrank. Dadurch sind die Objektive schon einmal auch gegen Staub geschützt (wieso das wichtig ist, dazu kommen wir gleich noch). Daher fällt das Regal schon einmal raus, da hier Dinge regelmäßig einstauben.
Es macht aber auch nichts, wenn die Ausrüstung im Rucksack lagert, sofern dieser trocken ist. Wo man aufpassen sollte sind Fotokoffer. Diese schließen oft luftdicht ab. Doch selbst in der Verpackung herrscht bei Auslieferung keine hermetische Abriegelung. Die Luft muss zirkulieren können. Daher sollte der Koffer zuhause über längere Zeit immer einen Spalt offen bleiben. Eigene Erfahrungen mit Koffern habe ich noch nicht gemacht.
In einem Schrank herrscht allerdings auch nicht wirklich gute Luftzirkulation und es ist zudem dunkel. Das sollte man laut der Zeiss Herstellerseite ebenfalls vermeiden. Andererseits denke ich, dass Objektive im inneren mit angebrachten Objektivdeckeln doch sowieso dunkel sein müssten? Ansonsten wäre noch eine Vitrine durchaus zu empfehlen – diese bietet gleichzeitig Licht und Schutz vor Staub. Solange keine hermetische Abriegelung herrscht sollte Schrank oder Vitrine in Ordnung gehen.
Fehler#2: Ausrüstung nicht sauber halten
Dieser Fehler hat zwei Potentiale: Der erste schließt sich direkt an den Fehler Nummer eins an. Denn Verschmutzungen auf den Linsen bilden zusätzlichen Nährboden für den Glas Fungus. Daher empfiehlt es sich regelmäßig alles sauber zu machen. Entferne also regelmäßig Staub, Fusseln, Fettschmierer und andere Verschmutzungen.

Der zweite Punkt ist natürlich die direkte negative Beeinflussung der Bildqualität. Durch Sensorflecken sind irgendwann keine einwandfreien Bilder mehr möglich. Dieser muss in regelmäßigen Abständen gereinigt werden. Sonst sammeln sich auf den Fotos immer mehr Sensorflecken, die gerade bei geschlossenen Blenden sichtbar werden. Dazu folgt noch ein Ratgeber von mir.
Staub auf Objektiven ist dagegen auf den Fotos in der Regel nicht zu sehen.
Ein weiterer Gedanke ist (auch z.B. nach Gebrauch im Regen) alle Flüssigkeiten und Staub sofort zu entfernen, bevor sie weiter ins innere eindringen könnte. Das gilt vor allem in der Nähe von Drehrädern, Anschlüssen oder Fokusringen.
Mit dem Dinger sollte man generell keine Linsen berühren, da sonst sofort Fettflecken entstehen.
Fehler#3: Falsche Reinigung
Die Reinigung der Ausrüstung ist ein wichtiger Punkt. Doch auch dabei kann viel schief gehen.
Mit der Verwendung eines Blasebalgs* ist man meistens schon einmal auf der sicheren Seite. Hier kann nicht viel passieren. Man sollte nur wirklich überprüfen, ob der Plastikstab fest sitzt. Andernfalls kann sich dieser durch den Luftdruck lösen und als Geschoss auf den Sensor treffen (wie Benjamin Jaworskyj in seinem Video hier berichtet). Daher das Röhrchen sicherheitshalber auch immer mit festhalten, sobald man Luft auf den Sensor bläst.

Doch Achtung: Der nächste Fehler kann sich auch bei der Nassreinigung einschleichen. Denn manche Hersteller (so wie Sony auch hier andeutet) bieten nach einer Nassreinigung des Sensors keine Garantie mehr für eine Kamera an. Das hat mir zunächst ein Mitarbeiter aus einem lokalen Fotofachhandel erzählt, als ich entsprechende Nassreinigungs-Swipes kaufen wollte. Auch der Fachhändler (der sonst Reinigungen vor Ort gegen Bezahlung durchführt) hätte meine Sony nur einschicken wollen. Die trauen sich da ebenfalls nicht ran bzw. wollen die Garantie erhalten. Mir wurde erzählt der Hintergrund liegt bei Sony an einer speziellen Schicht über dem Sensor, die möglicherweise durch eine bestimmte Flüssigkeit angegriffen werden kann und damit den Sensor zerstört. Es ist also Vorsicht geboten, sofern man wirklich selbst Hand am Sensor anlegen will.
Ob das nun wirklich so ist, oder ob nur Marketinggründe von Firmen dahinterstecken, will ich an dieser Stelle nicht ausdiskutieren. Man sollte bei Operationen am offenen Herzen einfach immer Vorsichtig sein und sich vorher ausreichend informieren.
Ein weiterer Punkt, der bei der Objektivreinigung zu beachten ist, ist der Selbe wie bei der Brillenreinigung: Bevor man mit einem Mikrofasertuch* abwischt, muss der Staub entfernt werden. Ansonsten kann man durch die Bewegungen vom Tuch die Linsen zerkratzen. Also immer erst den Staub wegpusten und z.B. auch noch mit einem Reinigungspinsel komplett entfernen, bevor mit einem Tuch gerieben wird.
Fehler#4: Kein UV Filter verwendet
Wenn ich für diesen Punkt mal nicht in den Kommentaren gegrillt werde – allerdings verwende ich immer einen UV-Schutzfilter* auf meinen Objektiven. Ich weiß, dass die Qualität dadurch möglicherweise in manchen Situationen eingeschränkt wird. Oder entsprechende Flecken bei Sonneneinstrahlung entstehen können. Ich kaufe daher nicht einfach den günstigsten Filter.
Ich glaube jeder, der noch keinen UV Filter als Schutz benutzt, hatte noch kein Erlebnis als Vorwarnung gehabt. Beim Snowboarden war es bei mir damals nicht anders: Ich bin immer ohne Helm gefahren, bis ich einmal richtig gestürzt bin. Seitdem habe ich immer den Helm auf. Es ist ganz normal geworden.
In der Fotografie hatte ich einmal meine Zweitkamera umhängen, während ich mit der ersten ein Getting-Ready fotografiert hatte. Rückwärts lief ich versehentlich mit der Zweitkamera in eine Tasse Kaffee, die am Nebentisch auf selber Höhe im Hotelzimmer stand. Dabei floss glücklicherweise nichts direkt über die Kamera, aber vorne über das Objektiv.

Zu diesem Moment hatte ich allerdings bereits Filter verwendet – dadurch war dieses Missgeschick nur eine Unterbrechung von zwei Minuten. Filter abgeschraubt, unter fließendem Wasser vom Kaffee befreit, getrocknet, wieder drauf geschraubt. Das Objektiv musste ich nicht einmal anfassen, da alles nur der Filter abbekommen hat. Seitdem nie wieder ohne!
Filter schützen auch vor Stößen, wodurch dann auch nur ein Filter, statt dem kompletten Frontelement vom Objektiv getauscht werden muss. Ohne Einschicken oder sonstigem. Das spart also auch beim Schadensfall Zeit und Geld.
Einen Vorteil sehe ich auch darin, dass die tatsächliche Oberfläche der Linse nie verdreckt. Immer nur der Filter. Dadurch mache ich mir auch weniger Gedanken darüber etwas bei der Reinigung zu zerkratzen. Sobald ich ein neues Objektiv bekomme, kommt ein Filter vorne drauf – noch bevor das erste Staubkorn oder Fettfinger darauf landen kann.
Tipp: Wer dennoch kein Fan von den Filtern ist, der kann auch eine Gegenlichtblende als Schutz vor Stößen aufsetzen. Oder sollte eben gut versichert sein.
Fehler#5: Ausrüstung leichtsinnig transportieren
Manchmal ertappe ich mich selbst bei Gedanken wie diesen: Ach, ich fahr doch nur kurz fünf Minuten in den Wald, um ein paar Fotos beim Spazierengehen zu machen. Da brauch ich doch jetzt keinen großen Fotorucksack mitschleppen. Umhängegurt ist natürlich auch keiner am Gerät.
Hier kommt in erster Linie natürlich die Gefahr der eigenen Tollpatschigkeit hinzu. Schnell ist die Kamera heruntergefallen. Oder fliegt bei einer Bremsung durchs ganze Auto. Ohne zusätzlichen Schutz kann das teuer enden.
Daher habe ich für solche Gelegenheiten in der Regel eine kleine günstige Zweitfototasche* nur für die Kamera und etwas Zubehör. Für den sicheren Halt empfehle ich (wenn man nicht gleich wieder den Riesengurt herausholen will) zumindest eine einfache Handschlaufe*. So wird alles schon einmal wesentlich sicherer für die Kamera.

Doch auch noch ein zweiter Gefahrenpunkt lauert:
Vibration ist alles andere als gut für optische Geräte.
Wie Krolop Gerst auch in ihrem Video oben berichten, sollte man Vibrationen unbedingt vermeiden. Diese können z.B. von einem Fahrzeug auf die Geräte übertragen werden, wenn diese direkt aufs Armaturenbrett gelegt werden. Sobald ein Schlagloch durchfahren wird, kann aus der leichten Vibration auch direkt mal ein heftiger Schlag werden. Dadurch können innere Schäden oder Dezentrierungen im Objektiv entstehen. Optische Produkte werden unter unglaublicher Präzision gefertigt. Hier braucht es nicht einmal eine Verschiebung im Millimeterbereich und schon ist z.B. eine Bildecke unschärfer als die andere.

Auch hier hilft es, die Sachen gut zu verpacken. Isoliert die Kamera und Objektive gänzlich von Vibrationen. Das geschieht ebenfalls durch die oben genannte Tasche, oder eben gleich dem zuverlässig gepolsterten und verstärkten Fotorucksack*.
Fehler#6: Nicht up-to-date sein
Egal ob auf der WordPress Website oder im Handy App-Store: Sobald ein Update aufblinkt will mein Finger sofort für ein Update tippen oder klicken. Denn Updates bedeuten in der Regel, dass eine Anwendung weniger häufig abstürzt, kritische Sicherheitslücken geschlossen, die Performance verbessert oder sogar komplett neue Funktionen hinzugefügt wurden.
Auch unser gesamtes Fotografie Equipment läuft mit einer solchen Software, die man regelmäßig aktualisieren sollte.
Man spricht dabei von Firmware Updates. Und beinahe jeder Bestandteil unserer Ausrüstung hat so ein solches eigenes „Betriebssystem“: Die Kamera, die Objektive, Objektivadapter – ja sogar aktuelle Blitze haben einen USB-Anschluss für Firmware Updates.
Dabei bleiben neben der Behebung von Sicherheitslücken auch die anderen Aspekte, die man von Software Updates kennt erhalten:
Bugs werden behoben, die allgemeine Geschwindigkeit und Stabilität im Betrieb wird erhöht und komplett neue Features kommen oft hinzu. Das alles wird immer im sogenannten Changelog dokumentiert, den ihr auch auf der Downloadseite mit findet. Schau also jedes halbe Jahr einmal bei allen Herstellerseiten von deiner Ausrüstung vorbei und überprüfe, ob es ein Update gibt.

So werden Updates installiert
Doch auch nicht sofort bei Release sollte gleich zwanghaft aktualisiert werden. Niemand ist perfekt und so soll es schon einige fehlerhafte Updates gegeben haben. Daher lohnt sich das Abwarten von mindestens einem Monat nach Release immer.
Die Firmware wird dann je nach Hersteller heruntergeladen und dann entweder über das USB-Kabel oder die Speicherkarte in der Kamera installiert. Objektive werden entweder durch ein USB-Dock* oder auch über die Kamera aktualisiert. Beim Update solltest du immer voll bei Sinnen sein und dich genau an die Anweisungen vom Hersteller zum Update halten. Bei einem Fehler oder plötzlich leerem Akku könnte eure Kamera sonst nur noch als Briefbeschwerer zu gebrauchen sein.
Aber keine Angst – das geht mittlerweile recht einfach und flott von der Hand. Und es lohnt sich:
Damals bei meiner Fujifilm X-T2 wurde durch ein Update ein kompletter Zeitlupen Videomodus hinzugefügt, den sonst eigentlich nur das nächst teurere Model hatte (120fps bei 1080p). Meiner Sony A7III wurde im Nachhinein ein verbesserter Echtzeit Augenautofokus spendiert, der nun auch bei Tieren funktioniert. Seit dem letzten Update kann ich von der Sony aus den Blitz komplett aus dem Kameramenü heraus bedienen. Dafür war auch ein Update für den Blitz nötig. Der Sigma MC-11 Adapter wurde damals nach einem Update von heute auf morgen enorm in der Performance beschleunigt.
Wie du siehst lohnen sich Updates meistens, da man oft Funktionen nachgeliefert bekommt, die bares Geld wert sind. Dazu wird meist die Stabilität des Betriebssystems weiter erhöht.
Fehler#7: Mangelnde Überprüfung auf Funktionsfähigkeit
Viele Fotografen laden eben einen Tag vor dem gebuchten Fotoshooting den Akku auf und legen am nächsten Tag los. Doch wenn dann irgendein Defekt oder Fehlfunktion auffällt, ist es meist zu spät. Wenn dann irgendwas nicht funktioniert, hat man keine 24 Stunden mehr, um Ersatz zu finden.
Mir ist z.B. einmal erst kurz vor einem Videojob aufgefallen, dass der Sensor dreckig ist. Das Problem konnte ich nur in letzter Sekunde beheben. Seitdem kontrolliere ich die Ausrüstung rechtzeitig auf Fehler. Ansonsten kann es bei versäumten Aufträgen durch mangelhafte Ausrüstung zu einem Honorarausfall kommen.
Ein weiteres Beispiel ist es, dass nach einem fehlerhaften Firmware Update ungewünschte Effekte auftreten können (daher nichts überstürzen und erst einmal abwarten). Oder dass Einstellungen verstellt wurden und man während einer Hochzeit erst einmal wieder alles umstellen muss.
Ein Punkt auf den ich auch kommen möchte, ist das Thema Dezentrierung. Wie oben beim Thema Vibration angesprochen ist das der Fall, wenn das Bild z.B. in der linken Bildhälfte scharf, in der rechten aber unscharf abgebildet wird. Das bedeutet, dass eine Linse im Objektiv verschoben sein könnte.
Merkt man das nicht vorher, fotografiert man einen kompletten Auftrag und steckt danach im Schlamassel. Solche Dezentrierungen können auch durch Serienstreuungen bei Objektiven auftreten. Daher teste ich auch jedes neue Objektiv, ob alles in Ordnung ist. Aber auch im Nachhinein können solche Schäden durch Eigenverschulden entstehen.
Fehler#8: Schlechte Kalibrierung von Objektiven
Wo wir schon bei Unschärfe sind. Nicht nur Bildschirme sollten für die Nachbearbeitung auf korrekte Farbdarstellung kalibriert werden. Auch Objektive müssen hier und da einmal im Fokus nachjustiert werden.
Dabei denke ich in erster Linie an die Sigma Art Serie für klassische Spiegelreflexkameras. Aber auch herstellereigene Objektive von Canon, Nikon, etc. können immer einmal wieder einen Front- oder Backfokus besitzen. Das ist der Fall, wenn die Schärfe kurz vor oder hinter dem tatsächlich eingestellten Schärfepunkt liegt.
Ergebnis ist auch hier, dass ganze Fotoshootings für die Katz sein könnten.
Dieses Problem ist bei spiegellosen Systemkameras nicht mehr so sehr verbreitet, da die Schärfe auf Sensorebene noch einmal durch die Kontrasterkennung überprüft wird. Das ist aber auch von Kamera zu Kamera unterschiedlich und ich will niemals nie sagen.
Kontrolliere also regelmäßig, ob deine Objektive den Fokuspunkt richtig treffen. Um das zu überprüfen, empfehle ich das Spyder Lenscal Testchart*.
Fehler#9: In falscher Umgebung oder im falschen Moment Objektiv wechseln
Auch ein Objektiv-Wechsel kann in die Hose gehen. Und zwar am falschen Ort oder zur falschen Zeit. Dieser Punkt ist eigentlich logisch, ich will ihn aber durch die Wichtigkeit doch noch einmal betonen.
Schlechte Orte für einen Objektiv Wechsel sind sowohl staubige, als auch nasse Orte. Vermeide es also bei einem Sandsturm, Regenschauer, einer Quadtour in der Wüste, in einem Tropenhaus oder sonstigem Ort mit viel Staub oder Feuchtigkeit in der Luft das Objektiv zu wechseln. Ansonsten kann sehr viel davon in die Kamera gelangen.
Wenn man in solchen Situationen dennoch auf verschiedene Brennweiten angewiesen ist, kann ein Zoom Objektiv sehr praktisch sein!
Doch nicht nur im Tropenhaus oder bei Regen kann es feucht sein. Es reicht auch, wenn sich an der Kamera Kondenswasser bildet. Das ist in der Regel dann, wenn man z.B. im Winter vom Kalten draußen ins Warme nach innen kommt. Dann bildet sich an der Kamera Feuchtigkeit. Das ist der Moment, in dem ich es unbedingt vermeide, das Objektiv abzunehmen. Im Idealfall sollte die Kamera in so einem Moment auch ausgeschalten bleiben, bis alles wieder trocken und auf Umgebungstemperatur ist.

Tipp: Wechsel Objektive nur bei ausgeschalteter Kamera, da der Sensor dann weniger Staub anzieht. Zusätzlich sollte man die Kamera beim Abschrauben von Objektiven immer mit dem Sensor zum Boden halten.
Fehler#10: Keine Kameraversicherung abgeschlossen
Trotz aller Vorsicht kann die Kamera immer noch irgendwie kaputt gehen oder gestohlen werden. Das ist oft einfach Schicksal – gut, wenn man dann eine Versicherung hat die (hoffentlich) den Schaden übernimmt.
Hier gibt es für mich zwei Kategorien:
Zusatzversicherungen oder Garantieerweiterungen vom Elektronikhändler schützen das Produkt zusätzlich. Dabei sollten die Konditionen genau studiert werden: Ist Eigenverschulden, Diebstahl und Wasserschaden mitversichert oder gibt es nur Ersatz, wenn das Gerät von sich aus aufhört zu arbeiten? Diese Versicherungen können dann meist einmalig für z.B. zwei zusätzliche Jahre abgeschlossen werden.
Besser dagegen finde ich allgemeine Fotoversicherung für das komplette Equipment. Hier trägt man seine komplette Ausrüstung in eine Geräteliste ein und lässt sie dem Versicherer zukommen. Danach berechnet sich dann der zu zahlende Jahresbetrag. Viele Anbieter lassen auch zu, dass man eine Pauschalsumme absichern lässt. Das macht es etwas bequemer, da man nicht bei jedem Kauf- und Verkauf den Papierkram mit der Liste erledigen muss. Meist zahlt man dann jährlich, wobei man dann aber oft wesentlich günstiger wegkommt als mit der Garantieerweiterung pro Produkt vom Elektronikmarkt.
Je nach Versicherung ist dann sogar auch versehentliches Fallenlassen der Kamera versichert. Sowie Diebstahl, Wasserschäden und oft sogar auch garantieähnlich ein Versagen der Elektronik. Ich selbst bin bei der Aktivas Fotoversicherung. Falls ein detaillierter Beitrag zu Fotoversicherungen interessant für dich wäre, schreib einfach mal in die Kommentare.
Tipp: Oft sind Diebstähle aus dem Auto oder Hotelzimmer auch durch
Fazit: Kamera und Sensor reinigen
Ich selbst frage mich, wieso ich das Thema so lange vor mir hergeschoben habe. Denn über die Jahre hat sich auf dem Sensor doch einiges angesammelt.

Im Normalen Porträt-Alltag auf offenen Blenden mag es kein Problem sein. Doch wenn man dann eines Tages mal abblendet, erlebt man sein staubiges Wunder.
Am Ende muss es jeder selbst wissen, ob man sich das zutraut. Daher noch einmal: Ich übernehme keine Haftung für mögliche Schäden durch meine Vorgehensweise.
Ich selbst empfand den Prozess als relativ einfach. Hier noch ein Video das zeigt, wie resistent Sensoren bzw. deren Scheiben mittlerweile sind:
Wie auch beim Objektiv sollte die oberste Devise also auch die Prävention sein. Ausrüstung erst gar nicht verdrecken zu lassen, ist oft die beste Reinigung. Das heißt nicht, dass die Kamera am besten im Schrank bleiben sollte. Eher schütze ich Objektive eben mit UV-Filtern. Und halte auch die Reiningungsabstände klein, so dass nichts ins innere vordringen kann.
Objektive solltest du nur in staubfreien und trockenen Umgebungen wechseln. Halte beim Wechseln die Kamera mit dem Sensor nach unten geneigt. Schalte die Kamera vor dem Wechsel aus, da der Sensor den Staub sonst statisch anziehen kann. Lass die Kamera immer nur Sekunden ohne Schutzdeckel oder Objektiv. Dazu sauge ich auch den Kamerarucksack regelmäßig aus.
Letzten Endes ist die Verunreinigung des Sensors ein Problem von Kameras mit Wechselobjektiven. Durch das ständige Wechseln gelangt unvermeidbar immer wieder etwas Staub ins innere. Gerade eben bei spiegellosen Kameras, da der Sensor hier im Gegensatz zur DSLR komplett offen liegt.
Die Hersteller wie Canon helfen hier mittlerweile damit nach, dass beim Ausschalten der spiegellosen Kamera der Verschlussvorhang als Schutz herunterfährt. Ins Sony System kam diese Funktion nun auch im neuen A9II Update dazu. Vielleicht dann bald auch für weitere Modelle.
Ich selbst bin mit dem VSGO Reiningungskit auf Anhieb gut zurecht gekommen, so dass ich mir nun auch noch ein paar APS-C Swabs ohne erneute Flüssigkeit für die Fujifilm bestellt habe. Zusammen mit Pinsel, Blasebalg und Mikrofasertuch ist man bereits gut gerüstet, um seine wertvolle Ausrüstung sauber zu halten.
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Hi Markus,
Danke erstmal für die Blog’s, folge seit ich mal die Altglas Tests las.
Habe eine Lumix G81 und mit der Nassreinigung war es nicht so einfach.
Inzwischen habe ich meinen Sensor Lupenrein, aber ich habe ein komplettes set verbraten.
Jetzt mache ich jeden Tag mit dem Blasebalg (mit Filter) nachdem ich die Kamera benutzt habe mal schnell ein durchblasen und entweder das Kit Objektiv, oder den Deckel drauf.
Bei strahlend blauem Himmel habe ich tatsächlich noch Rückstände gefunden die ich vorher bei meinem ersten Durchlauf nicht sehen konnte.
Danke für die Tips
Dirk
Hi Markus, ich nochmal,
Ich habe mir eine neue Kamera gehlot, eine A7 II, mit Kit Objektiv, und habe noch 2 Objektive gekauft die ich wechsel.
Die Kamera ist nun 2 Wochen alt, und als ich gestern Fotografierte, bekam ich am Himmel Flecken, also machte ich heute den Test bei strahlend blauem Himmel. Ich war etwas verwundert, denn bisher hatte ich nur 2 Objektivwechsel hinter mir, und ich muss sagen das Display war extrem verstaubt. Ich denke nicht daß dies von mir kam, Kamera immer aus, immer darauf geachtet daß sie nicht lange offen war, immer nur zuhause gewechselt, der Staub war aber fast intensiver als bei meiner G81 nach über einem Jahr. Ich glaube die war von Werk aus schon verstaubt, sicher bin ich natürlich nicht. Ich gebe den Rat man sollte mal den Test mit einer neuen Kamera ohne irgendwas vorher gemacht zu haben, damit man sieht ob man es selber war oder von Werk aus, Da sie zwar mit Deckel geschützt ist sonst aber nichts.
Sicher bin ich d wohl nicht, aber die Verschmutzung nach 2 Wochen war zu viel, für mich ungewöhnlich viel.
5 Durchläufe mit Nassreinigung bis ich sie sauber hatte, Das fand ich schon viel:
Soviel zu meiner Neukamera Erfahrung.
Gute Fotos an alle
Dirk
Hallo Markus,
sorry, war im Urlaub, daher jetzt erst meine Antwort.
Unter folgendem Link findest Du genau das Model welches ich mir gekauft habe.
Sieht im ersten Moment teuer aus, lohnt sich aber über die Jahre da ja quasi kein Verschleiß, und wie gesagt er reduziert die Anzahl Nassreinigungen und damit das Risiko sich da etwas zu versauen, verschmieren. Er befindet sich in einer Kunststoff-Röhre mit Kappe, so das er keinen Schaden nimmt oder Staub dran kommt. Ich nehme diese APS-C Größe auch für den Vollformat Sensor, das geht ohne Probleme, man kann mehrfach versetzt über den Sensor streichen.
Viele Grüße
Joachim
https://www.kamera-express.de/produkt/12283278//?channable=e81467.MTIyODMyNzg&gclid=EAIaIQobChMI-uztqpft6gIVn4BQBh3U7AzCEAQYAiABEgINQ_D_BwE
Ich hatte am Sensor auch Nass- und Trockenreinigung versucht und bin mit beiden Methoden gescheitert. Dh. nach der „Reinigung“ waren mehr Staubkörner sichtbar als davor. Nur eben anders verteilt. (Blende 22 unscharf blauen Himmel fotografieren und den Kontrast hochregeln).
Erfolg habe ich mit „Diskofilm“ (Google!). Das ist ein Zeug, mit dem früher LPs gesäubert werden konnten – flüssige Konsistenz etwa wie Alleskleber, klebt aber im trockenen Zustand nicht wie dieser:
Man benetzt den gesamten Sensor bis knapp vor die Kanten mit einer gleichmäßigen Schicht (sehr feiner Pinsel) und lässt es etwas antrocknen. Dann an einer Ecke ein fusselfreies Streifchen Stoff* mit anbappen und warten bis das alles gut(!) getrocknet ist (1-2 Stunden). Die Kamera sollte dabei offen, aber staubvermeidend abgedeckt sein oder auf dem Gesicht liegen. Am Ende wird der angetrocknete Film mit Hilfe einer Pinzette am Stoffstreifchen abgezogen. Dabei nimmt er allen Staub mit. Wer den Fehler macht, zu früh abzuziehen, der behält Flecken auf dem Sensor zurück. Das ist kein Problem, denn man muss die ganze Prozedur nur noch einmal mit mehr Geduld wiederholen, um diese Reste wieder zu entfernen.
Vermeiden sollte man, dass das Fluid an der Seite an die Sensorfassung gerät oder gar zwischen Sensor und Fassung läuft.
Pinsel mit warmem Wasser reinigen.
* ich weiche den Stoff etwas mit dem Fluid ein – dann fusselt nichts mehr. Ursprünglich wird ein Papierstreifen empfohlen, der ist mir aber ein paar Mal abgerissen.
Servus Andreas,
klingt nach einer unkonventionellen Methode. Dass Rückstände bleiben bei zu früh abziehen und die Kamera 1-2 Stunden offen lassen erzeugt bei mir ein mulmiges Gefühl :-D
Viele Grüße,
Markus
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Als Zwischenschritt zwischen Ausblasen mit Balg und Nass-Reinigung lohnt sich erfahrungsgemäß die Reinigung mit einem Anti-Dust-Brush. Dieser wird statisch aufgeladen durch starkes Anblasen mittels Blasebalg und anschließendem vorsichtigem Abwischen des Sensors. Hat bei mir bei der Spiegelreflex (dSLR) in allen Fällen bisher zu einem saubereren Sensor geholfen, allerdings hatte ich bisher das Glück das ich nie klebrige Flecken hatte. Bei der spiegellosen, die deutlich anfälliger bezüglich Staub ist als die dSLR, hilft es auch die Nassreinigungen deutlich zu reduzieren.
Hallo Joachim,
danke für dein Feedback. Leider finde ich zum genannten Anti-Dust-Brush nichts außer einen Staubsauger Aufsatz. Gibt es eine genaue Modellbezeichnung + Hersteller?
Viele Grüße,
Markus