Goldene Stunde: 7 Tricks für Fotos beim besten Licht

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Die Goldene Stunde ist die beste Zeit zum Fotografieren. Denn das weiche Licht und die warmen Farben sorgen für wunderschöne Porträts und Landschaften. Dennoch kann es anfangs schwierig sein, das besondere Licht auch wirklich voll auszukosten.

In diesem Beitrag zeige ich dir die besten Tipps und Tricks zum Fotografieren zur Goldenen Stunde. Wir sehen uns an, wann die Goldene Stunde ist und wie du dich optimal auf sie vorbereitest.

So wirst du tolle Porträts zu machen. Egal, ob du ein Anfänger oder bereits Fortgeschritten bist – viele kleine Kniffe helfen dir zu schönen Fotos. Schnapp dir also deine Kamera und lass uns loslegen!

Die Goldene Stunde bietet bestes Licht
Portrait zur Goldenen Stunde

1. Was ist die Goldene Stunde?

Als Goldene Stunde (oder auch Golden Hour) bezeichnet man die Zeit zu Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Hier hat die Sonne ein besonders stimmungsvolles Licht und leuchtet die Umgebung im warmen Farbton aus. Diese Eigenschaften haben für uns Fotografen eine ganz besondere Bedeutung.

Diese drei Faktoren machen das Licht im Vergleich zur grellen Mittagssonne besonders schmeichelhaft:

  • Die Sonne steht tief am Himmel und wirft lange Schatten. Damit eignet sich die Sonne vor allem für Seiten- und Gegenlicht Available Light Fotografie.
  • Das Licht strahlt in warmen gelb-orange Tönen. Das hüllt Model und Kulisse in satte Farben und sorgt für eine stimmungsvolle Atmosphäre.
  • Das Licht ist zwar immer noch direkt, was für schöne Kontrast sorgt. Dennoch nicht ganz so harsch wie zur Mittagssonne. Das sorgt für eine schmeichelhafte Ausleuchtung.

Bei der Planung deiner Fotos solltest du alles dafür tun, um das Shooting zu dieser Zeit zu takten. Egal ob du Landschaften oder Porträts fotografieren möchtest.

Während meiner Portugal-Reise habe ich die bekanntesten malerischen Strände immer erst in den Abendstunden fotografiert und tolle Fotos erhalten:

Die Bedeutung der Goldenen Stunde
Goldene Stunde an der Küste

2. Wann ist die Goldene Stunde?

Die Goldene Stunde lässt sich bei zwei Tageszeiten nutzen:

Entweder zu Sonnenaufgang oder zu Sonnenuntergang. Früh hüllt sie die Kulisse ab Sonnenaufgang für eine Stunde in warmes Licht. Beim Sonnenuntergang beginnt die Goldene Stunde etwa eine Stunde vorher und endet dann mit dem verschwinden der Sonne.

Dennoch lässt sich auch dann noch für 15 – 30 Minuten das warme Glühen des Himmels nutzen.

Die letzten Minuten kurz bevor die Sonne hinter dem Horizont verschwindet sind dennoch die schönsten. Anschließend beginnt die blaue Stunde mit kaltem Licht.

Zu diesen Zeiten kannst du das Licht voll ausnutzen und solltest Fotoshootings entsprechend planen. Beachte, dass sich der Zeitpunkt von Sonnenauf- und Untergang je nach Jahreszeit verschiebt. Behalte auch den Wetterbericht im Hinterkopf – denn bei zu starker Bewölkung wird das goldene Licht nicht sichtbar sein.

Im Sommer werden die meisten Menschen für Porträts eher zu Sonnenuntergang Zeit haben. Im Winter hingegen geht die Sonne bereits ab 16.30 Uhr unter, wodurch sich manchmal der Sonnenaufgang besser für die Planung eignet.

Falls du mit einem fremden Model fotografierst, solltet ihr euch entsprechend eher treffen um schon einmal zusammen warm zu werden. Lernt euch kurz kennen, macht ein paar Testfotos. Dann sollte vom Timing her die Goldene Stunde beginnen.

Tipp: Nutze neben Golden Hour Rechnern einfach eine Wetter-App oder die Google Suche, um den Zeitpunkt des Sonnenuntergangs genau zu bestimmen. Die angegebene Uhrzeit ist immer der genaue Zeitpunkt, zu dem die Sonne verschwindet. Prime Time ist dann innerhalb der vorherigen Stunde.

3. Diese Orte eignen sich am besten

Grundsätzlich kannst du das Licht der Goldenen Stunde fast überall einfangen. Und das Licht wird auch viele »langweilige« Ort in völlig neue Atmosphäre hüllen. Dennoch solltest du ein paar Gedanken im Hinterkopf behalten, um das Licht voll nutzen zu können.

Beim Zeitpunkt des Sonnenuntergangs kommt nämlich es nicht nur auf die Jahreszeit an. Auch jede Fotolocation birgt ihre Eigenheiten. Diese bestimmen, wie lange der Sonnenuntergang sichtbar ist. Wenn der Horizont nicht sichtbar ist, z.B. wegen einem Waldstück oder Gebäuden musst du entsprechend eher vor Ort sein. Ansonsten liegt die Location einfach nur im Schatten.

Vermeide für dein Golden Hour Fotoshooting also eher eng bebaute Orte oder dichte Wälder. Wenn du in einer Stadt bist, hast du in der Regel nicht so viel Zeit, ausgelassen während Sonnenuntergang zu fotografieren.

Nutze stattdessen eher ländlichere Gegenden – besonders episch sind die mit etwas Aussicht. An Orten wo du den Horizont erblicken kannst, hast du nicht nur länger Zeit. Sondern meist auch eine schönere Landschaft.

Falls du gerne wanderst, kannst du dich auch dabei etwas inspirieren lassen. Denn dort bist du meist sowieso an höher gelegenen Orten unterwegs. Schau einfach, was landschaftlich etwas her macht. Diese Kuissen werden vom warmen und weichen Licht ebenso wie das Modell auf dem Foto profitieren. Alles sieht super aus!

Weitere Ideen findest du in meinem Ratgeber über Fotografie Locations.

4. Beachte diese Tipps während dem Fotografieren

Du bist zur perfekten Zeit für die Golden Hour an einem tollen Ort. Bevor es los geht, solltest du noch ein paar Tipps beachten. So wirst du während der Golden Hour wirklich das beste aus deiner Kamera herausholen:

  • Nutze Gegenlicht: Die tiefstehende Sonne lässt sich optimal für Aufnahmen im Gegenlicht einsetzen. Das zaubert ein tolles Streiflicht um die Sillhouette deines Models und eine interessante Stimmung. Theoretisch ist Seitenlicht auch eine gute Idee, um dem Motiv mehr Plastizität zu geben. Nur von einer frontalen Ausleuchtung würde ich abraten – diese wirkt schnell flach. Bei Landschaften bist du weniger frei in der Wahl der Lichrichtung – kannst aber dennoch probieren mit seitlichem oder Gegenlicht zu fotografieren.
  • Alle Schatten sind lang gezogen – auch deiner! Vor allem bei Aufnahmen mit frontalem Licht läufst du so Gefahr, dass dein eigener Schatten ins Bild ragt. Das solltest du vermeiden.
  • Wähle die richtigen Kameraeinstellungen: Nutze wie für Porträts üblich eine möglichst kleine Blendenzahl. Außer du möchtest die Kulisse um dein Model herum ebenfalls scharf zeigen – dann kannst du etwas abblenden. Auch bei Landschaften solltest du abblenden.
  • Belichte etwas unter: Für Bilder im Gegenlicht hast du drei Möglichkeiten: Entweder du belichtest das Model korrekt – dann ist das restliche Bild etwas überbelichtet. Oder du belichtest auf die Kulisse – dann ist dein Model etwas unterbelichtet. Daher empfehle ich den Dritten Weg: Ausgehend von einer Belichtung auf das Model solltest du minimal unterbelichten – so lange bist nichts mehr ausbrennt. So hast du alle Bilddetails eingefangen und kannst das Foto später nach belieben in Lightrom entwickeln. Für Landschaften kannst du auch einen Verlaufsfilter nutzen oder eine Belichtungsreihe erstellen.
  • Halte die Sonne zum Fokussieren ab: Falls dein Objektiv beim Fokussieren im Gegenlicht nur hin- und herpumpt, musst du etwas nachhelfen. Falls kein Fokus gefunden wird, kannst du deine Hand über die Stelle im Bild halten, an der die Sonne zu sehen ist. Das wird der Kamera helfen, um besser fokussieren zu können.
  • Flares oder Gegenlichtblende? Dieser Punkt ist Geschmackssache. Zum einen kannst du im Gegenlicht die Lens Flares (Blendenflecken) als gestalterisches Stilmittel nutzen. Durch das einfallende Licht flaut das Bild in der Regel aber etwas aus. Falls du das nicht möchtest, solltest du eine Gegenlichtblende auf dein Objektiv schrauben.

In manchen Situationen ist es zudem ratsam, das Gesicht mithilfe vom Reflektor etwas aufzuhellen. Das ist vor allem der Fall, wenn du seitliches Licht verwendest. Dennoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass vor allem bei Gegenlicht bei tiefstehender Sonne nicht immer ein Reflektor erforderlich ist.

Tipp zum Timing für Straßenlaternen: Falls sich Kunstlicht in Form von Straßenlaternen, Leuchtreklamen oder ähnlichem in deinem Motiv befinden, solltest du geduldig sein. Denn erst gegen Ende der Goldenen Stunde bzw. zum Anfang der Blauen Stunde sehen diese Aufnahmen richtig gut aus. Warte den Zeitpunkt ab, zu dem Tageslicht und Straßenlaternen in derselben Helligkeit leuchten.

Hinweis: Falls du die Portraitfotografie mit Available Light noch detaillierter lernen möchtest: In meinem Outdoor Porträts Sehen Buch findest du noch mehr Beispiele durch Vorher-Nachher Fotos und Lichtskizzen. Wenn du mit natürlichen Outdoor Porträts durchstarten willst, empfehle ich dir auf jeden Fall dieses Buch.

5. So untertreichst du die Stimmung in der Nachbearbeitung

Fotos zur Goldenen Stunde haben ein schönes weiches Licht und warme Farben. Manchmal können die Fotos aber auch etwas flach oder kontrastarm wirken. Hier sind ein paar Tipps, wie du deine Fotos zur Goldenen Stunde noch optimieren kannst. Ich nutze dafür Adobe Lightroom – funktioniert nach diesem Prinzip aber mit allen anderen RAW-Konvertern.

Zuerst solltest du Belichtung und Weißabgleich einstellen:

  1. Wähle die Belichtung so, dass du alle Bereiche gut erkennen kannst: Sowohl das Gesicht des Models, als auch Kulisse bis in die Spitzlichter vom Himmel sollten gut erkennbar und genug Bildinformationen enthalten. Schaffe notfalls mit Tiefen- und Lichter-Regler mehr Dynamikumfang.
  2. Den Weißabgleich kannst du für Golden Hour Porträts ruhig etwas wärmer stellen. So wird die Stimmung der warmen Sonne noch besser zur Geltung kommen.

Tipp: Auch wenn dein Shooting in die Blaue Stunde ging oder auch tagsüber stattfand kannst du durch einen wärmeren Weißabgleich die Goldene Stunde zumindest ansatzweise imitieren.

Selbst wenn du in Lightroom dein Lieblingspreset anwendest, wird das Bild im direkten Gegenlicht etwas zu kontrastarm wirken. Apropos Presets: Hast du schon meine THO ONE Lightroom Presets? Mit diesen wurden alle Fotos aus diesem Beitrag bearbeitet.

So kannst du den Kontrast erhöhen:

  1. Ziehe den Schwarz-Regler nach links (verringern)
  2. Ziehe den Weiß-Regler nach rechts (erhöhen)
  3. Zusätzlich bewirkt der Regler »Dunst Entfernen« in Lightroom Wunder

6. Wie du dich optimal auf dein Fotoshooting vorbereitest

Es gibt ein paar Fehler, die du für schöne Aufnahmen während der Goldenen Stunde vermeiden solltest. Dabei hilft etwas Vorbereitung.

Zunächst ist es wichtig, dass du deine Aufnahmen zu dieser Tageszeit nicht überstürzt. Nimm dir vor dem Fotoshooting schon einmal die Zeit, dich mit Fotolocation vertraut zu machen.

Bei Orten, die in der Nähe meiner Wohnung liegen, observiere ich gefühlt jedes mal beim Vorbeifahren die Location. Wie scheint die Sonne zu diesem Zeitpunkt? Liegt die Kulisse irgendwann im Schatten? Gibt es andere Besonderheiten?

Zu deiner Shootingplanung solltest du auch den Wetterbericht beachten. Bei dichter Wolkendecke wird kein warmer Sonnenstrahl die Erde erreichen. Achte daher auf einen wolkenlosen Tag.

Fotografie zur Goldenen Stunde

Ausgehend von der Zeit des Sonnenuntergangs musst du vorab genug Zeit einplanen. Wie gesagt ist die Stunde vor Sonnenuntergang relevant. Dazu kommt dann noch die Zeit, um überhaupt zum Ort zu kommen. Ich selbst weiß, dass ich vom Wanderparkplatz circa 20 Minuten zu meiner Lieblingslocation am Epprechtstein laufe.

Während dem Hochlaufen beginne ich damit, das Model etwas kennenzulernen und das Eis zu brechen. Dort angelangt möchte ich noch einmal mindestens 30 Minuten Zeit, so dass man sich beim Fotografieren aufeinander einspielen kann. Wenn die Golden Hour dann schließlich beginnt, steht einem coolen Fotoshooting nichts mehr im Weg.

Je nachdem, wie lange ihr nach Sonnenuntergang noch in die Blaue Stunde hineinfotografiert, schwindet das Tageslicht dann rapide. Zum einen solltest du daher immer noch einen Pullover / Jacke zum Drüberziehen dabei haben. Zum anderen ist dann eine günstige Stirnlampe* Gold wert. Denn vor allem wenn du dann noch zum Auto laufen musst, wirst du dieses so auch noch finden.

7. Indoor / Studio Fotografie zur Goldenen Stunde

Neben Outdoor Fotos lässt sich die Golden Hour natürlich auch Zuhause oder im Tageslichtstudio nutzen. Auch hier zaubert das warme Licht eine tolle Stimmung.

Dazu ein paar Tipps für Golden Hour Fotos zum Studio- bzw. Homeshooting :

  1. Finde einen guten Ort in deinem Fotostudio oder Wohnung. Nutze einen Raum mit großen Fenstern oder Türen, durch die das natürliche Sonnenlicht einfällt.
  2. Beobachte bereits ein paar Tage vorher, zu welcher Uhrzeit das Licht am schönsten in den Raum fällt. Achte auch darauf, wann das nicht mehr der Fall ist. In diesem Zeitraum solltest du dann dein Fotoshooting planen.
  3. Positioniere dein Model direkt im goldenen Licht. Wähle das Sonnenlicht als Seiten- oder Gegenlicht.
  4. Eventuell lohnt es sich Reflektoren oder Diffusoren zu verwenden. So kannst du das Licht lenken und grobe Schatten im Gesicht abzuschwächen.
  5. Stelle die Belichtung deiner Kamera so ein, dass das Gesicht von deinem Model korrekt belichtet ist. Auch wenn die Umgebung dadurch unter Umständen unterbelichtet erscheint, können so interessante Effekte entstehen.
  6. Probiere interessante Formen durch Schattenwurf zu erzeugen. Lass das warme Fensterlicht z.B. durch eine Pflanze oder Jalousien auf dein Model scheinen und spiele mit den Schattenformen.
  7. Nutze eine Nebelmaschine, um die Sonnenstrahlen im Raum sichtbar zu machen. Vor allem im Gegenlicht ist das ein faszinierender Effekt.

Tipp: Probiere dich auf einen Reflektor statt weiterem Kunstlicht zu beschränken. Schalte gegebenfalls Glühbirnen aus, da es sonst zu unschönem Mischlicht kommt. Auch normale Blitze / Dauerlichter erscheinen gegnüber dem warmen Sonnenlicht sehr kühl.

Die Bedeutung der Goldenen Stunde ist ein sehr warmes Licht zu Sonnenauf- oder Untergang

Bonus: Goldenes Sonnenlicht künstlich im Fotostudio reproduzieren

Nicht immer ist es möglich, zur Goldenen Stunde draußen vor Ort zu sein. Entweder weil die Uhrzeit nicht zum restlichen Leben passt. Oder aber weil es im Winter selten gute Wetter-Gelegenheiten gibt. Aber keine Sorge.

Wenn du die Charakteristik vom Sonnenlicht während der Goldenen Stunde verstehst, kannst du es auch im Fotostudio mit Blitz- oder Dauerlichtern reproduzieren. Dafür brauchst du beispielsweise:

Alternativ zum Stativ kannst du den Blitz auch einfach mit dem enthaltenen Plastikfuß positionieren.

Die Vorgehensweise klappt natürlich auch mit einem Studioblitz oder LED Dauerlicht. Um das Licht nun künstlich nachzuempfinden musst du drei Dinge beachten:

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  1. Farbfolien: Durch eine orange-gelbe Farbfolie wird das Licht genau so warm dargestellt, wie zum Sonnenuntergang. Das schmeichelt nicht nur den Hauttönen, sondern auch eine tolle Gesamtstimmung im Bild.
  2. Lichtformer: Auch wenn du sonst im Studio lieber weiches Licht von Softboxen nutzt, würde das nicht dem natürlichen Sonnenlicht entsprechen. Dieses ist nämlich dennoch härter. Nutze daher auch im Studio einen harten Lichtformer. Meistens tut es der Standard Lichtreflektor.
  3. Lichtposition: Natürliches Licht kommt normalerweise immer von relativ weit oben. Doch nicht beim Sonnenuntergang: Hier ist die Lichtquelle immer relativ flach positioniert. Daher solltest du die Lichtquelle maximal 30cm höher als den Kopf deines Models aufbauen.

Um den Lichteinfall in ein Zimmer und dort befindliche Gegenstände zu simulieren, kannst du diese entweder direkt im Fotostudio aufbauen. Oder aber du nutzt einen Projektionsvorsatz und erzeugst entsprechende Formen per Schablone. So kannst du beispielsweise die Streifen einer Jalousie ins Bild bringen. Die gezeigten Fotos sind mit dem Godox SA-17 Projektorvorsatz entstanden.

Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich die Goldene Stunde zur Blauen Stunde?

Die Goldene Stunde wird üblicherweise als die erste oder letzte Stunde des Tageslichts definiert. Dieser Zeitpunkt liegt normalerweise am Morgen oder am späten Nachmittag bzw. abends. Dann steht die Sonne tief am Horizont. Das sorgt für warme Lichtstrahlen und langgezogene Schatten. Im Gegensatz dazu bezeichnet die Blaue Stunde den Zeitraum kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang. Dann ist nur wenig oder gar kein direktes Sonnenlicht vorhanden. Das Umgebungslicht wird aber dennoch in sanften Blautönen erhellt. Beide Zeiten bieten tolle Möglichkeiten zum Fotografieren von Landschaften, Porträts und weiteren Motiven.

Lerne in 7 Tagen auf Details zu achten und stimmige Porträts zu fotografieren.

Du beherrschst die Grundlagen der Fotografie und kannst deine Kamera bedienen. Wirklich sehenswerte Porträts kommen am Ende aber nicht heraus? Oder es sieht vor Ort beim Fotoshooting immer ganz gut aus - aber zuhause am Rechner entdeckst du wieder Fehler im Bild?

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Markus Thoma

Ich bin Markus und schreibe aus meiner Erfahrung als Berufsfotograf über die kreative Art der Fotografie. Am liebsten fotografiere ich draußen Porträts - bei natürlichem Licht. Denn weniger ist meistens mehr. Hin und wieder bin ich auch gerne mal auf Reisen. Wenn ich gerade nicht fotografiere, findet ihr mich auf Metalcore Konzerten, in der Natur oder am Buffet. Schau doch auch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei:

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